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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 7
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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TURM AM ABEND

Vom Widerglanz der Lichter angerührt,
die seine Stirne erdenher bescheinen,
ein schwarzes Ungefähr von schweren Steinen,
ein Berg, ein Riese unter lauter Kleinen
und eine Treppe, die zur Höhe führt,
ein stummer Künder höherer Gewalten,
die unermesslich hinter allem stehn:
so kann man den geheimnisvollen Alten
mit jähem Herzschlag aus des Dunkels Falten
aufwachsen, ragen, wuchten, drohen sehn.
Zu seinen Füßen Jagd nach Lust und Beute;
nur manchmal tasten Blicke in die Nacht,
wo über diesem rasch zerstobnen Heute
der Hüter feiertäglicher Geläute
sich aus dem Trubel hebt und steht und wacht.
Und wie er seine aufgelösten Massen
in immer leichterm Schweben aufwärtshält,
entschwindet ihm der Lichterschein der Gassen
und taucht er aus dem Bannkreis dieser Welt
in eine Stille, die vom Himmel fällt.

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