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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 67
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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ENDLOSIGKEIT

Die Pappelreihen mit steilem Finger
weisen den Weg aus dem Häuserzwinger
hinaus ins Grün.
Straßenlang flattert die Sehnsucht ins Weite:
O du blauende, silberne, gebenedeite,
weltenumspannende Endlosigkeit,
wo die Wolken blühn,
wo die Sterne gehn!

O sag', was ist Zeit?
»Ein Vorüberwehn,
ein Rieseln ohn' Ende
durch ewige Hände.«

O sag', was ist Leben?
»Ein Schöpfen und Weben,
Verströmen ohn' Enden
aus ewigen Händen.«

Und sag', was ist Raum?
»Des Schaffenden Traum,
darin seine Gluten
verdampfen, verbluten,
darin sich gestaltet,
was wirkt und waltet,
darin sich die Wesen
vollendend erlösen.
Kein Anfang, kein Enden;
nur ew'ges Verschwenden,
als Form des All-Einen
der Welt zu erscheinen.«

Die Pappelalleen mit steilem Finger
weisen den Weg aus dem Häuserzwinger,
aus der Enge hinaus
in der Gottheit weites, unendliches Haus.

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