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Ein guter Kerl

Charles Paul de Kock: Ein guter Kerl - Kapitel 1
Quellenangabe
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typefiction
authorPaul de Kock
titleEin guter Kerl
publisherRieger'sche Verlagsbuchhandlung
printrunDritte Auflage
year1857
firstpub
translatorHeinrich Elsner
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080810
projectid51d06493
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Erstes Kapitel.

Ein Omnibus.

Gibt's Wohl etwas Drolligeres, als eine Person, die hinter einem Omnibus dreinläuft, der schon drei- bis vierhundert Schritte Vorsprung hat und sich immer weiter entfernt, weil der Conducteur rechts und links sieht, seine Münze zählt, die Blicke aber nicht auf den säumigen Wanderer richtet?

Ist's ein Mann, so läuft er, bleibt dann stehen, streckt die Hände hoch in die Luft, schwingt seinen Hut oder Regenschirm, wenn er einen hat; wirbelt seinen Arm in der Höhe, als wollte er den Tambourmajor spielen; läßt Rufe erschallen, als he! he! ... ho! ho! ... Conducteur! ... hum! hum! ... dann läuft er wieder ein wenig hinterher und marschirt im Koth, um den verdammten Wagen einzuholen, den er doch nur besteigen will, um fein säuberlich und zierlich an den Ort seiner Bestimmung zu gelangen.

Ist die nacheilende Person ein Frauenzimmer, dann läuft sie entweder gar nicht, oder sie läuft immer; die Damen verstehen sich nicht auf halbe Maßregeln, sie sind schneller entschlossen als wir, und zudem laufen sie mit Anmuth, haben noch die Gewandtheit, die besten Stellen des Pflasters auszusuchen, ohne es dabei an Zeichen für den Conducteur fehlen zu lassen; freilich halten sie ihr Kleid etwas stark in die Höhe; was liegt aber im Ganzen daran, seine Waden zu zeigen, namentlich wenn sie hübsch voll und abgerundet sind? und im Allgemeinen läßt man nur solche sehen.

Diesmal war's ein junger Mann, welcher dem Wagen zu sechs Sous nachlief. Ein ziemlich hübscher Junge von mittlerer Größe, gutgewachsen, von gemächlicher und sanfter Physiognomie, sauber gekleidet und von anständiger Haltung; endlich erreichte er den Omnibus, der die Boulevards entlang auf die Magdalenenkirche zusteuerte, der Wagen war schon stark bevölkert.

»Gibt's noch Platz, Conducteur? – Ja, mein Herr, rechts, im Hintergrund. Wenn die Herren zur Rechten so gütig sein wollen, etwas zusammen zu rücken.«

Der junge Mann steigt ein, sucht sich zwischen ausgespreizten Beinen, vorgestreckten Knieen, nassen Regenschirmen, kothigen Füßen und übellaunigen Gesichtern durchzuwinden; denn bist du je in einem Omnibus gefahren, lieber Leser oder Leserin (was wahrscheinlich ist, wenn du eine große Stadt bewohnst oder bewohnt hast), so mußtest du die Bemerkung machen, daß, wenn der Wagen schon etwas besetzt ist, die Ankunft eines neuen Mitreisenden stets einen üblen Eindruck auf allen Gesichtern hervorbringt: erstlich wegen des Anhaltens, und dann denkt man, genirt, gedrückt zu werden, der Ankömmling wird daher nicht gut aufgenommen und Niemand rührt sich, ihm Platz zu machen. Es wundert mich, daß die Unternehmer solcher Wagen noch nicht auf den Gedanken gekommen sind, sie durch eine Art Scheidewand in die bestimmte Anzahl Plätze abzutheilen; dann wären diese wenigstens sichtbar und man hätte nicht oft seinen Nachbar auf sich liegen; ist's eine hübsche Nachbarin, so geht's noch an.

Dem jungen Manne gelang es indeß, bis zur Mitte des Wagens vorzudringen, und mit Hülfe des herabhängenden Riemens brauchte er sich nicht auf die Kniee derer zu lehnen, an welchen sein Weg ihn vorüberführte, um während der kitzlichen Passage nicht zu fallen. Er setzt sich zwischen einen dicken Herrn, welcher sehr mißvergnügt zu sein scheint, daß man gerade neben ihm Platz nimmt, und eine etwas bejahrte Dame, welche zurückweicht und sich hin und her dreht, als ob die Berührung ihres Kleides durch den Frack des jungen Mannes ihr unanständig vorgekommen wäre.

»Sie werden uns einpressen wie die Häringe!« brummt der ungeheure Herr, wobei er die Beine auf eine Art ausspreizt, daß er sehr behaglich sitzt.

Die Dame sagt nichts; da aber eine Falte ihres Kleides unter ihren neuen Nachbar kam, zieht sie solche schnell zurück, mit einer Miene von Würde, von Sprödigkeit, kurz mit einer von jenen Mienen, welche nichts beweisen, als daß man keine Anmuth des Charakters besitze.

Der junge Mann sucht, so gut wie möglich, Platz zu nehmen, ohne dem Brummen des Nachbars oder den Mienen der Nachbarin besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Als er, so zu sagen, festsitzt, wirft er die Augen rings umher auf seine Reisegefährten. Diese Revue ist das Pikanteste auf einer Fahrt im Omnibus. Selten enthält ein Wagen, worin man fünfzehn und öfters achtzehn Personen zusammenpfercht, nicht mindestens zwei oder drei jener Originale, welche einem Beobachter Freude machen. Ich bedaure die griesgrämigen Leute, welche die Augen nicht aufschlagen, und sich an ihrem Platz zusammenkauern, ohne nur ein einziges Mal den Kopf zu drehen. Diese empfinden alle Unannehmlichkeiten eines öffentlichen Wagens, ohne dessen Annehmlichkeiten zu kennen.

Neben der Dame mit der vornehmen Miene war ein gutes, dickes Mütterchen in Haube und Schürze, eine Art Landbewohnerin, so ein Mittelding zwischen niederem Stadtvolk und Bäuerin, welche das äußerste Ende der Vorstädte bewohnen und ganz aus ihrer Sphäre gerissen scheinen, wenn sie in das Herz von Paris kommen.

Neben dem Nachbar, der es sehr übel nahm, daß man sich ihm näherte, saß ein alter, dürrer Herr in abgeschabtem, schwarzen Frack; er suchte seit seiner Ankunft im Wagen in allen Taschen umher, und hatte, wie es schien, unendliche Mühe, die sechs Sous zusammenzubringen. Nun kam eine Dame, weder schön noch häßlich, weder jung noch alt, von jenen Personen eine, die nichts Lächerliches an sich haben und der Kritik keine Blöße bieten; denn es gibt auch solche.

Unser Neuangekommener hatte seine Bank gemustert und blickte jetzt nach der linken Seite. Vorn saß eine Art Näherin von mittlerem Alter mit einem Kinde von fünf bis sechs Jahren auf den Knieen, einem Korb zwischen den Beinen und einem großen Paket an der Seite. Hierauf kam ein Mann mit einer Blouse, einer Kappe von Otternfell, Kamaschen von Leder und mit Nägeln beschlagenen Schuhen; er roch nach Knoblauch, Zwiebeln und Wein, wie eine Matelote à la mariniére, und lehnte sich bald an den Nachbar, bald an die Nachbarin, welche er für Kopfkissen zu nehmen schien.

Neben ihm saß ein junges, ziemlich hübsches Mädchen von ehrbarem und züchtigem Wesen, die nicht wußte, wohin sie ihre Augen wenden sollte, um denen der Gegenübersitzenden nicht zu begegnen, und sie daher senkte, obgleich das sehr langweilig ist.

Auf diese junge Person folgte eine Art Stutzer mit einer Brille und gelben Handschuhen, der sein Möglichstes thut, um von seiner hübschen Nachbarin bemerkt zu werden, sich wundert, daß sie ihn nicht anblickt, und aus Aerger die Augen auf eine andere zu seiner Rechten befindliche Frau wirft, welche öffentliche Wagen gewohnt sein mag, und mit ihren Augen keineswegs in Verlegenheit ist; denn sie läßt dieselben halblächelnd auf allen männlichen Personen des Omnibus ruhen, zeichnet jedoch dabei den dicken Herrn, der es gern bequem hat, besonders aus, weil dieser Herr, wenn gleich keine liebenswürdige Miene, doch sehr feine Wäsche und Hemdenknöpfe mit Diamanten trägt; es gibt Damen, welche das augenblicklich verführt.

Ein Mann, ohne besondern Anstand und auffallende Gesichtszüge, sowie der Conducteur bildeten die übrige Bevölkerung des Omnibus. Doch das machte zusammen nur zwölf Reisende, und obgleich der Wagen ganz voll zu sein schien, so war es dem Conducteur noch nicht genug; er wollte, mit Einrechnung des mitten im Hintergrund angebrachten, seine fünfzehn Plätze besetzt haben; und da der Regen einen schönen Junitag verunziert, war es mehr als wahrscheinlich, daß der Omnibus bald seine volle Zahl haben werde.

»Die Plätze, wenn's beliebt!« rief der Conducteur, sich an die Reisenden wendend, wobei er jedoch unverwandt nach der Straße schaute, um weitere Rekruten aufzunehmen.

Die erste Dame zahlt. Der alte Herr, der all' seine Taschen ausleerte, schob endlich dem Conducteur einige schwere Sousstücke in die Hand, welcher nach vorgenommener Zählung zu ihm sagte: »Es fehlt noch ein Sou, mein Herr.«

»Wie, noch ein Sou? Ich bin gewiß, daß ich Ihnen das Ganze gegeben habe.«

»Nein, mein Herr, Sie haben mir nur fünf Sous gegeben; hier sind sie.«

»Nun freilich, fünf Sous! ist das nicht genug? – Nein, mein Herr, die Fahrt kostet sechs Sous. – Wie so, sechs Sous und seit wann denn? – Schon sehr lange, mein Herr! – Sonst kostete es nur fünf Sous; warum hat man denn aufgeschlagen? das kommt mir lächerlich vor. – Sonst führte man Sie nicht von der Bastille bis zur Magdalenenkirche; man mußte an der Porte Saint-Martin noch einmal bezahlen. – Was geht das mich an, ich fahre nicht bis zur Magdalenenkirche, ich steige an der Porte Saint-Denis aus; streng genommen, dürfte ich nur die Hälfte bezahlen, man macht den Aufschlag auch bekannt. – Mein Herr, oben steht geschrieben: dreißig Centimen. – Ich verstehe mich nicht auf die Centimen, das ist eine Rechnung der Revolution; man sollte schreiben sechs Sous, dann wüßte ich, wie ich daran wäre. Auch spielte der Kutscher sonst für fünf Sous mit seinem Fuß die Trompete, jetzt ist's theurer, und ich höre keine Musik mehr. Nun macht Eure Runde, Ihr sollt Euern Sou sogleich erhalten.«

»Für Einen,« schreit der dicke Herr mit den Diamantenknöpfen, indem er ein Zwanzigsousstück hinreichte. Wahrhaftig, er thut wohl an der Bemerkung, daß er nur Einer sei, der Conducteur hätte sich irren und doppelte Zahlung verlangen können.

Unser junger Mann hat bezahlt. Seine Nachbarin hat ihr Geld in der Hand, sie streckt den Arm aus und erwartet, daß man den Preis ihres Platzes dem Conducteur übergebe; ihr Nachbar blickt das junge Mädchen ihm gegenüber an und der dicke Herr scheint nicht geneigt, irgend Jemand nützlich zu sein. Der Mann mit der Blouse streckt seine braune nervigte Hand aus, um das Geld der Dame weiter zu bieten, welche beinahe genöthigt ist, einer Person von gemeinem Schlage durch Kopfnicken zu danken; wie unangenehm! Warum fahret ihr aber mit dem Omnibus, wenn ihr so stolz seid? Der Name dieses Wagens schon sollte euch belehren, daß man hier weder Rang noch Geburt kennt; daß hier ein Untereinander ist, alle Klassen, alle Stände vermischt sind; es ist ein völlig liberales Fuhrwerk und doch ward es vor der Julirevolution eingerichtet.

»Da, nehmt Conducteur, und vor der Passage de l'Opéra laßt mich aussteigen,« sagt die Dame, welche die Augen stets niederschlägt.

»Sogleich, Madame, bezahlen Sie, wenn die Reihe an Ihnen ist. He! da unten rechts, Ihr Platz, wenn's beliebt!«

Diese Worte gehen das dicke Mütterchen an. Sie sucht alsbald in der Tasche ihrer Schürze, wobei sie sagt: »Ja so! ganz richtig ! Ei schaut, ich dachte nicht mehr ans Bezahlen, ich wäre nur so fortgefahren, wäre bequem ... Nun, ich habe gerade keine kleine Münze; seht, Herr Postillon, da sind hundert Sous, gebt mir heraus.«

Und das gute Weib hält ihrer sauertöpfischen Nachbarin ihr Hundertsousstück hin; diese rührt sich nicht und mag sich nicht die Mühe geben, den Arm etwas zu strecken, um Jemand gefällig zu sein, obgleich sie wenige Augenblicke vorher dieselbe Dienstleistung begehrt und erlangt hat. Aber es gibt solche Leute, die glauben, man sei ihnen Alles schuldig, Rücksichten, Zuvorkommenheiten, Gefälligkeiten; sie aber dürfen Niemand etwas thun. Arme Tropfen! Ihr dauert mich! Von welchem Teige meint ihr denn geknetet zu sein, daß ihr von Leuten, welche ihr zum erstenmal seht, Achtung, Höflichkeit, Aufmerksamkeiten verlangt, die ihr ihnen verweigert? Ist's, weil ihr besser gekleidet seid? Allein es gibt Betrüger, Freudenmädchen, deren Kleidung stets nach neuester Mode ist, das möchte also nichts beweisen. Ist's, weil ihr Geld in der Tasche habt? Allein der Reichthum war nie ein Zeichen des Verdienstes; zudem ist sein Ursprung öfters höchst verächtlich! Ist's, weil ihr großes Talent, großes Genie habt? O nein! Leute von wahrem Talent sind nicht unverschämt; man muß das Denjenigen überlassen, welche bemerkt werden wollen, wäre es auch nur durch ihre Dummheit, jenen Schmierern, trotz der invita Minerva; jenen Geschöpfen, welche der Neid frißt, die Mißgunst austrocknet, und die Alles lächerlich finden, um sich für ihr Unvermögen zur Selbstthätigkeit zu rächen. Also weil ihr Dummköpfe seid, handelt ihr so! ... O! dann begreife ich, lasse den Grund gelten, und gestehe, daß ihr euch nicht anders benehmen könnet.

Unser junger Reisender nahm das Hundertsousstück aus den Händen des dicken Mütterchens und reichte es dem Conducteur, der es in den Mund nimmt, sich umdreht und die Schnur anzieht, worauf der Wagen hält.

»Will er uns noch Jemand hereinsetzen?« fragte der dicke Herr.

»Wie unangenehm, so oft anzuhalten!« bemerkt der Stutzer mit der Brille, sich, wie es schien, an die junge Person mit den gesenkten Augen wendend; »ich, ich bin gerade in Geschäften, habe Eile. Sind Sie auch pressirt, mein Fräulein?«

Man antwortet: »Nein, mein Herr!« ganz leise, beinahe unverständlich, dreht sich dann zur Seite, um das Gespräch nicht fortzusetzen.

Ein Neuangekommener erscheint am Eingang: ein kleines Männchen mit lebenslustigem Gesicht, rother Nase, hervorstehenden Augen, ein Etwas an ihm verräth den Comptoirmenschen. Er hat einen ganz durchnäßten Regenschirm in der Hand und reibt ihn auf seinem Wege nach dem Hintergrund an den Knieen und Füßen der Mitfahrenden, wobei er sich mit liebenswürdiger Miene verneigt, rechts und links grüßt und Jedem auf die Füße tritt.

»Links, hinten ist noch Platz ... Madame, nehmen Sie doch Ihr Paket zu sich. – Ich habe ja meinen Kleinen schon ... – Das geht mich nichts an; dann hätten Sie zwei Plätze nehmen sollen; so wie Sie nur einen bezahlen, dürfen Sie nicht Ihr Paket, Ihr Kind und Ihren Korb neben sich auf die Bank legen; da wäre mit vier Personen mein Wagen voll! Das kann nicht sein. – O! nicht alle Conducteurs sind so ungefällig, wie Sie! – Thut mir leid, allein ich muß meine fünfzehn Plätze haben.«

»Herr vom Schlage, Sie haben mir auf meine hundert Sous noch nicht herausgegeben!« ruft das dicke Mütterchen mit besorglicher Miene. – »Sogleich, Madame. Nun, rücken Sie doch da unten ein wenig zusammen!«

»Gebt mir Euern Kleinen, Weibchen,« sagt der Mann in der Blouse zu seiner Nachbarin, »dann könnt Ihr Euer Paket zu Euch nehmen. – Ah! Herr ... Sie sind sehr gütig, verbinden mich sehr. Willst Du zu dem Herrn gehen, Lolo? – O, nein! er ist zu häßlich,« antwortet das Kind, das Gesicht verziehend.

Der Mann in der Blouse lacht über die Antwort des Kindes und nimmt es auf seine Kniee, mit den Worten: »Komm immerhin, Dicker, ich fresse Dich nicht!«

Und somit wechselt das Kind seinen Sitz, ein Beweis, daß man nach Knoblauch und Zwiebel riechen, und doch sehr gefällig sein kann; übrigens ist darum dieser Geruch nicht minder unangenehm.

Mittlerweile gelangte der Herr mit der freundlichen Miene in seine hintere Ecke, nachdem er seinen Regenschirm über die ganze Gesellschaft sich hatte ergießen lassen.

»Wie hübsch das ist, da komme man geputzt in einen Omnibus!« bemerkte der Stutzer. »Sehen Sie, mein Fräulein, Ihr Kleid ist gleichfalls ganz durchnäßt.«

Das Frauenzimmer antwortet nichts und begnügt sich, die Spuren des Regenschirms mit ihrem Taschentuch zu verwischen.

»Conducteur, Ihr setzt mich vor der Straße Caumartin ab,« sagt der Neuangekommene.

»Ja, mein Herr. Wer hat noch nicht bezahlt?«

»Herr Fuhrmann,« ruft das dicke Mütterchen mit gerecktem Halse, »Ihr habt mir mein Geld noch nicht zurückgegeben, ich zahlte mit einem Hundertsousstück.«

»Im Augenblick, Madame, ich habe noch nicht genug Münze. Es ist mir noch Jemand einen Sou schuldig.«

Nun beugt sich der Herr im abgetragenen Frack zu dem Conducteur und sagt ihm etwas ins Ohr; dieser antwortet nichts, fordert aber seinen Sou nicht mehr. Ich habe öfters gesehen, daß Conducteurs mit größter Artigkeit unbekannten Leuten, welche Geld mitzunehmen vergessen hatten, borgten; zahlt man ihnen später das Schuldiggebliebene? Ich möchte es gerne glauben: wahrscheinlich bat der alte Herr um Kredit von einem Sou. Armer Mann! war's wirklich, weil er nicht wechseln lassen wollte?

Der Conducteur zieht die Schnur, der Wagen hält; neues Murren der Fahrenden.

»Was, wieder Jemand? aber man ist ja vollzählig, es gibt keinen Platz mehr, wenigstens wenn man uns nicht auf den Schooß sitzen soll.«

»O nein! meine Herren, noch sind zwei Plätze leer, einer rechts und der andere an der Rückwand. Rücken Sie daher zusammen, dort unten rechts.«

Auf dem Tritt des Wagens erscheint eine sehr hübsche Dame, von schönem Wuchse. Es wäre Schade gewesen, wenn man sie hätte vom Regen einnetzen lassen. Sie bleibt stehen, blickt in den Wagen mit den Worten: »Aber ich sehe keinen Platz. – Doch, Madame, o! es sind noch zwei frei.«

Damit läßt der Conducteur die Dame einsteigen, welche umherspäht, wo sie unter den vielen Leuten Platz finden könne. Zum Glück für sie ist der junge Mann, dessen Porträt wir zeichneten, für weibliche Reize keineswegs unempfindlich; auch war's ihm nicht unangenehm, von seiner griesgrämigen Nachbarin wegzukommen; er rückt daher fester an seinen dicken Nebenmann, unbekümmert um dessen Gebrumme, Klagen oder Aerger, und wie die junge Dame ein kleines Plätzchen erblickt, plumpt sie herab, denn auf diese Weise setzt man sich beinahe immer in einem Omnibus.

»Ach, Madame! Sie erdrücken mich!« rief die Alte im seidenen Kleide. – »Madame, es thut mir sehr leid, allein man behauptet, es habe noch Platz. – Sitzen Sie näher zu mir, Madame,« sagte unser junger Mann.

Für unsere Dame war dies eine schwere Aufgabe, denn sie saß dicht an ihm, und da diese Stellung ihr nicht sehr comfortabel erschien, wäre, sie im Gegentheil lieber etwas weggerückt, doch war dieser junge Mann wenigstens artig, hatte ein ehrbares Aussehen. Die hübsche Frau beschloß daher, sich geduldig in ihre Lage zu fügen. Der junge Mann rührt sich nicht mehr und seine Wangen überziehen sich mit feurigem Roth; darin liegt nichts Erstaunliches; wir wissen, daß die Reibung zweier Körper diese erhitzt und sie am Ende verbrennen würde.

»Ich hoffe, jetzt hat's ein Ende und er wird uns Niemand mehr hereinbringen,« sagt der dicke Herr, mit einem Blick auf den Conducteur, welcher fortwährend nach den Boulevards schaut.

»Ja, warum gibt er mir denn auf meinen Thaler nicht heraus?« ruft das alte Mütterchen, sich an ihr Gegenüber mit dem Regenschirm wendend. – »Hat's vielleicht vergessen. Ja freilich, wär' ein schöner Spaß. Hört einmal! Herr mit der Mütze, meine Münze, wenn's gefällig ist! – Hier, Madame! Ihr Platz dort unten links.«

Die dicke Frau hat ihre Münze empfangen und ist jetzt beruhigter. Der Wagen rollt einige Minuten ohne Gespräch im Innern fort. Die Einen begaffen ihre Nachbarn, Andere sehen durch die Fenster; Einige denken nur an ihre Geschäfte. Der Mann in der Blouse allein spricht; er plaudert mit dem Kind, das sich an ihn gewöhnt hat, läßt es auf den Knieen reiten und hüpfen und gibt ihm seine Tabaksdose zum Spielen; das Kind hat diese nach langem Versuchen endlich geöffnet und wirft den ganzen Inhalt auf den Boden, was viele Freude zu machen scheint. Seine Mutter erschöpft sich in Entschuldigungen; der Mann mit den Diamantknöpfen zuckt die Achsel und murmelt: »Wie liebenswürdig sind doch die Kinder! der kleine Schlingel hat's absichtlich gethan.«

In diesem Augenblicke erleidet der Wagen eine tüchtige Erschütterung; es ist Jemand, ohne den Conducteur halten lassen zu wollen, auf den Fußtritt gesprungen. Der Conducteur tritt zur Seite und sagt: »Im Hintergrund, mein Herr, ist noch ein Platz.«

Der zuletzt Gekommene ist ein Militär, Unteroffizier in Husarenuniform, jung, groß, mit starkem, schwarzen Schnurrbart, was im Verein mit Augen und Brauen von derselben Farbe, stark geprägten Zügen und einer dunkeln, braunen Gesichtsfarbe, seiner ganzen Physiognomie etwas Hartes und Zurückstoßendes gibt.

»Wo Teufel soll sich denn dieser Herr hinsetzen?« sagte der dicke Mann, doch diesmal nur halblaut und mit unverschämtem Ton.

Der Militär scheint gar nicht in Verlegenheit; er geht voran, schiebt Kniee und Beine zurück, schaut rechts und links, wie um sich einen Platz auszuwählen, und plumpt dann plötzlich, nachdem er die junge bescheidene Dame genauer betrachtet hatte, zwischen dieser und dem schönen Herrn mit der Brille nieder.

»O weh, mein Herr! was machen Sie denn da. Hier ist kein Platz. Sie liegen auf uns!« schreit der Stutzer, auf welchen der Militär niederfiel.

»Bah, bah! man rücke zusammen. Das wird sich schon geben; man sagte mir ja, es habe noch Platz.«

»Aber nicht hier, mein Herr, sondern im Hintergrund. Conducteur, saget es dem Herrn doch, macht doch, daß er weggeht.«

»Machen, daß ich weggehe? ha! den möchte ich doch sehen, der das machte. Mein Fräulein, ich will mich bemühen, Ihnen so wenig als möglich lästig zu sein, will mich ganz dünn machen, nicht des Herrn, sondern Ihretwegen.«

Die junge Person sagt nichts, weicht aber zurück, so weit sie kann; allein es saßen schon sieben auf der Bank, und die Ankunft des Militärs zwängte Jedermann ein, wie einen Schraubstock.

»Aber, mein Herr,« begann der Brillenmann aufs Neue, »man sagt Ihnen ja, es sei ein Platz an der Hinterwand, dort wären Sie weit besser. – Nun! so gehen Sie hin, wenn's Ihnen geschickt ist; ich befinde mich hier gut und bleibe.«

»Ich will dorthin sitzen,« ruft das Männchen mit dem Regenschirm, mir ist's gleich, wo ich bin, wenn's nur im Wagen ist.«

Diesem Arrangement haben die Reisenden der Linken zu verdanken, daß sie wieder frei athmen können, und der Unteroffizier macht sich's bequemer, wobei er sagt: »Ich wußte wohl, daß Platz da sei und die Sache sich geben werde.«

»Voll!« schrie der Conducteur dem Kutscher zu.

»Welches Glück!« bemerkte der Dicke, »wir dürfen hoffentlich nun nicht mehr anhalten!«

»Welches verfluchte, hundsföttische Wetter!« rief der Militär dazwischen, indem er seinen Tschako abnahm und vor sich hin abschüttelte. »Glücklicherweise gehe ich nicht auf die Parade! Hier, Conducteur! da ist Ihr quibus. Rücken Sie doch etwas hinauf, mein Herr, damit wir das Fräulein nicht belästigen. Entschuldigen Sie, mein Herr, aber ich muß für meine Beine auch Platz haben, und Sie rühren Ihre zwei Säulen ebenso wenig, als der Triumphbogen!«

Letzteres galt dem Herrn mit den Diamantknöpfen, der sich dem Militär gerade gegenüber befand und dessen eines Knie dieser auf die Seite schob, um sich bequemer ausdehnen zu können. Der Dicke bläst sich noch mehr auf, sein Gesicht schwillt an, er schnaubt wie ein Gaul, indem er antwortet: »Mein Herr, ich sehe nicht ein, warum ich mich geniren sollte. Was haben Sie nöthig, Ihre Beine auszustrecken. – Anders kann ich mich nicht im Wagen halten. Ich frage Sie, was macht Ihnen das? man richtet sich etwas ein, damit Punktum! Mein Fräulein, scheuen Sie sich nicht, sich an mich zu lehnen, es wird mich im Gegentheil freuen. Verfluchtes Wetter, da ist nun wieder der ganze Tag verdorben.« »Kutscher! Conducteur! halt, haltet doch! ich will einsteigen ...«

Diese Rufe ertönten von der Straße und gingen von einer weiblichen Stimme aus. Der Conducteur zieht an der Schnur, damit der Wagen halte; da bricht im Omnibus ein Murren des Aufruhrs aus.

»Es gibt keinen Platz mehr, Conducteur! Haltet Ihr uns zum Narren? wo wollt Ihr denn noch Jemand hinsetzen?« schreit man von allen Seiten.

»An meinen Platz,« antwortet ruhig der Conducteur, »und ich bleibe auf dem Tritt stehen.«

»Mordelement, laßt das Weibchen hereinkommen, ist sie hübsch, so nehme ich sie auf meine Kniee! es steht mir hoffentlich frei, galant zu sein.«

Das Weibchen, das jetzt die Stufen herauf klettert, ist eine ungeheure Kugel von vierzig bis fünfzig Jahren, deren Reize dergestalt voluminös sind, daß man weder ihre Taille, noch irgend eine ihrer Formen unterscheiden kann; ihr ganzes Individuum scheint nur eine einzige Form zu haben, nämlich die einer Tonne. Der Conducteur schiebt sie in den Wagen und läßt seinen niedern Rücksitz herab, während der Militär ausruft: »Ha! Bomben und Granaten! das ginge mir ab, wenn ich eine solche Festung auf meinen Schooß nehmen müßte!«

Doch die Dame hielt bei dem Platz des Conducteurs nicht an, sie dachte, sie könne sich tiefer im Wagen setzen, steigt über die sie abwehrenden Füße hinweg; in diesem Augenblicke beginnt der Wagen seine Bewegung wieder, da verliert die ungeheure Reisende das Gleichgewicht und fällt zuerst auf den dicken Herrn, der sie auf den Militär zurückwirft; dieser schiebt sie auf den kleinen magern Alten. Auf solche Weise wäre mit der Dame Ball gespielt worden, hätte der schwarze Herr die Kraft gehabt, die auf ihn gefallene Masse abzuwälzen; aber er vermochte nur dumpfes Stöhnen hervorzubringen.

Schon legte die Dame ihr Kleid zurecht, um an diesem Platze zu bleiben, denn sie bemerkte allem Anschein nach nicht, daß sie einen kleinen Herrn unter ihrem ungeheuern Hintertheil habe; aber der Militär rief ihr zu: »Madame, Sie haben Jemand umgebracht, es ist nicht anders möglich, Sie liegen auf einem kleinen dürren Herrn, der nichts spricht, weil er erstickt.«

Nun weist der Conducteur der Dame ihren Platz und gibt ihr zu verstehen, daß sie sich dahin zu setzen habe. Die Reisende richtet sich auf und gelangt erst zum Rücksitz, nachdem sie noch auf mehrere Personen gefallen war; der Abgeschabene aber kommt wieder zu sich und die Ruhe im Omnibus ist hergestellt.

Seit fünf Minuten vielleicht rollte derselbe ohne Aufenthalt fort, etwas ziemlich Seltenes in einem Wagen zu sechs Sous. Eine Hitze von dreißig Graden herrschte im Innern, weil die Kugelförmige, welche den Platz des Conducteurs einnahm, den Eingang völlig verdeckte und das Zuströmen frischer Luft hemmte.

Der Militär, welcher sehr beweglich schien und gerne schwatzte, stieß von Zeit zu Zeit Flüche über das Wetter aus, und wollte hierauf ein Gespräch mit seiner jungen Nachbarin anspinnen; da aber diese keine Antwort gab, so suchte der Husar, den es langweilen mochte, rein verlorene Galanterien anzuspinnen, etwas Anderes im Wagen auf. Indem er so Jeden die Musterung passiren ließ, hafteten seine Augen auf dem jungen Manne, welcher der schönen Dame Platz gemacht hatte; er fixirt ihn, betrachtet ihn einige Augenblicke und ruft dann aus: »Potz alle Wetter! ich irre mich nicht ... da unten sehe ich Karl Darville, einen Schulkameraden ...«

Der junge Mann, welchem diese Worte galten, schlägt die Augen auf, sieht seinerseits den Unteroffizier an und antwortet: »Ja, mein Herr, ja, ich heiße wirklich so, aber ich erinnere mich nicht ...«

»Wie, Du erkennst Mongérand nicht ... Emile Mongérand? – War's möglich ... wie, Du wärst's, Mongérand ... Dich hätte ich nicht wieder erkannt ... diesen Schnurrbart ... diese Uniform? – Ja freilich, das verändert etwas! und dann das martialische Aussehen ... Zudem sind's nun mindestens sieben Jahre, seit wir uns nicht mehr gesehen ... ich war damals neunzehn Jahre alt und Du, glaube ich, ebenfalls ... Ah! denkst Du noch an alle unsere Tollheiten, unsere Streiche im Collegium ... – Ja, ja, ich denke noch daran!«

»Es scheint, diese Herren unterhalten sich da, als wären sie zu Hause,« sagt der Stutzer mit spöttischer Miene, indem er der steifen Dame zulächelte; diese verzieht den Mund mit einem Blick auf den Diamantknopfigen; der letztere aber lächelt nie, sondern schreit dem Kutscher mit gebieterischer Stimme zu: »Ihr laßt mich an der Straße Richelieu aussteigen ... man erstickt in diesem Wagen.«

»Kutscher, sind wir noch nicht an der Porte Saint-Denis?« fragt der im abgeschabenen Frack. – »O! da sind wir vorüber, wir sind jetzt auf dem Boulevard Poissonnière. – Ach, mein Gott! und ich gehe in die Vorstadt Saint-Denis. Ich sagte Euch, Ihr sollt mich dort absetzen. – Nein, mein Herr, das habt Ihr mir nicht gesagt. – Wie angenehm, jetzt muß ich zwei Boulevards zu Fuß zurück, und es regnet entsetzlich! ... aber so haltet doch wenigstens jetzt! – Sie können absteigen, mein Herr! – Nein, so lange der Wagen noch eine Bewegung macht, steige ich nicht ab. Ich habe keine Lust, auf Jedermann hinzufallen, wie Madame hier.«

Endlich rührt sich der Wagen nicht mehr; die dicke Dame, welche den Eingang versperrt, tritt für einen Augenblick zur Seite, der alte Herr steigt brummend ab, sucht vergeblich nach einer rein gekehrten Stelle, um die Trottoirs zu erreichen und läuft im Trabe nach der Porte Saint-Denis.

»Ja, mein lieber Karl! wie närrisch, einander nach sieben Jahren in einem Omnibus wiederzufinden! der Regen ist indeß daran Schuld, denn sonst marschirte ich zu Fuß bis zur Vorstadt Saint-Honoré. Ich erkannte Dich anfangs nicht wieder; nicht daß Du verändert wärest, allein Du warst hinter dieser Dame versteckt, ich sah nur Deine Nasenspitze. Bist Du fortwährend ein guter Junge, ein guter Kerl, wie früher?«

»Mein Charakter ist nicht anders geworden, ich bin immer der gleiche. – Nun, das laß ich mir gefallen, ich liebe nur die guten Kerls, nicht aber die Heimtückischen und Heuchler!«

»Gewiß,« fiel das Männchen mit dem Regenschirm, mit freundlichem Gesicht gegen den Husaren, ein, »ein Mann soll liebenswürdig in Gesellschaft sein, das ist weit angenehmer.«

Der Militär sieht den Herrn mit schalkhafter Miene an und brummt vor sich hin: »Ei, wer spricht denn mit dem da?« Hierauf wendet er sich an seinen Jugendfreund, ohne auf die Dazwischensitzenden zu achten.

»Hör' einmal, Karl, erinnerst Du Dich noch unserer Pedanten im Collegium, der Streiche, die wir ihnen spielten? Sie gaben mir Pensum's auf, weil ich nicht an's Latein anbiß. Verfluchtes Latein! ich konnte nie zehn Worte davon behalten; braucht ein Mann das, um sich zu erklären? Mißfällt mir Einer oder sieht mich schief an: gebe ich ihm dann ein paar Ohrfeigen auf Lateinisch? finde ich eine Frau nach meinem Geschmack, sage ich ihr dann auf Lateinisch, daß ich sie anbete? Da hielte sie mich für einen Magister oder einen Kirchengänger ...«

»Ha! ha! ha! gerade wie bei mir,« fällt der Mann mit dem Regenschirm lachend wieder ein, »ich verstand nie ein Wort Latein ... und doch ...«

Der Militär sieht diesen Herrn abermals mit verwundertem Gesichte an und sagt zu ihm: »Erlauben Sie mir, mein Herr, ich spreche nicht mit Ihnen, sondern mit meinem Freunde; antworten Sie, wenn man's für geeignet hält, Sie mit ins Gespräch zu ziehen.«

Das kleine Männchen erwidert nichts, es begnügt sich, mit dem Kopf zu nicken und sieht hinaus, ob es noch regnet.

»Da ist die Straße Montmartre ... Wer hat nach der Straße Montmartre gefragt?« schreit der Conducteur.

»Ich,« sagt die Frau mit dem Paket, dem Kind und dem Korb, und sie versucht, ihren Auszug zu bewerkstelligen, was den Wagen drei Minuten hinsperrt. Die junge bescheidene Person steigt gleichfalls aus. Etwas weiter unten geht der Dicke seiner Wege, und das Frauenzimmer, das in die Passage de l'Opéra wollte, steigt indeß mit diesem Herrn ab.

Der Wagen fängt an, leichter zu werden; die Jugendfreunde können einander näher rücken. Jeden Augenblick gibt Jemand dem Conducteur ein Zeichen, was den Unteroffizier am Ende so ungeduldig macht, daß er ausruft: »Wird das Absteigen und Halten bald einmal aus sein? Was ist denn das für eine Manier? so macht man wohl eine Meile in sechs Stunden.«

Endlich gelangt der Wagen an seine Bestimmung; es blieb nur noch der Mann mit der Blouse, die Bäuerin und die beiden Freunde, als man an der Station des Boulevard de la Madeleine still hielt.

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