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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 50
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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DIE TOTEN SPRECHEN

»Trauert nicht! nur andern Himmelsstrichen
sind wir hier, wir Toten, angeglichen,
freier im Unendlichen zu schweifen,
Unnennbares tiefer zu begreifen
und in eines mildern Windes Fächeln
Irdisches verstehend zu belächeln.

Was verloren schien, wird hier gewonnen.
Unser Dürsten stillt azurner Bronnen.
Was verworren war, muss Lösung finden,
Augenlicht aufs neue wird den Blinden.
Aus der Gleichnisschale trockner Namen
bricht der Inhalt, der lebend'ge Samen,
Wachstum spendend, alle unsre Pfade
übersprengend mit dem Tau der Gnade.

Die wir ließen, unsre Erdenfluren,
ach, wir sehn noch immer ihre Spuren.
Die wir liebten, die vertrauten Seelen
dürfen wir umkreisen und erwählen,
dürfen wir ermuntern und begleiten,
Wege nach der Höhe zu beschreiten,
bis sie sehen können, was wir schauen:
ew'gen Frühling auf den Sonnenauen.«

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