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Christoph Martin Wieland: Dschinnistan - Kapitel 37
Quellenangabe
typefairy
booktitleDschinnistan oder Auserlesene Feen- und Geistermärchen
authorChristoph Martin Wieland
year1992
publisherManesse Verlag
addressZürich
isbn3-7175-1818-6
titleDschinnistan
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1786
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Kaum fing der Himmel an zu dämmern, so fand ich mich schon in dem Vorzimmer meines Vaters ein; aber ich mußte noch eine äonenlange Stunde warten. Ich zählte meine Pulsschläge, indem ich dabei unverwandt nach dem Punkte des Himmels sah, wo die Entscheidung meines Schicksals im Anbruch war. Endlich ging die Sonne auf, die Tür meines Vaters öffnete sich, ich trat hinein und fand ihn vor dem majestätischen Alten stehend, in einer Stellung, als ob er in einer geheimen Unterredung mit ihm begriffen sei. Weil er mir den Rücken zukehrte und nicht auf mich achtzugeben schien, so bediente ich mich dessen, um mich meiner geliebten Bildsäule zu nähern. Sie schien mich gütiger als jemals anzublicken, und da ich meine Lippen auf ihre Hand drückte, fühlte ich ganz deutlich einen sanften Gegendruck.

In diesem Augenblicke wandte sich mein Vater gegen mich. ‹Du willst es so, mein Sohn!› sprach er ruhig und in einem Tone, der mir Gutes vorzubedeuten schien; ‹wir müssen uns trennen. Eine so wunderbare Liebe wie die deinige muß jede Probe aushalten können, oder sie würde nur Zauberwerk und Täuschung sein. Hier, Osmandyas, lege diese Kleider an und verbirg dein Gesicht in dieser Larve! Beide werden dir das Ansehen eines dürftigen Greises geben, dem niemand nachstellen und der im Notfall überall Mitleiden finden wird. Hier ist dein Wanderstab und hier ein Beutel, worin so viel Drachmen sind, als du Tage deiner Wanderschaft zählen wirst. Geh, mein Sohn, und der Genius deiner Liebe geleite dich! Wandre so lange nordwestwärts, bis du nach Gallien kommst; und wenn du die Grenze von Armorika erreicht haben wirst, so suche darin einen alten Turm, an welchem nur noch drei Zinnen unbeschädigt sind. Dort wirst du das Ende deiner Wanderschaft und das Ziel deiner Wünsche finden.›»

Indem der junge Ägypter diese Worte sprach, schien der Jüngling vom Turm auf einmal in ein tiefes Nachdenken zu fallen, und Osmandyas hielt ein. Aber jener bemerkte es in wenig Augenblicken, erheiterte sich plötzlich wieder und bat ihn, seine Erzählung zu vollenden.

«Kalasiris half mich ankleiden und band mir mit eigner Hand die Larve um, die so künstlich gemacht war und sich so genau an mein Gesicht anschmiegte, daß sie bei jedermann für das meinige gelten konnte, zumal da sich niemand versucht fühlte, mir lange und scharf ins Gesicht zu schauen. ‹Ich sehe Fragen auf deiner Zunge schweben, mein Sohn›, sagte Kalasiris, indem er mich so ausrüstete; ‹aber frage mich nichts und unterwirf dich deinem Schicksal. Verlaß dich nie selbst, so wird dich auch dein Genius nicht verlassen. Mein Herz weissagt mir Gutes. Lebe wohl, Osmandyas, wir werden uns wiedersehen!›

Bei diesen Worten umarmte er mich mit vieler Liebe, küßte mich auf die Stirne und hieß mich mit diesem Schritte meine Wanderschaft antreten.

Es sind nun zehn Monden, seit ich Memphis verließ. Die Beschwerden meiner langen Pilgrimschaft würden mich vielleicht mehr als einmal zu Boden gedrückt oder den Gedanken zurückzukehren in mir hervorgebracht haben, wenn ich mit der Hoffnung ausgegangen wäre, eine Krone zu finden. Aber was ich suchte, konnte nach der Schätzung meines Herzens um keinen Preis zu teuer erkauft werden. Ich sollte die Belohnung meiner Beharrlichkeit in den Armen meiner geliebten Bildsäule finden! Ich hatte das Wort eines Mannes dafür, dessen Worte mir immer Göttersprüche gewesen waren; und ich hielt mich des glücklichen Erfolges gewiß, wiewohl mir die Mittel dunkel und unbegreiflich waren. Diesen Morgen hatte ich meine letzte Drachme ausgegeben, und der Turm, den ich suchte, entzog sich noch immer meinen Augen. Unverhofft mußte ich ihn mit Hülfe eines Sturmes finden und in ihm einen Freund, den ich nicht suchte; aber ach! das Ziel meiner Wünsche...»

«Ist dir vielleicht näher, als du glaubst», fiel ihm der Jüngling vom Turm ins Wort. «Wenigstens hast du Ursache, so zu denken, da die übrigen Umstände mit deines ehrwürdigen Vaters Vorhersagung so genau zugetroffen haben. Wollte der Himmel, ich hätte nicht mehr Ursache zur Verzweiflung als du! Du selbst, Osmandyas, in den neu belebten Armen deiner wiederliebenden Bildsäule würdest nicht glücklicher sein, als ich war, als ich noch wäre und immer hätte sein können, wenn ich nicht aus eigener Schuld – denn wozu hälf es mir, das Schicksal anzuklagen? – durch den unwiederbringlichen Verlust dessen, was ich einzig liebe, der elendeste aller Menschen geworden wäre!»

Der Jüngling vom Turm, indem er dies mit halb erstickter Stimme sagte, sank mit dem Gesichte auf ein Polster, das neben ihm gegen die Mauer angelehnt war, um eine Flut von Tränen zu verbergen, deren eindringende Gewalt er nicht zurückzuhalten vermochte. Osmandyas wurde von dem Schmerz seines jungen Freundes so gerührt, daß er seines eigenen darüber vergaß. Er näherte sich ihm, nahm seine herabhängende Hand, drückte sie mit teilnehmender Wärme und blieb so eine gute Weile stillschweigend neben ihm stehen. Der schöne Jüngling blieb nicht lange unempfindlich gegen das Mitgefühl seines neuen Freundes; er schien sich seiner übermäßigen Weichheit zu schämen und raffte sich zusammen, um etwas mehr Gewalt über seine Leidenschaft zu zeigen.

Endlich, als Osmandyas ihn wieder ruhiger sah, sprach er: «Es ist zuweilen wohltätig für ein gepreßtes Herz, sich in den Busen eines Freundes erleichtern zu können. Glaubst du, daß dies Mittel dir gegenwärtig zuträglich sein könne, so entdecke mir, wenn meine Bitte nicht unbescheiden ist, die Ursache des Kummers, wovon ich dich verzehrt sehe. Vielleicht ist dein Zustand nicht so verzweifelt, als eine von Schmerz und Gram verdüsterte Phantasie ihn darstellt. Vielleicht sieht das ruhigere Auge der Freundschaft einen Ausweg, wo du selbst keinen sehen kannst.»

«Höre meine Geschichte», antwortete ihm der Jüngling, «und urteile dann, ob ich noch etwas hoffen kann. Ich habe sie dir versprochen, ich bin sie deiner Offenherzigkeit schuldig; auch ist es, selbst für den, der das Glück seines Herzens auf ewig verloren hat, noch immer Wonne, mit einem mitfühlenden Wesen von seiner ehemaligen Glückseligkeit zu reden.

Die Natur hat mich mit einem weichen Herzen begabt und mit einem Hang, lieber in einer Welt von schönen Ideen als in dem Gedränge der gewöhnlichen Menschen und in dem unreinen Dunstkreis ihrer so widerlich zusammen gärenden Leidenschaften zu leben. Meine Erziehung nährte diesen Hang, wiewohl ich von edler Herkunft bin; denn ich wuchs in einer sehr einsamen Lebensart auf; und so erzeugte sich, unter andern Folgen derselben, als ich die Jahre der Mannbarkeit erreichte, eine seltsame Abneigung gegen die Weiber und Töchter der Menschen, die ich zu sehen Gelegenheit hatte; desto seltsamer, weil schwerlich jemals ein Sterblicher mit einem zärtlichern Gefühl für das Schöne und mit mehr Empfänglichkeit für die reinste und erhabenste Art zu lieben auf die Welt gekommen ist als ich.

In einer solchen Gemütsstimmung fielen mir aus einer Sammlung von seltnen Handschriften, welche mein Vater (der das Haupt der Druiden dieses Landes ist) zusammengebracht hatte, einige in die Hände, woraus ich die Einwohner der reinen Elemente kennenlernte, eine Art von Mittelwesen zwischen Geistern und Menschen, die, sobald ich durch diese Schriften mit ihnen bekannt wurde, einen ganz andern Reiz für mich hatten als die aus gröberm Ton gebildeten rohen Einwohner von Armorika. Urteile selbst, ob das, was ich aus diesen Quellen von der hohen Schönheit und Vollkommenheit der elementarischen Nymphen erfuhr, geschickt war, meine Abneigung gegen die Töchter meines Landes zu vermindern; und ob, nachdem ich von der Möglichkeit, zur Gemeinschaft und sogar zu den innigsten Verbindungen mit diesen herrlichen Wesen zu gelangen, versichert war, etwas natürlicher sein konnte als die Entschließung, die ich von meinem vierzehnten Jahr an faßte, allen Umgang mit den Töchtern der Menschen zu entsagen, um durch die pünktlichste Beobachtung aller Vorschriften der Weisen mich des hohen Glückes, vielleicht dereinst von einer Sylphide oder Salamandrin geliebt zu werden, fähig und würdig zu machen.

Meine Mutter, eine Frau von großer Schönheit und Tugend, und meine einzige Schwester, ein junges Mädchen, die ein Abdruck ihrer Mutter schien, waren ganz allein von diesem Gelübde ausgenommen: die erste, weil ich mich überredete, daß sie selbst eines dieser höhern Wesen sei, als woran mich ihre großen Vorzüge vor allen Weibern, die ich je gesehen hatte, und die außerordentliche Achtung, die ihr ein so großer Weiser als mein Vater bezeigte, gar nicht zweifeln ließen. Da mir die Erziehung, die ich in einem einsamen Druidenhaus erhielt, das Vergnügen, sie zu sehen, nur selten und auf kurze Zeit erlaubte, so befestigte sich diese Meinung um so mehr in meinem Gemüte; und indem ich in dieser in gleichem Grade majestätischen und liebreizenden Frau eine Sylphide sah, erhielten die Ideen, die sich in meiner Phantasie von diesen geistigen Schönheiten bildeten, mehr Bestimmtheit und Leben und würkten um so viel stärker auf mein Herz, als sie ohnedies hätten tun können. Die Kenntnisse, die ich aus der Geschichte von den verderbten Sitten der Weiber in den Hauptstädten der Welt bekam, trugen nicht wenig dazu bei, meine Abneigung von den Erdetöchtern zu unterhalten. Diese wurde endlich zu einem beinahe körperlichen Ekel, so daß es, als ich siebzehn bis achtzehn Jahre hatte, unmöglich war, mich dahin zu bringen, nur eine Viertelstunde in einer Frauenzimmergesellschaft auszudauern.

Mein Vater schien diese seltsame Wendung meiner Phantasie (wie er es nannte), sobald er sie gewahr wurde, zu mißbilligen und mit allerlei Gründen zu bestreiten; und meine Schwester erlaubte sich bei allen Gelegenheiten, über meine Unempfindlichkeit zu scherzen und mir mit der Rache ihres Geschlechts zu drohen: aber beides würkte keine Veränderung in meiner Denkungsart. Von meinem Vater glaubte ich, daß er mich bloß auf die Probe stellen wolle; und meine Schwester, wiewohl ich sie zärtlich liebte, vermochte wenig über mich, weil sie durch ihre Verbindungen mit verschiedenen Erdetöchtern alles Recht an mein engeres Vertrauen verwürkt hatte.

Es sind nun ungefehr acht oder neun Wochen, als mich auf einem der einsamen Spaziergänge, die ich zuweilen in diesen Gegenden mache, eine nahe bei mir im Gebüsch auffliegende Taube von ungewöhnlicher Schönheit verleitete, ihr nachzugehen, indem sie so zahm schien, so niedrige und kurze Sätze machte und sich so oft wieder ganz nahe vor mir niederließ, daß ich hoffte, sie würde sich von mir fangen lassen. Sie schien sich eine Lust daraus zu machen, mich in einem Umfang von zwei- bis dreitausend Schritten im Kreise herumzuführen, bis ich sie endlich, da die Nacht hereinbrach, ganz aus den Augen verlor.

Ich befand mich in einer so wilden Einöde, daß ich, ungeachtet sie nicht sehr weit von dem Schlosse des Druiden, meines Vaters, entfernt sein konnte, mich nicht erinnerte, jemals so tief in den Wald eingedrungen zu sein. Es war schon zu dunkel, um mich wieder herauszufinden, und ich sah mich bloß nach irgendeinem Obdach oder einer Höhle um, wo ich die Nacht, die um diese Zeit sehr kurz war, zubringen könnte, als ich auf einmal dem Eingang dieses nehmlichen Turmes, worin wir uns jetzt befinden, gegenüberstand. Ich glaubte einen hellen Schein in dem mittlern Teile des Turmes zu sehen; und wiewohl die öde Stille, die in und um denselben herrschte, mir einiges Grauen erweckte, so gewann doch die Neugier die Oberhand. Ich ging hinein; eine über dem Eingang der Treppe hangende Lampe wies mir den Weg; ich stieg hinauf und kam endlich in dieses Gemach, welches ich von einer Art von Morgenröte beleuchtet fand, ohne zu sehen, wodurch dieser Glanz hervorgebracht wurde. In der Tat hatte ich keine Zeit, mich darnach umzusehen, denn eine junge Dame, die auf diesem Ruhebette schlummerte, fesselte meinen Blick beim ersten Eintritt. Ein langes feuerfarbnes Gewand von dünner Seide hüllte sie bis zu den Füßen ein. Es war nach griechischer Weise gefaltet und mit einem schimmernden Gürtel unter dem Busen zusammengehalten, dessen Schönheit ein purpurfarbner Schleier, der ihr Gesicht bedeckte, mehr erraten als sehen ließ.»

Eine der vermummten Personen im Vorsaal flüsterte bei diesen Worten der andern zu: «Nun ist's hohe Zeit, unsers Weges zu gehen.» Hiermit stand sie leise auf, schlich sich mit einer kleinen Flasche, die sie unter ihrem Mantel hervorzog, in den obern Teil des Turmes, kam aber bald wieder zurück und stahl sich mit der andern vermummten Person ebenso unvermerkt wieder weg, als sie gekommen waren.

«Ein Grieche», fuhr der Jüngling vom Turme fort, «würde geglaubt haben, in das Schlafgemach der Aurora gekommen zu sein; in mir ließ das, was ich sah und fühlte, keinen andern Gedanken entstehen, als daß ich eine dieser himmlischen Nymphen vor mir sähe, deren bloße Idee seit mehrern Jahren hinlänglich gewesen war, jedem Eindruck, welchen irdische Schönheiten auf meine Sinne hätten machen können, das Gegengewicht zu halten. Die unbeschreiblichen Empfindungen, die ihr Anblick mir einflößte, erhöhten diesen Gedanken gar bald zur Gewißheit. Es war ein süß verwirrtes Gemisch von ganz neuen, nie gefehlten Regungen, ein blitzschnelles Abwechseln von Glut und Frost, von Grauen und Entzücken, wofür die menschliche Natur keine Bilder und die Sprache keine Worte hat. Es würde also vergebens sein, Osmandyas, wenn ich versuchen wollte, dir zu beschreiben...»

«Und unnötig dazu», fiel ihm Osmandyas ein; «denn was du fühltest, kann nicht außerordentlicher, nicht reiner noch stärker gewesen sein, als was ich beim ersten Anblick meiner bezaubernden Bildsäule empfand.»

Der Jüngling vom Turme war im Begriff, etwas hierauf zu sagen, als eine plötzliche Besinnung es auf seinen Lippen zurückhielt. «Du hast recht», fuhr er nach einer kleinen Pause fort; «solche Erfahrungen lassen sich weder beschreiben noch vergleichen. Wer sie beschreiben will, setzt seinen Zuhörer in den Fall, entweder gar nichts zu denken, oder das, was er selbst in dieser Art erfahren hat, zum Bild und Maße dessen, was der andere erfuhr, zu machen. Du müßtest nicht nur an meinem Platze, du müßtest ich selbst gewesen sein, um die unbeschreibliche Leidenschaft zu begreifen, die diese göttliche Schöne, sogar in ihrem Schlummer und in einer Verhüllung, die den größten Teil ihrer Reizungen verbarg, in mir zu erschaffen fähig war.»

Osmandyas, der (mit aller seiner Schwärmerei für eine Bildsäule) mehr Philosoph war, als man ihm zutrauen sollte, lächelte dem Jüngling vom Turme stillen Beifall zu, und dieser fuhr in seiner Erzählung folgendermaßen fort:

«Es gibt Gefühle, die so rein und einfach sind und die Seele so ganz erfüllen, daß sie allen Begriff von Zeit ausschließen. Dasjenige, in welches die meinige zerfloß, indem ich, allmählich kühner, mit leisem Tritt und zurückgehaltnem Atem der schlummernden Göttin mich näherte und in wonnevollem Anschauen unbeweglich vor ihr stand, war ohne Zweifel von dieser Art; denn ich kann nicht sagen, ob ich eine oder zwei Stunden oder noch länger in dieser Entzückung verharrte; aber als die himmlische Erscheinung wieder verschwunden war, schien es mir nur ein Augenblick gewesen zu sein.»

«Armer Freund!» rief Osmandyas, «so war es nur ein Traum?»

«Du irrest weit, mein Lieber», antwortete der andere; «aber sie erwachte, richtete sich auf, betrachtete mich einige Augenblicke mit Verwunderung, und indem sie mit der linken Hand eine Bewegung machte, die zu schnell war, als daß ich sie deutlich hätte sehen können, schwand sie aus meinen Augen. Ich stand von der dichtesten Finsternis umgeben und würde vor Schrecken zu Boden gesunken sein, wenn ich nicht, eben da ich die Besinnung zu verlieren anfing, von unsichtbaren Armen aufgehalten worden wäre. Als ich wieder zu mir selbst kam, fand ich mich auf eben dem Ruhebette, wo ich die Dame liegen gesehen hatte; der anbrechende Tag warf eine schwache Helle durch das gefärbte Glasfenster; ich sah mich voll Erstaunen um und erkannte den Ort; aber von ihr war keine Spur mehr übrig als ihr Bild, das ich in meiner Seele fand, und das neue Wesen, das sie mir gegeben hatte.

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