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Ein Volksbüchlein

Ludwig Aurbacher: Ein Volksbüchlein - Kapitel 159
Quellenangabe
typelegend
booktitleEin Volksbüchlein
authorLudwig Aurbacher
year1878
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleEin Volksbüchlein
created20040403
sendergerd.bouillon
modified20171017
firstpub1827/1829
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27. Die Hausräthe.

»Wie fangt Ihr's denn an, lieber Nachbar, daß Euer Hauswesen so wohl bestellt ist, und man sieht doch nichts Besonderes an Euch, und an dem, was bei Euch vorgeht. Wir Andern arbeiten doch auch, und geben Acht auf's Unsrige, und halten es zu Rath, so gut es gehen mag, und doch battet's nichts.« Der Nachbar antwortete: »Ich wüßte nicht, was Schuld dran sein sollte, es wären denn nur meine drei Hausräthe, denen ich wol das Alles zu verdanken habe.« »Eure drei Hausräthe? wer sind denn die?« »Der Haushund, der Haushahn und die Hauskatz.« »Ihr spottet!« »Es ist mein baarer Ernst; denn seht! der Haushund bellt, wenn ein Feind herbei schleicht, und da heißt's denn: aufgeschaut! Der Haushahn kräht, wenn der Tag anbricht, und da heißt's denn: aufgestanden! Und die Hauskatz putzet sich, wenn ein werther Gast sich naht, und da heißt's denn: angerichtet!« »Ich versteh', Nachbar, was Ihr damit sagen wollet! Ihr meinet, daß drei Dinge nothwendig seien, um dem Hauswesen aufzuhelfen: Fürsorge gegen alles, was schaden kann, Thätigkeit in allem, was nützen kann, und Freundlichkeit gegen alle, die uns wohlwollen und wohlthun.« »Wenn Ihr's so nehmen wollt, so ist mir's Recht; aber meine Hausräthe lob' ich doch drum, daß sie mich jederzeit gemahnen, was zu thun ist; ich könnt's sonst leichtlich vergessen.«

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