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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 5
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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DER TÜMPEL

Wohin der Blick geht: ausgespannter Draht,
Fabrikgebäude, Mauern, Türme, Schlote,
Maschinenlärm an Stelle grüner Saat,
an Stelle des Lebendigen das Tote.
Doch hier -- von Schutt und Abfall eingesäumt,
bei Schlackenhügeln, Wirrsal und Gerümpel,
den blauen Spiegel wolkenüberträumt
und sommerwindgewellt -- ein kleiner Tümpel.

Sein blankes Wasserauge fängt und hält
das Sonnenfunkeln und das Sterneschweben
und ist entfernt von Wiese, Wald und Feld
ein Stück Natur und eine Handvoll Leben.
Und wie es also mit dem Himmel spielt,
sein Lächeln trinkend oder seine Trübe,
scheint es in aller Dürftigkeit das Bild
der nach Unendlichkeiten durst'gen Liebe.

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