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Gutenberg > Friedrich Wilhelm Weber >

Dreizehnlinden

Friedrich Wilhelm Weber: Dreizehnlinden - Kapitel 1
Quellenangabe
typeepos
booktitleDreizehnlinden
authorFriedrich Wilhelm Weber
year1978
publisherFerdinand Schöningh Verlag
addressPaderborn
isbn3-506-29076-2
titleDreizehnlinden
pages3-132
created19991226
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1878
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Friedrich Wilhelm Weber

DreizehnlindenDem vielseitig geäußerten Wunsche, daß in einer neuen Auflage dieses Buches die sachlichen Anmerkungen vermehrt und einige ungewöhnliche Wörter ausgedeutet werden möchten, habe ich nachkommen zu müssen geglaubt und meine genug, wenn nicht zuviel getan zu haben. Der weit entrückte geschichtliche Hintergrund des Stoffes, sein Hinübergreifen in alte Rechtsverhältnisse, in Sagen- und Märchenwelt und germanischen Götterkultus führen auf Gebiete, die unserer sonst anerkennenswerten Durchschnittsbildung zu fern liegen, als daß einige erklärende Winke zum Verständnis entbehrlich waren. Sie mögen auch das Gute haben, den einen und andern auf die tiefsinnige Symbolik unserer Mythologie aufmerksam zu machen, die noch viel zu wenig gekannt ist, während wir die Götter und Göttinnen des Olymps, die großen samt den kleinen, an den Fingern herzählen. – Des Altertümelns in der Sprache, so verlockend sich auch die Gelegenheit vielfach darbot, habe ich mich mit Fleiß enthalten. Die Grenze zwischen Statthaftem und Unstatthaftem ist schwer zu ziehen; ich denke sie nicht überschritten zu haben, wenn ich manchem guten deutschen Worte, das aus unserem durch widerwärtigen fremdländischen Wulst täglich mehr gefälschten und überladenen Sprachschatze zu verschwinden droht, sein Recht zu wahren suchte.

Über den Namen Dreizehnlinden sei bemerkt, daß er auf geschichtliche Unterlage keinen Anspruch macht. Will sich jemand die altehrwürdige Benediktinerabtei Corvey an der Weser darunter vorstellen, so hat er den Vorteil, zu finden, daß Gründungszeit, Lage und Umgegend derselben mit den von mir gegebenen Schilderungen nicht in Widerspruch stehen. Diese selbst sind freie, in den Rahmen der Geschichte eingefügte Dichtung. Sie fallen in die Regierungszeit Ludwigs des Frommen, etwa in die Jahre 822 und 823. Der Schauplatz ist der Nethegau, der den nördlichen Teil des jetzigen Kreises Warburg und den Kreis Höxter, mit Ausnahme der zum Wetigau gehörigen Ämter Nieheim und Steinheim, mithin etwa das Flußgebiet der Nethe, umfaßte. Die Stadt Höxter selbst gehörte zum Pagus Auga. Vgl. »Der Nethegau« von W. E. Giefers, Münster 1842, woselbst die Gaugrenzen sorgfältiger bestimmt sind als in Falkes Codex traditionum Corbejensium.


Inhalt:

I. Aus dem Nethegau
II. Das Kloster
III. Auf dem Habichtshofe
IV. Die Mette
V. Am Opfersteine
VI. Das Erntefest
VII. In stiller Nacht
VIII. Die Drude
IX. Auf des Waldes Pfaden
X. Auf der Dingstätte
XI. Vogelfrei
XII. Der Landsturm
XIII. Fieberträume
XIV. Ein Kreuz im Walde
XV. Fromme Mönche
XVI. Beim Weben und Nähen
XVII. Des Priors Lehrsprüche
XVIII. Hildegundens Trauer
XIX. Elmar im Klostergarten
XX. Zwei Frauen
XXI. Abt Worin
XXII. Im Klosterchor
XXIII. Die wilde Katze
XXIV. Heimkehr
XXV. Schluß

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