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Ein Volksbüchlein

Ludwig Aurbacher: Ein Volksbüchlein - Kapitel 103
Quellenangabe
typelegend
booktitleEin Volksbüchlein
authorLudwig Aurbacher
year1878
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleEin Volksbüchlein
created20040403
sendergerd.bouillon
modified20171017
firstpub1827/1829
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* Vom Spiegelschwaben, wie er einen Schatz findet.

Es gibt mißgünstige Leute, die von den Schwaben nichts Gutes halten, vielmehr ihnen alles Böse nachsagen. Diese erzählen, daß es dem Blitzschwaben von dem Abenteuer mit dem Riesen nur so geträumet habe; denn also ergeh' es furchtsamen Leuten: sie seien nur tapfer, wenn sie schlafen. – Wahrhaftig und gewiß ist jedoch, daß und was dem Spiegelschwaben geträumet hat. Denn der erzählte es selbst seinem Freunde und Schlafgesellen, dem Blitzchwaben, und dieser befand es wirklich so, wie jener gesagt. Es war ihm nämlich der Teufel erschienen. Der führte ihn auf einen Acker, um einen Schatz zu graben. Und da er viel Gold gefunden hatte, sprach der Teufel: Jetzt ist es dir nicht erlaubt, den Schatz hinweg zu nehmen, sondern zeichne die Stätte, daß du sie später wieder finden könnest. Da fragte jener, was er für ein Zeichen machen sollte. Sprach der Teufel: Thu hin! Nachdem er also gethan, erwachte er. – Aus dieser Geschichte ist zu lernen, daß man sich auf höllische Künste, als da sind: Wahrsagen, Schatz graben, Bannen, nicht einlassen solle, weil in solchen Dingen der böse Geist sein Unwesen treibt; der aber lohnt nur mit Schaden und Schanden, wie dies durch das Beispiel des Spiegelschwaben augenscheinlich gezeigt wird.

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