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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 61
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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LANGSAMES WERDEN

Langsam keimt im dunklen Grund die Saat,
unbelauschbar, heimlich und verborgen.
Monate des Harrens und der Sorgen
liegen lastend zwischen Pflug und Mahd.

Langsam steigt aus kleiner Frucht der Baum
in das Wachstum seiner Jahresringe.
Lange währt es, eh' er in den Raum
ragen darf als Maß der andern Dinge.

Langsam reift, o Mensch, was echt und stark
aus dem Geist ist und der Not geboren.
Jahresringe wachsen um sein Mark
und ein töricht Werk erscheint's den Toren.

Aber eines Tages endlich steht
gelb der Ähren zitterndes Gewimmel
und ein Baum erhebt sich gegen Himmel,
mächtig, ernst und groß wie ein Prophet.

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