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Gutenberg > David Kalisch >

Ein Abenteuer mit Jenny Lind

David Kalisch: Ein Abenteuer mit Jenny Lind - Kapitel 1
Quellenangabe
typescene
booktitleHerr Karoline / Er verlangt sein Alibi / Ein Abenteuer mit Jenny Lind
authorDavid Kalisch
year1852
firstpub1845
publisherA. Hofmann & Comp.
addressBerlin
titleEin Abenteuer mit Jenny Lind
pages10
created20110505
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Ein Abenteuer mit Jenny Lind.

Komische Scene mit Gesang

von

D. Kalisch.

(Auf dem Hoftheater in Schöneberg am 7. Juli 1845 zum ersten Male dargestellt.)

 

Personen:

        Müller, Schauspieldirector.
Seelig Breslauer, ein ruinirter Actienspeculant.

 

(Zimmer bei Müller. Rechts ein Schreibtisch mit Büchern, Theaterzetteln, Schreibmaterialien. Links auf einem Stuhl ein Talma und ein Fliegenwedel.)

Müller (am Tische, lesend). »Den fünften Juli: Faust von Göthe. Baare Einnahme: sieben und zwanzig einen halben Silbergroschen.« (seufzt) Klassisch! (liest weiter) »Den sechsten Juli: Einen Jux will er sich machen. Fünfundzwanzig Thaler.« Das lasse ich mir gefallen. Ja, Jux machen, das zieht! Vaudevilles, Burlesken, Possen, Liederspiele, komische Scenen, das wirkt, – das macht 'n volles Haus. Und größere Sachen kann ich doch nicht würdig geben, da reicht mein Personal nicht aus. Meine ganze Gesellschaft besteht jetzt nur noch aus fünf Künstlern, wovon der erste Held gestern durchgegangen und die zweite Liebhaberin heut früh Mutter geworden ist. Dazu kommt, daß der Intriguant jeden Augenblick Schulden halber eingesperrt werden kann und der junge Mensch, der die Naturburschen spielt, wegen Gichtleiden das Zimmer hüten muß. Ein Naturbursche, der das Podagra hat! Auch nicht übel! Na, – ich will doch gleich wegen neuer Mitglieder an das Theatergeschäftsbureau schreiben. (Er fängt an zu schreiben. Es klopft.) Herein!

Breslauer (steckt den Kopf zur Thür herein und klopft dann stärker.)

Müller. Entrez!

Breslauer. Ich bezahle kein Entrée.

Müller. Was steht zu Diensten!

Breslauer. Sie sind der Herr Direktor von der Gesellschaft?

Müller. Aufzuwarten. Was wünschen Sie?

Breslauer. Ich habe gehört Sie können gebrauchen einen Helden.

Müller. Ja wohl. Und – (zögernd)

Breslauer (schmunzelnd). Ja!

Müller. Sie sind Künstler?

Breslauer (wie oben). Ja!

Müller. Sie sind vielleicht selbst –

Breslauer. Ja, ja – ich bin's den Alle kennen, – Den Banditen Bruder nennen! Hochachtungsvoll ergebenst Seelig Breslauer! (überreicht Müller einen Brief.)

Müller (entfaltet das Schreiben und liest:)»In Ueberreicher dieses bin ich so frei, Ihnen Herrn Breslauer, einen jungen talentvollen Schauspieler, vorzustellen, zu dessen Engagement man Ihnen mit vollem Rechte Glück wünschen könnte wie möchte. Herr Breslauer besitzt natürliche Mittel und ist seiner technischen Studien nicht zu gedenken gedacht zu werden, ein denkender Mime. Wenn er an Ihrer Bühne bald das sein könnte, was er möchte, so möchte er bald sein das was er« – (ärgerlich) Köchte wie mente, mente wie köchte(den Brief zusammenfaltend) Weder Auf- noch Unterschrift! An wen ist der Brief?

Breslauer. »An den Mörder Ihres Vaters!«

Müller (erschrocken). Was?

Breslauer. Döring als Wurm in Kabale und Liebe.

Müller. Ach so. Ein Citat! Sie sind ans Berlin, Herr –

Breslauer. Breslauer heiß' ich und: –

(singt aus dem Nachtlager: »Ein Schütz' bin ich u. s. w.«)

»In der Rosenstraße
Steht mein Ahnenschloß!«

Müller. Breslauer? Unedler Künstlername! Den müssen Sie wechseln oder mit einem Andern in Verbindung bringen, wie zum Beispiel Schroeder-Devrient, – Birch-Pfeifer, – Schlegel-Köster. –

Breslauer. Meine Mutter war 'ne Magdeburgerin; – werd' ich mich nennen Breslau-Berlin-Magdeburger.

Müller. Das klingt wie Eisenbahnactien, die haben mit der Bahn der Kunst nichts zu schaffen.

Breslauer. Doch – Herr Direktor – doch:

Hätt' ich nicht speculirt umsunsten
Wäre ich heut nicht bei der Kunsten!

Von Mir!

Müller. Sie haben wohl früher den Kaufmann gespielt?

Breslauer. Meinen Sie den von Venedig?

Müller. Nein, ich meine den der realen Welt. Warum haben Sie sich der bürgerlichen Laufbahn verschlossen?

Breslauer. Ich habe mir nicht verschlossen, – jene haben mir verschlossen, versiegelt 's ganze Geschäft. Denn wie sagt Jöthe in der Iphigenie von Tauris:

Wagt es der Mensch, den Göttern gleich zu handeln,
Wird ihm gar bald auf jenen Höhen schwindeln!

Handeln! Schwindeln! Verstehen Se de Anspielung von Göthe?

Müller. Was haben Sie nun angefangen?

Breslauer. Angefangen!? – Aufgehört hab' ich. Wie se mir haben zugemacht de Bude, hab' ich beschlossen auszuwandern nach Adelaide, und bin gegangen melankolisch auf und ab die Linden und hab' gedacht:

(singt) Einsam wandelt dein Freund, –
Adelaide!

Von Beethoven. Der Text von Meiersohn.

Müller. Matthisson.

Breslauer. Meierson, Mattessohntoujours le même egal chat Schmou. Wie ich so bin gewandelt tiefmüthig und schwersinnig mang de Bäume, bin ich auf einmal gekommen zu gehen zu treten auf einen Gegenstand. – Wie ich's hab' aufgehoben, war es ein Opernhausbillet zu demselben Tage, wo Jenny Lind zum letzten Mal ist aufgetreten, und ein Zettelche hat dabei gelegen mit folgende Worte: Inliegendes Billet ist das Letzte, was in Berlin zu haben ist. Da Sie aber hundert und funfzig Meilen weit gereist sind, um mich zu hören, so mache ich mir das Vergnügen, es Ihnen zu übersenden. Jenny Lind, zukünftige Goldschmidt.

Müller. Daran war doch damals noch nicht zu denken.

Breslauer. An Gold hat se immer gedacht und der Schmidt hat sich gefunden! Wie ich mich nu hab' umgesehn, hat die Uhre von der Akademie sechs gezeigt, ist mein erster Gedanke gewesen:

Quodlibet.

(Mel.: Stradella. Rasch mit dem Glas u. s. w.)

Rasch mit 'n Billet in de Tasch:
Dacht' ich und macht' mich Courage,
Und von de Linden, geschwind
Bin ich gelaufen zur Lind!

(Nachspiel.)

(parl.) Wie ich mich habe bei ihr melden lassen, ist sie eigenhändig raus gekommen. Hab' ich gesagt:

(Mel.: Schönbrunner, Walzer von Strauß.)

(1. Theil.)
        Unter den Linden
Hab' ich gefünden
Ein Billjettchen! –
Von Ihrer Hand.
Sie wer'n entschuld'gen
Ihnen zun huld'gen
Komm' ich gerannt,
Bring galant –
Was ich fand!
(2. Theil.)
        Jenny sprach darauf: Mong Schöhr!
Diese Ehrlichkeit verdient ein Dußöhr!
Hier zum Dank, mein lieber Schatz
Ein Billet auf meinen eigenen Platz!
Und das sprach sie mit einem Akzang,
Ich werd's nicht vergessen mein Lebenlang:
Mit einem Ton – so zarter Natur,
Wie ein Akord von E-moll in A-dur.
(Kommentirender Jodler.)
        Oijojojo dudelei u. s. w.

(Nachspiel: Uebergang zur Ouvertüre der Nachtwandlerin.)

(parlando) Wie ich in's Theater gekommen bin in die Prossceniumsloge haben se mir Alle angesehn, und haben – mir vor wer weiß was gehalten. – Denn Alles ist weit von mir weggerückt – aus Respekt! – un nach Patschouly hat's gerochen – ich bin geworden ohnmächtig! Ich bin aber ruhig geblieben auf meinem Platz bis die Ouvertüre ist angegangen. Wie schön sagt nicht Bellini in der Nachtwandlerin (singt mehrere Takte der Ouvertüre mit Begleitung des Orchesters und spricht hierauf:) Wenn der Vorhang geht auf, kommt der Chor von den italienischen Landmädchen (er ahmt den Gesang und die Manieren der Choristinnen nach und singt:)

Ja Helvetiens schönste Blume
Ist die reizende Amine;
In des Busens Heiligthume,
Oi jojo jojojo jo!

(spricht) Auf einmal hat sich die Thüre von der Landschaft aufgemacht und wie sichtbar geworden ist die Fußspitze von Jenny bis se is vorgekommen an de Lampen, is es losgegangen und die Parterristen und Sperrsetzisten und Galleristen und Parquettisten sind geworden eine Bande Bravos, und se haben ihr so viel Blumen und Bouketter auf den Körper geworfen, daß sie bis hierher (zeigt auf den Busen) hat gestanden in Rosen und Vergißmeinnicht. Darauf hat sie angefangen: (singt)

Wie seelig leuchtet heute
Der Tag der Wonne mir!

Ich sage Ihnen, Herr Direktor! Wie ich habe gehört den Namen »Seelig«, is mer gewesen, als wenn bei der Ziehung von der vierten Klasse meine Nummer rausgekommen wäre! Ach – hat se gesagt: (singt)

Fühle meines Herzens Schlagen,
Ach! wo nehm ich Taft zu Kragen –
Dieses Tages Seeligkeit!

Müller. Ach wo nehm ich Kraft zu tragen –

Breslauer. Kraft zu tragen – Taft zu Kragen – de Hauptsache is gewesen de Kolleratur! – Ich sag' Ihnen, se hat gezogen den schwedischen Triller so lang wie 'nen dänischen Handschuh. Und wie hinter mir hat gestanden ein alter Banquier und hat ausgerechnet, daß bei dem hohen Gastspielhonorar von hundert Friedrichsd'or Jenny für jeden Stoß aus der Kehle bekommt sechzehn gute Groschen, sind mer de Augen in de Thränen gekommen, und ich hab mir geschworen zu gehen zum Theater.

Müller. Sie betrachteten die Freundlichkeit der Lind, die Ihnen durch ein Freibillet die Pforten der Kunst geöffnet, für einen Fingerzeig des Schicksals? –

Breslauer. Fingerzeig? Handstreich, – Fußtritt hat's mir gegeben, wie sie im dritten Act hat gesungen: (singt)

Ach Gedanken nicht ermessen –
Diese Wonne die ich fühle;
Alle Schmerzen sind vergessen,
Denn Du, Du bist wieder mein!

und wie se hat raufgesehn nach der Loge und hat gelächelt und mir angesehn und gesagt: (singt)

Ei! so komm doch!
Ei! so komm doch!

sind mir meine ganzen Gefühle auseinandergegangen, und mir ist so weh und weich geworden, daß ich habe müssen rausgehn und mein Retourbillet verkaufen. Und wie ich habe dafür gegessen ßupöh bei Meinhardt, ist mir etwas leichter geworden, und vierzehn Tag darauf bin ich aufgetreten als Balduin in den Kreuzfahrern.

Müller. Ich habe das Stück auf meinem Repertoire, da können Sie mir ja gleich eine Probe Ihrer Darstellung geben.

Breslauer. Auf der Stelle! Zweiter Akt, vierte Scene! Passen Sie Achtung, Herr Direktor! (hängt sich den Talma um und nimmt den Wedel als Schwert in die Hand.) Der Burgwart schreit vom Thurm: »Herr Ritter! es zieht ein Fähndlein die Burg herauf – es sind ihrer viele Gewappnete, Reisige und Knappen, die Panzer funkeln im Abendroth, ich hör' sie näher und näher brausen!« Balduin (wüthend, jedoch ohne Leidenschaft). Laßt die Zugbrücken nieder, zieht die Schloßthore auf, – bemannset das Weibsvolk, – wir wollen sie erwarten, die Schurken. Laßt die Ritter los, Ihr Hunde! (Breslauer geht auf Müller mit dem Fliegenwedel los.) Auf! Vorwärts, in den Feind! Muthig Ihr Knappen, – wer zuerst fällt, wird meiner Tochter Ehegespons! (er ficht mit dem Fliegenwedel und will auf Müller eindringen, dieser retirirt sich von einer Ecke zur andern.) Auf! zieht die Schwerter. Heran Du Lotterbube, wenn Du Courage hast.

Müller (ängstlich). Herr! Lassen Sie das! Ihr Spiet treibt Sie zu weit.

Breslauer (in größter Extase). Kein Pardon! – Alles niedergemetzelt – Freund oder Feind! – (auf Müller eindringend) Sag' jetzt Dein Stoßgebet, Du größter der Hallunken, (er erhält von Müller einen Stoß und sinkt theatralisch nieder). O weh! es hat mer einer eins verwunken!

Müller. Sie haben zu viel Feuer, – Sie lassen sich zu sehr hinreißen.

Breslauer (aufstehend, mit schmerzlicher Gebärde). Nicht wahr, Herr Direkter, ich werd' Ihnen machen volle Häuser.

Müller. Wohl möglich. Indeß diese Probe Ihrer Darstellungsart veranlaßt mich, Sie nicht zu engagiren.

Breslauer (erschrocken). Und das sagen Sie mit diesem Gesicht Herr Derektor! –

Müller. Sie besitzen durchaus kein Talent für die Bühne.

Breslauer. Aber mein bester Herr Derektor –

Müller. Gehen Sie von Ihrem Vorhaben ab und kehren Sie zu Ihrer früheren Beschäftigung zurück, dies ist mein wohlmeinender Rath.

Breslauer. Herr Derekter – passen Se Achtung – es wird Ihnen leid thun – ich hätt' Ihnen gemacht volle Häuser. –

Müller. Sie irren sich, mein Liebster. – Zu Heldenrollen haben Sie nun einmal gar keinen Beruf! –

Breslauer. Nu, – erlauben Se, Herr Derekter, – vielleicht können Se mich gebrauchen zu Liebhaberrollen?

Müller. Zu Liebhaberrollen? Dafür haben Sie keine Figur! Ihr Unterkörper respective Ihre Beine beschreiben eine grade Linie, um mich mathematisch auszudrücken.

Breslauer. Mathematisch, – respective, – Sie meinen mit Respeckt zu sagen, ich hab' krumme Beine!

Müller. Ja, das wirkt sehr störend. Also – Sie entschuldigen, – meine Zeit ist sehr beschränkt, ich –

Breslauer. Vielleicht können Sie mich aber gebrauchen zu Gesangparthien, mein werther Herr Derekter!

Müller. Zu Gesangparthien? – Zum Choristen selbst ist Ihre Stimme viel zu rauh – zu klanglos, – Sie müssen einen schadhaften Kehlkopf – eine verengte Stimmritze haben –

Breslauer. Ich sag' Ihnen Herr Derekter, es hat manche große Sängerin ä schadhaften Kehlkopf, und sie gefällt doch.

Müller. Mein Herr – ich empfehle mich Ihnen. –

Breslauer (empfindlich). Ich empfehl' mich Ihnen – (will gehen, kehrt jedoch gleich wieder um.) Vielleicht kann ich mich Ihnen empfehlen zu Intriguanten oder zu komischen Rollen. Vielleicht können Se was gebrauchen in Alte Väter? Billig, ganz billig, Herr Derekter.

Müller. Lassen Sie mich, – mein Freund! – Es mangelt Ihnen hierzu eben sowohl an Vortrag wie an Natürlichkeit.

Breslauer. Was brauch' ich als alter Vater Vortrag, und ich versichere Sie, ich werde Ihnen spielen die schlechtesten Charaktere, mit de größte Natürlichkeit.

Müller. Halten Sie mich nicht auf. – Bester – Ein für allemal, – ich kann Sie nicht gebrauchen.

Breslauer. Nu, – nu, – Herr Derekter, ich geh' schon (im Abgehn). Es wird Ihnen aber leid thun (bleibt stehen). Sagten Se was Herr Derekter, – Adje, Herr Derekter! – Leben Se wohl Herr Derekter! –

Müller. Leben Se wohl –

Breslauer. Bleiben Se gesund, – Her Derekter – (ab.)

Müller (allein, setzt sich wieder an den Tisch). Der Mensch ist ja gar nicht zum Loswerden. – Will Schauspieler sein, und kann nicht einmal ordentlich deutsch sprechen. Wäre es irgend möglich gewesen, in der peinlichen Situation, in der ich mich befinde, – ich hätte ihn gewiß engagirt, – aber so –

Breslauer (kommt zurück). Nehmen Se's nicht übel, – Herr Derekter, vielleicht kennen Se mich gebrauchen für stumme Rollen, – mein allerwerthester Herr Derekter –

Müller (unwillig). Was, – was wollen Sie schon wieder?

Breslauer (demüthig). Ich wollt' Se bitten, – daß Se einen Versuch mit mer machen in Bedientenrollen, –

Müller. Auch zu Bedientenrollen, – zum Theaterdiener selbst gehört eine gewisse Geschicklichkeit, die ich Ihnen nicht zutraue –

Breslauer. Wo so – Herr Derekter!

Müller. Ich glaube nicht, daß Sie die gehörige Gewandheit und Schnelligkeit besitzen, um, wenn geklingelt wird, bei Verwandlung eines Studierzimmers in eine wüste Gegend, Tische und Stühle in einem Nu verschwinden zu machen. –

Breslauer (schreit). Klinglingling, – Verwandlung! (er zieht mit der einen Hand den Stuhl vor, so daß Müller niederfällt, faßt den Tisch mit der andern und rennt nach dem Hintergrund, wo er mit den Meubles niederstürzt.) Wüste Gegend! Wüste Gegend!

Müller (aufstehend). Himmel Donnerwetter, Herr! Sofort aus meinem Zimmer. Sie Unverschämter –

Breslauer (sich entfernend). Es wird Ihnen leid thun, Herr Derekter. Passen Se Achtung, ich hätt Ihnen gemacht volle Häuser (ab).

Müller (ihm nach). Heraus, – sag' ich. Nein! welche Verlegenheit! die Rollen, – die Theaterzettel – die Billets von heute, – Alles mit Dinte überzogen. – Es bleibt mir nichts anderes übrig, – ich muß augenblicklich in die Druckerei, – mir neue zu bestellen. Vermaledeiter Bursche! (zur Seitenthüre ab.)

Breslauer (den Kopf durch die Mittelthüre steckend). Nichts zu handeln? (zum Publikum) Gar nichts zu handeln, meine Herren?

(Vorhang fällt.)

 


 








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