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Die Wiedergeburt des Melchior Dronte

Paul Busson: Die Wiedergeburt des Melchior Dronte - Kapitel 49
Quellenangabe
typefiction
booktitleDer Seelenwanderer
authorPaul Busson
year1996
publisherGrasmück Verlag
addressAltenstadt
isbn3-931723-00-3
titleDie Wiedergeburt des Melchior Dronte
pages292
created20000325
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1921
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An das k. u. k. Plaz-Kommando
in
Tirana.

Gegen den der Scheinwerfer-Abteilung Nr. 128/B zugeteilten Infanteristen Sennon Vorauf wird wegen eigenmächtiger Entfernung von seinem Truppenkörper die Desertionsanzeige erstattet.

Wenzel Switschko, Oberleutnant.
 

 
Herrn wolgeborn Regamentsarzt Dr. Kaspar Hedrich
Feldpost 1128

Sehr geehrter Herr Regamentsarzt! Intem ich ihnen mitteile, daß unser Freint der Sennon Vorauf desatirt sein sol und ist die Anzeige gemacht beim Plazkommanto. Sehr geehrter Herr Regamentsarzt das ist nicht war das er ist desatirt sontern es war so. Ich und der Vorauf und der Korpral Maierl sind in der albanesischen Stadt Tiranna spaziern gegangen und der Vorauf war schon den ganzen Tag sehr spaßig und hat gesakt ganz auf einmal das ich erschrocken bin Gott sei Dank wir wern uns widersehn hat es gesakt. Und er war sehr liebreich zu uns und dem Maierl hat er seine silberne Uhr gegeben und mir einen Ring mit einem roten Stein. Dies behaltet zu meinen Andenken hat er gesakt und so sag ich noch Sennon was tust Du? Derweil sind wir zu eine Tekkeh gekommen von die Halweti-Derwische, diesses ist ein hölzernes Haus da stehen Särge von heilige Muhametaner-Derwische mit grinen Tuch darauf bei der Thire und mit einmal sakt der Vorauf: Man ruft mich, und geht hinein. Da sakt der Kopral, Vorauf, was fallt dir ein es ist strenge verboten in die heilichen Orte der Muhametaner zu betretten für die Soldaten aber er ist hinein, so haben wir gewartet und nach einer Weile ist so ein Derwisch herausgekommen mit einem schwarzen Turban und einen kleinen Bart ein schöner Mann und eine braune Kutte hat er gehabt dazu einen Rosenkranz mit gelbe Kugel um den Hals und dieser Derwisch hat uns freindlich zugeniggt, es war eigentimlich und wir haben ihn saludirt und widerum lang gewartet ist aber Niemand gekohmen so bin ich in das Haus wo die Derwische wohnen und der Herr Kopral Maierl ist derweil bei der Tekkeh geblieben aufpassen so ist dann einer von die Derwische mit einen grauen Bart mit mir, ist auch in die Tekkeh was nur eine Thir hat und gesucht nach den Sennon. Sodann ist er zurück und gesakt es ist keiner darin so haben wir einander angeschaut und sind heim und der Herr Kopral hat Meldung gemacht beim Komatanten Herr Oberleutnant Schwitschko und dann hat er bei mir um den Sennon geweint und heute ist es schon fünf Tage und kein Sennon zu finden und so weiß nur unser Herrgott wo das er ist, er war ein lieber Freind das wissen der Herr Regimentsarzt und man kann nicht wissen der Maierl sagt er war ein heiliger Mensch so viel Gutes hat er uns allen getan und noch seine Sachen verschenkt dieses wollte ich melten und wenn der Herr Regamentsarzt wolte kommen es ist ein ganzes Rätsel mit dem Sennon und es grießt Sie Gehorsamst.

 

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