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Ein Berliner Junge

Adolf Damaschke: Ein Berliner Junge - Kapitel 13
Quellenangabe
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authorAdolf Damaschke
titleEin Berliner Junge
publisherHillgers Deutsche Bücherei
editorNS.-Kulturgemeinde Hermann Hillger Verlag
correctorreuters@abc.de
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Vaters Krankheit

Aber das soll natürlich kein Vorwurf sein – Vater und Mutter hatten wirklich ein Recht, müde zu sein und alles abzulehnen, was über den Kampf ums tägliche Brot hinaus Willen und Kraft forderte. Dieser Kampf wurde immer schwerer. Vater war nicht gesund. Er litt an Krampfanfällen. Es waren oft bange Stunden, wenn er von einem Geschäftsgang nicht wiederkam und dann endlich gebracht wurde – meist von der Polizei, die ihn irgendwo auf der Straße in Krämpfen gefunden hatte. Diese schwere Hemmung wurde überwunden, als ich etwa neun Jahre alt war. Vater mußte sich einen Zahn ziehen lassen. Ob irgendein Fehler dabei vorkam, weiß ich nicht. Jedenfalls war das Bluten nach dem Zahnziehen nicht zu stillen. Auch ein in der Angst herbeigerufener Arzt vermochte es erst zum Stillen zu bringen, als er feststellen mußte: »Nun noch einen Fingerhut voll, und das Leben ist verloren!« Nach diesem Blutverlust lag Vater lange Zeit krank. Als er sich aber erholte, waren die Krampfanfälle verschwunden.

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