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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 48
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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DER SCHATTEN

Geduldig folge ich dem Pfad des Lichts,
sein unermüdlich stetiger Begleiter.
Nicht Wesen bin ich, Schatten nur, nichts weiter;
denn Licht ist alles und der Schatten nichts.
Nachahmung ihrer Form, Gestalt, Gebärde,
Bewegung, Ruhe ohne eignen Sinn,
so folge ich den Dingen dieser Erde
als Sklave und Leibeigener. Ich bin
der tiefe Ton im Doppelspiel der Saiten,
die zweite dunkle Hälfte alles Seins,
gespalten vor verschollnen Ewigkeiten.
Und dennoch sind wir, Licht und Schatten, eins.
So eins wie Glut und Frost, Entstehn, Verschwinden,
Geburt und Sterben, Überfluss und Not.
Zwei Hälften lerne an den Dingen finden.
Des Lebens Schatten aber ist der Tod.

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