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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 26
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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SOMMERMITTAG

Die Erde liegt wie eine reife Frucht
in Glanz gebettet im Hochmittagsschweigen.
Die Grillen haben aufgehört zu geigen.
Allgegenwart des Lichts. Das Auge sucht
vergeblich nach den Wolken in der Bläue,
vergeblich nach dem Schatten in der Glut.
Jetzt musiziert das Grillenvolk aufs neue,
indes verborgne Lebenssäfte steigen
und das Geschaffene in Sonne ruht.

O Meer von Leuchten! Wiegendes Getreide,
Kornblumenblau und flammendroter Mohn!
Lied ohne Ende sommerlicher Freude!
Von ferneher gewittert Glockenton,
nein, Glocken singen anders, Weidenrohr
von Hirtenmund geblasen mag so klingen.
O Tor!
Pans Flötentöne schwellen an dein Ohr
und schenken sich, umzirpt vom Grillenchor,
geschwisterlich den daseinstrunknen Dingen.

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