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Ein Berliner Junge

Adolf Damaschke: Ein Berliner Junge - Kapitel 16
Quellenangabe
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typeautobiography
authorAdolf Damaschke
titleEin Berliner Junge
publisherHillgers Deutsche Bücherei
editorNS.-Kulturgemeinde Hermann Hillger Verlag
correctorreuters@abc.de
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Ein edler Betrüger

Diese Papiere wurden in dem alten Bankgeschäft von Securius im Roten Schloß erworben und hinterlegt. Ein höherer Bankbeamter dort nahm sich besonders freundlich Vaters an. Als er in dem großen Gebäude des Roten Schlosses ein eigenes Bankgeschäft eröffnete, wurde Vater sein Kunde und vertraute ihm seine Ersparnisse an. Eines Tages kam Vater ziemlich aufgeregt aus diesem Bankgeschäft zurück. Der Besitzer hätte ihm alle Papiere, die er dort hatte, das heißt seine ganzen Ersparnisse, zurückgegeben: Er wolle sie nicht haben; er solle sie wieder zu Securius tragen oder zu Hause aufbewahren! Auf Vaters verwunderte Frage: »Warum?« hätte er schroff erwidert: »Nehmen Sie alles und gehen Sie. Ich will nichts von Ihnen!« Vater war verletzt, er dachte, die Summe wäre zu klein, und brachte die Papiere wieder in das Bankhaus von Securius. Am nächsten Tage wurde bekannt, daß der Inhaber des neuen Bankgeschäfts flüchtig geworden war und die ihm anvertrauten Depots unterschlagen habe. An Vaters Geld aber, von dem er wußte, wieviel Arbeit und Entbehrung daran haftete, wollte er keinen Anteil haben! Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. In dem Hinterhaus der Rosenthaler Straße aber wurde noch manchmal dankbar seiner gedacht!

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