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Die stummen Dinge

Hilda Bergmann: Die stummen Dinge - Kapitel 22
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie stummen Dinge
publisherKrystall-Verlag
yearo.J.
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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WIESEN IM WIND

Wenn der Wind über die Wiesen geht
und spielt mit den wellenden Halmen,
dass silberner Atem das Grün überweht,
dann sagt das Wiesenvolk sein Gebet
und die Gräser singen die Psalmen.

Die Blumen, die sind versprengtes Licht
in tausend zitternden Flammen.
Sie wenden zur Sonne ihr Sternengesicht

und ihre farbige Wonne spricht
vom Himmel, aus welchem sie stammen.

Die Gräser, die sind Schauer von Glück
in schwankenden Rispen und Ähren.
Sie wallen hinan und sie wogen zurück
und danken dem Tag und dem Augenblick
und dem Tropfen Tau und dem Sommergeschick,
dass sie dem Leben gehören.

Wenn der Wind über die Wiesen geht,
beladen mit Düften und Samen,
ist Klingen und Psalmen
unter den Halmen
und der Blumenflor, der vielfarbig weht,
und die Gräserschar, die in Blüte steht,
neigt sich und stammelt das Amen.

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