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Ein Dorf ohne Männer

Ödön von Horváth: Ein Dorf ohne Männer - Kapitel 4
Quellenangabe
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typecomedy
authorÖdön von Horváth
titleEin Dorf ohne Männer
publisherSuhrkamp Verlag
seriesHorvath, Gesammelte Werke
volumeBand 4, Komödien 2
editorTraugott Krischke, Dieter Hildebrandt
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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projectid6fc0ef00
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Drittes Bild

Wieder im Audienzsaal der Ofner Burg. Der Statthalter sitzt auf der Estrade und ißt von einem silbernen Tablett, das ihm der Page hinhält, Sandwiches. Am Pult steht der Schreiber und nickt immer wieder ein. Vor den beiden Türen wachen die Gardisten.

Statthalter  zum Pagen: Also die Gansleber ist heut nicht berühmt – Skandal!

Hofbeamter kommt von rechts.

Statthalter  essend zum Hofbeamten. Alles in Ordnung?

Hofbeamter  gibt keine Antwort, sondern geht dicht an den Statthalter heran; leise, damit ihn der Page nicht hört: Wie ich soeben informiert wurde, werden uns Seine Majestät heute nicht um halbsechs, sondern bereits um dreiviertelfünf »überraschen« –

Statthalter  Was? Schon um dreiviertelfünf? Uiweh! Er gibt dem Pagen ein Zeichen, er möge sich mit dem Tablett entfernen. Page ab mit dem Tablett nach links.

Hofbeamter  Gottlob halten sich Euere Komödianten bereits seit Stunden bereit.

Statthalter  Hoffentlich haben sie auch ihre Rollen anständig gelernt!

Hofbeamter  lächelt hinterlistig: Gewissenhaft, Exzellenz! Gewissenhaft!

Statthalter  Wie sehens denn aus?

Hofbeamter  Wie eine wirkliche Deputation.

Statthalter  Wahrheitsgetreu?

Hofbeamter  Das echte Volk.

Statthalter  Bravo. Wie spät ist es denn schon?

Hofbeamter  sieht auf eine Sanduhr: Punkt halbfünf.

Statthalter  Geht der Sand nicht nach?

Hofbeamter  Nur paar Minuten, Exzellenz!

Statthalter  Herein mit den Komödianten!

Hofbeamter  öffnet rechts die Tür und läßt zwei Komödianten ein; sie sind als Bauern verkleidet und fallen sofort auf die Knie.

Statthalter mustert sie zufrieden. Echt, wirklich echt – Zum Hofbeamten. Wenn es Seiner Majestät beliebt, unsere Amtsführung zu kontrollieren, und zwar direkt überfallsartig zu kontrollieren, dann müssen wir uns eben wehren! Auch der Wurm krümmt sich, wenn er kontrolliert wird. Ich verstehs nicht, was hat er eigentlich gegen die Korruption? Was hat ihm schon die Korruption getan? Wo doch die Korruption gewissermaßen die pikante Sauce ist für diese ganze fade Regiererei! Apropos fad: wir können eine kleine Probe abhalten – Zum ersten Komödianten. Nun, mein Sohn, wie kann ich dir helfen?

Erster  Exzellenz, Euere Güte kennt keine Grenzen, wie soll ich armer Bauer Euch danken –

Statthalter  Ah, du willst dich bedanken?

Erster  Euere Exzellenz haben mir doch schon wieder gnädigst sechs Schafe und zwölf Ziegen geschenkt –

Zweiter  Auch ich möcht mich bedanken –

Statthalter  Brav, sehr brav!

Zweiter  Euere Exzellenz haben mir doch allergnädigst die Steuern nicht nur gestundet, sondern sogar gestrichen, angesichts der großen Not –

Statthalter  unterbricht ihn: Du leidest Not?

Zweiter  Bitterlich. Und mein armes Weib ist gar arg krank –

Statthalter  zum Schreiber: Schreib: dieser brave Bauer bekommt fünf Taler, damit er Medizin für sein krankes Weib –

Erster Gardist  unterbricht ihn plötzlich: Halt! Er tritt rasch auf den Statthalter zu und schlägt mit seiner Hellebarde auf das Pult des Schreibers. Halt!

Statthalter  außer sich: Was los?! Ist der Hund des Teufels?!

Erster Gardist Du bist des Teufels! Er öffnet rasch sein Visier; es ist Matthias.

Statthalter  brüllt auf: Der König! Der König!

Matthias  Ja. Er nimmt den Helm ab und herrscht plötzlich die beiden Komödianten an. Steht auf! Rutscht hier nicht auf den Knien herum, das schickt sich nicht! Ihr seid doch in keiner Kirche! Auf!

Die Komödianten erheben sich entsetzt.

Zum Schreiber. Schreib: dieser brave Bauer bekommt keine fünf, sondern fünfundzwanzig, aber keine Taler, sondern vom Büttel!

Zweiter  entsetzt: Majestät!

Matthias  zum Schreiber: Schreib: diese beiden braven Bauern werden auf der Stelle in Ketten gelegt, denn das sind keine Bauern, sondern Komödianten, die ihre Begabung mißbrauchen, um ihren König zu betrügen und um, was noch schlimmer ist, ihr eigenes Volk zu betrügen – Er ruft. Die Wache!

Gardisten treten rechts und links mit dem Hauptmann ein.

Hofbeamter  deutet auf die zwei Komödianten; zum Hauptmann: Abführen!

Hauptmann  zu den Gardisten: Abführen!

Die Komödianten  verzweifelt: Gnade, Majestät! Gnade! Sie werden von zwei Gardisten nach links abgeführt.

Matthias  fixiert den Statthalter: Es gibt keine Gnade.

Stille.

Statthalter  kleinlaut: Majestät –

Matthias  fällt ihm ins Wort: Ihr wißt es also, wann ich Euch »überrasche«? Er lächelt. Man hats mir schon gestern erzählt –

Statthalter  fällt ihm ins Wort: Wer?

Matthias  deutet auf den Hofbeamten: Dieser treue Mann!

Statthalter  fixiert wütend den Hofbeamten: Diese Beamtenseele?! Diese Kreatur!?

Matthias  Halt den Mund!

Statthalter  braust auf: Was erlaubt Ihr Euch? König, ich bin ein Edelmann!

Matthias  Umso schlimmer! Du hast dir Komödianten engagiert, aber ich kenne mein Volk, ich weiß, wie es denkt und fühlt, und ich weiß auch, wie es über deinesgleichen denkt, hoher Herr – Zum Hauptmann. Im Namen des Volkes! Abführen!

Statthalter  Matthias Corvinus, dazu habt Ihr kein Recht!

Matthias  grinst: Wer die Macht hat, braucht kein Recht – das ist doch dein Gesetz!

Statthalter  Ich bin kein lumpiger Bauer!

Matthias  zum Hauptmann: Abführen! Raus!

Statthalter  zum Hofbeamten: Diese Schmach sollst du mir büßen! Er wird von den Gardisten und dem Hauptmann links abgeführt.

Hofbeamter  sieht ihm besorgt nach: Büßen? Er schluckt.

Matthias  lächelt: Hast du Angst?

Hofbeamter  Angst gerade nicht – aber ein unangenehmes Gefühl.

Matthias  Der kommt nicht mehr zurück.

Hofbeamter  Wer weiß!

Matthias horcht auf und sieht den Hofbeamten groß an.

Zweiter Gardist  bei der Tür rechts, ruft plötzlich: Es lebe der König!

Matthias  horcht abermals auf, geht dann langsam auf den zweiten Gardisten zu, hält dicht vor ihm und betrachtet seine hünenhafte Gestalt; er klopft plötzlich auf seinen Brustpanzer, als würde er ihn streicheln und lächelt ernst: Dankeschön! – Er geht wieder zum Hofbeamten und deutet auf den verwaisten Platz des Statthalters. Komm, setz dich dorthin –

Hofbeamter  überrascht: Wohin?!

Matthias  Ja. Wir haben das Dekret bereits vor vier Tagen unterzeichnet, du bist Statthalter. Exzellenz –

Hofbeamter  glücklich: Majestät –

Matthias  fällt ihm ins Wort: Ich bitt dich, tu nur nicht so, als hättest dus nicht schon gewußt! Du weißt es doch schon seit drei Tagen – von der großen Schwester meines Pagen, nicht?

Hofbeamter  grinst: Majestät scheinen allwissend zu sein –

Matthias  lächelt wieder: Nein, ich hab halt nur auch meine lieben Spitzel. Du bist zwar ein großer Komödiant –

Hofbeamter  unterbricht ihn gekränkt: Majestät!

Matthias  Ich wollte nur sagen, das Sympathische an dir ist, daß du es weißt, daß du ein Gauner bist. Ein guter Statthalter muß Gewissensbisse haben, sonst ist er ein dummer Tropf. Verzeih, ich wollte dich nicht kränken! Wir leben in einer rauhen Zeit. Die feinzugespitzten Aperçus schlummern ja noch unter den Steinen, aus denen dereinst die Schulen gebaut werden – Aber weiter! Setz dich! Zum zweiten Gardisten. Los, das echte Volk, es trete ein! Er setzt sich wieder neben den Schreiber und der Hofbeamte läßt sich auf den Platz des Statthalters nieder.

Zweiter Gardist salutiert vor Matthias und öffnet dann die Türe rechts: der Bader in Gala tritt ein, gefolgt von drei Frauen, die so schön sind, daß selbst Matthias betreten hinstarrt – Eine Schwarze, eine Rote, eine Blonde. Sie sind als Bäuerinnen gekleidet, geschmückt, geputzt und hergerichtet, mit kurzen Röckchen und bunten Stiefeln; ihr Auftreten ist, trotz einer gewissen Befangenheit, sehr sicher, sie wissens nämlich, daß sie wirken; sie machen einen Knix vor dem Hofbeamten und der Bader verbeugt sich tief. Hofbeamter erhebt sich unwillkürlich.

Bader  tritt vor: Hochgeborener Herr Statthalter! Exzellenz –

Hofbeamter  unterbricht ihn: Was für eine Deputation seid Ihr?

Bader  deutet auf die drei Frauen: Das ist keine Deputation, Exzellenz halten zu Gnaden, sondern das ist ein Muster.

Hofbeamter  verwirrt: Ein Muster? Mit Euch ists wohl nicht ganz richtig. Was für ein Muster? Ich versteh kein Wort – wieso ein Muster?

Bader  Exzellenz halten zu Gnaden, das sind die drei Frauen aus dem Dorfe Selischtje, die ich im Auftrage meines Herrn, des Grafen von Hermannstadt, dem König bringen soll, damit der König sich überzeuge, daß er dortselbst mit bestem Gewissen seine tapfersten Krieger ansiedeln –

Matthias  unterbricht ihn: Ach so! Aha –

Hofbeamter  wird immer verwirrter; zu Matthias: Wieso, Ihr kennt diesen Fall?

Matthias  Jaja, ich kann mich noch erinnern.

Bader  Es war vor zirka fünf Wochen –

Matthias  fällt ihm ins Wort: Stimmt. Damals haben Seine Majestät dem Grafen von Hermannstadt den Auftrag erteilt, ihm dieses Muster zu übersenden –

Hofbeamter  sieht Matthias groß an: So?

Matthias  kurz: Ja.

Stille.

Hofbeamter  zu Matthias: Und?

Matthias  Nun, ich denke, Exzellenz: Ihr seid zwar der Stellvertreter des Königs, doch nicht in allen Angelegenheiten seid Ihr im Stande, ihn zu vertreten. Wie mir scheint, gehört auch diese hier dazu.

Hofbeamter  Aha. Was also ratet Ihr uns zu tun?

Matthias  Nun, ich bin zwar nur Euer geringster Ratgeber, ja sozusagen nur Euer Diener, Exzellenz – doch, wenn ich etwas raten dürfte, so solltet Ihr Euch zuerst einmal mit dem König in Verbindung setzen – Zu den Frauen. Wartet bis dahin draußen, liebe Kinder.

Hofbeamter  Vortrefflich! Wartet draußen!

Die Frauen machen wieder einen Knix und ab mit dem Bader nach rechts.

Schreiber  bläst vor sich hin: Püh –

Hofbeamter  deutet auf den Schreiber; zu Matthias: Ihm wurd es auch ganz heiß – Er grinst.

Matthias  lächelt: Begreiflicherweise.

Hofbeamter  Diese Schwarze!

Matthias  Und die Rote?

Hofbeamter  Und die Blonde?

Matthias  Jaja, alle drei. Hm. Was ist da zu tun?

Hofbeamter  lächelt verschmitzt: Wenn ich meinem geringsten Ratgeber raten dürfte, so könnte man es dem König ruhig sagen, daß er seine tapfersten Krieger mit bestem Gewissen in Selischtje ansiedeln kann – und dieses Muster, das schicken wir nun wieder nachhaus, wir haben uns ja bereits überzeugt, daß es nicht häßlich ist – nicht?

Matthias  lächelt auch verschmitzt: Wie mir scheint, ist der König noch nicht ganz überzeugt –

Hofbeamter  Dann wird er sich wohl noch ein bisserl überzeugen müssen.

Matthias  wird plötzlich etwas verlegen: Hm. Spaß beiseite: was ist da wirklich zu tun?

Hofbeamter  sarkastisch: Tja, was denn nur? Stille.

Matthias  Ich bin doch schließlich der König.

Hofbeamter  Das wäre noch kein direkter Grund.

Matthias  Aber ich kann doch nicht meine braven Landeskinder, nur weil sie hübsch sind –

Hofbeamter  Majestät geruhen total zu vergessen, diese drei braven Landeskinder suchen doch Männer!

Matthias  Das schon!

Hofbeamter  Man merkts ihnen auch an.

Matthias  Aber die suchen doch ganz andere Männer! Tüchtige Siedler, arbeitsame, kernige Bauern!

Hofbeamter  Nun, Majestät, ich glaube, die würden sich auch mit einem kernigen Städter zufrieden geben, zum Beispiel, mit einem arbeitsamen Statthalter –

Matthias  Sei so gut!

Graf  tritt links rasch ein, erblickt Matthias und verbeugt sich: Majestät!

Matthias  Ach, unser lieber Graf!

Graf  Majestät, soeben hab ichs vernommen, daß mein Muster eingetroffen ist – ich habs in der Burg gehört, die ganze Stadt ist ja in heller Begeisterung, so prächtig soll mein Muster sein!

Matthias  Fürwahr! Wenn ganz Selischtje so aussieht, erbaue ich dort nächsten Winter eine Burg!

Hofbeamter  Und ich werde Burgvogt.

Matthias  Schon wieder?

Graf  Wo sind sie? Ich möcht sie ja auch schon gern sehen –

Matthias  fällt ihm ins Wort: Kennst du sie denn nicht?

Graf  Mein Gott, Majestät, ich hab meinen Präfekten beauftragt, er möge drei Frauen aus Selischtje hierherbringen, irgendwelche drei, die nächsten besten drei, die er trifft, und nun bin ich natürlich begierig, welche drei er getroffen hat.

Matthias  Dort warten sie.

Graf geht rasch zur Türe rechts, öffnet sie heimlich und blickt hinaus – er fährt etwas zurück, faßt sich, blickt nochmals hinaus, ist bestürzt, jedoch beherrscht, schließt die Türe und faßt sich ans Herz.

Matthias  hat mit dem Hofbeamten konferiert. Schön. Wenn du meinst –

Hofbeamter  Wir werden dies Problem schon meistern. Nur Mut, Majestät!

Matthias  fixiert ihn: Mut?

Hofbeamter  Oh pardon! Pardon, Majestät! Stille.

Matthias  erblickt den Grafen und stutzt: Was fehlt denn dir? Du bist ja weiß –

Graf  leise: Nichts, Majestät – es war nur das Herz. Das hört manchmal so komisch auf.

Stille.

Matthias  Es tät mir leid, wenn du heut Abend nicht mit dabei sein könntest. Bei meinem kleinen Fest –

Graf  Das tät mir auch sehr leid.

Matthias  Du willst doch nicht kommen?

Graf  Ich komme, Majestät. Sicher.

Matthias  Du solltest dich lieber schonen –

Graf  Ich schone mich nicht.

Matthias  etwas unwillig, zum zweiten Gardisten: Ruf sie herein! Er setzt sich wieder neben den Schreiber.

Zweiter Gardist öffnet die Türe rechts. Bader tritt allein ein, erblickt den Grafen, der ihn nicht aus den Augen läßt, und schrickt etwas zusammen.

Hofbeamter  wieder auf dem Platz des Statthalters: Wo sind die Frauen?

Bader  Verzeihung, hochgeborener Herr Statthalter, aber die eine ist durch das lange Warten grad vorhin ein bisserl schwindlig geworden –

Matthias  fällt ihm ins Wort: Schwindlig?

Hofbeamter  Hoffentlich wirds bald wieder gut?

Bader  Sicher! Es war nur das Herz. Das hört manchmal so komisch auf –

Matthias horcht auf und beobachtet den Grafen, der noch immer den Bader fixiert.

Hofbeamter  Nun, höret! Ich habe mich mit Seiner Majestät in Verbindung gesetzt und Seine Majestät geruhten allergnädigst zu bestimmen, daß Seine Majestät die Frauen aus Selischtje auf seinem Jagdschloß zur Audienz erwarten, und zwar noch heute Nacht – wollte sagen: heute Abend. Bis dahin sollt Ihr im Hofgasthaus wohnen, als Gäste Seiner Majestät, Ihr werdet dann abgeholt. Gehet nun in Frieden!

Bader verbeugt sich tief, geht an dem Grafen, der ihn noch immer anstarrt, vorbei, macht ihm ein heimliches Zeichen, als wollte er sagen: »Ich bin unschuldig, ich kann nichts dafür!« und ab nach rechts.

Graf  blickt ihm kurz nach, tritt dann rasch vor Matthias: Majestät, darf ich nun wieder fort –

Matthias  fällt ihm verschmitzt lächelnd ins Wort: Warum? Bleib nur noch und hilf uns, wir haben viel zu tun – Zum zweiten Gardisten. Das Nächste! Zweiter Gardist verbeugt sich und öffnet rechts die Türe.

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