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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 43
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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DIE BIRKE

Gelb wie ein goldener Kronleuchter überhängt,
hält die Birke unzählige Arme gesenkt,
flitterberieselt, umflimmert von Seidenglanz
wie eine Weihnachtstanne im Kerzenkranz.
Raschelnd umhuschen die Blätter ihren Fuß,
flüsternd singt um ihr Haupt der Wind seinen Gruß:

»Goldgelockt ist, o Freundin, dein Nymphenhaar;
Zeit rann nieder an dir, die köstlich war,
Sonnenströme umbrandeten deine Gestalt.
Herb sind die Tage geworden, frostig und kalt.
Doch an deinem Gezweig der Verheißungen viel
Kätzchen tanzen schon heute an jedem Stiel.
Denke nicht, Holde, an wehenden Frühlingsflaum,
traure nicht um dein grünes, flatterndes Kleid.
Über dir, sieh, ist immer der ewige Raum,
ewig derselbe, trotz aller wechselnden Zeit.«

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