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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 49
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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GESANG DER ERDE

Ich sah die Jahre grau ins Elend schleichen.
Auf meinem Rücken Hekatomben Leichen,
verglaste Augen, noch zum Licht gewendet,
und alle an den Götzen Krieg verschwendet.

Ich sah die Menschen ziehn in langen Zügen,
gepeitscht von Hoffnungen, getäuscht von Lügen,
die Blicke nach erhabnem Ziel gewendet,
und alle an den Götzen Krieg verschwendet.

In meinen Armen ruhn sie eng umschlungen,
die Mann an Mann und Brust an Brust gerungen;
an einen Traum, den kein Erwachen endet
die junge Blüte jedes Volks verschwendet.

Doch unter einer Schicht von Blut und Tränen
entkeimt dem Erdkreis namenloses Sehnen
nach Frieden und Verstehn! Reicht euch die Hände,
dass nicht mehr Hass, dass Liebe sich verschwende.

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