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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 52
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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AN DEN SCHLAF

Du kommst herbei, des Todes mildrer Bruder,
der Ferge in dem leichtgefügten Kahn.
In schwarze Wässer tauchest du die Ruder
und legst an meinem hellern Ufer an.

Du lädst mich ein, den Nachen zu besteigen.
O wie so sanft und ruhsam geht die Fahrt!
Du willst die bunten Spiegelungen zeigen,
die deine Flut dem Träumer offenbart.

Nun weiten sich geheimnisvoll die Räume,
Vergangenes und Fernes tritt mir nah.
In andern Farben blühen hier die Bäume
und Länder seh' ich, die ich niemals sah.

Ich gleit' und gleite, bis mit jähem Zittern
dann ans Gestade knirscht das schmale Boot.
Die Welt der tausend Bilder liegt in Splittern
und vor den Fenstern brennt das Morgenrot.

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