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Ein St. Johannis Nachts-Traum

William Shakespeare: Ein St. Johannis Nachts-Traum - Kapitel 15
Quellenangabe
typecomedy
authorWilliam Shakespeare
translatorChristoph Martin Wieland
year1993
publisherHaffmans Verlag
addressZrich
isbn3-251-20147-6
titleEin St. Johannis Nachts-Traum
pages3-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1762
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Dritter Auftritt.

Die vier Feen treten auf.

1. Fee.
Bereit!

2. Fee.
            Und ich.

3. Fee.
                        Und ich.

4. Fee.
                                    Und ich: Was sollen wir?

Titania.
Seyd diesem feinen Herren hold und dienstbar,
Hüpft vor ihm her, wenn er im Hayn spaziert,
Und gaukelt ihm kurzweilend um die Augen.
Speißt ihn mit Abricos und kühlenden Erdbeeren,
Maulbeeren, Feigen, und mit Purpurtrauben.
Beraubt die Bienen ihrer Honigwaben,
Und zündet ihre wachsbeladnen Beine
Für Fakeln an des Feurwurms Augen an,
Dem Liebling meiner Brust zur Ruh' zu leuchten;
Und rauft den buntgemahlten Schmetterlingen
Die Flügel aus, den Mondschein wenn er schläft,
Von seinen Augen wegzufächeln.
Neigt euch ihr Elfen all, und grüsset ihn.

Die Feen.
Heil! Sterblicher; Heil dir! Heil! Heil!

Zettel.
Ich bitte Ew. Gestreng von Herzen um Vergebung; mit Erlaubniß, Gestrenger Herr, ihren Namen?

Spinnenweb.
Spinnenweb.

Zettel.
Ich wünsche besser mit euch bekannt zu werden, guter Herr Spinnenweb; wenn ich mich in den Finger schneide, so werde ich lustig mit euch machen. Euer Name, Junker?

Bohnenblühte.
Bohnenblühte.

Zettel.
Ich bitte, empfehlt mich der Frau Squasch, eurer Mutter, und dem Hrn. Bohnenhülse, euerm Vater. Lieber Herr Bohnenblühte, ich hoffe noch besser mit ihm bekannt zu werden. Euern Namen, Herr, wenn ich bitten darf.?

Senfsaamen.
Senfsaamen.

Zettel.
Mein lieber Herr Senfsaamen, ich kenne Ihre Verwandtschaft gar wol; dieser bärenhäutrische riesenmässige Schurke, dieser Rinderbraten, hat schon manchen wakern Herrn von euerm Hause aufgefressen. Ich verspreche euch, eure Freundschaft hat mir schon oft die Augen wässern gemacht. Ich wünsche bekannter mit euch zu werden, mein guter Herr Senfsaamen.

Titania.
Kommt, führet ihn in meine Sommerlaube.
Luna (so däucht mich) scheint mit Augen voller Wasser,
Und wenn sie weint, weint jede kleine Blume
Und klagt um irgend eine, durch die Hülfe
Der kupplerischen Nacht bezwungne Jungfernschaft.
Bindt meines Lieblings Zunge, führt ihn schweigend!

(Sie gehen ab.)

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