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Drei Jahrhunderte deutschen Lebens in Amerika

Rudolf Cronau: Drei Jahrhunderte deutschen Lebens in Amerika - Kapitel 19
Quellenangabe
authorRudolf Cronau
titleDrei Jahrhunderte deutschen Lebens in Amerika
publisherDietrich Reimer (Ernst Vohsen)
year1909
correctorreuters@abc.de
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Die Quellen zur Geschichte des deutschen Elements in den Vereinigten Staaten.

Um Freunden der deutschamerikanischen Geschichte, welche diesen oder jenen Abschnitt derselben tiefer zu ergründen wünschen, die Quellen zum Weiterforschen nachzuweisen, sind hier die wichtigsten jener Werke aufgezählt, die beim Abfassen der vorliegenden Geschichte zu Rate gezogen wurden. Selbstverständlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die in neuester Zeit von verschiedenen Seiten gemachten Versuche, Verzeichnisse solcher Werke zusammenzustellen, welche die Geschichte des deutschen Elements in den Vereinigten Staaten betrafen, förderten eine erstaunlich große Zahl von Titeln zutage. Im Jahre 1904 ließ A. P. Griffin diejenigen der in der Kongreßbibliothek zu Washington vorhandenen einschlägigen Werke drucken und zwar unter dem Titel: »A list of works relating to the Germans in the United States; Washington, 1904.« Sie wird dem Forscher stets ein guter Wegweiser sein.

Die Freiheitsstatue im Hafen von New York.

Eine umfassende Bibliographie von Deutsch-Amerikana hat Richard E. Helbig, Hilfsbibliothekar der Stadtbibliothek von New York, in Bearbeitung. Dieselbe soll die Titel aller das deutsche Element in den Vereinigten Staaten betreffenden Werke, ferner die Titel aller von deutschamerikanischen Schriftstellern in deutscher oder englischer Sprache veröffentlichten Bücher, außerdem die Titel deutscher Werke über die Vereinigten Staaten und alles über die verschiedenen Wechselbeziehungen zwischen diesen und Deutschland enthalten. Bis zum Herbst 1909 hatte Heibig bereits über 10 000 Titel solcher Bücher und Einzelaufsätze zusammengebracht.

Allgemeine Werke zur Geschichte des Deutschtums in den Vereinigten Staaten. Der erste Versuch zu einer Gesamtdarstellung der Geschichte des deutschen Elements in den Vereinigten Staaten wurde bereits in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts von Franz Löher unternommen. Beim Fehlen fast aller Quellenwerke in damaliger Zeit kann es nicht überraschen, daß seine »Geschichte und Zustände der Deutschen in Amerika« (Cincinnati und Leipzig 1847) klaffende Lücken enthält. Ist der historische Teil des Buches demnach unvollkommen und längst veraltet, so werden aber Löhers Aufzeichnungen über die damalige Stellung der Deutschen in den Vereinigten Staaten stets von großem Wert bleiben.

Anton Eickhoffs Buch: »In der neuen Heimat«, New York 1884, kann nur als eine Aneinanderreihung geschichtlicher, von verschiedenen Urhebern stammenden, nach Staaten geordneter Mitteilungen über die deutschen Einwandrer gelten. Sein wertvollster Bestandteil ist zweifellos die den Anhang bildende Geschichte der »Deutschen Gesellschaft zu New York«.

Julius Göbels Schriftchen »Das Deutschtum in den Vereinigten Staaten«, München 1904, soll den in Deutschland Lebenden einen kurzen Abriß der Geschichte ihrer Stammesgenossen in den Vereinigten Staaten geben. Es erfüllt diesen Zweck in vortrefflicher Weise, wenn auch die scharfen Urteile des Verfassers über manche Vorgänge, Zustände und Personen keineswegs als gerecht und auf gründlichen Studien beruhend gelten können.

Unter den Zeitschriften, welche sich die Aufgabe stellten, Material zur Geschichte der Deutschen in Amerika zu sammeln, ist in erster Linie »Der Deutsche Pionier« zu nennen, welcher in den Jahren 1869 bis 1887 in Cincinnati unter der Redaktion von G. Brühl, E. H. Mack, K. Rümelin, K. Knortz, H. A. Rattermann und H. Hensel herausgegeben wurde: Ihm folgte das gleichfalls von Rattermann geleitete »Deutschamerikanische Magazin«, welches aber auf nur einen Jahrgang, 1886 bis 1887, beschränkt blieb. Ein ähnliches Sammelwerk wurde im Jahre 1901 von der »Deutschen historischen Gesellschaft von Illinois« unter dem Titel »Deutschamerikanische Geschichtsblätter« begründet und von Emil Mannhardt in Chicago redigiert.

In Philadelphia veröffentlichte Professor M. D. Learned von 1897 bis 1902 die »American-Germanica«, welche in dem letztgenannten Jahre den Titel »German-American Annais« annahmen und zugleich das Organ des »Deutschamerikanischen Nationalbundes« sowie der von demselben gegründeten »Deutschamerikanischen historischen Gesellschaft« wurden.

Alle diese Sammelwerke zeichnen sich durch eine Fülle wertvoller Aufsätze aus. Zu ihnen gesellen sich die von mehreren historischen Gesellschaften veröffentlichten Monographien und Jahresberichte. Unter ihnen stehen die seit 1891 in Lancaster, Pennsylvanien, erscheinenden »Proceedings and addresses of the Pennsylvania German Society« wegen ihrer gediegenen Darstellungen sowie reichen bildlichen Ausstattung obenan. Für den regen historischen Sinn der deutschen Bevölkerung Pennsylvaniens spricht ferner das Bestehen der seit dem Jahre 1899 zu Lebanon, Pennsylvanien erscheinenden Monatsschrift »The Pennsylvania German«, welche gleichfalls viel geschichtliches Material veröffentlicht.

In Baltimore hat die im Jahre 1886 gegründete »Society for the History of the Germans in Maryland« ihren Sitz. In Washington und Chicago traten in neuerer Zeit gleichfalls historische Gesellschaften ins Leben, welche sich die Erforschung der deutschamerikanischen Geschichte angelegen sein lassen.

Zu wünschen wäre, daß diese Vorbilder auch in allen anderen Staaten der Union Nachahmung fänden, damit das vorhandene geschichtliche Material gesammelt und der Forschung zugängig gemacht wurde.

Die ersten in Deutschland gedruckten Flugblätter über Amerika sind in folgenden Werken aufgeführt: H. Harrisse: »Bibliotheca Americana vetustissima. Description of works relating to America, publ. between 1492 and 1551,« New York 1866 bis 1872. – J. F. Sachse: »The Fatherland; showing the part it bore in the discovery, exploration and development of the western continent.« Philadelphia 1897. – Rudolf Cronau's »Amerika, die Geschichte seiner Entdeckung«, Leipzig 1892, enthält im 1. Bande, Seite 350 bis 357 eine Darlegung über Waldseemüller und die Benennung der Neuen Welt.

Die deutschen Gouverneure von Neu-Niederland und Neu Schweden. Nachrichten über Peter Minnewit finden sich in Friedrich Kapp's: »Die Deutschen im Staate New York«, New York 1868. – Eine ältere Abhandlung ist in den »Proceedings der New York Historical Society« vom Jahre 1849 enthalten. – Die »Historical Society of Delaware« veröffentlichte im Jahre 1881 in Wilmington Delaware eine Arbeit von J. Mickley: »Some accounts of Wm. Usselinx and Peter Minuit.« – Ferner erschien in Delaware ein Bericht über »Memorial services in honor of Peter Minnewit, celebrated by the General Assembly of Delaware 1895.« – Über die Quellen zur Geschichte der deutschen Gouverneure von Neu-Schweden finden sich die erforderlichen Angaben in dem die Kolonien Neu-Schweden behandelnden Abschnitt des IV. Bandes der von J. Winsor herausgegebenen »Narrative and critical History of America.« – Von großem Wert sind ferner J. Acrelius: »History of New Sweden; vol. XI of the Memoirs of the Historical Society of Pennsylvania«, Philadelphia 1874. – Ch. D. Ebeling: »Erdbeschreibung und Geschichte von Amerika«, Hamburg 1799, vol. V.

Jakob Leisler. Die wichtigsten Quellen für die Geschichte des unglücklichen Gouverneurs Jakob Leisler sind die vom Staat New York veröffentlichten großartigen Urkundensammlungen: »Documents relative to the Colonial History of the State of New York, procured in Holland, England and France, collected by J. R. Broadhead«, Albany 1856 bis 1861; und »The documentary history of the State of New York, collected by E. B. O'Callaghan,« Albany 1849 bis 1852. Hauptsächlich auf Grund dieser Sammlungen bearbeitete Friedrich Kapp den seiner »Geschichte der Deutschen im Staate New York« einverleibten Abschnitt über Jakob Leisler. – Außerdem enthalten die »New York Historical Society Collections« wertvolle, von Kapp nicht benützte Dokumente.

August Herrman und Johann Lederer. Die Geschichte des Landvermessers Augustin Herrman ist in den Jahresberichten der »Society for the History of the Germans in Maryland« niedergelegt. Den spärlichen Nachrichten über Johann Lederer konnte neuerdings Ch. Strack einige neue hinzufügen, die in den Berichten der »Deutschen historischen Gesellschaft für den Distrikt Columbia«, Washington D. C. 1906 zum Abdruck gelangten.

Die deutschen Sektenniederlassungen. Die Geschichte der in Pennsylvanien eingewanderten deutschen Sektierer wurde in musterhafter Weise erforscht. In höchst anziehender Form schilderte Oswald Seidensticker die Ankunft der Krefelder Mennoniten und die Gründung Germantowns sowohl im »Deutschen Pionier« wie in dem Werkchen »Bilder aus der deutschpennsylvanischen Geschichte«, New York 1885. Den gleichen Stoff behandelten S. Pennypacker in dem Buch »The Settlement of Germantown« Philadelphia 1880, und Jellet in »Germantown, its founders and what we owe them«. Ferner erschienen die Bücher: D. K. Cassel: »Geschichte der Mennoniten«, Philadelphia 1890. – F. Sachse: »Letters relating to the settlement of Germantown« Philadelphia 1903. – Ein höchst verdienstvolles Werk ist ferner Marion D. Learneds Buch »The Life of Francis Daniel Pastorius«, Philadelphia 1908.

Über die Labadisten besitzen wir die von B. J. Bartlett geschriebene Abhandlung »The Labadist Colony in Maryland«, No. 6 of Series of John Hopkins University Studies, Baltimore 1899. Ferner finden sich wertvolle Angaben in den »Annual Reports of the Society for the History of the Germans in Maryland«, vol. III., 5. V. 76; desgleichen in den »Memoirs of the Long Island Historical Society« vol. I.; endlich in Johnstons: »History of Cecil County in Maryland« sowie in den von McMahon und Scharf verfaßten »Histories of Maryland«. – Den Mystikern oder Rosenkreuzern, die sich mit Kelpius am Wissahickon niederließen, widmete Julius Sachse die vorzügliche Monographie: »The German Pietists of Provincial Pennsylvania«, Philadelphia 1895. – Desgleichen schildert Oswald Seidensticker ihr Leben und Treiben in seinen bereits genannten »Bildern aus der deutschpennsylvanischen Geschichte«. – Dasselbe Werk enthält eine Geschichte des Klosters Ephrata, dessen Insassen übrigens in dem umfangreichen »Chronicon Ephratense«, Ephrata 1786, die Hauptquelle zur Beurteilung ihres Schaffens lieferten. – Neuerdings wurde die Geschichte des Klosters Ephrata von Julius Sachse behandelt in: »The German sectarians of Pennsylvania, a critical and legendary history of the Ephrata cloister and the Dunkards«, Philadelphia 1899-1900. – Über die » Tunker« oder » Deutschen Baptisten« schrieb Falkenstein die Abhandlung »The German Baptist Brethren or Dunkers«, in »Proceedings of the Pennsylvanian German Society«, vol. 10; ferner Moritz Busch in seinen »Wanderungen zwischen Hudson und Mississippi«, Band 1, S. 126; desgleichen Lloyd in dem Aufsatz: »Among the Dunkers«, »Scribners Magazine«, Nov. 1901. – Über die Geschichte und die Zustände der Schwenkfelder unterrichteten folgende Werke: »Erläuterung für Herrn Caspar Schwenkfeld und die Zugethanen seiner Lehre«, Summytown, Pa. 1830. – »Kaspar von Schwenkfeld und die Schwenkfelder«, Lauban 1860. – Berclay: »Religious Societies of the Commonwealth«, London 1876. – C. Heydrich: »Genealogical Record of the Descendants of the Schwenkfelders«, Manayunk, Pa., 1879. – H. M. Jenkins: »The Schwenkfelders« in »Friends Quarterly Examiner«, London 1896. – Prof. Ch. D. Hartranft veröffentlichte im Jahre 1906 den Prospectus eines auf 16 Bände berechneten Monumentalwerkes »Corpus Schwenkfeldianorum«, welches sämtliche Schriften Schwenkfelds sowie eine umfassende Geschichte seiner Sekte enthalten soll. – Die Geschicke der Salzburger in Georgia sind beschrieben in einem: »Extract of the Journals of Mr. Commissary Von Reck, who conducted the first transport of Salzburgers to Georgia«, London 1734. – Über die späteren Schicksale der Salzburger unterrichten vor allen folgende Werke: Samuel Urlspergers: 1. »Ausführliche Nachrichten von den Saltzburgischen Emigranten, die sich in Amerika niedergelassen haben: Von dem Transport derselben, die Reise-Diaria des k. Großbrit. Commissarii und der beiden Saltzburg. Prediger, wie auch eine Beschreibung von Georgien, etc.« Halle 1738-1752. – 2. »Zuverlässiges Sendschreiben von den geist- und leiblichen Umständen der Saltzburgischen Emigranten, die sich in America niedergelassen haben, bis den 1sten Sept. 1735 u. von den Predigern in Eben Ezer etc. nach Teutschland überschrieben worden.« Halle 1736. – 3. »Americanisches Ackerwerk Gottes, oder zuverlässige Nachrichten, den Zustand der americanisch englischen und von salzburgischen Emigranten erbauten Pflanzstadt Ebenezer in Georgien betreffend, aus dorther eingeschickten glaubwürdigen Diarien genommen und mit Briefen der dasigen Prediger noch weiter bestätigt«, Augsburg 1754-1760. – Diesen Darstellungen schließen sich an A. Strobel: »The Salzburgers and their descendants«, Baltimore 1856; sowie J. Hursts: »The Salzburger Exiles in Georgia«, »Harpers Monthly Magazine«, vol. 85, p. 392. – Gleich den Klosterbrüdern zu Ephrata sorgten auch die betriebsamen Herrnhuter oder Mährischen Brüder für historische Darstellungen ihrer Tätigkeit. Edmund von Schweinitz, ein Mitglied der Sekte, schrieb das »Moravian Manual, containing an account of the Moravian Church or Unitas Fratrum«, Bethlehem 1869. Denselben Zwecken dienen die »Transactions of the Moravian Historical Society«, in denen sich unter anderen L. T. Reichels »Early History of Moravians in North America«, Nazareth, Pa. 1888, befindet. Von demselben Verfasser stammt das Werk: »Moravians in North Carolina«, Salem, N. C. 1857. – E. H. Reichel lieferte eine »Historical Sketch of church and mission of the Moravians«, Bethlehem 1848. – J. H. Martin schrieb eine »Historical Sketch of Bethlehem«, Philadelphia 1872. – J. T. Hamilton ist Verfasser des Abschnitts »The Moravian Church«, in vol. VIII der »American Church History«. – Die segensreiche Missionstätigkeit der Herrnhuter beschreibt G. H. Loskiel's »Geschichte der Mission unter den Indianern Nordamerikas«, Barbey 1789. Eine englische Übersetzung, hergestellt von Ch. La Trebe, erschien 1794 in London. – Der Bischof J. M. Levering schrieb »A History of Bethlehem from 1741-1892«, welche im Jahre 1903 zu Bethlehem gedruckt wurde. – Das Leben des Missionars David Zeisberger behandeln die Bücher: E. de Schweinitz: »The life and times of David Zeisberger, the western Pioneer and apostle of the Indians«, Philadelphia 1870. – J. J. Heim: »David Zeisberger, der Apostel der Indianer«, Bielefeld 1849. – Zeisberger selbst führte ein Tagebuch, welches als »Zeisbergers Diary« in zwei Bänden in Bethlehem gedruckt wurde. Der Herrnhuter Edw. Rondthaler verfaßte das Buch »Life of John Heckewelder«, Philadelphia 1847. – Auch die »Ohio Annals«, herausgegeben von C. H. Mitchener, Dayton 1876, befaßten sich mit den Erlebnissen der herrnhutischen Missionare. Friedrich Kapp erzählt in seiner »Geschichte der Deutschen im Staate New York«, New York 1868, die schlimmen Erfahrungen der Herrnhuter am Schekomeko.

Die Pfälzer: Außergewöhnlich reich fließen die Quellen über die Einwandrung und die Ansiedlung der Pfälzer in Amerika. Wir nennen zunächst: F. R. Diffenderfer: »The German exodus to England in 1709«, vol. VII of the »Proceedings of the Pennsylvania German Society«; ferner S. H. Cobb: »The Story of the Palatines«, New York 1897. – Beiträge zur Geschichte der Pfälzer im Staat New York enthalten die Werke: E. B. O'Callaghan: »Documentary History of the State of New York«, Albany 1848-1851. – N. S. Benton: »Herkimer County and Upper Mohawk Valley«, Albany 1856. – F. Kapp: »Die Deutschen im Staate New York«, New York 1867. – Earl: »The Palatines in the Mohawk Valley«. – »Papers of the Herkimer County Historical Society«, Herkimer and Ilion, N. Y. 1899. – J. M. Brown: »A brief sketch of the first settlement of the county of Schoharie by the Germans«, Schoharie, N. Y. 1823. – J. R. Simms: »History of Schoharie County«, Albany 1845. – N. S. Benton: »A History of Herkimer County«, Albany 1856. – I. Ellison: »The Germans of Buffalo«, in publications of the Buffalo Historical Society«, Buffalo 1880. – Den Auszug der Pfälzer von Schoharie nach Pennsylvanien und ihre Schicksale dort schildern die Werke von M. H. Richards: »The German emigration from New York into Pennsylvania«, vol. IX of »Proceedings of the German Historical Society of Pennsylvania«. – F. R. Diffenderfer: »German immigration into Pennsylvania 1700 bis 1775«, Lancaster, Pa., 1900. – Kuhns: »German and Swiss settlement of Colonial Pennsylvania«, New York 1901. – J. D. Rupp: »History of Berks County, Pennsylvania«, Lancaster 1844 und »The early history of Western Pennsylvania«, Pittsburgh 1876. – W. Beidelman: »The story of the Pennsylvania Germans«, Easton, Pa., 1898. – Über Conrad Weiser besitzen wir das Werk C. Z. Weisers: »Life of Conrad Weiser«, Reading 1876; ferner F. R. Diffenderfer: »Conrad Weiser«, 1877. – J. H. Walton: »Conrad Weiser and the Indian policy of Colonial Pennsylvania«, Philadelphia 1900. – Die durch den französischen Finanzschwindler Law nach Louisiana gelockten Pfälzer und Elsässer fanden einen vortrefflichen Historigraphen in Hanno Deiler. Derselbe ließ folgende Schriften erscheinen: »Geschichte der Deutschen am unteren Mississippi«, New Orleans 1901; ferner: »Geschichte der ersten Deutschen am unteren Mississippi und die Creolen deutscher Abstammung«, New Orleans 1904. – Auch Alexander Franz schilderte die Schicksale der Pfälzer in seinem Werk: »Die Kolonisation des Mississippitals bis zum Ausgang der französischen Herrschaft«, Leipzig 1906. – Über die deutschen Niederlassungen in den Neu-Englandstaaten unterrichten die im »Deutschen Pionier« veröffentlichten Aufsätze H. A. Rattermanns: »Geschichte des deutschen Elements im Staate Maine«. Andere Quellenwerke sind die »Maine Historical Collections«, vols V und VI. – J. W. Jordan: »Moravian Mission at Broad Bay, Maine«, Bethlehem 1891. – Williamson: »History of Maine«, Hallowell 1832. – Pattee: »History of Braintree in Massachusetts«, Quincy 1878. – Holmes: »American Annals«, Cambridge 1805. – J. G. Holland: »History of Western Massachusetts«, Springfield 1855. – J. W. Starman: »Some accounts of the German settlement in Waldoborough« in »Collections of the Maine Historical Society«, Portland 1857. – H. Pohlman: »The German Colony and the Lutherian Church in Maine«, Gettysburg 1869. – Den Einfluß der Pfälzer auf die Kultur Amerikas heben folgende Schriften hervor: F. R. Diffenderfer: »The Palatine and Quaker as commonwealth builders«, Lancaster, Pa., 1899. – Greene: »The Palatines as founders and patriots«. – Eine neuere, zusammenfassende Darstellung der Pfälzerkolonien lieferte Daniel Häberle in dem Buch: »Auswandrung und Koloniegründungen der Pfälzer im 18. Jahrhundert«, Kaiserslautern 1909.

Die Käuflinge. – Unbedingt die wertvollste Arbeit über die Käuflinge oder Redemptionisten ist F. R. Diffenderfers: »The German immigration into Pennsylvania«, vol. X of the »Proceedings of the Pennsylvania German Society«, Philadelphia 1900. – Den gleichen Gegenstand behandelte O. Seidensticker in seiner »Geschichte der deutschen Gesellschaft von Pennsylvanien«, Philadelphia 1876; sowie L. F. Bittinger in dem Buch: »Germans in Colonial times«, Philadelphia 1901. – Außerdem liegt vor: K. F. Geiser: »Redemptioners and indentured servants in Pennsylvania«, New Haven, Conn., 1901. – Die »Reports of the German Historical Society of Maryland« enthalten das Material über das Käuflingssystem jener Kolonie. – H. Deiler verdanken wir das interessante Werkchen »Das Redemptionssystem im Staat Louisiana«, New Orleans 1901.

Die kulturellen Zustände der Deutschamerikaner während der Kolonialzelt. – Das erste Werkchen, welches uns über diese Zustände Aufschlüsse gibt, ist das des Patriarchen Franz Daniel Pastorius: »Umständige Geographische Beschreibung der Provinz Pennsylvaniä«, Frankfurt und Leipzig 1700. – Von unschätzbarem Wert ist ferner die vorzügliche Schrift des Dr. Benjamin Rush: »An account of the Manners of the German Inhabitants in Pennsylvania«, Philadelphia 1789. – Eine deutsche Übersetzung ist im 7. Jahrgang des »Deutschen Pionier« zu finden. – Hochinteressant ist auch des Lehrers Gottlieb Mittelberger: »Reise nach Pennsylvanien 1750«, Frankfurt und Leipzig 1756. Ferner enthalten folgende Bücher reiches Material: L. F. Bittinger: »The Germans in Colonial Times«, Philadelphia 1901. – O. Kuhns: »The German and Swiss settlements of Colonial Pennsylvania«, New York 1901. – Über das Leben der deutschen Pioniere an den Grenzen der Wildnis enthalten die Lokalchroniken unzähliger Ortschaften Mitteilungen. Außerdem seien genannt: C. Z. Weiser: »Life of Conrad Weiser«, Reading 1876. – Britts: »Border Warfare«, Abingdon, Va., 1849. – »Frontier Forts of Pennsylvania«, Printed by the State, 1896. – C. F. Post: »Journals«. Reprinted in Rupp's: »History of Western Pennsylvania«, Pittsburgh and Harrisburg 1846. Posts »Journals« wurden neuerdings auch in der gegen 25 Bände umfassenden Serie »Early western travels« abgedruckt. – Fr. Kapp: »Die Deutschen im Staat New York«, New York 1868. – Simms: »Frontiersmen of New York«, Albany 1882. – W. W. Campbell: »Annals of Tryon Co., N. Y.«, New York 1831. – Speed: »The Wilderness Road«, Louisville 1886. – C. B. Hartley: »Life of Lewis Wetzel; also of Kenton and other heroes of the West«, Philadelphia 1860. – A. L. Mason: »The Pioneer History of America«, Cincinnati 1884. – W. W. Fowler: »Woman on the American Frontier«, Hartford 1877. – J. Doddridge: »Notes on the settlements and Indian Wars of the western parts of Virginia and Pennsylvania«, Wellsburgh, Va., 1824; reprinted Albany 1876. – Simms: »Trappers of New York or Biography of Nicolas Stoner and Nathaniel Foster«, Albany 1871. – Simms: »Border wars of New York«. – Curtiss: »Life and adventures of Nat. Foster, Trapper of the Adirondacks«, Utica 1897. – Th. Roosevelt: »The winning of the West«. – Den deutschen Landwirten des 18. Jahrhunderts ist ein Aufsatz in dem 10. Bande der »Proceedings of the Pennsylvania German Society« gewidmet. – Das religiöse Leben der Deutschen während der Kolonialzeit schildert Lucy F. Bittinger's: »German Religious Life in Colonial Times«, Philadelphia 1906. – Den kulturellen Zuständen der deutschen Ansiedler in der Kolonie New York widmete Friedrich Kapp in seiner »Geschichte der Deutschen im Staat New York«, New York 1868, einen längeren Abschnitt, – Über die Deutschen New Jerseys berichtet T. F. Chambers: »Early Germans in New Jersey«, Dover, N. J., 1895. – Über die Verhältnisse der Deutschen in Pennsylvanien unterrichten die Werke: G. F. Baer: »The Pennsylvania Germans«, Reading 1876. – Mrs. E. Gibbons: »The Pennsylvania Dutch«, Philadelphia 1872. – Dr. B. Rush: »Manners of the German inhabitants of Pennsylvania«. Edited by J. D. Rupp, Philadelphia 1875. – J. D. Rupp: »Thirty thousand names of German immigrants«, Harrisburg 1856. – L. A. Wollenweber: »Gemälde aus dem Pennsylvanischen Volksleben«, Philadelphia 1869. – Kulturgeschichtliche Nachrichten über das Deutschtum in Maryland finden sich verstreut in den »Reports of the Society for History of Germans in Maryland«. – Ferner in Scharfs: »History of Maryland«, Baltimore 1879. – E. T. Schultz: »First settlement of Germans in Maryland«, Frederick, Md., 1896. – Quellen zur Kulturgeschichte der Deutschen in Virginien sind unter anderen: H. Schuricht: »History of the German element in Virginia«, Baltimore 1898. – Waddell: »Annals of Augusta County«, Richmond 1886. – Burk: »History of Virginia«, Petersburg, Va., 1804-1816. – Jefferson: »Notes on State of Virginia«, Boston 1802. – Fiske: »Old Virginia and her neighbors«, Boston 1897. – R. A. Brook: »Official letters of Governor Alexander Spotswood«, Richmond 1882 bis 1885. – J. C. Stöver: »Kurze Nachricht von einer Evangelisch-Lutherischen Deutschen Gemeinde in Virginien«, Hannover 1737. – Kercheval: »History of the valley of Virginia«, Winchester 1833. – J. W. Wayland: »The German element of the Shenandoah valley of Virginia«, Charlottesville 1907. – Material zur Kulturgeschichte des Deutschtums in den beiden Carolinas und in Georgia findet sich in folgenden Schriften: Allen: »German Palatines in North Carolina«. – Bernheim: »History of German settlements and of the Lutheran Church in North and South Carolina«, Philadelphia 1872. – »Memorial of Jean Pierre Pury in behalf of the colonisation of South Carolina«, London 1724; reprinted Augusta, Georgia 1880. – Stevens: »History of Georgia«, New York, 1847-1859. – Hewett: »Historical Account of Colonies of South Carolina and Georgia«, London 1779. – Historical Collections of South Carolina«, New York 1836. – Dalcho: »History of Episcopal Church in South Carolina«, Charleston 1820. – Howe: »History of Presbyterian Church in South Carolina«, Columbia 1870. – E. L. Whitney: »Government of Colony of South Carolina«, John Hopkins University Studies, Baltimore 1895. – W. G. Sims: »History of South Carolina«, Charleston 1842. – Jones: »Dead towns of Georgia«, in »Georgia Historical Collections«, vol. IV, Savannah 1878. – Williamson: History of North Carolina«, Philadelphia 1812. – Ramsey: »History of South Carolina«, Charleston 1809. – J. H. Wheeler: »Historical Sketches of North Carolina«, Philadelphia 1851. – W. H. Foote: »Sketches of North Carolina«, New York 1846. – C. L. Hunter: »Sketches of Western North Carolina«, Raleigh 1877. – D. Schenk: »North Carolina 1780-1781«, Raleigh 1889. – Hawk, Swain and Graham: Revolutionary History of North Carolina«, Raleigh 1843. – Über den Industriellen Peter Hasenclever enthält der »Deutsche Pionier« vom Jahre 1883 ausführliche Nachrichten.

Oswald Seidensticker behandelte die Geschichte der deutschen Zeitungen und des deutschamerikanischen Buchdrucks im »Deutschamerikanischen Magazin«; ferner lieferte er das Werk: »The first century of German printing in America, 1728-1830«, Philadelphia 1893. – Den gleichen Gegenstand behandeln die Bücher: F. Kapp: »Der deutschamerikanische Buchdruck und Buchhandel im vorigen Jahrhundert,« Leipzig 1878. – G. T. Watkins: »Bibliography of printing in America. Books, pamphlets, and some articles in Magazines relating to the history of printing in the New World«, Boston 1906. – Eine Lebensgeschichte des Schullehrers Dock ist S. Pennypacker's »Historical and Biographical Sketches«, Philadelphia 1883 einverleibt. Außerdem veröffentlichte Martin G. Brumbaugh eine Abhandlung über »Das Leben und die Werke von Christoph Dock, Amerikas Pionier-Schriftstellers über Erziehung«, Philadelphia 1908. Docks hundert Regeln kamen 1764 in Saurs »Geistlichem Magazin« und im 10. Bande der »Proceedings of the Pennsylvania German Society« zum Abdruck.

Der Franzosenkrieg. Das Material über den Anteil der deutschen Ansiedler an den Franzosen- und Indianerkriegen des 18. Jahrhunderts ist in zahllosen Lokalchroniken enthalten, von denen die wichtigsten bereits unter den Quellen über die kulturellen Zustände der deutschen Ansiedler genannt wurden. Eine Geschichte des »Royal American Regiments« lieferte N. W. Wallace in dem Buch: »A Regimental Chronicle and List of Officers of the Sixtieth, or the King's Royal Rifle Corps, formerly the Sixty-second, or the Royal American Regiment of Foot«, London 1879.

Die Deutschen im amerikanischen Unabhängigkeitskriege. Zur Feststellung des Anteils der Deutschen am Unabhängigkeitskriege wurden unter anderen folgende Werke benutzt: G. W. Greene: »The German element in the war of American independence«, New York 1876. – Pfister: »Die amerikanische Revolution 1775, unter Hervorhebung des deutschen Anteils«, Stuttgart und Berlin 1904. – Linn & Egle: »Pennsylvania in the Revolution«, Philadelphia 1890-1895. – »Deutscher Pionier«, 8. Jahrgang, »Die Beteiligung der Deutschen am Unabhängigkeitskrieg«. – Die wichtigsten Quellen über Nikolas Herchheimer und die Schlacht von Oriskany sind vor allem die »Papers of the Herkimer County Historical Society«, Herkimer and Ilion 1899. – »Proceedings of Oneida Historical Society.« – Jones: »History of Oneida County.« – Simms: »History of Schoharie County.« – Benton: »History of Herkimer County.« – Ferner F. Kapp: »Geschichte der Deutschen im Staate New York,« New York 1868. – H. A. Mühlenberg, ein Nachkomme des berühmten Generalmajors, veröffentlichte das Buch: »Life of Major General Peter Mühlenberg,« Philadelphia 1849. – Auch im »Deutschen Pionier« der Jahre 1869-1872 findet sich ein längerer Aufsatz »Peter Mühlenberg und seine deutschen Soldaten«. – Sehr umfangreich ist die Literatur über die deutschen Hilfstruppen im englischen Heere. Wohl die erste aktenmäßige Darlegung des von mehreren degenerierten deutschen Fürsten betriebenen Schachers mit ihren Untertanen ist Friedrich Kapp's: »Der Soldatenhandel deutscher Fürsten nach Amerika«, Berlin 1864. Derselbe Stoff wurde in neuester Zeit von E. J. Lowell in dem Buch: »The Hessian and the other German auxiliaries of Great Britain in the Revolutionary War«, New York 1884 behandelt. Ferner von Max von Eelking in: »Die deutschen Hilfstruppen im nordamerikanischen Befreiungskrieg.« Eine englische abgekürzte Übersetzung dieses Buches wurde von J. G. Rosengarten unter dem Titel: »The German Allied Troops in Albany«, New York 1893, herausgegeben. Den gleichen Gegenstand behandeln ferner: C. Preser: »Der Soldatenhandel in Hessen«, Marburg 1900. – Clark: »The Hessians.« – Mellik: »The Hessians in New Jersey; just a little in their favor.« – Slafter: »The landing of the Hessians.« – Werther: »Hessische Hilfstruppen.« – Manche Tagebücher und Aufzeichnungen der die deutschen Hilfstruppen begleitenden Offiziere, Ärzte und Feldprediger kamen in den Sammelwerken: »Der deutsche Pionier«, »Americana Germanica« und »German American Annals« zum Abdruck. Zahlreiche von George Bancroft gesammelte Abschriften von Dokumenten und Manuskripten zur Geschichte der deutschen Hilfstruppen befinden sich unter den Handschriften der New Yorker Bibliothek. M. von Eelking verfaßte: »Das Leben und Wirken des braunschweigischen Generalleutnants F. A. von Riedesel«, Leipzig 1856. – Wertvolle Aufzeichnungen enthält auch General Riedesels »Berufsreise nach America. Briefe auf der Reise und während ihres 6jährigen Aufenthalts in America zur Zeit des Krieges in den Jahren 1776-1783 nach Deutschland geschrieben«, Berlin 1800. – Diesen Aufzeichnungen schließen sich an Stones: »Memoirs of General Riedesel«, Albany. Der Regimentsarzt J. D. Schöpf veröffentlichte: »Eine Reise durch einige der mittleren und südlichen Staaten«, Erlangen 1788. – Dem verdienten Friedrich Kapp verdanken wir auch »Das Leben des amerikanischen Generals Kalb«, Stuttgart 1862, engl. New York 1870. – Über Kalb existiert ferner ein: »Memoir of the Baron de Kalb,« read at the meeting of the Maryland Historical Society 7. Jan. 1858 by J. S. Smith. – Weitere Nachrichten enthält Th. Wilson: »The Biography of the Principal American Military and Naval heroes«, New York 1817. – Headley: »American Generals.« Ein Gegenstück zu Kapp's Biographie über General Kalb ist desselben Verfassers Buch: »Das Leben des amerikanischen Generals Friedrich Wilhelm von Steuben«, New York 1850, Berlin 1858. – Ein ähnliches Werk ist: » N. Schmitt: »Leben und Wirken von F. W. von Steuben«, Philadelphia 1859. – Auch William North, der Adjutant Steubens, schrieb dessen Biographie. Sie findet sich im 8. Band des »Magazine of American History«, Weitere Nachrichten über Steuben sind in Thatchers: »Military Journal«, 517-531; in Ebelings: »Amerikanisches Magazin«, 1797; in Sparks: »American Biographies«, vol. IX, p. 1-88; in Headleys: »Washington and his Generals« und im »Magazine of Western History«, 1886 enthalten. Die ausführlichste Arbeit über die deutschen Truppen im französischen Hilfsheer erschien im »Deutschen Pionier«. Derselben ist ein ziemlich umfangreicher Nachweis über die benutzten Quellen angehängt.

Die deutschen Ansiedler im Stromgebiet des Ohio. Die wichtigsten, für diesen Abschnitt benutzten Quellenwerke sind: E. Klauprecht: »Deutsche Chronik in der Geschichte des Ohiothales, Cincinnati, 1864. – H. Kephart: »Pennsylvanias part in the winning of the West«, St. Louis 1902. – Th. Roosevelt: The winning of the West, New York 1895. – J. Carr: »Early times in Tennessee«, Nashville 1859. – W. A. Fritzsch: »Zur Geschichte des Deutschtums in Indiana«, New York 1900. – Dietzsch: »Geschichte der Deutschamerikaner in Chicago«, Chicago 1881. – H. A. Rattermann: »Germany. Die erste deutsche Niederlassung im Miamithale.« 1878. – L. Stierlein: »Der Staat Kentucky und die Stadt Louisville mit besonderer Berücksichtigung des deutschen Elements«, Louisville 1873. – Th. Stempfel: »Fünfzig Jahre deutschen Strebens in Indianapolis«, Indianapolis 1898. – E. Seeger: »Chicago, die Geschichte einer Wunderstadt«, Chicago 1892.

Die deutschen Ansiedler im Mississippital. Die wichtigsten Werke, welche den Anteil der Deutschen an der Besiedlung jenes großartigen Stromtales berücksichtigen, sind: G. Duden: »Bericht über eine Reise nach den westlichen Staaten Nordamerikas«, Bonn 1829. – G. Goebel: »Länger als ein Menschenleben in Missouri«, St. Louis 1877. – Lunz: »Reise nach St. Louis.« – Thümmel: »Die Natur und das Leben in den Vereinigten Staaten«, Erlangen 1848. – V. Nolte: »Fünfzig Jahre in den beiden Hemisphären«, Hamburg 1854. – Kargau: »Missouris German Immigration.« – »St. Louis in früheren Jahren«, St. Louis 1905. – »Geschichte des Deutschtums von St. Joseph, Mo.« – F. Münch: »Der Staat Missouri«, New York und St. Louis 1859. – Über die Lateinischen Settlements und die Lateinischen Farmer enthalten die Werke von Gustav Körner: »Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten 1818-1848«, Cincinnati 1880, sowie Wagner & Scherzer: »Reisen in Nordamerika«, Leipzig 1857 ausführliche Mitteilungen. – J. Eiboeck schrieb das treffliche Werk: »Die Deutschen von Iowa und ihre Errungenschaften«, Des Moines 1900. – Jensen und Bruncken verfaßten das Buch: »Wisconsins Deutsch-Amerikaner«, Milwaukee 1902. – Ferner ist zu erwähnen K. Levi: »How Wisconsin came by its large German element«, Madison, Wis., 1892.

Ziemlich zahlreich sind die Werke, welche den Indianeraufstand des Jahres 1862 und die Belagerung der Stadt Neu-Ulm schildern. Wir nennen folgende: T. Heard: »History of the Sioux War and Massacres of 1862 and 1863,« New York 1865. – A. Berghold: »Indianer-Rache, oder die Schreckenstage von Neu-Ulm im Jahre 1862«, New Ulm 1876. – R. Leonhart: »Erinnerungen aus Neu-Ulm«, Pittburg 1880. – J. H. Strasser »Chronologie der Stadt Neu-Ulm, Minn.«, New Ulm 1899. – A. Berghold: »Geschichte von Neu-Ulm«. 8. Jahrgang des »Deutschen Pionier«. – »Die Gartenlaube«, Leipzig 1862.

Deutsche Pioniere im fernen Westen. Dem wagemutigen Johann Jakob Astor und seiner Gründung Astoria setzte Washington Irving in seinem klassischen Werk: »Astoria, or anecdotes of an enterprise beyond the Rocky Mountains«, Philadelphia 1826, ein bleibendes Denkmal. Demselben Kulturpionier widmete W. I. von Horn die Biographie: »Johann Jakob Astor«, New York 1868. – Friedrich Kapp fügte seiner »Geschichte der Deutschen im Staate New York« gleichfalls ein die Unternehmungen Astors verherrlichendes Kapitel ein. – Die Schicksale Johann August Sutters sind im »Deutschen Pionier« und in zahllosen anderen, die kalifornischen Goldfunde berücksichtigende Werken erzählt. Ziemlich eingehend wurden sie auch von J. Bidwell in dem Aufsatz: »Life in California before the Gold discovery« im »Century Magazine« des Jahres 1890 erörtert. – H. von Ehrenberg beschrieb seine Erlebnisse in den Büchern: »Fahrten und Schicksale eines Deutschen in Texas«, Leipzig 1845; und: »Texas und die Revolution«, Leipzig 1843. – F. Römer's: »Texas«, Bonn 1849; und A. Schütze's: »Jahrbuch für Texas«, Austin, Tex., 1882-1884 enthalten gleichfalls Angaben über Ehrenberg und andere Pioniere. – Über die seltsamen Irrfahrten August Laufkötters berichtet A. Eickhoffs: »In der neuen Heimat«, New York 1884.

Deutsche Kommunisten-Gemeinden. Die seltsamen Einrichtungen der deutschen kommunistischen Gemeinden in den Vereinigten Staaten riefen eine ziemlich reiche Literatur hervor. Wir erwähnen zunächst Ch. Nordhoffs: »Communistic Societies of the United States«, New York. Ihm schließen sich an W. A. Hinds: »American communities«, Chicago 1902 – Über die von Rapp gegründeten Niederlassungen finden sich interessante Angaben in Wagner und Scherzers: »Reisen in Nordamerika«, Leipzig 1857; ferner in Moritz Buschs: »Zwischen Hudson und Mississippi.« Desgleichen in F. Löhers: »Über Land und Leute in der Alten und Neuen Welt«, Göttingen 1855. Endlich in den Reisewerken der Prinzen Maximilian zu Wied, Bernhard von Sachsen-Weimar und Paul von Württemberg. Zu diesen Mitteilungen kommen die Werke: A. Williams: »The Harmony Society of Economy«, Pittsburg 1866 und J. A. Bole: »The Harmony Society«, Philadelphia 1904. – Die Geschichte der Gemeinde Zoar fand in Georg B. Landis ihren Darsteller, dessen Untersuchungen: »The Separatists of Zoar« dem »Annual Report of the American Historical Association 1898« einverleibt wurden. Zur Ergänzung derselben dürften das 1856 in Zoar gedruckte Werk: »Die wahre Separation, oder die Wiedergeburt, dargestellt in geistlichen und erbaulichen Versammlungsreden und Betrachtungen, gehalten in der Gemeinde in Zoar im Jahre 1832« und E. O. Randall: »History of the Zoar society«, Columbus, Ohio 1900 dienen. – Die deutschen Kommunistengemeinden in Iowa beschrieb Eiboeck in seiner »Geschichte der Deutschen von Iowa«; ferner Karl Knortz in dem Heftchen »Die wahre Inspirationsgemeinde in Iowa«, Leipzig 1896.

Staatenpläne: Über die Pläne zur Gründung deutscher Staaten im Westen der Union orientieren die Schriften »Festausgabe zum 50jährigen Jubiläum der deutschen Kolonie Friedrichsburg«, Fredericksburg, Texas, 1896. – »Kritik der Geschichte des Vereins zum Schutz der deutschen Auswandrer nach Texas«, Austin 1894. – J. Meusebach: »Answer to Interrogatories in case No. 396«, Austin 1894. – Penniger: »Geschichte des Mainzer Adelsvereins«. – Die Geschichte der deutschen Ansiedlungsgesellschaft von Philadelphia wurde von Gustav Körner in: »Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten 1818-1848« besprochen.

Die politischen Flüchtlinge der deutschen Revolutionszeit. Eine Geschichte der »Achtundvierziger« in den Vereinigten Staaten ist leider noch nicht geschrieben worden. Wertvolles Material zu einer solchen lieferte aber Gustav Körner in dem Buch: »Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten 1818-1848«, Cincinnati 1879. – Auch Jakob Müllers: »Erinnerungen eines Achtundvierzigers«, Cleveland, O., 1896; Philipp Wagners: »Ein Achtundvierziger«, Brooklyn 1882; H. A. Rattermanns: »Gustav Körner«, Cincinnati 1902, sind reich an verwertbarem Material. Dasselbe gilt von F. Kapps: »Aus und über Amerika«, Berlin 1876, und Brunckens: »German Political refugees in the United States during the period from 1815 to 1860«, Chicago 1904. – Endlich verdient noch erwähnt zu werden: C. Hexamer: »A study of the causes of the great wave of German immigration of 1848 to 1852 and its results on German American poetry«.

Der Anteil der Deutschamerikaner an den Kriegen der Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert. – Hier sind wir vor allem auf die offiziellen Armeeberichte angewiesen. Über die heldenmütige Verteidigung des Forts McHenry im Kriege 1812-1814 berichten ferner die Lokalgeschichten der Stadt Baltimore. Desgleichen B. J. Lossings: »Pictorial field book of the war of 1812«, New York 1868. – Ein Lebensabriß des Generals Johann A. Quitman, eines der Helden des Mexikanischen Krieges, findet sich im »Deutschen Pionier« des Jahres 1874. Ferner sind über denselben in folgenden Werken Notizen enthalten: Ch. Peterson: »The military heroes of the war with Mexico«, Philadelphia 1858. – G. W. Kendall: »The war between the United States and Mexico«, New York 1851. – J. B. Thorpe: »Our army at Monterey«, Philadelphia 1847. – C. v. Grone: »Briefe über Nordamerika und Mexico und den zwischen beiden geführten Krieg«, Braunschweig 1850. – »Battles of Mexico, containing an authentic account of all battles fought in that republic, until the capture of Mexico, with a list of the killed and wounded«, New York 1847. – Über die Taten deutschamerikanischer Heerführer und Truppen während des Bürgerkrieges enthält J. G. Rosengartens: »The German Soldier in the Wars of the United States«, Philadelphia 1890, zahlreiche, leider wenig geordnete Mitteilungen. – Eine gleichfalls nur einzelne Episoden des Bürgerkrieges berücksichtigende Schrift ist Wm. Voeke's: »Der deutsche Soldat im amerikanischen Bürgerkriege«, Chicago 1895, englisch 1899. – Über die Unruhen in Missouri berichten: D. Hertle: »Die Deutschen in Nordamerika und der Freiheitskampf in Missouri«, Chicago 1865. – A. Krüer: »Der Aufstand in Missouri 1862«. – Biographien der Generäle von Steinwehr, Moor, Osterhaus, Sigel, Stahel, Schurz, Weber, Weitzel, Wangelin, Bohlen, Schimmelpfennig u. a. finden sich in verschiedenen Jahrgängen des »Deutschen Pionier«, der »Deutsch-amerikanischen Geschichtsblätter« und des von Rütenik geschriebenen Buches »Berühmte deutsche Vorkämpfer für Fortschritt, Freiheit und Friede in Nord-Amerika«, Cleveland, O., 1888. – Generalmajor Franz Sigel veröffentlichte in dem von ihm während der neunziger Jahre herausgegebenen »New York Monthly« Denkwürdigkeiten, die später auch in Buchform erschienen. Das wichtigste Quellenwerk für die Lebensgeschichte von Karl Schurz sind natürlich seine »Reminiscences of a long life«, welche zuerst im Jahre 1906 in dem in New York erscheinenden »McClures Magazine«, später auch in Buchform herausgegeben wurden. Eine deutsche Ausgabe erschien in Berlin. – Von hohem Wert für die Geschichte der Deutschamerikaner im Bürgerkrieg sind auch folgende Regimentsgeschichten: G. Struve: »Das 8. Regiment New Yorker Freiwilliger und Prinz Felix Salm-Salm«, Washington 1862. – C. Grebner: »Die Neuner. Eine Schilderung der Kriegsjahre des 9. Regiments Ohio Vol. Infanterie«, Cincinnati 1897. – Ferner die nachstehenden, von Teilnehmern am Kriege verfaßten Bücher: Fr. Annecke: »Der zweite Freiheitskampf«, Frankfurt a. M. 1861. – Otto Heusinger: »Amerikanische Kriegsbilder. Aufzeichnungen aus den Jahren 1861-1865«, Leipzig 1869. – B. Domschke: »Zwanzig Monate in Kriegsgefangenschaft«, Milwaukee 1865. – J. Scheibert: »Sieben Monate in den Rebellenstaaten«, Stettin 1868. – F. Mangold: »Der Feldzug in Nord-Virginien im August 1862«, Hannover 1881. – R. Aschmann: »Drei Jahre in der Potomac-Armee oder eine Schweizer Schützen-Kompagnie im nordamerikanischen Kriege«, Richtersweil 1865. – A. Conrad: »Schatten und Lichtblicke aus dem amerikanischen Leben während des Secessions-Krieges«, Hannover 1879. – Über die vielbesprochene Schlacht bei Chancellorsville besitzen wir außer den Darstellungen, die Schurz in seinen »Reminiscences« lieferte, die äußerst wertvolle Untersuchung des Oberstleutnant A. Ch. Hamlin, Historikers des 11. Armeekorps: »The Battle of Chancellorsville«, Bangor, Maine, 1896. – Über dieselbe Schlacht schreibt auch H. A. Rattermann im »Deutschen Pionier« in einer Biographie des Generals von Steinwehr. – Dem ehemaligen preußischen Reiterführer Heros von Borcke, der seinen Degen der konföderierten Regierung angeboten hatte, verdankt man das wertvolle Buch: »Zwei Jahre im Sattel und am Feinde«. Es gibt ein überaus anschauliches Bild von dem Leben und Treiben im südstaatlichen Heere. – Über die schwierige Lage Memmingers, des Schatzministers der südstaatlichen Regierung, unterrichtet das von H. Capers geschriebene Buch: »Life and Times of Memminger«, Richmond 1893. – Den Anteil des Admirals W. S. Schley an der Seeschlacht bei Santiago würdigt M. Wilcox in seiner »Short history of the war with Spain«, New York 1898. – Derselbe ist ferner im »Century Magazine« des gleichen Jahres geschildert.

Der Einfluß der Deutschamerikaner auf die physische Entwicklung der amerikanischen Bevölkerung. Für die Geschichte der deutschen Turnerei sind H. Metzners: »Geschichte des Nordamerikanischen Turnerbundes 1850-1873« und »Jahrbücher der Deutsch-Amerikanischen Turnerei«, New York 1891-1894, von bleibendem Wert. – Außerdem enthalten die schier zahllosen Festschriften, welche bei Jubiläen und Bundesturnfesten erschienen, eine Fülle lokalgeschichtlicher Angaben. – Aufsätze über die turnerische Tätigkeit der deutschen Professoren Karl Beck, Karl Follen und Franz Lieber finden sich im 2. Heft der »American Physical Education Review« und im »Circular 5 des National Education Bureau in Washington D. C.«. – Wichtige Angaben sind ferner in folgenden Schriften enthalten: E. M. Hartwell: »Physical Training«, Boston 1897. – Bureau of Education: »Physical Training in American Colleges«, Washington 1883.

Der Einfluß des deutschen Erziehungswesens auf die Lehranstalten der Vereinigten Staaten. Von den zahlreichen Werken über diesen Gegenstand seien genannt: R. Boone: »Education in the United States«, New York 1890. – N. M. Butler: »Education in the United States«. – H. Schönfeld: »Quellen zur Geschichte der Erziehung in den Vereinigten Staaten«, Pädagogisches Archiv, 38. Jahrgang, Heft 9. – R. Dulon: »Aus Amerika über Schule, deutsche Schule, amerikanische Schule und deutsch-amerikanische Schule«, Leipzig und Heidelberg 1866. – L. Viereck: »German Instruction in American schools«, Chapt. XIV of the Report of the Commissioner of Education for 1900-1901. Washington 1902. – H. Schuricht: »Geschichte der deutschen Schulbestrebungen in Amerika«, Leipzig 1884. – H. A. Rattermann: »Die deutsche Sprache in der amerikanischen Schule«, »Deutscher Pionier«, 13. Jahrgang, Heft 5. – K. Francke: »Deutsche Cultur in den Ver. Staaten und das Germanische Museum der Harvard Universität«, in »Deutsche Rundschau« 1902. – Über die amerikanischen Kindergärten berichtete Dr. Barnard während der Jahre 1856 bis 1858 in seinem »American Journal of Education«. – Kate Wiggins verfaßte das Buch: »The Republic of Childhood«. – Felix Adler: »The moral Instruction of Children«. – E. A. E. Shireeff: »Moral training«. – Friedrich Fröbel: »The education of Man«.

Der Anteil der Deutschen an der Entwicklung der amerikanischen Industrie. Die meisten in jenem Abschnitt enthaltenen Angaben gründen sich auf persönlich eingezogene Erkundigungen. An Quellenwerken seien außerdem genannt: J. L. Bishop: »History of American Manufactures, from 1608-1860«, Philadelphia 1864. – Th. Lemke: »Geschichte des Deutschtums von New York von 1848 bis 1892«, New York. – Rütenik: »Berühmte deutsche Vorkämpfer in Nord-Amerika«, Cleveland 1888. – G. Körner: »Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika 1818 bis 1848«, Cincinnati 1880.

Der Anteil der Deutschen an der Entwicklung des amerikanischen Verkehrswesens. Für die Geschichte des »Norddeutschen Lloyd« in Amerika ist folgendes Schriftchen von Interesse: »Caspar Meier and his Successors«, printed for private circulation, New York 1890. – Ferner E. v. Halle: »Amerika, seine Bedeutung für die Weltwirtschaft«, Hamburg 1905. – Über Hassler berichtete der »Deutsche Pionier«.

Deutschamerikanische Techniker und Ingenieure. Geschichtliches Material über dieselben findet sich hauptsächlich in den fachwissenschaftlichen Zeitschriften des 19. Jahrhunderts. – Über Adolf Sutro schrieb Charles Ingomar im Jahrgang 1879 des »Deutschen Pionier«. Ferner Ch. H. Shine in: »The story of the mine«, New York 1897. – Mitteilungen über Albert Fink enthalten die »Transactions of the American Society of Civil Engineers«, ferner die Zeitschriften »Bridges«, 1899 und »Stahl und Eisen«, Düsseldorf 1899. – Der Lebenslauf Henry Flads ist ebenfalls im Jahrgang 1899 der »Transactions of the American Society of Civil Engineers« geschildert. – Über Johann August Roebling sind außer in den bereits genannten Fachschriften Aufsätze im »Deutschen Pionier« und in biographischen Nachschlagewerken zu finden. Seine reichen Erfahrungen im Brückenbau überlieferte Roebling der Nachwelt in einem äußerst gediegenen Werke: »Long and Short Span Bridges«. Es erschien im Jahre 1869 in New York, bald nach dem Tode seines Urhebers.

Die deutsche Presse in den Vereinigten Staaten. Über das deutschamerikanische Zeitungswesen schrieb U. Brachvogel einen Beitrag für das Sammelwerk A. Tenners: »Amerika, der heutige Standpunkt seiner Kultur«, Berlin und New York 1886. – Angaben über Zahl und Charakter der einzelnen deutschamerikanischen Zeitungen sind in den von Ayer & Son herausgegebenen »American Newspaper Annals« zu finden.

Deutsche Gelehrte. Das Quellenmaterial über die deutschamerikanischen Gelehrten ist nicht nur dürftig, sondern auch sehr verstreut. Über diejenigen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden sich einzelne Nachrichten im »Deutschen Pionier«. Rattermann schrieb für denselben eine Biographie des Botanikers G. Engelmann. A. Siemering lieferte eine ähnliche über Lindheimer. – Nachrichten über Agassiz sind in verschiedenen biographischen Lexika enthalten. Dem Andenken des Grafen Pourtales widmete Alexander Agassiz das Buch: »Biographical Sketch of Louis François de Pourtales«. – Frau E. C. Follen veranstaltete nicht nur eine Sammlung von Werken ihres Gatten, sondern verfaßte auch dessen Lebensgeschichte, die unter dem Titel: »Life of Charles Follen« 1846 in Boston erschien. – Mit dem Wirken Franz Liebers beschäftigen sich die Schriften: » F. W. Holls: »Franz Lieber, sein Leben und seine Werke«, No. 9 der vom »Deutschen gesellig-wissenschaftlichen Verein zu New York« herausgegebenen Vorträge, 1884. – L. R. Harley: »Sketch of Francis Lieber«, »Popular Science Monthly«. – F. von Holtzendorff: »Franz Lieber, aus den Denkwürdigkeiten eines Deutsch-Amerikaners«, Berlin und Stuttgart 1885. – M. R. Thayer: »Life, Character and Francis Lieber. A discourse delivered before the Historical Society of Pennsylvania«, Philadelphia 1873.

Die deutschamerikanische Dichtung im 19. und 20. Jahrhundert. Sammlungen deutschamerikanischer Dichtungen existieren mehrere. Die erste veranstaltete Conrad Marxhausen in Detroit bereits im Jahre 1856 unter dem Titel: »Deutsch-amerikanischer Dichterwald«. Ihr folgten im Jahre 1859 das in Philadelphia gedruckte »Schiller Album« und die 1870 und 1871 in New York verlegten »Heimatsgrüße aus Amerika« und »Dornrosen«. – Den ersten Versuch zu einer chronologisch geordneten Übersicht unternahm G. A. Zimmermann in der vom »Germania Männerchor« zu Chicago herausgegebenen Sammlung: »Deutsch in Amerika«, Chicago 1892. In derselben sind über 160 deutschamerikanische Dichter des 17., 18. und 19. Jahrhunderts vertreten, viele mit mehreren Beiträgen. Eine im Jahre 1905 von Gotthold A. Neeff veranstaltete Sammlung: »Vom Lande des Sternenbanners« fügt den in den älteren Sammlungen vertretenen Dichtern die Namen vieler neueren hinzu.

Deutsches Lied und deutscher Sang In Amerika. Das Material zur Geschichte der deutschamerikanischen Gesangvereine und Sängerbünde liegt in zahllosen Festschriften verborgen, die gelegentlich der von solchen Vereinen und Bünden gefeierten Jubiläen und Sängerfeste das Licht der Welt erblickten. Manche dieser Festschriften sind von großem Wert. Die Geschichte des »Ersten deutschen Sängerbundes von Nordamerika« schrieb H. A. Rattermann für den »Deutschen Pionier«. Der verdienstvolle J. F. Sachse machte das Musikleben des Klosters Ephrata zum Gegenstand eingehender Forschungen. Ihm verdanken wir die Abhandlung: »The music of the Ephrata Cloister and Conrad Beissels treatise on Music«, in den »Proceedings of the Pennsylvania German Society«, vol. 12. – Über die Musik der Herrnhuter oder Mährischen Brüder belehren die Sammlungen: »Moravian Tune Book«, collected by Ch. T. La Trobe, London 1867, sowie die »Official Tune Books and Hymn Tunes«, die in Gnadau und Bethlehem gedruckt wurden. Die Namen mancher deutschamerikanischer Komponisten vom Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts sowie Titel ihrer Werke sind in O. G. Sonnecks: »Bibliography of early secular American Music«, Washington 1905, genannt. Als Quellenwerke zur Geschichte der neueren deutschen Musik in Amerika können folgende Bücher gelten: L. F. Ritter: »Music in America«, New York 1900. – W. L. B. Matthews: »Hundred years of Music in America«, Chicago 1889. – J. C. Griggs: »Studien über die Musik in Amerika«, Leipzig 1894. – »Die Musik«, Berlin und Leipzig, IV. Jahrgang, 1904/05. – H. E. Krehbil: »The Philharmonic Society of New York«, New York 1892. – Manche dieser Werke enthalten auch Material zur Geschichte des deutschen Theaters und der deutschen Oper. Über letztere besitzen wir ferner: H. C. Lahee: »Grand Opera in America«, Boston 1902, sowie H. E. Krehbils: »Chapters of Opera«, New York 1908.

Deutschamerikanische Künstler, Bildhauer und Architekten. Ein Versuch, die Tätigkeit der in den Vereinigten Staaten ansässig gewordenen oder geborenen Künstler deutscher Abstammung zu schildern, wurde bisher nie unternommen. Der Forscher ist auf dürftige, in allerhand Magazinen verstreute Angaben angewiesen. Kurze Biographien Emanuel Leutzes, Weimers und Albert Bierstadts brachten der »Deutsche Pionier« und H. Tuckermann's: »Book of the Artist«, New York 1867. Über Weimer ist außerdem ein von William R. Hodges verfaßter Aufsatz im 2. Band der »American Art Review« zu finden. Dieser Aufsatz wurde im Jahre 1908 durch Charles Reymershoffer in Galveston, Texas, in Buchform und mit zahlreichen Anmerkungen und mehreren Illustrationen versehen, herausgegeben. Die »American Art Review« bringt in den Nummern 13 und 14 des Jahrgangs 1880 einen Aufsatz von McLaughlin über mehrere Cincinnatier Künstler der Münchener Schule. – Die in München erscheinende »Kunst unserer Zeit« würdigte das Schaffen des in Milwaukee geborenen Karl Marr. Über den Maler Peter Rothermel finden sich Angaben im Jahrgang 1904 des »Pennsylvania German«. – Über die Erbauer der Kongreßbibliothek zu Washington berichten: »Die deutsche Bauzeitung«, XXXII. Jahrgang, Berlin 1898. – »Architecture and Building«, vol. XXVI 1897, New York and Chicago. – H. Small: »Handbook of the New Library of Congress in Washington«, Boston 1897.

Ehrendenkmäler des Deutschamerikanertums. Das Material für die Geschichte der in den Vereinigten Staaten bestehenden »Deutschen Gesellschaften zum Schutz der Einwandrer« ist in den Jahresberichten derselben enthalten. Sehr eingehend behandelte Oswald Seidensticker die Geschichte der »Deutschen Gesellschaft von Pennsylvanien« in einer 1876 in Philadelphia erschienenen Festschrift. Eine ähnliche umfassende Arbeit über die »Deutsche Gesellschaft der Stadt New York« lieferte Anton Eickhoff als Anhang zu seinem Buch: »In der neuen Heimat«, New York 1884. – Eine Geschichte der »Deutschen Gesellschaft von New Orleans« hat den Professor Hanno Deiler zum Verfasser.

Der Deutschamerikanische Nationalbund. Der Ursprung und die Entwicklung des Deutschamerikanischen Nationalbundes wurden nach persönlichen Aufzeichnungen des Verfassers und den vom Bunde herausgegebenen Jahresberichten dargestellt.

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Außer den genannten Quellen wurden unzählige, in den verschiedensten Tages- und Monatsschriften enthaltene Aufsätze und Nachrichten sowie persönlich eingezogene Auskünfte benutzt.

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