Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Felix Dahn >

Ein Kampf um Rom

Felix Dahn: Ein Kampf um Rom - Kapitel 72
Quellenangabe
typefiction
booktitleEin Kampf um Rom
authorFelix Dahn
publisherVerlag Werner Dausien
addressHanau
isbn3-7684-4210-1
titleEin Kampf um Rom
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1876
Schließen

Navigation:

Vierzehntes Kapitel

Während dieser Vorgänge bei den Römern und Byzantinern bereiteten sich auch auf Seite der Goten entscheidende Ereignisse vor.

In Eilmärschen waren Herzog Guntharis und Graf Arahad von Florentia, wo sie eine kleine Besatzung zurückließen, mit ihrer gefangenen Königin nach Ravenna aufgebrochen. Wenn sie diese für uneinnehmbar geltende Feste vor Witichis, der heftig nachdrängte, erreichten und gewannen, so mochten sie dem König jede Bedingung vorschreiben. Zwar hatten sie noch einen starken Vorsprung und hofften, die Verfolger durch die Belagerung von Florentia noch eine gute Weile aufzuhalten. Aber sie büßten jenen Vorsprung beinahe völlig dadurch ein, daß die auf der nächsten Straße nach Ravenna gelegenen Städte und Kastelle sich für Witichis erklärten und so die Empörer nötigten, auf großem Umweg im rechten Winkel zuerst nördlich nach Bononia (Bologna), das zu ihnen abgefallen war, und dann erst östlich nach Ravenna zu marschieren.

Gleichwohl war, als sie in der Sumpflandschaft der Seefestung anlangten und nur noch einen halben Tagesmarsch von ihren Toren entfernt waren, von dem Heer des Königs nichts zu sehen. Guntharis gönnte seinen stark ermüdeten Truppen den Rest des ohnehin schon gegen Abend neigenden Tages und schickte nur eine kleine Schar Reiter unter seines Bruders Befehl voraus, den Goten in der Festung ihre Ankunft zu verkünden.

Aber schon in den ersten Morgenstunden des nächsten Tages kam Graf Arahad mit seiner stark gelichteten Reiterschar flüchtend ins Lager zurück. «Bei Gottes Schwert», rief Guntharis, «wo kommst du her?»

«Von Ravenna kommen wir. Wir hatten die äußersten Werke der Stadt erreicht und Einlaß begehrt, wurden aber entschieden abgewiesen, obwohl ich selbst mich zeigte und den alten Grippa, den Grafen von Ravenna, rufen ließ. Der erklärte trotzig, morgen würden wir seine und der Goten in Ravenna Entscheidung erfahren: wir sowohl wie das Heer des Königs, dessen Spitze sich bereits von Südosten her der Stadt näherte.»

«Unmöglich!» rief Guntharis ärgerlich.

«Mir blieb nichts übrig, als abzuziehen, so wenig ich dies Benehmen unseres Freundes begriff. Die Nachricht von der Nähe des Königs hielt auch ich für eine leere Drohung des Alten, bis meine im Süden der Stadt schwärmenden Reiter, die nach einer trockenen Beiwachstelle suchten, plötzlich von feindlichen Reitern unter dem schwarzen Grafen Teja von Tatentum mit dem Ruf: ‹Heil König Witichis!› angegriffen und nach scharfem Gefecht zurückgeworfen wurden.»

«Du rasest», rief Guntharis. «Haben sie Flügel? Ist Florentia aus ihrem Wege fortgeblasen?»

«Nein! Aber ich erfuhr von picentinischen Bauern, daß Witichis auf dem Küstenweg über Auximum und Ariminum nach Ravenna eilt.» – «Und Florentia ließ er im Rücken unbezwungen? Das soll ihm schlecht bekommen.» – «Florentia ist gefallen! Er schickte Hildebad gegen die Stadt, der sie im Sturme nahm. Er rannte mit eigener Hand das Marstor ein – der wütige Stier!»

Mit finsterer Miene vernahm Herzog Guntharis diese Unglücksbotschaften; aber rasch faßte er seinen Entschluß. Er brach sofort mit all seinen Truppen gegen die Stadt auf, sie durch einen raschen Streich zu nehmen.

Der Überfall mißlang.

Aber die Empörer hatten die Befriedigung, zu sehen, daß die Festung, deren Besitz den Bürgerkrieg entschied, wenigstens auch dem Feind sich nicht geöffnet hatte. Im Südosten, vor der Hafenstadt Classis, hatte sich der König gelagert. Des Herzogs Guntharis geübter Blick erkannte alsbald, daß auch die Sümpfe im Nordwesten eine sichere Stellung gewährten, und rasch schlug er hier ein wohlverschanztes Lager auf.

So hatten sich die beiden Parteien, wie zwei ungestüme Freier um eine spröde Braut, hart an beide Seiten der gotischen Königsstadt gedrängt, die keinem ein günstiges Gehör schenken zu wollen schien.

Tags darauf gingen zwei Gesandtschaften, aus Ravennaten und Goten bestehend, aus dem nordwestlichen und aus dem südöstlichen Tor der Festung, dem Tor der Honorius und dem des Theoderich, und brachten, jene in das Lager der Wölsungen, diese zu den Königlichen, den verhängnisvollen Entscheid von Ravenna.

Dieser mußte sehr seltsam lauten. Denn die beiden Heerführer, Guntharis und Witichis, hielten ihn, in merkwürdiger Übereinstimmung, streng geheim und sorgten eifrig dafür, daß kein Wort davon unter ihre Truppen gelangte. Die Gesandten wurden sofort aus den Feldherrnzelten beider Lager unter Bedeckung von Heerführern, die jede Unterredung mit den Heermännern verwehrten, nach den Toren der Stadt zurückgebracht.

Aber auch sonst war die Wirkung der Botschaft in den beiden Heerlagern auffallend genug. Bei den Empörern kam es zu einem heftigen Streit zwischen den beiden Führern: dann zu einer sehr lebhaften Unterredung von Herzog Guntharis mit seiner schönen Gefangenen, die, wie es hieß, nur durch Graf Arahad vor dem Zorne seines Bruders geschätzt worden war.

Darauf versank das Lager der Rebellen in die Ruhe der Ratlosigkeit.

Folgenreicher war das Erscheinen der ravennatischen Gesandten in dem Lager gegenüber. Die erste Antwort, die König Witichis auf die Botschaft erließ, war der Befehl zu einem allgemeinen Sturm auf die Stadt.

Überrascht vernahmen Hildebrand und Teja, vernahm das ganze Heer diesen Auftrag. Man hatte gehofft, in Bälde die Tore der starken Festung sich freiwillig auftun zu sehen. Gegen das gotische Herkommen und ganz gegen seine sonst so leutselige Art gab der König niemand, auch seinen Freunden nicht, Rechenschaft von der Mitteilung der Gesandten und von den Gründen dieses zornigen Angriffs.

Schweigend, aber kopfschüttelnd und mit wenig Hoffnung auf Erfolg, rüstete sich das Heer zu dem unvorbereiteten Sturm: er ward blutig zurückgeschlagen. Vergebens trieb der König seine Goten immer wieder aufs neue die steilen Felswände hinan. Vergebens bestieg er dreimal, der erste, die Sturmleitern: vom frühen Morgen bis zum Abendrot hatten die Angreifer gestürmt, ohne Fortschritte zu machen, die Festung bewährte ihren alten Ruhm der Unbezwingbarkeit.

Und als endlich der König, von einem Schleuderstein schwer betäubt, aus dem Getümmel getragen wurde, führten Teja und Hildebrand die ermüdeten Scharen ins Lager zurück.

Die Stimmung des Heeres in der darauffolgenden Nacht war sehr trübe und gedrückt. Man hatte empfindliche Verluste zu beklagen und nichts gewonnen, als die Überzeugung, daß die Stadt mit Gewalt nicht zu nehmen sei. Die gotische Besatzung von Ravenna hatte neben den Bürgern auf den Wällen gefochten; der König der Goten lag belagernd vor seiner Hauptstadt, vor der besten Festung seines Reichs, in der man Schutz und Zeit zur Rüstung gegen Belisar zu finden gehofft!

Das schlimmste aber war, daß das Heer die Schuld des ganzen Unglückskampfes, die Notwendigkeit des Bruderstreits auf den König schob. Warum hatte man die Verhandlung mit der Stadt plötzlich abgebrochen? Warum nicht wenigstens die Ursache dieses Abbrechens, war sie eine gerechte, dem Heere mitgeteilt? Warum scheute der König das Licht?

Mißmutig saßen die Leute bei ihren Wachtfeuern oder lagen in den Zelten, ihre Wunden pflegend, ihre Waffen flickend: nicht, wie sonst, scholl Gesang der alten Heldenlieder von den Lagertischen, und wenn die Führer durch die Zeltgassen schritten, hörten sie manches Wort des Ärgers und des Zornes wider den König.

Gegen Morgen traf Hildebad mit seinen Tausendschaften von Florentia her im Lager ein. Er vernahm mit zornigem Schmerz die Kunde von der blutigen Schlappe und wollte sofort zum König; aber da dieser noch bewußtlos unter Hildebrands Pflege lag, nahm ihn Teja in sein Zelt und beantwortete seine unwilligen Fragen.

Nach einiger Zeit trat der alte Waffenmeister ein, mit einem Ausdruck in den Zügen, daß Hildebad erschrocken von seinem Bärenfell, das ihm zum Lager diente, aufsprang und auch Teja hastig fragte: «Was ist mit dem König? Seine Wunde? Stirbt er?»

Der Alte schüttelte schmerzlich sein Haupt: «Nein: aber wenn ich richtig rate, wie ich ihn kenne und sein wackres Herz, wär' ihm besser, er stürbe.»

«Was meinst du? Was ahnst du?»

«Still, still», sprach Hildebrand traurig, sich setzend, «armer Witichis! Es kommt noch, fürcht' ich, früh genug zur Sprache.» Und er schwieg.

«Nun», sagte Teja, «wie ließest du ihn?» – «Das Wundfieber hat ihn verlassen, dank meinen Kräutern. Er wird morgen wieder zu Roß können. Aber er sprach wunderbare Dinge in seinen wirren Träumen – ich wünsche ihm, daß es nur Träume sind, sonst: weh dem treuen Manne.»

Mehr war aus dem verschlossenen Alten nicht zu erforschen. Nach einigen Stunden ließ Witichis die drei Heerführer zu sich rufen. Sie fanden ihn zu ihrem Staunen in voller Rüstung, obwohl er sich im Stehen auf sein Schwert stützen mußte; seitwärts auf einem Tisch lag sein königlicher Kronhelm und der heilige Königsstab von weißem Eschenholz mit goldner Kugel. Die Freunde erschraken über den Verfall dieser sonst so ruhigen, männlich schönen Züge. Er mußte innerlich schwer gekämpft haben. Diese kernige, schlichte Natur aus einem Guß konnte ein Ringen zweifelsvoller Pflichten, widerstreitender Empfindungen nicht ertragen.

«Ich hab' euch rufen lassen», sprach er mit Anstrengung, «meinen Entschluß in dieser schlimmen Lage zu vernehmen und zu unterstützen. Wie groß ist unser Verlust in diesem Sturm?»

«Dreitausend Tote», sagte Teja sehr ernst. «Und über sechstausend Verwundete», fügte Hildebrand hinzu.

Witichis drückte schmerzlich die Augen zu. Dann sprach er: «Es geht nicht anders. Teja, gib sogleich Befehl zu einem zweiten Sturm.»

«Wie? Was?» riefen die drei Führer wie aus einem Munde.

«Es geht nicht anders», wiederholte der König. «Wie viele Tausendschaften führst du uns zu, Hildebad?» – «Drei, aber sie sind todmüde vom Marsch. Heut' können sie nicht fechten.»

«So stürmen wir wieder allein», sagte Witichis, nach seinem Speer langend.

«König», sagte Teja, «wir haben gestern nicht einen Stein der Festung gewonnen, und heute hast du neuntausend weniger...» –

«Und die Unverwundeten sind matt, ihre Waffen und ihr Mut zerbrochen», mahnte der alte Waffenmeister.

«Wir müssen Ravenna haben!»

«Wir werden es nicht mit Sturm nehmen!» sagte Teja.

«Das wollen wir sehen!» meinte Witichis.

«Ich lag vor der Stadt mit dem großen König», warnte Hildebrand: «er hat sie siebzigmal umsonst bestürmt: wir nahmen sie nur durch Hunger – nach drei Jahren.» –

«Wir müssen stürmen», sagte Witichis, «gebt den Befehl.» Teja wollte das Zelt verlassen. Hildebrand hielt ihn. «Bleib», sagte er, «wir dürfen ihm nichts verschweigen. König! Die Goten murren: sie würden dir heut' nicht folgen: der Sturm ist unmöglich.»

«Steht es so?» sagte Witichis bitter. «Der Sturm ist unmöglich? Dann ist nur eins noch möglich: der Weg, den ich gestern schon hätte einschlagen sollen – dann lebten jene dreitausend Goten noch. Geh, Hildebad, nimm dort Krone und Stab!

Geh ins Lager der Empörer, lege sie dem jungen Arahad zu Füßen: er soll sich mit Mataswintha vermählen; ich und mein Heer, wir grüßen ihn als König.» Und er warf sich erschöpft aufs Lager.

«Du sprichst wieder im Wundfieber», sagte der Alte. «Das ist unmöglich!» schloß Teja.

«Unmöglich! Alles unmöglich? Der Kampf unmöglich? Und die Entsagung? Ich sage dir, Alter: es gibt nichts andres nach der Botschaft aus Ravenna.» Er schwieg.

Die drei warfen sich bedeutende Blicke zu.

Endlich forschte der Alte: «Wie lautet sie? Vielleicht findet sich doch ein Ausweg? Acht Augen sehen mehr als zwei.»

«Nein», sagte Witichis, «hier nicht, hier ist nichts zu sehen: sonst hätt' ich's euch längst gesagt, aber es konnte zu nichts führen. Ich hab's allein erwogen. Dort liegt das Pergament aus Ravenna, aber schweigt vor dem Heer.»

Der Alte nahm die Rolle und las: «Die gotischen Krieger und das Volk von Ravenna an den Grafen Witichis von Fasulä!»

«Die Frechen!» rief Hildebrand dazwischen.

«Den Herzog Guntharis von Tuscien und den Grafen Arahad von Asta. Die Goten und die Bürger dieser Stadt erklären den beiden Heerlagern vor ihren Toren, daß sie getreu dem erlauchten Hause der Amalungen und eingedenk der unvergeßlichen Wohltaten des großen Königs Theoderich, bei diesem Herrscherstamm ausharren werden, solang noch ein Reis desselben grünt. Wir erkennen deswegen nur Mataswintha als Herrin der Goten und Italier an. Nur der Königin Mataswintha werden wir diese festen Tore öffnen und gegen jeden andern unsre Stadt bis zum äußersten verteidigen.»

«Diese Rasenden», sagte Teja. «Unbegreiflich», versetzte Hildebad.

Aber Hildebrand faltete das Pergament zusammen und sagte: «Ich begreife es wohl. Was die Goten anlangt, so wißt ihr, daß Theoderichs ganze Gefolgschaft die Besatzung der Stadt bildet; diese Gefolgen aber haben dem König geschworen, seinen Stamm nie einem fremden König vorzuziehen. Auch ich hab' diesen Eid getan; aber ich habe dabei immer an die Speerseite, nicht an die Spindeln, nicht an die Weiber, gedacht. Darum mußt' ich damals für Theodahad stimmen, darum konnt' ich nach dessen Verrat Witichis huldigen. Der alte Graf Grippa von Ravenna nun und seine Gesellen glauben sich auch an die Weiber des Geschlechts durch jenen Eid gebunden: und verlaßt euch darauf, diese grauen Recken, die ältesten im Gotenreich und Theoderichs Waffengenossen, lassen sich in Stücke hauen, Mann für Mann, eh' sie von ihrem Eide lassen, wie sie ihn einmal deuten. Und, bei Theoderich, sie haben recht! Die Ravennaten aber sind nicht nur dankbar, sondern auch schlau: sie hoffen, Goten und Byzantiner sollen den Strauß vor ihren Wällen ausfechten. Siegt Belisar, der, wie er sagt, Amalaswintha zu rächen kommt, so kann er die Stadt nicht strafen, die zu ihrer Tochter gehalten: und siegen wir, so hat sie die Besatzung in der Burg gezwungen, die Tore zu sperren.»

«Wie immer dem sei», fiel der König ein, «ihr werdet jetzt mein Verfahren verstehn. Erfuhr das Heer von jenem Bescheid, so mochten viele mutlos werden und zu den Wölsungen übergehn, in deren Gewalt die Fürstin ist. Mir blieben nur zwei Wege: die Stadt mit Gewalt zu nehmen – oder nachgeben: jenes haben wir gestern vergebens versucht, und ihr sagt, man könne es nicht wiederholen. So erübrigt nur das andre: nachgeben. Arahad mag die Jungfrau freien und die Krone tragen; ich will der Erste sein, ihm zu huldigen und mit seinem tapfren Bruder sein Reich zu schirmen.»

«Nimmermehr!» rief Hildebad, «du bist unser König und sollst es bleiben. Nie beug' ich mein Haupt vor jenem jungen Fant. Laß uns morgen hinüberrücken gegen die Rebellen, ich allein will sie aus ihrem Lager treiben und das Königskind, vor dessen Hand wie durch Zauber jene festen Tore aufspringen sollen, in unsre Zelte tragen.»

«Und wenn wir sie haben?» sagte Teja, «was dann? Sie nützt uns nichts, wenn wir sie nicht als Königin begrüßen. Willst du das? Hast du nicht genug an Amalaswintha und Gothelindis? Nochmals Weiberherrschaft?»

«Gott soll uns davor schützen!» lachte Hildebad.

«So denke ich auch», sprach der König, «sonst hätt' ich längst diesen Weg ergriffen.»

«Ei, so laß uns hier liegen und warten, bis die Stadt mürbe wird.»

«Geht nicht», sagte Witichis, «wir können nicht warten. In wenigen Tagen kann Belisar von jenen Hügeln steigen und nacheinander mich, Herzog Guntharis und die Stadt bezwingen; dann ist's dahin, das Reich und das Volk der Goten. Es gibt nur zwei Wege: Sturm –»

«Unmöglich», sprach Hildebrand.

«Oder nachgeben. Geh, Teja, nimm die Krone. Ich sehe keinen Ausweg.»

Die beiden jungen Männer zauderten.

Da sprach mit einem ernsten, trauervollen Blick der Liebe auf den König der alte Hildebrand: «Ich sehe den Ausweg, den schmerzvollen, den einzigen. Du mußt ihn gehen, mein Witichis, und bricht dir siebenmal das Herz.» Witichis sah ihn fragend an, auch Teja und Hildebad staunten ob der Weichheit des felsharten Alten.

«Geht ihr hinaus», fuhr dieser fort, «ich muß allein sprechen mit dem König.»

 << Kapitel 71  Kapitel 73 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.