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Ein Berliner Junge

Adolf Damaschke: Ein Berliner Junge - Kapitel 24
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authorAdolf Damaschke
titleEin Berliner Junge
publisherHillgers Deutsche Bücherei
editorNS.-Kulturgemeinde Hermann Hillger Verlag
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Schulnomaden

Welche Rolle spielte die Schule in meinem Leben? Es war selbstverständlich, daß für mich nur die Volksschule, die Gemeindeschule in Frage kam. Diese mußte sich dem schnellen Wachstum der neuen Kaiserstadt erst anpassen. Und deshalb mußte die städtische Verwaltung häufig auf Privatschulen zurückgreifen. Auch ich wurde auf Kosten der Stadt am 1. Oktober 1871 der Krupkeschen Privatschule in der Weinmeisterstraße überwiesen. Dort war ich zwei und ein halbes Jahr. Dann wurde ein Platz frei in der 26. Gemeindeschule in der Nähe der Artilleriestraße, die ich im Sommer 1874 besuchte. Endlich konnte ich der Schule überwiesen werden, zu der ich »von Rechts wegen« gehörte, der 8. Gemeindeschule in der Gipsstraße. So war ich, ohne daß wir einmal umzogen, schon herumgestoßen. Jeder Schulwechsel ist ein Schaden für ein Kind. Dazu kam auch das Schieben in die einzelnen Klassen – je nachdem Platz war. Ich habe ja später selbst manchmal in Lehrerkonferenzen gesehen, welchen Einfluß solche Äußerlichkeiten auf Versetzung und Nichtversetzung haben können!

Die alten Schulzeugnisse liegen vor mir. Ich sehe daraus, daß ich z. B. in der dritten und in der zweiten Klasse nur je ein halbes Jahr gewesen bin, während die Vorschrift einen einjährigen Besuch jeder Klasse fordert.

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