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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 42
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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DER FALTER

Ein gelber Falter wie ein welkes Blatt
hat sich vom Hauch des Windes tragen lassen,
so flügelmüde und so sommersatt.
Noch funkelte die Sonne auf den Gassen,
noch blaute ohne Ende das Gewölbe
des Himmels über ihm. O Glanz und Schein
der vorgerückten Tage! Und der gelbe
Zitronenfalter über wildem Wein.

Hat er den Trank der Blüten, zur Genüge
gekostet an dem langen, schönen Tag?
Ist letztes Ende aller Höhenflüge
ein letzter, matter, kleiner Schwingenschlag?
Will er im Blattgewirre seines Lebens
Spätzeit erwarten und die große Ruh'?
Du fragst, o Seele, und du fragst vergebens,
ein flügelmüder Schmetterling auch du.

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