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Die Tochter Fortunats

Jakob Julius David: Die Tochter Fortunats - Kapitel 2
Quellenangabe
typenovelette
booktitleNovellen
authorJakob Julius David
year1995
publisherResidenz Verlag
addressSalzburg und Wien
isbn3-7017-0943-2
titleDie Tochter Fortunats
pages7-59
created19991009
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Wer jemals Italien verlassen hat, um sich dem Norden, den Alpen, zuzuwenden, der wird befremdet ein neues Wunder gewahren: die Tannen, welche ihn hochstämmig und mit mächtigem Rauschen begleitet haben, verschwinden ihm allgemach, während er höher und höher steigt. An ihrer Stelle aber kriecht, der Jochhöhe nahe, ihr verkrüppeltes Geschwistergeschlecht hervor. Es ist niedrig von Wuchs, und seine Nadeln sind struppig; aber kein Sturm, so gewaltig sie auch über diese Gipfel dahinbrausen mögen, kann diese Stämmchen brechen; auch der endloseste Winter versehrt ihre Triebkraft nicht; die Schneide der Axt wird stumpf an ihnen, und es brechen selbst die Zähne der Säge, welche daran nagt. Legföhre nennen die Bewohner jener Wüsteneien den Baum. Einer solchen Legföhre gleich erwuchs Renates Geist. Aller Bitternisse und aller Schauer war er kundig; er ertrug lebenszäh, was sonst niemand überdauert hätte. Die freie Entwickelung aber, das stolze Aufstreben blieben ihm versagt; das war erstickt worden unter dem, was sie in den Jahren nach ihrer Heimkehr erfahren und erduldet hatte. So wurde sie beharrlich im Hasse, selbstgenügsam im Lieben; mit festen Wurzeln umklammerte sie das karge Erdreich, aus dem ihr Liebesbedürfnis seine Nahrung saugen mußte; zunächst ihren Vater, so wenig sie selbst es glaubte. Die Freudigkeit des Lebens begriff sie freilich nicht, vielleicht darum, weil die letzte Malespina ihrer nimmermehr bedürfen sollte.

Dabei aber bemerkte Renate dennoch, daß sich nicht mehr wie früher Schmähworte an ihre Fersen hefteten, wenn sie in Ravenna erschien. Jene Kinder, welche sie verhöhnt, waren mittlerweile zu Jünglingen herangewachsen. Dafür wurde aber das Mädchen durch ein anderes belästigt: es fühlte allenthalben, auf jedem Gange die Augen der Jugend der Stadt und selbst die manches Alten auf sich gerichtet. Feindselig, meinte die Mißtrauische, die neue Anschläge dahinter witterte. Und doch war es ein anderer Grund: die dunkle Wunderblume ihrer Schönheit war aufgebrochen, und ihr Anblick berauschte jeden, der die Tochter Fortunats erschaute.

Den Tag, an welchem sie sich ihrer Anmut bewußt wurde, sollte Renate aber wiederum niemals vergessen, so wenig wie den ihrer Heimkehr, und in gleichem Sinne.

Dem Mittag zu hatte sie ihre Heimstätte verlassen, um Herrn Andrea aufzusuchen, mit dem, wie ihr schien, seit kurzer Zeit eine ganz sonderbare Wandlung vorgegangen: er begegnete ihr schier allzu freundlich und war freigebiger als je zuvor. Er versuchte selbst mit seinem Nichtchen zu scherzen, so ernsthaft ihn Renate dabei auch immer anblickte. Das erschwerte ihr einen Gang, der ihr allezeit hart genug angekommen war. Und wie sie nun an jenem Herbsttage so dahinschritt und dabei nach ihrer Gewohnheit über Andreas Benehmen und über manches andere nachsann, das sie in der jüngsten Zeit befremdet oder geängstigt hatte, da trat ihr etwa halbwegs ein Mann in den Pfad. Er wollte ihr mit heiterem Gruße nahen, doch das Wort erstarrte ihm auf den Lippen, als er gewahrte, wie sie mit weit geöffneten Augen, die an ihm vorbei ins Leere starrten, vorüberzog, ohne die Wimper zu senken, ohne ihn zu beachten. Und dennoch hatte sie ihn schon von weither an den Schlägen ihres Herzens erkannt. Renatus Spada sah ihr nach; die Brauen zusammengezogen, die Hand immer noch auf dem Schwertknauf, wohin er sie zu höfischem Gruße gelegt hatte, verfolgte er mit zornigen Blicken die Gestalt, bis ihm im Palast der Malespina diejenige entschwand, die zu halten er nicht gewagt hatte.

Jene Begegnung aber berührte Renate wie ein Zeichen von übler Vorbedeutung. Eine dumpfe Beängstigung überfiel sie, und sie nahte zaghaft und beklommen dem Oheim, der sich an jenem Tage sogar zu einem Lächeln zwang, das sein durch Studien und Nachtwachen entfärbtes Gesicht doppelt unheimlich erscheinen ließ. Zum erstenmal wies er ihr alle Räume des Hauses ihrer Väter, zeigte ihr beflissen alle seine Schätze und fragte, ob die nicht selig zu preisen sei, der einmal alle zu eigen wären. Sie kamen dabei an einem hohen Spiegel, einem köstlichen Werke, wie man sie nur in Venedig zu bereiten versteht, vorüber; er forderte sie auf, hineinzuschauen, und sprach, auf ihr Abbild deutend: »Sieh, das Schönste, was die Malespina je besessen haben.« Er bemerkte nicht, wie widerwillig sie ihm folgte und horchte; sie aber empfand, als sie sich nach einem Schlüssel bücken mußte, der ihm entfallen war, wie sein lüsterner Blick begehrlich die Linien ihres zierlichen Körpers entlang glitt. Ein zorniges Rot färbte dabei sacht ihre Wangen. Das war ein anderer Haß, als den sie gegen Renatus zu empfinden glaubte, was jetzt mit dumpfem Ekel in ihr sprach. Als der Oheim dann fragte, wie es Fortunat ergehe und was er treibe – er hatte sich volle vier Jahre zu dieser Frage Zeit gelassen –, seinen Entschluß kund tat, sich schon am nächsten Tage selbst von dem Befinden des nächsten Verwandten, den er besitze, zu überzeugen, da umschnürte ein ahnendes Bangen stärker und stärker die Brust des Mädchens. Sie vermochte kaum ein kurzes: »Wie es dir gefällt, Herr!« zu stammeln; es war ihr unmöglich, ihn Oheim zu nennen. Sobald sie nur konnte, eilte sie fort; in die Kirche San Francesco stürmte sie, und dort, vor Dantes Grabmal, kniete sie nieder und schrie in heißen, wirren, lästerlichen und doch auch unendlich frommen Gebeten, die ihr nicht Linderung und nicht Erhörung brachten, zum Herrn des Himmels.

Während aber ihr schwacher Vater, der seit geraumer Zeit nur noch zwischen Entzücken bei der kleinsten Hoffnung und Verzweiflung über sein ewiges Mißgeschick hin- und hergetrieben wurde, auf die Kunde von dem unverhofften Gaste hin die tollsten Zukunftspläne wagte, ließ Renata ihr Angesicht in beiden Händen ruhen, und dunkle Schauer einer mächtigen Zukunft bewegten sich ihr tief im durchfröstelten Gemüt.

In dieser Nacht berührte kein Schlummer mit linder Hand die Augen Renates. Vergeblich bemühte sie sich zu ergründen, wovor sie sich denn eigentlich so sehr ängstige. Ihr war dumpf und trüb, und sie konnte das Nächstliegende kaum zu Ende denken. Renatus kam ihr in den Sinn; an diesem Feinde hatte sie ernst und stolz vorüberschreiten dürfen, ohne daß ihn auch nur der Saum ihres Gewandes berühren mußte. Desto näher wollte ihr dafür nun der andere kommen, und den zu bannen mochte die Gewalt ihres Blickes kaum mehr genügen. Ängstlicher atmet kein Vögelein in der Faust seines Fängers, als es Renate in diesen Stunden tat; manchmal stieg ihr ein tränenloses Schluchzen auf, und sie bezwang es gewaltsam. Im gleichen Zimmer mit ihr schlief Fortunat; seit langer Zeit zum erstenmal friedlich. Sonst hatte sein wirres Aufschreien aus bangen Träumen ihr oft die Ruhe verstört, und die Stolze wollte nicht durch den Ausbruch ihrer Schmerzen den leichten Schlummer von den Wimpern des Greises verscheuchen.

Langsam und träge zerrann das Dunkel, endlos war es bis zum Hahnenruf, der ihr gestattete, sich vom Lager zu erheben. Vieles hätte sie zu verrichten gehabt; aber sie war lässig wie noch nie. Ihre überwachten Augen spähten immer der Stadt zu, einem müßigen Hinbrüten folgte eine unnatürliche Emsigkeit. Sie fiel selbst Fortunat auf, dem die Hoffnung wiederum auch für fremde Angelegenheiten den Blick erschlossen hatte. Nichts wollte Renate gedeihen; und als endlich der Abend sank und mit ihm Andrea erschien, nachdem die Sorge des Amtes den Podesta und die Kranken den Arzt entlassen hatten, da war es in der kleinen Behausung der beiden zum erstenmale noch ebenso öde und trostlos wie in der Seele der Tochter Fortunats.

Sie hatte sich beim Eintreten des Oheims entfernen wollen; der aber winkte ihr zu bleiben. Für diesen Gang hatte er sich nach Kräften herausgeputzt; sonst trug er den Talar der Ärzte, heute schmückte ihn ein reiches, ritterliches Gewand, das ihn freilich nicht jünger noch schöner machte. Er ließ sich nieder, und alle schwiegen bänglich. Umsonst suchte Herr Andrea die Stille zu brechen, indem er das Mädchen scherzhaft schalt, weil es ihm verborgen hätte, wie arm ihre Wohnung an den notwendigsten Dingen zum Behagen sei; sie wisse doch, daß ihm nur allzu vieles ungenutzt verderbe. Um den Mund Renates lag dabei ein verächtliches Lächeln: Herr Andrea log also auch, denn sie hatte ihm nur zu oft dieses Leid, das sie besonders bedrückte, geklagt. Sie erwiderte aber nichts, und die drei verstummten abermals; Renate in der tiefen Fensternische, in der sie stehen mußte, weil sie keinen dritten Stuhl mehr besaßen, in furchtsamer und doch trotziger Erwartung; Fortunat in ahnender Hoffnung, in die dennoch als bitterer Tropfen etwas von der sichtlichen Bängnis Renates überfloß; Herr Andrea endlich, weil er noch immer nach einem passenden Eingang suchte. Es verwirrten ihn auch die vier Augen, welche gespannt und erwartungsvoll auf ihn hinblickten, und vielleicht fiel ihm in dieser Stunde doch das Unsinnige des heißen Begehrens ein, das ihn, den an Büchern und über Krankenbetten Ergrauten, so plötzlich überfallen hatte. Ein letzter Sonnenstrahl fiel noch durch das Fenster; er lief über Renates Scheitel hin – die schweren Wellen ihres Haares erschimmerten leise wie goldgetönt darunter – und glitt dann auf Herrn Andreas Haupt.

Der Podesta atmete erleichtert auf. Diese leuchtende Brücke, die sich so zwischen ihm und Renate spannte, schien ihm ein günstiges Vorzeichen. Er hub an. Auf weitem Umwege näherte er sich seinem Ziele; von der Verödung sprach er, welcher der alte Stammsitz der Malespina nun anheimgefallen sei. Er schilderte, wie einsam und unglücklich er hause, trotz der Schätze, die ihm teils durch Erbschaft, teils zum Lohn für seine Kunst geworden seien. Ihm fehle es am Sonnenlichte, und das wolle er gern in sein düsteres Heim tragen. Er gedachte auch seiner Pflicht, das Erlöschen des alten Stammes zu verhüten. Hier stockte ihm der Fluß der Rede wieder: vor der immer ängstlicheren Erregung Fortunats, vor Renates Rätselaugen, die ihn mißtrauisch belauerten. Er ermannte sich; noch sei er rüstig und könne eine gesparte Kraft seiner Gattin darbringen. Wo aber die Ebenbürtige finden? Dem Malespina zieme bloß die Malespina...

Fortunat fuhr auf: »Aber dein Alter, Oheim? Renata ist fast noch ein Kind, und du...«

»Ich weiß wohl, ich bin ein Greis. Zu mindest den Haaren nach, und nur nach ihnen kannst du Törichter urteilen. Sei du klüger, Renata. Erwäge wohl; ihr seid gebannt, du wie dein Vater, und nur meine Hand beschützt euch. Aber dieselben, welche die Hilflose meiden und ihr nachstellen, die werden der Gattin des Podesta die Schuhe küssen. Du bist stolz – ich biete dir Ehren. Du bist arm – und Reichtümer, ungemessen und unerschöpflich, sollen dein werden. Erwäg's wohl.«

In Fortunat war es ganz licht und hell geworden. Er erkannte klar das Unerhörte des Ansinnens, das der Oheim an sein Kind stellte. Er richtete sich auf, mußte sich stützen dabei, denn seine Füße konnten ihn vor Erregung kaum mehr tragen: »Sprich nicht, Renata«, rief er heiser und hastig, »ich leide es nie und nimmer!«

Renata hatte die Hände über der Brust gekreuzt. Nun fielen sie langsam hernieder. Sie horchte so ruhig und besonnen, als ginge es um das Geschick der Fremdesten, und keine Spur von Beklemmung war mehr in ihr. Es war allein das Geheimnis gewesen, das sie ängstigen gekonnt; das war verflogen, und sie war nun wieder still und fest und selbst freudig, daß der Vater ihr zuliebe doch eines starken Wortes fähig war. Die Blicke des Oheims hingen bangend und dennoch voll Begehrens an ihr; sie aber regte sich nicht, und nicht einmal die langen dunklen Wimpern ihrer Augen zuckten, als Andrea in beweglichem Tone bat: »Hör' nicht auf ihn! sprich du, Renata. Willst du mein werden?«

»Nein.« Schwer und einsilbig klang es durch das Gemach.

Herr Andrea erhob sich. Draußen war auch der letzte Sonnenschimmer erloschen, und im Zwielichte sah er sehr müde und greisenhaft drein. Noch eine Weile lang harrte er auf eine neue Antwort. »Es ist gut so«, sprach er dann. »Ich erkenne nun selbst, daß ich für Renate allzu alt bin. Oft schien es mir schon früher, als drücke die Last der Jahre, die ich tragen muß, der Ehren, die mir aufgebürdet wurden, doch fast zu schwer auf meine Schultern. So wollte ich die Jugend in mein Haus führen, damit mein Herz an ihrem Widerscheine erwarme. Sie ist mir verweigert worden. So werde ich denn auch fürderhin so einsam leben, wie ich es schon gar lange tue. Aber ich kann nicht mehr Podesta von Ravenna bleiben, und meine Hand kann niemandes Haupt mehr beschützen. Es ist Zeit, daß ich mein Haus bestelle und mein Gewissen erleichtere; die Bürde, die ich so lange mitgeschleppt, bedrängt meine Seele, und ich kann sie nicht länger tragen. Ich könnte dahingehen, bevor ich ihrer entledigt wäre. Ich selbst habe niemals Übles getan – doch habe ich dazu geholfen, daß eine üble Tat verhohlen blieb. Diesen da« – den Dolch riß er von der Seite und warf ihn auf den Tisch, daß es klirrte, und seine Stimme schwoll an in Erregung – »muß ich denen zeigen, die es angeht, muß berichten, wo und wie ich ihn fand, damit das geschehe, was des Rechtes ist...«

In qualvoller Angst vernahm Fortunat das. Jener stumme Zeuge rief ihm ein längst verblaßtes Bild wieder ins Gedächtnis: ein grauenvolles, ungleiches Ringen, in dem der Schwächere Sieger geblieben war, sah er wieder, vernahm wieder ein Todesröcheln. Und entsetzt schrie er auf: »Dann muß ich sterben, Andrea! Durch das Beil sterben.«

»Du sagst es.«

»Erbarm' dich und schweige.«

Keine Antwort kam. Man hörte nur, wie sich die zögernden Schritte Andreas der Tür zu bewegten. Ihm folgte Fortunat laut jammernd; und schon waren die beiden der Schwelle nahe, als ein lauter Ruf hinter ihnen her erklang. Renata war vorgetreten und stand nun starr, finster und todesbleich in der Mitte des Raumes. »Andrea«, rief sie, und er blieb stehen. Sie aber beachtete ihn weiter nicht; nur auf ihren Vater ging sie zu und küßte ihn auf beide Wangen: »Dir soll das Leben erhalten bleiben, an dem deine Seele so sehr hängt. Ich bin dein, Andrea!«

Andrea trat wieder näher: »Glaub' mir, es soll dich auch nie gereuen!«

»Mich wird nichts gereuen, was ich jemals tue. Das merke dir, Oheim.«

Der Greis näherte sein Haupt dem ihrigen: »Das Pfand der Verlobung!« bat er.

Sie lächelte verächtlich: »Seit wann begehren die Malespina Pfänder wie wuchernde Lombarden? Das ist hier nicht notwendig. Hole Dispens von Rom; ich bin dein und ich bleibe es.«

So hat Herr Andrea die Hand der Tochter Fortunats gewonnen, sich zum Unsegen, dem Mädchen aber zum Fluche. Renate aber war es, als wäre mit diesem letzten, größten Opfer, das sie für ihren Vater bringen mußte, wieder die ganze, unendliche Liebe ihrer Kinderzeit, als er ihr noch in der Fremde wie der herrlichste aller Menschen erschienen war, in ihre Brust eingezogen. Sie konnte für ihn nichts mehr dahingeben, nachdem sie dieses auch getan. Und so tröstete sie ihn, als er zu weinen begann, sein Leben verfluchte und dem Oheim nachstrebte. Wie eine Mutter dem kranken Kinde zuspricht, so hielt sie es mit ihm. Sie ließ sich selbst liebkosen. Als aber dann Fortunats Geist, wie er sich denn in den jähesten Sprüngen gefiel, wieder die Vorteile dieser Verbindung rühmen wollte, da lächelte sie nur. Ihren Vater aber überkam es wie Grauen, als er dieses Zucken ihrer schmalen Lippen gewahrte.

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