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Ein Volksbüchlein

Ludwig Aurbacher: Ein Volksbüchlein - Kapitel 116
Quellenangabe
typelegend
booktitleEin Volksbüchlein
authorLudwig Aurbacher
year1878
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleEin Volksbüchlein
created20040403
sendergerd.bouillon
modified20171017
firstpub1827/1829
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Von der Kappel zum schwäbischen Heiland.

Die Ueberlinger, als sie die That ihres Landsmanns vernommen, und das erbeutete Siegeszeichen gesehen, beschlossen einmüthiglich, eine fromme Stiftung zu machen und sie erbauten eine Feld-Kappel am See, wo der Spieß aufgehängt werden sollte zum ewigen Andenken. Die Kappel aber wurde erbaut zur Ehre des Erlösers, und ein Bildschnitzer bekam den Auftrag, einen schönen Herrgott aus Holz zu machen, sieben Ellen hoch; das that er, und auf das Gestell schrieb er mit vergoldeten Buchstaben: Heiland der Welt. Aber die Ueberlinger wollten die Inschrift nicht gut heißen, sondern, da der Herrgott den sieben Schwaben geholfen hätte aus ihren Aengsten und Nöthen, so solle er auch der schwäbische Heiland genannt werden. Und so geschah es denn auch. Der Seehaas aber baute sich eine Hütte neben dem Kirchlein, und wurde ein Klausner; und es kamen viele Pilgrime nach Ueberlingen, denen der Klausner die Geschichte der sieben Schwaben erzählte, mit allen Umständen, weshalb noch jetzt die Welt davon voll ist. Und der schwäbische Heiland war zu derselbigen Zeit so berühmt, als der große Herrgott in Schaffhausen. Im Schwedenkrieg aber wurde die Kappel zerstört, und die Schweden haben das Siegeszeichen mit sich fortgenommen.

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