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Dombey und Sohn ? Band 2

Charles Dickens: Dombey und Sohn ? Band 2 - Kapitel 3
Quellenangabe
typefiction
authorCharles Dickens
titleDombey und Sohn ? Band 2
publisherGutenberg-Verlag
editorPaul Th. Hoffmann
translatorCarl Kolb
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
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Vierunddreißigstes Kapitel.

Wieder eine Mutter und eine Tochter.

In einer häßlichen, dunklen Stube saß ein unangenehmes, braungelbes, altes Weib über ein dürftiges Feuer gekauert und hörte auf Wind und Regen draußen. Mehr auf die erstere Beschäftigung erpicht, als auf die letztgenannte, änderte sie ihre Haltung nie, wenn nicht etwa verirrte Regentropfen zischend auf die glimmende Asche niederfielen und sie bewogen, mit aufgerichtetem Kopf dem Pfeifen und Klatschen draußen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dann aber sank sie allmählich mehr und mehr wieder zusammen, in ein Brüten sich vertiefend, in dem das Getöse der Nacht ihr nur so unbestimmt zum Bewußtsein kam, wie das eintönige Rollen der Meereswogen dem, der gedankenvoll am Ufer sitzt.

In der Stube war kein anderes Licht, als das, welches von dem Feuer ausging. Von Zeit zu Zeit greller aufblitzend, gleich dem Auge eines halb im Schlaf liegenden wilden Tieres, enthüllte es keine Gegenstände, die eine bessere Beleuchtung hätten wünschen können. Ein Haufen Lumpen, eine Schicht Knochen, ein schlechtes Bett, zwei oder drei verstümmelte Stühle oder Schemel und die schwarzen Wände nebst einer noch schwärzeren Decke waren alles, was durch das gelegentliche Auflodern einer Flamme erhellt werden konnte. Wie die Alte so dasaß auf dem feuchten Herde des Kamins und sich über die paar losen Ziegel, aus denen er bestand, niederbeugte, ein riesiges verzerrtes Bild ihres Ichs halb auf die Wand hinter ihr, halb auf die Decke oben werfend, nahm sie sich aus, als laure sie an einem Hexen-Altar auf ein günstiges Zeichen; und wenn nicht die Bewegungen ihrer murmelnden Lippen und des zitternden Kinns für das langsame Aufflackern des Feuers allzu häufig und zu schnell gewesen wären, so hätte man sie wohl für Täuschungen des kommenden und gehenden Lichts auf einem Gesicht halten können, das ebenso regungslos war wie die Gestalt, der es angehörte.

Hätte Florence in der Stube gestanden und das Original des Schattens, der sich an Wand und Dach abmalte, so über das Feuer gekauert gesehen, so würde ein Blick ausgereicht haben, ihr die Gestalt der guten Mrs. Brown wieder zu vergegenwärtigen, obschon vielleicht die Erinnerung an jene schreckliche Alte, der kindlichen Phantasie entnommen, die Wahrheit ebenso übertrieb, wie der Schatten an der Wand. Doch Florence war nicht zugegen, und die gute Mrs. Brown konnte unerkannt und unbemerkt nach ihrem Feuer hinstarren.

Durch ein lauteres Sprühen als gewöhnlich geweckt, da der Regen in einem kleinen Strome zischend durch den Kamin herunterkam, richtete die Alte ungeduldig ihren Kopf auf, um aufs neue zu lauschen. Diesmal sank sie nicht wieder zusammen, denn sie hörte eine Hand auf der Türklinke und einen Fußtritt in der Stube.

»Wer ist da?« fragte sie sich umblickend.

»Jemand, der Euch Neuigkeiten bringt«, antwortete eine Weiberstimme.

»Neuigkeiten? Woher?«

»Vom Ausland.«

»Übers Meer her?« rief die Alte auffahrend.

»Ja, übers Meer.«

Die Alte schürte hastig das Feuer zusammen, ging dicht auf die Eingetretene zu, welche die Tür geschlossen hatte und jetzt in der Mitte der Stube stand, faßte den durchnäßten Mantel und riß die nicht Widerstrebende vorwärts, so daß sie von dem Feuer voll beleuchtet wurde. Sie mußte nicht gefunden haben, was sie erwartete, denn sie ließ den Mantel wieder los und stieß einen kläglichen Ruf schmerzlich getäuschter Erwartung aus.

»Was gibt es?« fragte der Besuch.

»Oho! oho!« rief die Alte, mit einem schrecklichen Geheul ihr Gesicht aufwärts richtend.

»Nun, was habt Ihr denn?« fragte der Besuch abermals.

»Das ist nicht mein Mädel!« rief die Alte, ihre Arme aufwerfend und die Hände über dem Kopfe zusammenschlagend. »Wo ist meine Alice? Wo ist meine schöne Tochter? Man hat sie unter die Räder gebracht.«

»Sie ist bis jetzt noch nicht unter den Rädern, wenn Ihr Marwood heißt«, sagte der Besuch.

»Ihr habt also mein Mädel gesehen?« rief die Alte. »Hat sie mir geschrieben?«

»Sie sagte, Ihr könntet nicht lesen«, entgegnete die andere.

»Ich kann's nicht mehr!« rief die Alte, ihre Hände ringend.

»Habt Ihr Licht da?« fragte die andere, sich in der Stube umsehend.

Murmelnd, den Kopf schüttelnd und von ihrer schönen Tochter vor sich hinplappernd, brachte die Alte aus einem Eckschrank eine Kerze, hielt sie mit zitternder Hand gegen das Feuer, so daß sie kaum zünden wollte, und setzte sie dann auf den Tisch. Der schmutzige Docht brannte anfangs nur trüb, da er in seinem eigenen Fett wieder ersticken wollte, und als die blöden triefenden Augen der Alten bei seinem Licht die Gegenstände unterscheiden konnten, saß der Besuch mit verschlungenen Armen und auf den Boden gehefteten Blicken da, während auf dem Tisch neben ihr ein Tuch lag, das sie um den Kopf getragen hatte.

»Mein Mädel Alice läßt mir also mündlich etwas mitteilen?« murmelte die Alte, nachdem sie eine Weile gewartet hatte. »Was sagte sie?«

»Schaut«, erwiderte der Besuch.

Die Alte wiederholte die Worte in verstörter, unsicherer Weise; dann hielt sie die Hand über ihre Augen, sah die Sprecherin an, schaute sich in der Stube um und blickte dann wieder nach ihrem Besuch hin.

»Alice heißt Euch noch einmal hersehen, Mutter«, sagte die andere, ihre Augen fest auf sie richtend.

Die Alte sah sich wieder in der Stube um, dann nach ihrem Besuch hin und ließ endlich aufs neue ihre Augen durch das Gemach schweifen. Dann ergriff sie, von ihrem Sitze aufstehend, hastig das Licht, hielt es gegen das Gesicht ihres Gastes, setzte die Kerze mit einem lauten Schrei wieder nieder und fiel ihm um den Hals.

»Es ist mein Mädel! Es ist meine Alice! Es ist meine schöne Tochter, die lebt und zurückgekommen ist!« kreischte die Alte sich an der Brust der andern hin und her wiegend, die ihre Umarmung nur mit Kälte duldete. »Es ist mein Mädel! Es ist meine Alice! Es ist meine schöne Tochter, die lebt und zurückgekommen ist!« rief sie abermals, indem sie sich vor ihr auf den Boden warf, ihre Knie umfaßte, den Kopf an diese drückte und noch immer mit jeder wilden Kundgebung, deren ihre Lebenskraft noch fähig war, sich hin und her schaukelte.

»Ja, Mutter«, entgegnete Alice, die sich für einen Augenblick niederbeugte und die Alte küßte, aber zugleich bemüht war, sich ihrer Umarmung zu erwehren. »Ich bin endlich wieder hier. Laßt mich los, Mutter – laßt mich gehen. Steht auf und setzt Euch auf Euern Stuhl. Was hat solches Getue für einen Zweck?«

»Sie ist härter zurückgekommen, als sie ging!« rief die Mutter zu ihr aufblickend und noch immer ihre Knie umschlingend. »Sie kümmert sich nicht um mich – nach so vielen Jahren, die ich im Elend verlebte!«

»Nun, Mutter«, versetzte Alice, indem sie ihr zerlumptes Kleid schüttelte, um die Alte von sich abzuwehren, »die Sache hat zwei Seiten. Für mich so gut, wie für Euch, sind es Jahre des Elends gewesen. Steht auf – steht auf!«

Ihre Mutter erhob sich, rang weinend die Hände und blieb in einiger Entfernung von ihr stehen, um sie zu betrachten. Dann nahm sie die Kerze wieder auf, ging unter dumpfem Stöhnen um sie herum und musterte sie vom Kopf bis zu den Füßen. Nachdem sie das Licht wieder niedergestellt hatte, kehrte sie zu ihrem Stuhl zurück, schlug zu einer Art trauriger Melodie ihre Hände zusammen, wiegte sich von Seite zu Seite und fuhr fort zu ächzen und wehzuklagen. Auch Alice stand auf, um ihren nassen Mantel abzuwerfen und ihn beiseite zu legen. Als das geschehen war, setzte sie sich wie früher mit verschlungenen Armen wieder nieder und schaute ins Feuer, stumm und mit verächtlicher Miene den unartikulierten Klagen ihrer alten Mutter zuhörend.

»Habt Ihr erwartet, ich werde so jugendlich wieder zurückkehren, wie ich ging, Mutter?« sagte sie endlich, ihre Augen der Alten zuwendend. »Glaubt Ihr, ein Leben in der Fremde, wie das meinige, könne dem guten Aussehen förderlich sein? Wenn man Euch hört, sollte man es fast denken!«

»Es ist nicht das!« rief die Mutter. »Sie weiß es!«

»Was ist es dann?« entgegnete die Tochter. »Im besten Falle etwas, das nicht bleibt, Mutter, sonst ist mein Ausgang leichter, als mein Eingang.«

»Höre man nur!« rief die Mutter. »Nach so vielen Jahren droht sie, mich schon im Augenblick ihrer Ankunft wieder zu verlassen.«

»Ich sage Euch zum zweitenmal, Mutter, es sind für mich so gut wie für Euch schwere Jahre gewesen«, erwiderte Alice. »Ich sei härter zurückgekommen? Natürlich bin ich's. Was habt Ihr anderes erwartet?«

»Härter gegen mich – gegen deine eigene arme Mutter!« rief die Alte.

»Ich weiß nicht, wer mich zu verhärten anfing, wenn es nicht meine eigene arme Mutter war«, entgegnete sie mit verschlungenen Armen, gefurchter Stirne und zusammengepreßten Lippen, als wolle sie gewaltsam jedes weichere Gefühl aus ihrer Brust ausschließen. »Hört noch ein paar Worte, Mutter. Wenn wir uns jetzt gegenseitig verstehen, so trennen wir uns vielleicht nicht wieder. Ich kam fort als ein Mädchen und bin als Weib zurückgekehrt. Wenn ich nicht viel Liebe hatte zu der Zeit, als ich meinen Weg antrat, so könnt Ihr darauf schwören, daß es seitdem nicht besser geworden ist. Aber habt Ihr je Eure Pflicht gegen mich erfüllt?«

»Ich – gegen mein Mädel?« rief die Alte. »Eine Mutter soll Pflichten erfüllen gegen ihr eigenes Kind!«

»Nicht wahr, dies klingt unnatürlich?« versetzte die Tochter, mit ihrem strengen, harten, schönen Gesicht kalt nach ihr hinsehend. »Aber ich habe im Laufe meiner einsamen Jahre mir bisweilen Gedanken darüber gemacht und mich daran gewöhnt. Von Anfang bis zum Ende habe ich stets von Pflichten schwatzen hören, obschon man immer nur von meinen Pflichten gegen andere Leute sprach. Da dachte ich denn zum Zeitvertreib darüber nach, ob niemand je eine Pflicht gegen mich gehabt habe.«

Ihre Mutter verzog den Mund, murmelte und schüttelte den Kopf, wenn sich schon nicht unterscheiden ließ, ob dies im Zorn, aus Reue, in der Absicht des Widerspruches, oder nur infolge ihrer körperlichen Schwäche geschah.

»Es gab ein Kind, Alice Marwood genannt«, fuhr die Tochter mit einem schrecklichen Gelächter fort, indem sie dabei an sich selber hinunterschaute, »das in Armut und Vernachlässigung geboren und herangezogen wurde. Niemand unterrichtete es, keine Seele kümmerte sich darum, und niemand zeigte sich bereit, ihm zu helfen.«

»Niemand?« wiederholte die Mutter, auf sich selbst deutend und an ihre Brust schlagend.

»Die einzige Sorgfalt, die ihm zuteil wurde, bestand in Schlägen«, entgegnete die Tochter. »Man gab ihm für Hungersterben zu essen und mißhandelte es. Das hätte es wohl entbehren können. Alice Marwood lebte in Höhlen, wie diese hier, oder auf den Straßen unter einem Haufen ebenso elender kleiner Geschöpfe, wie sie selbst war, und doch trug sie nach dieser Kindheit ein gutes Aussehen davon. Um so schlimmer für sie. Es wäre besser für sie gewesen, wenn man sie wegen ihrer Häßlichkeit verfolgt und zu Tod gequält hätte.«

»Nur zu! nur zu!« rief die Mutter.

»Sogleich!« sagte die Tochter. »Es gab ein Mädchen, namens Alice Marwood. Sie war schön. Der Unterricht kam zu spät, und man lehrte sie alles unrecht. Man sorgte zu gut für sie, half ihr zu gut fort und sah zu viel nach ihr. Ihr hattet sie sehr lieb – Ihr wart damals besser daran. Was über jenes Mädchen erging, betrifft jedes Jahr Tausende. Nichts als Verderben, und sie war geboren dazu.«

»Nach allen diesen Jahren fängt mein Mädel so an«, winselte die Alte.

»Sie wird bald zu Ende sein«, versetzte die Tochter. »Es gab eine Verbrecherin, namens Alice Marwood – zwar noch ein Mädchen, aber verlassen und verstoßen. Sie wurde vor Gericht gestellt und verurteilt. Du mein Himmel, wie die Gentlemen im Gerichtshof ein Wesens davon machten und wie ernst der Richter sie an ihre Pflichten erinnerte und ihr vorstellte, welchen Mißbrauch sie gemacht habe von den Gaben der Natur – als ob er nicht besser als irgend einer dort gewußt hätte, daß sie ihr zum Fluch gemacht wurden! – Und wie er predigt von dem starken Arm des Gesetzes – so gar stark in der Zeit, als es galt sie zu retten, während sie noch eine hilflose kleine Unschuldige war! Wie feierlich und religiös nahm sich nicht alles aus, und ich habe seitdem in der Tat oft und vielmal daran gedacht!«

Sie preßte ihre Arme fest an ihre Brust und lachte in einem Ton, gegen den sogar das Geheul der Alten Musik war.

»So wurde Alice Marwood deportiert, Mutter«, fuhr sie fort, »und sollte an einem Platz ihre Pflichten lernen, wo es zwanzigmal weniger Pflichtmäßigkeit, wohl aber mehr Laster, Unrecht und Schande gab, als hier. Und Alice Marwood ist als ein Weib zurückgekommen – als ein Weib, wie sie es nach solchen Vorgängen sein muß. Zu guter Zeit wird es höchst wahrscheinlich noch feierlichere und schönere Reden vom starken Arm des Gesetzes geben, und es wird dann aus mit ihr sein. Aber die Gentlemen brauchen nicht zu fürchten, unbeschäftigt bleiben zu müssen. Es gibt noch Scharen kleiner Elenden, Knaben sowohl wie Mädchen, die in jeder Straße, wo die gestrengen Herren wohnen, aufwachsen, und das wird sie schon in Tätigkeit erhalten, bis sie sich ein Vermögen gemacht haben.«

Die Alte lehnte ihre Ellenbogen auf den Tisch und unterstützte ihr Gesicht mit beiden Händen – scheinbar oder vielleicht wirklich in großer Betrübnis.

»So! ich bin jetzt fertig, Mutter«, sagte die Tochter mit einer Kopfbewegung, als wolle sie diesen Gegenstand verlassen. »Ich habe genug gesprochen. Was immer auch zwischen uns vorgehen mag, laßt uns nur nicht von Pflichten sprechen. Eure Kindheit war vermutlich wie die meine. Um so schlimmer für uns beide. Ich will Euch keine Vorwürfe machen, oder überhaupt mich rechtfertigen – warum sollte ich auch? Dies ist alles längst vorüber. Aber ich bin jetzt ein Weib – kein Mädchen mehr – und wir brauchen unsere Geschichte nicht zur Schau zu stellen, wie die Gentlemen in dem Gerichtshof. Uns ist sie nur zu gut bekannt.«

Trotz der Herabwürdigung lag doch in ihrem Gesicht und in ihrer Gestalt noch eine Schönheit, die selbst in ihrem schlimmsten Ausdruck von jedem, der sie nur mit der mindesten Aufmerksamkeit betrachtete, anerkannt werden mußte. Sie schwieg jetzt, und ihr aufgeregtes Gesicht wurde ruhiger, während in ihren dunkeln, auf das Feuer gehefteten Augen der wilde Blick, der sie belebt hatte, den weicheren Ausdruck der Bekümmernis annahm. Es schien darin ein Strahl von dem entschwundenen Glanze des gefallenen Engels durch all das verzehrende Elend ihres Lebens zu leuchten.

Ihre Mutter, die sie eine Weile stumm beobachtet hatte, wagte es jetzt, ihre Hand über den Tisch hinüber mehr in ihre Nähe gleiten zu lassen; und als sie fand, daß die Tochter sich dies gefallen ließ, ging sie weiter, indem sie ihr Gesicht und Haar streichelte. Augenscheinlich in dem Gefühl, daß die Alte in dieser Kundgebung von Teilnahme es wenigstens aufrichtig meine, tat ihr Alice keinen Einhalt. Darum schickte sich auch die gute Mrs. Brown zuletzt an, ihr das Haar frisch aufzubinden, die durchnäßten Schuhe, wenn sie diesen Namen verdienten, wegzunehmen und etwas Trockenes über ihre Schultern zu breiten. Dabei humpelte sie scheu um sie her und sprach murmelnd mit sich selbst, je mehr sie in dem Gesicht die alten Züge wiedererkannte.

»Ich sehe, Ihr seid sehr arm, Mutter«, sagte Alice, die, nachdem sie eine Weile still gesessen, in der Stube umherschaute.

»Bitter arm, mein Herzchen«, versetzte die Alte.

Sie bewunderte ihre Tochter und fürchtete sich vor ihr. Vielleicht hatte ihre Bewunderung, so wie sie war, ihren Ursprung in längst vergangener Zeit, als sie zum erstenmal etwas Schönes in der Mitte ihres schmutzigen Ringens um das Dasein auftauchen sah, während möglicherweise ihre Furcht sich einigermaßen auf den Rückblick bezog, der ihr eben vorgehalten worden war. Wie dem übrigens sein mochte, sie stand unterwürfig und demütig vor ihrem Kind, den Kopf geneigt, als bitte sie flehentlich um Verschonung mit weiteren Vorwürfen.

»Wovon habt Ihr gelebt?«

»Vom Betteln, mein Herzchen.«

»Und Stehlen, Mutter?«

»Bisweilen, Ally – aber nur in sehr geringem Maße. Ich bin alt und furchtsam. Hin und wieder habe ich Kindern Kleinigkeiten weggenommen, mein Herzchen, aber nicht oft. Ich kam weit im Lande herum, meine Liebe, und weiß, was ich weiß. Ich habe mich auf die Lauer gelegt.«

»Auf die Lauer?« versetzte die Tochter, nach ihr hinsehend.

»Ja, bei einer Familie, mein Herzchen«, entgegnete die Mutter noch demütiger und unterwürfiger als zuvor.

»Bei welcher Familie?«

»Pst, mein Liebling. Du mußt mir nicht zürnen. Ich tat es um deinetwillen – eingedenk meines armen Mädchens über dem Meere.«

Sie streckte abbittend ihre Hand aus, zog sie wieder zurück und legte sie an ihre Lippen.

»Vor Jahren, mein Herzchen«, fuhr sie fort, schüchtern nach dem aufmerksamen finsteren Gesicht ihr gegenüber hinschauend, »kam mir zufällig sein kleines Kind in den Weg.«

»Wessen Kind?«

»Nicht das seine, liebe Alice. Sieh mich nicht in solcher Weise an. Nicht das seine. Wie wäre das auch möglich? Du weißt, er hat keins.«

»Wessen denn?« erwiderte die Tochter. »Ihr habt von dem seinen gesprochen.«

»Pst, Ally – du erschreckst mich, mein Herzchen. Mr. Dombeys – nur Mr. Dombeys. Seit jener Zeit, meine Liebe, habe ich sie oft gesehen. Auch ihn

Bei diesem letzteren Wort wich die Alte, wie in plötzlicher Furcht, daß ihre Tochter sie schlagen werde, zurück. Aber wenn auch Alice die Augen auf ihr haften ließ und in ihrem Gesicht die ungestümste Leidenschaft sich zeigte, so blieb sie doch still, obschon ihre Arme sich dichter und dichter vor ihrer Brust ineinander verklammerten, als wolle sie diese hindern, daß sie nicht in der blinden Wut des Zorns, die sich ihrer so plötzlich bemächtigte, sich selbst oder jemandem anders ein Leides zufügten.

»Er ließ sich wenig träumen, wer ich war!« sagte die Alte, ihre geballte Hand schüttelnd.

»Und kümmerte sich auch wenig darum!« murmelte die Tochter zwischen ihren Zähnen.

»Aber wir standen einander Angesicht in Angesicht«, sagte die Alte. »Ich sprach mit ihm und er mit mir. Ich sah ihm nach, als er durch eine lange Allee hinunterging, und bei jedem Schritt, den er tat, verfluchte ich ihn mit Leib und Seele.«

»Das wird ihn nicht hindern, in Hülle und Fülle zu leben«, entgegnete die Tochter verächtlich.

»Ja, er lebt in Hülle und Fülle«, sagte die Mutter.

Sie hielt inne; denn das Gesicht und die Gestalt vor ihr wurde durch die Wut völlig umgewandelt. Es schien, als ob der Busen bersten wolle unter den Bewegungen, die unter ihm kämpften. Die Anstrengung, dem Sturme Einhalt zu tun, war nicht minder furchtbar, als die Wut selbst, und ließ in gleicher Weise den ungestümen, gefährlichen Charakter des Weibes, das so mit sich selbst rang, erkennen. Endlich gelang ihr die Bemühung, und sie fragte nach einem langen Schweigen:

»Ist er verheiratet?«

»Nein, mein Herzchen«, versetzte die Mutter.

»Verlobt?«

»Meines Wissens nicht, meine Liebe. Aber sein Herr und Freund ist verheiratet. O, wir können ihm Glück wünschen – wir können allen miteinander Glück wünschen!« rief die Alte, in ihrem Jubel mit ihren dürren Armen sich selbst umfassend. »Denk' an mich – nichts als Freude für uns wird aus dieser Heirat hervorgehen!«

Die Tochter sah sie an, als wünsche sie weitere Aufklärung.

»Doch du bist durchnäßt und müde, hungrig und durstig«, sagte die Alte, nach dem Eckschrank humpelnd. »Es ist nicht viel da, nur wenig« – sie griff in ihre Tasche und warf ein paar Halbpence auf den Tisch – »gar wenig. Hast du Geld, Alice, mein Herzchen?«

Das gierige, hastige Gesicht, mit dem sie die Frage stellte und mit dem sie Alice ansah, als diese die kürzlich erhaltene Gabe aus ihrem Busen hervorzog, erzählte fast ebenso viel von der Geschichte der Mutter und ihres Kindes, als das Kind selbst in Worten ausgedrückt hatte.

»Ist das alles?« fragte die Mutter.

»Ja. Ich würde nicht einmal so viel haben, wenn es mir nicht eine mitleidige Person als Almosen gegeben hätte.«

»Wie, als Almosen, mein Herzchen?« versetzte die Alte, sich gierig über den Tisch beugend, um nach dem Geld zu sehen, dem sie nicht recht zu trauen schien, weil ihre Tochter es noch immer in der Hand behielt. »Hm! Sechs und sechs ist zwölf, und sechs ist achtzehn – nun – wir müssen damit auszureichen suchen, so lang es geht. Ich will jetzt etwas zu essen und zu trinken einkaufen.«

Mit größerer Behendigkeit, als man von ihrem Äußeren hätte erwarten sollen – denn Alter und Elend schienen sie ebenso gebrechlich wie häßlich gemacht zu haben – begann sie einen alten Hut auf ihrem Kopf festzuknüpfen und mit zitternden Händen ein zerlumptes Halstuch überzuwerfen. Dabei betrachtete sie das Geld in der Hand ihrer Tochter stets mit der gleichen Habgier.

»Welche Freude soll uns aus dieser Heirat erwachsen, Mutter?« fragte die Tochter. »Ihr habt mir das noch nicht gesagt.«

»Die Freude«, versetzte sie, mit unsicheren Händen ihren Anzug vollendend, »daß statt der Liebe Stolz und Haß darin herrschen wird, mein Herzchen. Die Freude der Verwirrung, des wechselseitigen Kampfs unter den stolzen Personen, und der Gefahr – der Gefahr, Alice!«

»Welcher Gefahr?«

»Ich habe gesehen, was ich sah. Ich weiß, was ich weiß!« kicherte die Mutter. »Gewisse Leute dürfen aufsehen. Mein Mädel kann noch in gute Gesellschaft kommen!«

Als die Alte bemerkte, daß Alice in dem verwunderten Ernst, mit dem sie ihre Mutter ansah, unwillkürlich ihre Hand über dem Geld geschlossen hatte, so eilte sie, sich dessen zu bemächtigen, und fügte hastig bei:

»Doch ich will etwas einkaufen. Ich will gehen, um etwas zu kaufen.«

Während sie mit ausgestreckter Hand vor ihrer Tochter stand, blickte diese wieder das Geld an und drückte es an ihre Lippen, ehe sie es hergab.

»Wie, Ally – du es küssen?« kicherte die Alte. »Das hat sie von mir – ich tue es oft. O, es ist uns so wertvoll« – sie drückte dabei ihre eigenen schmutzigen Halbpence an den Kropf ihres Halses – »tut uns so gut in allem, wenn es schon nicht in Haufen kommt.«

»Ich küsse es, Mutter«, versetzte die Tochter, »oder küßte es – meines Wissens ist es nie zuvor geschehen – um der Geberin willen.«

»Um der Geberin willen, mein Herzchen?« erwiderte die Alte, indem sie die Münze mit funkelnden Augen hinnahm. »Ja, auch ich will es um der Geberin willen küssen, wenn sie machen kann, daß es weiter reicht. Doch es muß jetzt ausgegeben werden, meine Liebe – ich werde sogleich wieder zurück sein.«

»Ihr gebt Euch den Anschein, als ob Ihr recht viel wißt, Mutter«, sagte die Tochter, ihr mit den Augen nach der Tür folgend. »Ihr seid ja recht klug geworden, seit wir uns trennten.«

»Ob ich viel weiß?« krächzte die Alte, die um einige Schritte wieder zurückkam. »Ich weiß mehr, als du denkst – weiß sogar mehr, als er denkt, mein Herzchen, wie ich dir gelegentlich erzählen will. Ich weiß alles von ihm.«

Die Tochter lächelte ungläubig.

»Ich weiß auch von seinem Bruder, Alice«, fuhr die Alte fort und streckte mit einem Blick voll Bosheit, der wahrhaft fürchterlich aussah, ihren Hals aus, »der wegen Diebstahls eben dort sein könnte, wo du gewesen bist – und der mit seiner Schwester dort draußen unfern der Nordstraße lebt.«

»Wo?«

»An der Nordstraße vor London draußen, mein Herzchen. Wenn es dir darum zu tun ist, sollst du das Haus sehen. Es ist freilich nicht viel daran, wie vornehm es auch in dem seinigen aussieht. Nein, nein, nein«, rief die Alte, indem sie lachend den Kopf schüttelte; denn ihre Tochter war von dem Sitze aufgesprungen, »nicht jetzt; es ist zu abgelegen – bei dem Meilenzeiger, wo die Steine aufgehäuft sind. Morgen, mein Herzchen, wenn es schön Wetter ist und du noch Lust dazu hast. Aber ich will jetzt fort.«

»Halt!« und die Tochter flog mit einer Wut, die jetzt in heller Lohe flammte, auf sie zu. »Die Schwester ist ein schöner Satan mit braunem Haar?«

Erstaunt und erschrocken nickte die Alte mit dem Kopf.

»Ich sehe den Schatten von ihm in ihrem Gesicht! Es ist ein einzeln stehendes rotes Haus mit einer kleinen grünen Laube vor der Tür?«

Die Alte nickte abermals.

»In der ich heute saß. Gebt mir das Geld zurück.«

»Alice, Herzchen!«

»Gebt mir das Geld zurück, oder es soll Euch übel bekommen.«

Mit diesen Worten entriß sie es der Hand der Alten, ohne auf deren Klagen und Bitten zu achten, warf die abgelegten Kleidungssachen wieder um und stürzte in ungestümer Hast zur Tür hinaus.

Die Mutter folgte ihr, so gut es mit ihrem hinkenden Gang gehen wollte, und machte ihr fortwährend Vorstellungen, die übrigens auf Alice ebensowenig Wirkung hervorbrachten, wie die Nacht, der Wind und der Regen draußen. In wilder Entschlossenheit und gegen alles andere gleichgültig, bot die Tochter dem Wetter und der Entfernung Trotz, als ob sie sich nie durch eine weite Wanderung erschöpft hätte, und eilte dem Hause zu, das ihr heute teilnehmenden Beistand geboten hatte. Nach einem viertelstündigen Gehen wagte es die Alte, die erschöpft und atemlos war, sich an ihrer Kleidung festzuhalten, ohne daß sie noch weitere Worte wagte, und so wanderten sie schweigend durch Regen und Dunkel. Wenn der Mutter hin und wieder ein Wort der Klage nach den Lippen drang, erstickte sie es wieder, damit Alice sich nicht von ihr losreiße und sie zurücklasse. Die Tochter aber blieb auf dem ganzen Wege stumm.

Es mochte gegen elf Uhr sein, als sie die regelmäßige Straße verließen und in das tiefere Düster des einsamen Geländes eintraten, wo das Haus stand. Die Stadt lag trüb und düster in der Ferne. Der kalte Wind heulte über den freien Platz, und die Gegend umher nahm sich schwarz, wild und öde aus.

»Dies ist ein geeigneter Platz für mich«, sagte die Tochter, indem sie haltmachte und zurückschaute. »Er kam mir heute schon einmal so vor.«

»Alice, mein Herzchen«, rief die Mutter, sie sanft an ihrem Kleid zupfend. »Alice!«

»Was wollt Ihr, Mutter?«

»Gib das Geld nicht zurück, mein Liebling – ich bitte, tu es nicht. Wir können es nicht entbehren. Es fehlt uns an einem Nachtessen, Herzchen. Geld ist Geld, woher es auch kommen mag. Sage ihr, was du willst, aber behalte das Geld.«

»Sieh an!« erwiderte die Tochter. »Dort ist das Haus, das ich meine. Ist es dieses?«

Die Alte nickte bejahend, und einige weitere Schritte brachten sie nach der Schwelle. In dem Zimmer, wo Alice ihre Kleider getrocknet hatte, brannte noch Licht und Feuer. Auf ihr Klopfen kam John Carker heraus.

Er war erstaunt, zu dieser Stunde solche Besuche zu sehen, und fragte Alice, was sie wolle.

»Zu Eurer Schwester«, versetzte sie. »Zu der Frau, die mir heute Geld gab.«

Sie hatte sehr laut gesprochen, und Harriet erschien unter der Tür.

»O!« rief Alice. »Ihr seid hier! Erinnert Ihr Euch meiner?«

»Ja«, antwortete sie verwundert.

Das Gesicht, das sich am Abend vorher vor ihr gedemütigt hatte, blickte sie jetzt mit bitterem Haß und Trotz an, und die Hand, die ihren Arm berührt, war so grimmig wie zum Erdrosseln geballt, daß sie sich dicht an ihren Bruder anschmiegte, um bei ihm Schutz zu suchen.

»Daß ich mit Euch sprechen konnte, ohne Euch zu erkennen! Daß ich in Eure Nähe kommen mußte, ohne an dem Prickeln in meinen Adern zu fühlen, welches Blut in Euern fließt!« rief Alice mit drohender Gebärde.

»Was meint Ihr damit? Was habe ich getan?«

»Was Ihr getan habt?« erwiderte die andere. »Ihr habt mich an Euer Feuer gesetzt – habt mir Nahrung und Geld gegeben – habt mir Mitleid erwiesen – Ihr mit dem Namen, den ich anspeien könnte.«

Mit einer Bosheit, durch die ihr häßliches Gesicht wahrhaft entsetzlich wurde, schüttelte die Alte ihre welke Hand nach dem Bruder und der Schwester hin, um die Worte zu bekräftigen; zugleich aber zupfte sie Alice wieder an den Rockschößen und bat sie, das Geld zu behalten.

»Wenn ich eine Träne auf Eure Hand fallen ließ, so möge sie darauf wie Feuer brennen! Wenn ich in Eurer Nähe ein sanftes Wort sprach, so möge es Euch mit ewiger Taubheit schlagen. Wenn ich Euch mit meinen Lippen berührte, so soll die Berührung Gift für Euch werden! Fluch über dieses Dach, das mir Schutz bot! Leid und Schande über Euer Haupt! Verderben allem, was Euch angehört!«

Während sie diese Worte sprach, warf sie das Geldstück auf den Boden und stieß es mit den Füßen von sich.

Illustration

»Ich trete es in den Staub und möchte es nicht nehmen, wenn es mir den Weg zum Himmel pflasterte! Hätte ich mir doch lieber den blutenden Fuß, der mich heute hierherbrachte, abgehauen, ehe er mich in Euer Haus trug!«

Blaß und zitternd stützte sich Harriet auf den Arm ihres Bruders, ohne auf das Ungestüm der Sprecherin auch nur eine Silbe zu erwidern.

»Es war herrlich, daß ich Mitleid und Vergebung finden sollte von Euch oder irgend jemand Eures Namens in der ersten Stunde meiner Rückkehr! Es war herrlich, daß Ihr gegen mich die gütige Dame spielen mußtet! Ich werde es Euch danken auf meinem Totenbette – ja, verlaßt Euch darauf: ich will beten für Euch und Euer ganzes Geschlecht!«

Mit einer trotzigen Handbewegung, als streue sie Haß auf den Boden und weihe damit die, die hier standen, dem Verderben, blickte sie plötzlich nach dem schwarzen Himmel auf und schritt in die wilde Nacht hinaus.

Die Mutter, die sie wiederholt, obschon vergeblich, an den Kleidern gezupft hatte und mit verzehrender Glut nach dem auf der Schwelle liegenden Gelde hinschaute, wollte sich in der Nähe umhertreiben, bis das Haus dunkel war, um dann im Schmutz zu tasten, ob ihr vielleicht der Zufall die Münze wieder unter die Hände bringe. Aber Alice riß sie mit fort, und so ging es denn geradenwegs wieder ihrer Wohnung zu. Die Alte winselte kläglich über ihren Verlust und beschwerte sich, soweit sie es offen wagen durfte, in gereiztem Ton über das pflichtwidrige Benehmen ihrer schönen Tochter, die sie in der ersten Nacht ihrer Wiedervereinigung des Essens beraubte.

Sie mußte auch zu Bett gehen, ohne daß sie sich mit etwas anderem, als mit einigen kümmerlichen Überbleibseln erquicken konnte. Bei diesen saß sie noch murmelnd und kauend vor dem hinsterbenden Feuer, nachdem ihre pflichtwidrige Tochter längst im Schlafe lag.

Boten vielleicht diese elende Mutter und ihre gleich elende Tochter nur Bilder der tiefsten Stufe von gewissen sozialen Lastern dar, die bisweilen weiter oben vorherrschen? Machen wir auf dieser runden Welt, wo so viele Kreise ineinander kreisen, eine mühsame Wanderung von den höchsten Regionen bis zu den niedrigsten, um am Ende zu finden, daß sie ganz nahe beieinander liegen, daß die beiden äußersten Endpunkte sich berühren, und daß das Ende der Reise wieder auf die Stelle ihres Anfangs führt? Geben wir auch zu, daß in Stoff und Gewebe große Unterschiede bestehen – wiederholt sich der Schnitt nicht auch unter dem vornehmen Blute?

Sprich, Edith Dombey! Und du, Kleopatra, beste der Mütter – laß uns dein Zeugnis hören!

 

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