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Dombey und Sohn - Band 1

Charles Dickens: Dombey und Sohn - Band 1 - Kapitel 25
Quellenangabe
typefiction
authorCharles Dickens
titleDombey und Sohn - Band 1
publisherGutenberg-Verlag
editorPaul Th. Hoffmann
translatorCarl Kolb
correctorreuters@abc.de
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senderwww.gaga.net
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Vierundzwanzigstes Kapitel.

Das Studium eines liebenden Herzens.

Sir Barnet und Lady Skettles, sehr achtbare Personen, bewohnten bei Fulham ein hübsches, an den Ufern der Themse gelegenes Landhaus – eine der angenehmsten Wohnungen von der Welt, wenn etwa wettrudernde Fahrzeuge daran vorbeikamen, obschon sie zu andern Zeiten manche kleine Unbequemlichkeiten bot. Darunter müssen wir namentlich den gelegentlichen Besuch des Flusses im Geschäftszimmer und das zeitweilige Verschwinden des Hofs mit seinem Gesträuch berühren.

Sir Barnet Skettles legte seine persönliche Bedeutsamkeit hauptsächlich durch eine altertümliche goldene Schnupftabaksdose und ein schweres seidenes Taschentuch an den Tag, das er in eindrucksvoller Weise wie ein Banner herauszuziehen und mit beiden Händen zugleich in Anwendung zu bringen pflegte. Die erste Aufgabe seines Lebens bestand unablässig darin, die Kette seiner Bekanntschaften auszudehnen. Wie bei einem ins Wasser geworfenen schweren Körper – wir wollen übrigens durch eine solche Vergleichung den würdigen Gentleman nicht herabsetzen – lag es in der Natur der Dinge, daß Sir Barnet stets einen weiter und weiter greifenden Kreis um sich verbreitete, bis kein Raum mehr übrigblieb. Oder gleich dem Schall, der nach der Theorie eines scharfsinnigen neueren Naturforschers für immer fortschwingen kann in dem unermeßlichen Raum, vermochte nichts in der Entdeckungsreise durch das gesellschaftliche Leben dem wackern Sir Barnet Skettles Einhalt zu tun, als das Ende seines moralischen Spannseils.

Sir Barnet tat sich ungemein viel darauf zu gut, wenn er Leute mit Leuten bekannt machen konnte. Er liebte diese Aufgabe um ihrer selbst willen und auch deshalb, weil sie seinen Lebenszweck begünstigte. Wenn er zum Beispiel so glücklich war, sich eines ungeleckten Neulings oder eines Dorfgentlemans zu bemächtigen und ihn nach seiner gastfreundlichen Villa zu verlocken, so pflegte er ihn schon am andern Morgen anzureden: »Mein teurer Sir, ist jemand da, den Ihr kennenzulernen wünscht – mit dem Ihr zusammentreffen möchtet? Nehmt Ihr Interesse an Schriftstellern, Malern, Bildhauern, Schauspielern oder derartigen Leuten?« Vielleicht antwortete der Unglückliche mit Ja und nannte irgend jemanden, den Sir Barnet ebensowenig persönlich kannte wie Ptolemäus den Großen. Sir Barnet antwortete aber, es sei nichts leichter, als mit diesem Mann in Berührung zu kommen, da er ihn persönlich sehr gut kenne. Dann ging es zugleich zu dem besagten Jemand. Sir Barnet ließ seine Karte dort, schrieb ein kurzes Billett – »Mein teurer Sir, – Strafe Eurer ausgezeichneten Stellung – ein Freund in meinem Hause hegt natürlich den Wunsch – Lady Skettles und ich teilen ihn – hoffen, das Genie sei erhaben über Förmlichkeiten; Ihr werdet uns die ausgezeichnete Gunst zuteil werden lassen, uns das Vergnügen zu schenken – usw., usw.« – und so waren zwei Vögel mit einem Stein tot geworfen – mausetot.

Mit der Schnupftabaksdose und dem wehenden Banner stellte Sir Barnet Skettles am ersten Morgen nach ihrer Ankunft die gewöhnliche Frage an Florence. Als Florence ihm dankend erwiderte, sie kenne niemanden besonders, den sie zu sehen wünsche, flogen natürlich ihre Gedanken dem armen verlorenen Walter zu. Vielleicht war es ebenso natürlich, daß sie ihr Köpfchen ein wenig sinken ließ und mit weicher, bebender Stimme ihre Verneinung vorbrachte, als Sir Barnet Skettles, sein freundliches Anerbieten weiter verfolgend, mit der Frage kam: »Meine teure Miß Dombey, könnt Ihr Euch denn wirklich an niemanden erinnern, von dem Euer trefflicher Papa – ich bitte, ihm, wenn Ihr ihm schreibt, meine und meiner Gattin besten Grüße zu bestellen – wünschen könnte, daß Ihr ihn kennenlernt?«

Skettles junior mit sehr steifer Krawatte und mit sehr ernüchtertem Geist brachte zu Haus seine Ferien zu und schien sehr ärgerlich zu sein über das Drängen seiner trefflichen Mutter, die ihm stets anlag, er solle doch Florence alle Aufmerksamkeit erweisen. Eine zweite und noch schwerere Qual, unter der die Seele des jungen Barnet keuchte, war die Gesellschaft des Doktor und der Mrs. Blimber, die zu einem Besuch unter das elterliche Dach eingeladen worden, und von denen der junge Gentleman oft sagte, es wäre ihm lieber, wenn sie ihre Ferien in Jericho zubrächten.

»Könnt Ihr Euch auf niemanden entsinnen, Doktor Blimber?« sagte Sir Barnet Skettles, sich an diesen Gentleman wendend.

»Ihr seid sehr gütig, Sir Barnet«, versetzte Doktor Blimber. »In der Tat, es fällt mir niemand besonders bei, und ich lerne meine Nebenmenschen lieber nur im allgemeinen kennen, Sir Barnet. Wie sagt Terenz? ›Jeder, der Vater eines Sohnes ist, hat Interesse für mich‹.«

»Hat nicht etwa Mrs. Blimber den Wunsch, irgendeine merkwürdige Person kennenzulernen?« fragte Sir Barnet höflich.

Mrs. Blimber erwiderte mit süßem Lächeln und mit Schütteln ihrer himmelblauen Haube, wenn Sir Barnet sie mit Cicero bekannt machen könnte, so möchte sie ihn wohl bemühen; da aber eine solche Vorstellung nicht möglich sei und sie sich bereits Sir Barnets und seiner liebenswürdigen Lady Freundschaft erfreue, außerdem diese beiden verehrlichen Personen sie und den Doktor mit ihrem vereinten Vertrauen hinsichtlich ihres lieben Sohnes erfreut hätten – man bemerkte, daß der junge Barnet hierbei seine Nase aufwarf – so bleibe ihr nichts weiter zu wünschen übrig.

Unter solchen Umständen mußte sich Sir Barnet vorderhand mit der versammelten Gesellschaft zufrieden geben. Florence war froh darüber; denn sie hatte unter ihrer Umgebung ein Studium zu verfolgen, das ihr sehr am Herzen lag und für sie zu kostbar und wichtig war, als daß sie es irgendeinem andern Interesse hätte nachsetzen können.

Es hielten sich einige Kinder im Hause auf – Kinder, die sich gegen ihre Väter und Mütter so frei und glücklich benahmen, wie jene rosigen Gesichter, die ihrem Haus gegenüber wohnten – Kinder, die ihrer Liebe keinen Zwang anzutun nötig hatten und diese unverhohlen zeigten. Florence gab sich alle Mühe, ihnen ihr Geheimnis abzulernen, und suchte herauszubekommen, worin sie gefehlt hatte. Es war ihr sehr darum zu tun, die einfache Kunst sich anzueignen, die ihr unbekannt war – wie sie es nämlich angreifen sollte, ihrem Vater zu zeigen, daß sie ihn liebte, um dessen Gegenliebe zu gewinnen.

Manchen Tag beobachtete Florence gedankenvoll diese Kinder, und oft verließ sie an einem schönen Morgen, wenn die Sonne sich in ihrer Pracht herrlich erhob, ihr Lager, um, noch ehe jemand im Hause wach war, am Flußufer hin und her zu wandeln, nach den Fenstern ihrer Schlafgemächer hinaufzublicken und sich die Kleinen, die so liebevoll gepflegt wurden, in ihrem Schlummer zu vergegenwärtigen. In solchen Augenblicken fühlte sich Florence einsamer, als wenn sie in dem großen Haus allein war, und sie sehnte sich bisweilen nach diesem zurück, weil es ihr einen größeren Frieden brachte, wenn sie sich verbergen konnte, als wenn sie mit ihren Altersgenossen umgehen sollte und dabei finden mußte, wie wenig Ähnlichkeit sie mit ihr selbst hatten. Aber wie auch jedes kleine Blatt, das sie in dem schweren Lesebuch umschlug, ihr in die Seele schnitt, so fuhr sie doch eifrig fort in ihrem Studium und blieb in ihrem Kreise mit der geduldigen Hoffnung, am Ende dennoch die Kenntnis zu erringen, an der ihr so viel gelegen war.

Aber wie an den Kern zu gelangen – wie vorderhand nur erst die harte Schale zu zerbrechen? Es waren Töchter da, die morgens aufstanden und nachts sich zur Ruhe legten – aber sie besaßen bereits die Herzen ihrer Väter. Sie hatten keine Zurückweisung zu überwinden, keine Kälte zu fürchten, keine finstere Stirne zu glätten. Wenn der Morgen fortschritt, die Fenster nacheinander sich öffneten, der Tau auf Gras und Blumen zu trocknen begann und die jungen Füße den Rasen belebten, sah sich Florence im Kreise der frohen Gesichter um und machte sich Gedanken, was sie wohl von diesen Kindern lernen könne. Aber es war zu spät, ihnen etwas abzusehen, denn jedes durfte sich furchtlos seinem Vater nähern, seine Lippen zu dem bereits fertigen Kuß erheben und den Arm um den Nacken schlingen, der sich liebkosend niederbeugte. Mit einer solchen Kühnheit konnte sie nicht anfangen. O, war es möglich, daß die Hoffnung mehr und mehr sich verlor, je eifriger sie sich ihrem Studium hingab?

Sie erinnerte sich noch, daß sogar die Alte, von der sie in ihrer frühen Jugend beraubt worden war – ihr Bild, ihre Wohnung, ihre Worte und ihre Handlungen waren mit der nachhaltigen Schärfe eines fürchterlichen Eindrucks aus einer frühen Lebensperiode ihrem Gedächtnis eingeprägt – liebevoll von ihrer Tochter gesprochen und in dem Schmerz einer hoffnungslosen Trennung von ihrem Kinde sogar bitter geweint hatte. Freilich – wenn sie weiter nachdachte, so mußte sie sich sagen, daß ihre eigene Mutter sie sehr geliebt hatte, und wenn dann ihre Betrachtungen von Zeit zu Zeit schnell durch den weiten Abstand hinglitten, der sich zwischen ihr und ihrem Vater befand, so wandelte sie ein Zittern an. Tränen traten ihr in die Augen, weil sie sich der Vorstellung nicht erwehren konnte, wenn ihre Mutter noch am Leben wäre, würde sie vielleicht auch ihre Liebe entbehren müssen, weil es ihr an jener unbekannten Anmut fehle, die naturgemäß einen Vater fesseln müsse – einer Anmut, die ihr von der Wiege an gefehlt hatte. Sie wußte zwar, daß sie mit dieser Vorstellung dem Andenken ihrer Mutter unrecht tat, da es solchen Gedanken an aller Wahrheit oder überhaupt an einer möglichen Grundlage gebrach; aber sie konnte doch in ihren Bemühungen, ihn zu rechtfertigen und die ganze Schuld nur bei sich zu suchen, nicht verhindern, daß derartige Bilder gleich einer schwarzen Wolke an dem fernen Horizont ihrer Seele hinschwebten.

Unter den übrigen Gästen traf bald nach Florence auch ein schönes Mädchen ein, das drei oder vier Jahre jünger als sie und eine Waise war. Mit ihr kam eine Tante, eine Dame mit grauem Haar, die sich oft mit Florence unterhielt, gleich allen übrigen sie am Abend gerne singen hörte und bei solchen Gelegenheiten stets mit mütterlicher Teilnahme in ihrer Nähe ihren Platz suchte. Sie waren erst zwei Tage im Hause, als Florence, die an einem warmen Morgen von einer Gartenlaube aus gedankenvoll einer jugendlichen Gruppe auf der Straße zusah und zugleich für den Kopf eines kleinen Wesens darunter, das der Liebling aller übrigen war, einen Blumenkranz wand – die erwähnte Dame und ihre Nichte, die in einem nahen geschirmten Gartenwege auf und nieder gingen, von sich sprechen hörte.

»Ist Florence auch eine Waise wie ich, Tante?« fragte das Kind.

»Nein, meine Liebe. Sie hat zwar keine Mutter mehr, aber ihr Vater lebt noch.«

»Trägt sie ihr Trauerkleid um ihre verstorbene Mama?« fragte das Kind rasch.

»Nein; für ihren einzigen Bruder.«

»Hat sie keinen andern Bruder?«

»Nein.«

»Keine Schwester?«

»Nein.«

»O, wie bedaure ich sie!« sagte das kleine Mädchen.

Als sie eine Weile nachher stehenblieben, um schweigend einigen Booten nachzusehen, nahm Florence wieder Platz – sie war nämlich, als sie ihren Namen hörte, aufgestanden und hatte ihre Blumen gesammelt, um ihnen entgegenzugehen und dadurch anzuzeigen, daß sie sich in Hörweite befinde. In der Erwartung, daß sie nichts mehr hören werde, hatte sie sich wieder an ihr Geschäft gemacht; aber die Unterhaltung begann im nächsten Augenblicke aufs neue.

»Florence wird hier von jedem Menschen geliebt, und gewiß, sie verdient es auch«, sagte das Kind eifrig. »Wo ist ihr Papa?«

Nach einer kurzen Pause versetzte die Tante, daß sie es nicht wisse. Der Ton ihrer Stimme erregte die Aufmerksamkeit Florences, die eben wieder von ihrem Sitz aufgesprungen war, und fesselte sie an die Stelle. Sie drückte hastig ihren Kranz an die Brust und hielt ihn mit beiden Händen fest, damit die Blumen nicht auf den Boden niederfielen.

»Er ist doch in England, hoffe ich, Tante?« fragte das Kind.

»Ich glaube es. – Ja – ich weiß es gewiß.«

»Ist er nie hier gewesen?«

»Soviel ich weiß, nein.«

»Kommt er nie her, um sie zu besuchen?«

»Ich glaube nicht.«

»Ist er lahm, oder blind, oder krank, Tante?« fragte das Kind.

Die Blumen, die Florence an ihre Brust gedrückt hielt, begannen auf den Boden zu fallen, als sie diese verwundert ausgesprochenen Worte hörte. Sie lauschte aufmerksamer, und ihr Antlitz senkte sich.

»Kätchen«, sagte die Dame nach einer weiteren kurzen Pause, »ich will dir über Florence die ganze Wahrheit sagen, wie ich sie gehört habe, und wie ich glaube, daß es sich verhält. Du mußt aber niemandem etwas davon sagen, meine Liebe, weil es vielleicht hier nur wenig bekannt ist und du ihr dadurch wehtun könntest.«

»Ich will schweigen!« rief das Kind.

»Ich weiß, du wirst dies«, entgegnete die Dame. »Ich kann dir so gut trauen, wie mir selbst. So höre denn, Kätchen – ich fürchte, Florences Vater kümmert sich nur wenig um sie; er sieht sie selten, war in ihrem ganzen Leben nie freundlich gegen sie und meidet sie namentlich jetzt. Sie würde ihn zärtlich lieben, wenn er es ihr gestatten wollte; aber er tut das nicht – obschon sie dabei keine Schuld trifft; auch ist sie bei allen gefühlvollen Herzen sehr beliebt, und man hat großes Mitleid mit ihr.«

Mehr von den Blumen in Florences Händen fielen flatternd zu Boden, und die zurückbleibenden waren feucht, aber nicht von Tau. Das Antlitz des Mädchens senkte sich auf die vollen Hände nieder.

»Arme Florence! Liebe, gute Florence!« rief das Kind.

»Weißt du, warum ich dir das gesagt habe, Kätchen?« fragte die Dame.

»Damit ich recht freundlich gegen sie sei und mir alle Mühe gebe, ihr gefällig zu werden; ist dies der Grund, Tante?«

»Zum Teil«, versetzte die Dame, »aber nicht ganz. Obschon wir sie so heiter sehen und sie ein freundliches Lächeln für jeden hat, indem sie gerne uns allen verbindlich sein und ihren Anteil zur allgemeinen Unterhaltung beitragen möchte, so kann sie doch kaum recht glücklich sein. Meinst du, das sei möglich, Kätchen?«

»Ich fürchte, nein«, entgegnete die Kleine.

»Und du kannst wohl begreifen«, fuhr die Dame fort, »warum der Anblick von Kindern, deren Eltern liebevoll sind – wir haben eben jetzt viele hier – ihr im geheimen schmerzlich werden muß?«

»Ja, meine liebe Tante«, erwiderte das Kind. »Ich begreife das sehr wohl. Die arme Florence!«

Noch mehr Blumen fielen auf den Boden, und die, welche sie an ihre Brust gedrückt hielt, zitterten, als ob ein winterlicher Wind durch sie wehe.

»Mein Kätchen«, sagte die Dame mit ernster, aber ruhiger und linder Stimme, die vom ersten Augenblick an einen tiefen Eindruck auf Florence gemacht hatte, »von allen den jugendlichen Geschöpfen hier bist du ihre natürliche und harmlose Freundin. Es fehlen dir die unschuldigen Mittel, in deren Besitz glücklichere Kinder sind –«

»Es gibt hier keine glücklicheren, Tante!« rief die Kleine, die sich an ihre Verwandte anzuklammern schien.

»– in deren Besitz andere Kinder sind, liebes Kätchen, um sie an ihr Unglück zu erinnern. Deshalb wäre es mir lieb, wenn du versuchen wolltest, ihr eine kleine Freundin zu sein. Der Verlust, der dich betroffen hat – dem Himmel sei Dank, daß du ihn erlittest, ehe du sein Gewicht zu würdigen vermochtest – gibt dir einen Anspruch und einen sicheren Halt bei der armen Florence.«

»Aber es fehlt mir nicht an elterlicher Liebe, Tante – es hat mir nie daran gefehlt, so lange ich Euch hatte«, versetzte das Kind.

»Wie dem auch sein mag, meine Liebe«, entgegnete die Dame, »dein Unglück ist kleiner als das der Florence; denn in der ganzen weiten Welt kann keine Waise so verlassen sein, wie das Kind, das eines seiner Eltern durch den Tod verloren hat und sich nicht in der Liebe des andern für den Verlust trösten kann.«

Die Blumen flogen wie Staub über den Boden hin; die leeren Hände breiteten sich vor dem Gesicht aus, und die verwaiste Florence, die sich niederkauerte, weinte lang und bitterlich.

Aber voll treuen Herzens hielt Florence entschlossen an ihrem guten Vorsatz fest, wie ihre sterbende Mutter sie selbst festgehalten hatte an dem Tag, der Paul das Leben gab. Er wußte nicht, wie sehr sie ihn liebte, und wie lang es auch dauern mochte, sie wollte fort und fort versuchen, eines Tages wenigstens diese Kunde dem Herzen ihres Vaters beizubringen. Mittlerweile wollte sie sich hüten, ja nicht durch ein gedankenloses Wort, einen unbedachten Blick oder einen zufällig hervorgerufenen Gefühlsausbruch eine Klage gegen ihn erkennbar werden zu lassen oder Veranlassung zu ihm nachteiligen Gerüchten zu geben.

Sogar im Verkehr mit dem verwaisten Kind, dem sie so sehr zugetan war und dessen Worte ihr nie aus ihrem Gedächtnis wichen, blieb Florence ihres Vorsatzes eingedenk. Wenn sie die Kleine allzu deutlich vor den übrigen auszeichnete, so meinte sie, daß sie dadurch jedenfalls in einem Sinne, vielleicht sogar in mehreren den Glauben bekräftigte, ihr Vater sei grausam und unnatürlich, und das Vergnügen, das sie in ihrem Umgange fand, war nicht imstande, diesen Schmerz aufzuwiegen. Was sie gehört hatte, war ein Grund, nicht sich selbst zu beruhigen, sondern ihn nur um so mehr zu schonen, und Florence tat dies im Einklang mit dem Verlangen ihres Herzens.

So hielt sie es immer. Wenn aus einem Buche laut vorgelesen wurde und in der Geschichte etwas vorkam, was auf einen unfreundlichen Vater hindeutete, so fühlte sie sich schmerzlich berührt, nicht um ihretwillen, sondern weil man eine Anwendung auf ihn machen konnte. Ebenso erging es ihr bei allen kleinen Vorkommnissen – wenn z. B. ein Bild gezeigt oder unter ihnen ein Spiel gemacht wurde. Der Anlässe, ihm eine solche Zärtlichkeit zu erweisen, gab es so viele, daß es ihr oft sehr schwer zumute wurde, und sie verlor sich nicht selten in den Gedanken, es dürfte in der Tat besser sein, wenn sie wieder nach dem alten Haus zurückkehrte und ungestört in dem Schatten seiner düstern Wände lebte. Wie wenige, welche die holde Florence in dem Lenz ihres jungen Lebens sahen, hatten wohl einen Sinn für den Gedanken, daß die bescheidene kleine Königin jener unschuldigen Spiele eine schwere Last heiligen Kummers in ihrer Seele trug! Wie wenige von denen, die in der erkältenden Atmosphäre ihres Vaters erstarrten, hatten eine Ahnung, welch einen Haufen feuriger Kohlen sie auf dessen Haupt sammelte!

Florence verfolgte geduldig ihre Aufgabe, und da es ihr nicht gelang, unter der jugendlichen Gesellschaft, die im Hause versammelt war, das Geheimnis jener unnennbaren Anmut zu entdecken, die ihr so sehr am Herzen lag, so ging sie in frühen Morgenstunden allein aus, um sich unter den Kindern der Armen umzusehen. Aber auch sie waren schon zu weit vorgerückt, als daß sie von ihnen hätte lernen können. Längst waren ihnen ihre Plätze im Hauswesen angewiesen, und sie standen nicht gleich ihr außen vor der Tür, die durch einen Querbalken abgesperrt war.

Bei diesen Gelegenheiten bemerkte sie mehrere Male einen Mann, der sehr früh an der Arbeit war, und ein Mädchen von ihrem eigenen Alter pflegte sich dann in dessen Nähe aufzuhalten. Er war ein sehr armer Mann, der keine regelmäßige Beschäftigung zu haben schien, sondern bald zur Ebbezeit an den Flußufern hinging, ob er in dem Schlamm nicht ein und das andere auffinde, bald in dem schlechten Gärtchen vor seiner Hütte sich beschäftigte, wohl auch an einem schlechten alten Boot, das ihm gehörte, zimmerte oder sonst irgendeine Arbeit, die ihm der Zufall darbot, für einen Nachbar besorgte. Wie auch der Mann seine Zeit verbringen mochte, das Mädchen war nie beschäftigt, sondern saß in der Regel untätig und verdrossen in seiner Nähe.

Florence hatte oft gewünscht, ihn anzureden, aber nie den Mut dazu finden können, da er ihr in keiner Weise entgegenkam. Eines Morgens jedoch führte sie der Weg, der unter Bandweiden nach dem Kieselgestade zwischen seiner Wohnung und dem Wasser hinlief, plötzlich auf ihn zu. Er hatte ein Feuer angemacht, um das Pech zu erhitzen, mit dem er das mit aufwärts gekehrtem Kiel daliegende alte Boot ausdichten wollte. Als er den Ton ihres Fußtrittes hörte, richtete er den Kopf empor und wünschte ihr guten Morgen.

»Guten Morgen«, versetzte Florence, näher herankommend. »Ihr seid früh an der Arbeit.«

»Ich wollte oft gerne noch früher anfangen, Miß, wenn ich nur Arbeit hätte.«

»Ist es denn so schwer, Beschäftigung zu erhalten?« fragte Florence.

»Mir wenigstens wird es schwer genug«, antwortete der Mann.

Florence blickte nach der Stelle hin, wo das Mädchen zusammengekauert saß; es hatte die Ellbogen auf die Knie gestützt, während die Hände dem Knie als Unterlage dienen mußten.

»Ist das Eure Tochter?« fragte Florence.

Er richtete hastig den Kopf auf, schaute mit leuchtendem Blicke nach dem Mädchen und sagte »ja«. Florence sah gleichfalls nach ihr hin und grüßte sie freundlich, das Mädchen aber stieß bloß eine verdrießliche, finstere Antwort aus.

»Fehlt es ihr auch an Beschäftigung?« fragte Florence.

Der Mann schüttelte den Kopf.

»Nein, Miß«, sagte er. »Mein Geschäft muß für uns beide ausreichen.«

»Ihr seid also nur Eurer zwei?« fragte Florence.

»Nur unserer zwei«, entgegnete der Mann. »Ihre Mutter ist schon seit zehn Jahren tot. Martha!« er richtete abermals den Kopf auf und pfiff ihr zu, »hast du nicht ein Wörtchen für die nette junge Dame?«

Das Mädchen machte mit ihren vorwärts gezogenen Schultern eine ungeduldige Gebärde und wandte den Kopf in eine andere Richtung. Ein häßliches, mißgestaltetes, launiges, verdrossenes, zerlumptes, schmutziges Geschöpf – aber es wurde geliebt! Ja – Florence hatte den Blick ihres Vaters gesehen und daraus erkannt, daß dieser Blick durchaus keine Ähnlichkeit habe mit dem Blicke eines gewissen andern.

»Ich fürchte, es ist diesen Morgen schlimmer mit meinem armen Mädchen«, sagte der Mann, in seiner Arbeit innehaltend und das verwahrloste Kind mit einer Teilnahme betrachtend, die in ihrer Rauheit nur um so inniger erschien.

»Sie ist also krank?« fragte Florence.

Der Mann seufzte tief auf.

»Ich glaube nicht, daß Martha in ebenso vielen langen Jahren nur fünf Tage guter Gesundheit hatte«, antwortete er, noch immer nach ihr hinsehend.

»Ja, und mehr als das, John«, sagte ein Nachbar, der heruntergekommen war, um ihm an dem Boote zu helfen.

»Mehr als das, sagt Ihr?« rief der andere, seinen zerbeulten Hut zurückschiebend und mit der Hand über die Stirne fahrend. »Jawohl. Es ist eine lange, lange Zeit.«

»Und je länger es dauerte«, fuhr der Nachbar fort, »desto mehr habt Ihr sie verzogen und ihr den Willen gelassen, John, bis sie zuletzt sich selbst und jedermann sonst zur Last wurde.«

»Mir nicht«, sagte der Vater, wieder an seine Arbeit gehend. »Mir nicht.«

Florence konnte fühlen – wer besser als sie? – welche tiefe Wahrheit in seinen Worten lag. Sie trat ein wenig näher auf den Mann zu. Wie gerne hätte sie dessen rauhe Hand berührt und ihm gedankt für die Güte gegen das unglückliche Geschöpf, das ihm in einem so ganz andern Lichte erschien als allen übrigen Menschen.

»Wer würde auch meinem armen Mädchen den Willen lassen – wer ihr etwas zu Gefallen tun, wenn ich's nicht täte?« fragte der Vater.

»Freilich, ja, aber alles mit Maß, John«, versetzte der Nachbar. »Ihr beraubt Euch selbst, um ihr geben zu können, und bindet Euch um ihretwillen Hände und Füße. Ihretwegen macht Ihr Euch das Leben elend – und was kümmert sie sich darum? Ich glaube nicht einmal, daß sie es weiß.«

Der Vater erhob abermals den Kopf und pfiff ihr zu. Martha machte mit ihren eingezogenen Schultern dieselbe ungeduldige Gebärde, und er war froh und glücklich.

»Nur deshalb, Miß«, sagte der Nachbar mit einem Lächeln, in dem mehr geheime Sympathie lag, als er in Worten ausdrückte – »nur um so viel von ihr zu sehen, läßt er sie nie aus seinen Augen.«

»Weil der Tag kommen wird, dem ich schon lang entgegensehen muß«, bemerkte der andere, sich tief über seine Arbeit niederbeugend, »wo nur halb soviel von meinem unglücklichen Kinde – das bloße Zittern eines Fingers oder das Wallen des Haares mir wie ein Auferstehen vom Tod erscheinen wird.«

Florence legte leise einiges Geld auf das alte Boot und entfernte sich.

Und jetzt begann sie sich Gedanken zu machen, ob er wohl dann erfahren würde, daß sie ihn geliebt hatte, wenn sie krank würde und hinschwände gleich ihrem lieben Bruder. Konnte sie dann seinem Herzen teurer werden – kam er vielleicht an ihr Bett, wenn sie schwach war und fast nicht mehr sehen konnte, um sie in seine Arme zu schlingen und die ganze Vergangenheit zunichte zu machen? Wenn sie sich in einer so veränderten Lage befand, vergab er ihr wohl, daß sie nicht imstande gewesen war, ihr kindliches Herz offen vor ihn hinzulegen – daß sie nicht vermocht hatte, ihm die Erregungen mitzuteilen, mit denen sie in jener Nacht sein Zimmer verlassen? O wie viel hätte sie ihm sagen mögen, wenn sie den Mut gehabt hätte, und wie viele Mühe gab sie sich nicht nachher, den Weg kennenzulernen, den sie in ihrer Jugend niemand lehrte!

Ja, wenn es mit ihr zum Sterben käme, dachte sie, so würde sich sicherlich sein Herz erweichen. Sie malte sich aus, wenn sie heiter und sterbensfähig daläge auf dem Bett, das so viele Erinnerungen an den lieben Paul umwebten, so würde er sich ergriffen fühlen und sagen: »Teure Florence, lebe für mich, und wir wollen einander lieben, wie wir es längst hätten tun sollen; ja wie glücklich hätte uns dies nicht seit so vielen Jahren machen können!« Sie dachte, wenn sie solche Worte von ihm hörte und ihre Arme um ihn geschlungen wären, so könnte sie ihm mit einem Lächeln antworten: »Es ist für alles zu spät, nur nicht für dieses. Ich hätte nie glücklicher sein können, mein teurer Vater!« Dies der Abschied von ihm mit einem Segenswunsche auf ihren Lippen.

Das goldene Wasser an der Wand, dessen sich Florence erinnerte, erschien ihr in dem Licht solcher Betrachtungen nur als ein Strom, der zu einem Ruhepunkt und in eine Gegend hineilte, wo die lieben Heimgegangenen Hand in Hand ihrer warteten. Und wenn sie auf den dunklen Fluß niederschaute, der zu ihren Füßen Wellen schlug, entsann sie sich mit heiliger Scheu, aber nicht mit Schrecken jenes wilden Wassers, von dem ihr Bruder so oft gesagt hatte, daß es ihn mit fortreiße.

Der Vater und seine kranke Tochter waren noch frisch in Florences Gedächtnis, überhaupt jene Begegnung kaum eine Woche alt, als Sir Barnet und seine Gattin eines Nachmittags ihr den Vorschlag machten, sie solle sich ihnen zu einem Spaziergang ins Freie anschließen. Da Florence bereitwillig zustimmte, so brachte Lady Skettles als eine Sache, die sich von selbst verstand, den jungen Barnet mit herbei; denn nichts bereitete der guten Dame ein größeres Entzücken, als wenn sie ihren jungen Sohn Arm in Arm mit Florence sehen konnte.

Die Wahrheit zu sagen, schien der junge Barnet die Sache in einem ganz andern Licht zu sehen, denn er ließ bei solchen Gelegenheiten oft den bestimmten Ausdruck fallen: »Immer mit dem Mädchen«. Da es jedoch nicht leicht war, Florences sanftes Gemüt zu erregen, so fügte sich der junge Gentleman in der Regel schon nach einigen Minuten gern in sein Schicksal. Sie schlenderten freundschaftlich weiter, während Lady Skettles und Sir Barnet in einem Zustand großer Selbstgefälligkeit und innerer Freude nachfolgten.

In derselben Reihenfolge machten sie auch an jenem Nachmittag ihren Spaziergang, und es war Florence fast gelungen, Skettles junior mit seinem augenblicklichen Schicksal zu versöhnen, als ein Gentleman an ihnen vorüberritt. Dieser sah sie aufmerksam an, packte sein Tier fester beim Zügel, ließ es eine Wendung machen und kam, den Hut in der Hand, wieder zurückgeritten.

Der Gentleman hatte hauptsächlich Florence ins Auge gefaßt, und als die kleine Gesellschaft bei seinem Umkehren haltmachte, verbeugte er sich gegen die junge Dame, noch ehe er Sir Barnet und dessen Gattin begrüßte, Florence konnte sich nicht erinnern, ihn je gesehen zu haben, sondern fuhr unwillkürlich zurück, als er in ihre Nähe kam.

»Mein Pferd ist vollkommen ruhig, darf ich Euch versichern«, sagte der Gentleman.

Es war nicht dieses, sondern etwas an dem Gentleman selbst – Florence konnte sich selbst nicht Auskunft darüber geben –, was sie zum Zurückweichen bewog, als ob ihr etwas Unangenehmes begegnet sei.

»Ich habe, wenn ich nicht irre, die Ehre, Miß Dombey anzureden?« sagte der Gentleman mit einem höchst gewinnenden Lächeln. Als Florence den Kopf neigte, fuhr er fort: »Mein Name ist Carker. Ich kann kaum hoffen, von Miß Dombey anders als dem Namen nach gekannt zu sein. Carker!«

Florence fühlte ungeachtet des heißen Tages eine eigentümliche Anwandlung von Schauder, stellte aber den Reiter ihren Gastfreunden vor, von denen er sehr höflich aufgenommen wurde.

»Ich bitte tausendmal um Verzeihung«, sagte Mr. Carker; »aber ich habe im Sinne, morgen Mr. Dombey in Leamington zu besuchen, und wenn Miß Dombey mir einen Auftrag mitzugeben hat, so brauche ich kaum zu sagen, wie überglücklich ich mich schätzen werde, ihn zu besorgen.«

Da Sir Barnet augenblicklich wußte, Florence wünsche ihrem Vater einen Brief zu schreiben, so machte er den Vorschlag, nach Hause zurückzukehren, und ersuchte zugleich Mr. Carker, ohne Umstände ein Diner bei ihm einzunehmen. Mr. Carker war unglücklicherweise schon zu einer Mahlzeit eingeladen; aber wenn Miß Dombey zu schreiben wünschte, so konnte ihm nichts ein größeres Vergnügen bereiten, als sie nach dem Hause zu begleiten und, solange es ihr beliebte, als ihr dienstwilliger Sklave zu harren. Während er das mit seinem breitesten Lächeln sprach, beugte er sich ganz zu ihr nieder und tätschelte zugleich den Hals seines Pferdes. Florence begegnete seinen Augen und sah weit mehr, als sie es hörte, ihn die Worte sprechen: »Von dem Schiff sind keine Nachrichten eingelaufen.«

Verwirrt, erschreckt und vor ihm zurückweichend – ja nicht einmal gewiß, ob er wirklich diese Worte gesagt hatte, weil es ihr vorkam, er habe sie in irgendeiner außerordentlichen Weise durch sein Lächeln, nicht aber in Lauten kundgegeben, entgegnete Florence mit leisem Ton, sie sei ihm sehr verbunden, wolle aber nicht schreiben, da sie nichts zu melden wisse.

»Nichts zu melden, Miß Dombey?« fragte der Mann, fast die Zähne nicht öffnend.

»Nein«, sagte Florence; »nichts als – als meine liebevollen Grüße – wenn Ihr so gut sein wollt.«

In ihrer Verwirrung erhob sie mit einer flehentlichen, ausdrucksvollen Miene ihre Augen zu seinem Gesicht. Es war auch für ihn deutlich darin zu lesen, was er zuvor schon wußte, daß jeder Verkehr zwischen ihr und ihrem Vater etwas Ungewöhnliches sei, und daß sie ihn deshalb um Schonung bitte. Mr. Carker lächelte, verbeugte sich tief, nahm Sir Barnets Auftrag, Mr. Dombey seine und seiner Gattin beste Grüße auszurichten, entgegen, verabschiedete sich und ritt weiter. Der Mann machte auf das Ehepaar einen sehr günstigen Eindruck. Florence aber wurde bei seinem Weiterreiten von einem so heftigen Schauder erfaßt, daß Sir Barnet, an eine alte volkstümliche Redeweise erinnernd, sagte, sie sähe aus, als ob jemand über ihr Grab gegangen sei. An einer Ecke wandte sich Mr. Carker noch einen Augenblick um, schaute zurück, machte eine Verbeugung und verschwand, als sei er willens, in dieser Absicht geraden Wegs nach dem Kirchhof zu reiten.

 

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