Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Roland Betsch >

Die sieben Glückseligkeiten

Roland Betsch: Die sieben Glückseligkeiten - Kapitel 4
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie sieben Glückseligkeiten
authorRoland Betsch
year1938
firstpub1934
publisherDeutsche Buch-Gemeinschaft
addressBerlin
titleDie sieben Glückseligkeiten
created20160930
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Die Zauberer und Hexenmeister waren schon immer gerne am Neckar und im Odenwald. Der weltberühmte Schwarzkünstler Doktor Faustus trieb sich mit seinen losen Künsten viel in dieser Gegend umher. Er weilte bekanntlich längere Zeit in Heilbronn und kam von da oft auf die Burg Boxberg. Hier ging er einmal an einem strengen Wintertag mit schönen Burgfrauen spazieren. Als die Frauen sich über die Kälte beklagten, ließ der Doktor allsogleich durch Zauberei die Sonne recht warm scheinen; der Boden wurde grün, und die Veilchen blühten. An den Bäumen reiften Pfirsiche und Äpfel. Weinstöcke wuchsen und trugen köstliche Trauben. Als dann die Damen voll Begierde mit ihren Nähmesserchen nach den Trauben langten, um sie abzuschneiden, ließ der schadenfrohe Scharlatan den Zauber verwehen, und die hochedlen Frauen sahen zum Entsetzen, daß sie die Nähmesserchen an ihre stolzen Näschen gesetzt hatten.

Einmal soll dieser Doktor Faustus von Boxberg aus auf einem Regenbogen gen Frankfurt geritten sein. Gott mag wissen, ob er nicht insgeheim mit dem Bösen im Bunde stand.

Die Fähre hat mich auf das linke Neckarufer gebracht. In einer kleinen Mulde unter einem Apfelbaum habe ich mein Zelt aufgeschlagen. Der Abend ist gekommen, es ist 20 sonderbar still geworden um mich. Dort treibt der Fluß vorüber, leise schwatzend wie in einem beschaulichen Traum.

Lieber Gott, wie mag man nur einen Schildkrötenring tragen. Richtig, ich will das Buch lesen, ein wunderliches Buch vielleicht, die sieben Glückseligkeiten.

Wie schlank war diese Hand, ach, wenn man sie einmal berühren, wenn man sie einmal streicheln könnte.

Da drüben liegt nun also das Städtchen Neckarsteinach, schon fallen Schatten über Häuser und Gassen her, bald wird es dunkel sein, dann wird man viele helle Lichter sehen, Fenster werden gelbe Augen öffnen, es ist eine friedliche Welt, Gott sei mit uns!

Ich lese den Roman von den sieben Glückseligkeiten. Ein Kahn treibt vorüber, er gleitet in die offene Nacht hinein. Auf dem dunklen Gewässer gleitet er dahin.

Nun ist der Tag verweht. Man hört das Gras singen. Das Gras singt, ich weiß nicht, ob das allgemein bekannt ist.

In dem Roman kommt ein Mädchen vor, eine gefährliche Komödiantin, ich will es offen sagen. Ursula. Man muß nicht gleich an einen Hexenstrumpf denken.

Nein, ich lese nicht weiter, ich bin müde, die Sterne ziehen herauf, man muß einschlafen in seinem Zelt, den Himmel über sich und alle wandernden Welten.

Ursula heißt das Mädchen. Ich habe zehntausend Rosen von Schiras, Ursula. Häutle hat sie mir verkauft, er weiß um die Knodener Kunst.

Überhaupt soll hier viel Hexerei und Zauberdunst sein; nun, ich fürchte mich nicht, wenn einer aus des Teufels Verwandtschaft auftaucht und nach Pech und Schwefel stinkt. Singt nicht jemand?

21 Doch, ich höre Gesang. In meinem Zelt ist es dunkel, aber von draußen glänzt die Nacht herein. Die Töne rieseln in meine geborgene Stille.

Ich schaue hinaus und sehe auf dem Damm oben eine Gestalt sitzen. Ein Mädchen.

Eine Hexe auf Urlaub vielleicht; am Ende hat der Doktor Faust seine lose Hand im Spiel. Der Doktor Faust hat sich in dieser Gegend viel umhergetrieben.

Ja, es ist ein Mädchen. Eine musikalische Hexe, dort sitzt sie und schaut auf den Fluß, sie ist nichts als ein schwarzes Gebilde.

Sie singt und spielt dazu auf einer Gitarre. Aber die Gitarre ist jämmerlich verstimmt, auch der Gesang ist nicht bedeutend, ich würde mich von ihm nicht in die Hölle locken lassen. Ich bin nicht verwöhnt, aber dies ist ein rechter Gassenhauergesang, ein Schirmflickerlied.

Ein Mädchen jung von siebzehn Jahren,
Verführt von einer Männerhand,
Sie mußte ach zu früh erfahren,
Was falsche Lieb' für Folgen fand.

Setzt man sich in einer Mainacht auf den Neckardamm und dudelt eine solche blutige Weise? Die Nacht ist blühend und sanft, die Gräser singen, des Herrgotts beste Gedanken säuseln durch die Welt. Und dort sitzt eine sogenannte Hexe, zupft miserabel auf ihrem höllischen Saiteninstrument und singt eine Leierkastenarie.

»Du weißt wohl nichts anderes zu singen in der Nacht, als diese Schmachtfetzen?«

Sie schaut mich an, im Dunkel glänzen ihre Augen, sie hat sich halb aufgerichtet, auf den Knien kauert sie und starrt zu 22 mir herauf. Ihr Atem geht rasch, der Mund ist halb geöffnet.

»Was willst du von mir? Geh fort, ich habe dich nicht gerufen. Ich kann singen, was mir in den Sinn kommt.«

»Aber deine Drehorgelgeschichte stört die romantische Neckarstimmung. Wer bist du denn?«

»Das geht dich nichts an. Wenn Max kommt, haut er dich in die Seile.«

»Wer ist Max?«

»Das wirst du vielleicht noch merken.«

Sie wendet sich wieder um und schaut ins Wasser. Dann lacht sie mich plötzlich lautlos an. Nun ich mich an die Dunkelheit gewöhnt habe, kann ich sie genau erkennen. Ein Mädchen von zwanzig Jahren, schlampig gekleidet; wirres, blondes Haar, ein schlankes Gesicht, nicht schön und nicht häßlich. Sonderbares Menschenkind mit etwas zu großen Zähnen.

»Warum lachst du?«

»Weil du daherkommst und wie ein Schulmeister redest. Jetzt hast du wohl Angst vor Max?«

»Ich habe keine Angst vor deinem Max. Paß auf, ich setze mich zu dir ins Gras.«

Das tue ich auch, da sitzen wir jetzt beide und schauen uns an. Eine schwarze Fremdheit ist zwischen uns.

»Bringe wenigstens deine Haare in Ordnung.«

Sie fährt mir grob und unverschämt durch die Haare.

»Zum Donnerwetter, nimm die Hände weg.«

»Grobian, du!«

»Schlampe! Betrachte bitte deine zerlatschten Schuhe. Du hast hier elende Korkenzieherstrümpfe – –«

»Fort, rühre mich nicht an.«

23 Sie schlägt mit der Hand nach mir, die Gitarre wirft sie ins Gras. Eine Weile senkt sie den Kopf, dann schaut sie mich wieder an, ihre Augen sind ganz rund und groß geworden.

So blickt ein Tier, so maßlos fremd und scheu.

»Ich bin arm«, sagt sie.

Nun tut sie mir plötzlich leid. Ich habe einmal einen Hund gehabt, der trug solche Abgründe in seinen Augen; sein Blick drang mir bis ans Herz. Sie ist schön jetzt; in dieser Sekunde ist sie schön. Ihre verbettelte Armut adelt sie.

»Ich wollte dir nicht weh tun, es kam nur so heraus, du darfst es nicht ernst nehmen.«

»Nein, das werde ich nicht. Ich will jetzt gehen.«

»So bleibe doch. Ich muß dich manches fragen.«

»Ich weiß nichts, gar nichts. Ich bin dumm; und verkommen.«

»Aber warum hockst du hier in der Nacht und singst?«

»Weil ich gerne singe, und weil ich Lieder lernen will. Ich gehe bald fort vom Schiff. Zu den Goldwäschern gehe ich an den Rhein.«

»Zu den Goldwäschern?!«

»Ja, am Rhein wird wieder Gold gewaschen. Viel Gold, Hände voll. Max geht auch zu den Goldwäschern.«

»Wer ist Max?«

»Der Steuermann.«

»Steuermann? Was für ein Steuermann zum Teufel?«

»Na vom Schiff. Siehst du nicht unser Schiff dort liegen?«

Wahrhaftig, am Ufer ist ein Schiff vertäut, ein uraltes Schiff, ein Frachtkahn. In der Kabine brennt Licht, ein dünner Schimmer schwelt durch die dunklen Stunden.

»Du wohnst im Schiff?«

24 »Ja, wir sind sechs Leute. Der Alte und seine Frau und zwei Kinder, Steuermann Max und ich.«

»Du?! Gehörst du nicht – –?«

»Ich bin zugelaufen; wie ein Hund. Ich muß helfen bei der Arbeit. Wir haben jetzt Bausteine geladen. Blendsteine und Zellensteine und gewöhnliche Backsteine.«

»Du hast hier eine Narbe an der Stirn.«

»Ja, ja, das ist lange her.«

»Verunglückt?«

»Das nicht. Jemand hat mit einer Kohlenschaufel nach mir geschlagen. Lange her, über zehn Jahre; warum fragst du?«

»Ist Max dein Bräutigam?«

»Pah, rede nicht dumm. Ich habe nichts zum Anziehen, nur so was ich brauche. Und das Essen. Ich bin arm zum Verdorren. Laß mich in Frieden.«

»Und Max – –«

»Max kann zaubern, sage ich dir. Er zaubert fein. Zum Beispiel nimmt er ein rohes Ei, macht eine Faust, wartet eine Weile, zack ist das Ei hart gekocht, hahaha, du machst nur so Glotzaugen. In der Faust gekocht.«

»Überall Hexerei hier am Neckar.«

»Er sagt, er hat's aus dem Buch vom Doktor Faustus.«

»Ja, der war ein großer Hexenmeister. Er ist einmal mit vier Rappen in einer Viertelstunde vom Schloß Boxberg bis nach Heilbronn gefahren, das ist sonst fast eine Tagereise. Große Geister mit Hörnern haben vor dem stürmenden Wagen den Weg gepflastert und andere haben hinter dem Geistergefährt das Pflaster wieder aufgerissen und die Steine 25 entfernt. Einige sind liegengeblieben, man kann sie heute noch sehen.«

»Hoho, das ist ein verdammter Schwindel.«

»Wie heißt du denn?«

»Marlena. Und du?«

»Hans Hiedewohl. Ich bin Buchhändler.«

»Gott steh mir bei. Kannst du Stein, Papier und Schere?«

»Was ist das?«

»Max kann das großartig, er gewinnt immer. Du mußt wissen, er hypnotisiert die Menschen. Er hat den verzauberten Blick, sie müssen alle machen, was er will.«

»Das hängt mit dem Doktor Faustus zusammen.«

»Oder mit dem Zauberer Aphrasterus, der seine Schätze und übersinnlichen Zauberinstrumente in den Rhein geworfen hat. Dort liegen sie noch, und wer sie findet, der hat große Macht über alle Menschen. Max will sie herausfischen. Wir gehen zu den Goldwäschern. Du, ich habe solche Angst vorm Wasser. Oh, was ich für Angst habe.«

»Was ist das mit Stein, Papier und Schere?«

»Paß mal auf: eine Faust bedeutet Stein, die flache Hand bedeutet Papier und zwei gespreizte Finger bedeuten Schere. Ich zähle eins, zwei, drei, auf drei mußt du blitzschnell entweder eine Faust, eine flache Hand oder gespreizte Finger machen; ich muß es auch so machen. Der Stein macht die Schere stumpf, wird aber vom Papier eingewickelt; die Schere zerschneidet das Papier, wird aber am Stein stumpf; das Papier wickelt den Stein ein, wird aber von der Schere zerschnitten. Verstehst du das?«

»Halb und halb.«

26 »Hör zu: hast du zum Beispiel eine Faust gemacht und ich eine flache Hand, dann habe ich gewonnen, weil das Papier den Stein einwickelt. Hast du gespreizte Finger und ich habe eine flache Hand gemacht, dann hast du gewonnen, weil die Schere das Papier zerschneidet.«

»Großartig, jetzt habe ich's begriffen.«

»Wollen wir mal? Hast du Geld? Jedesmal zehn Pfennig.«

Sie kauert wieder auf den Knien, ihre Augen flackern, sie bläst sich die Haare aus dem Gesicht. Schon hat sie den Arm erhoben, als wolle sie zuschlagen. Ihre Lippen glänzen von Feuchte und Erregung.

»Los«, sage ich, »es gilt zehn Pfennig.«

Sie gewinnt, zweimal, dreimal gewinnt sie. Zuletzt hat sie fünfzig Pfennig gewonnen.

»Mit mir kannst du getrost spielen, Marlena, ich bin ein Pechvogel. Ich habe schon einmal einen Knopf verschluckt und wäre fast daran gestorben.«

Sie lacht und hat eine unbändige Freude.

Dann kommt sie näher heran, rückt mir zärtlich auf den Leib. Sie ist wie eine Katze, weich und schmeichlerisch, ihr Körper wird seltsam geschmeidig.

»Wenn du willst, darfst du mich küssen für die fünfzig Pfennig.«

»Du hast das Geld ehrlich gewonnen.«

»Ja, so ist es. Tut es dir nun leid? Warte, ich will dir noch ein Lied singen. Schläfst du im Zelt?«

»Ja.«

»Wenn du mir ein Paar Strümpfe kaufst, dann komme ich – –«

27 »Marlena, du sollst nicht – –«

»Dummian, du glaubst doch nicht, daß ich mich verkaufe? Nein, nein, aber ich weiß oft nicht, wo hinaus. Ich – – ich zottle so in der Welt herum, wenn ich – – nach Hause könnte, wenn ich – – ja, ich will dir noch ein Lied singen.«

Sie greift nach der Gitarre und fängt zu zupfen an.

»So schlecht, wie du dir einbildest, bin ich nicht«, sagt sie und kriecht wieder auf mich zu. »Denkst du vielleicht, man braucht bei mir nur einen krummen Finger zu machen und ich bin schon da? Ja, denkst du das, sag mir, ob du das denkst?«

»Nein, das denke ich nicht, Marlena.«

»Du mußt wissen, daß ich nächstens hier in den Sack haue.«

»Was machst du?«

»In den Sack hauen. Auf und davon gehe ich, weil ich's satt habe. Vom Schiff aus springe ich ins Wasser und schwimme an Land. Wenn ich nur nicht solche Angst vorm Wasser hätte – –«

Sie erhebt sich, nimmt die Gitarre und schickt sich an zu gehen. Plötzlich, wie von innen her getrieben, wendet sie sich um, wir stehen uns gegenüber. Wir sind zwei verschrobene Menschen mitten im nächtlichen Eulenflug.

»Du bist sonderbar, du – – du bist ja wie ein Pfarrer, du – – hörst du – ich habe etwas Gräßliches auf dem Gewissen, du kannst nicht begreifen, wie schlecht ich bin und was ich getan habe! Ich bin schuld, daß ein Mensch getötet wurde – ich – schau mich nur genau an – – ich habe ihn verraten – hörst du, ich habe ihn verraten – – dann haben sie mich davongejagt – und die Kohlenschaufel, erzählte ich dir nicht von der Kohlenschaufel? Hier an der Stirn – –«

Mit einem Male wird sie starr, ihre Augen weiten sich, 28 das unselige Instrument entfällt ihren Händen, die Finger spreizen sich, ich sehe es glitzernd aus den Augen strömen.

Sie schreit auf, ein unbändiger wilder Ruf ist es, sie klammert sich an mich, ihr Mund ist geöffnet, ich sehe deutlich die großen Zähne. Sie riecht nach alten Kleidern, ach, diese Zigeunerin, dieses tobende Herz unter den Sternen.

»Ich war noch ein Kind«, schreit sie, »zehn Jahre war ich alt – – ich kann ja nichts dafür, du mußt mir glauben, daß ich nichts dafür kann – ich will doch wieder nach Hause – –« Ihre Stimme sinkt zu einem weinerlichen Klagen, sie summt und schluchzt und stößt es mehr in sich selbst hinein, ihr Körper bebt, ich sehe die Angst aus den Augen kriechen.

»Wenn Max richtig zaubern könnte«, sagt sie ganz leise, »nicht nur das rohe Ei in der Faust hart kochen – – er müßte machen, daß alles nicht gewesen ist.«

Ich gehe mit ihr bis zum Schiff, sie wankt mit hängendem Kopf dahin, ihre Arme baumeln, ich trage das verstimmte Saiteninstrument.

»Du mußt mir das erzählen, Marlena.«

»Nichts mehr, nein – – nichts, was willst du denn von mir?«

»Vielleicht kann ich dir helfen, ich weiß um die Knodener Kunst, ich bin selbst von Geheimnissen umgeben, ich traf eine verschleierte Dame mit einem Schildkrötenring, du mußt nicht glauben, daß ich nur so in der Nacht dahergetrieben bin.«

»Ich muß aufs Schiff. Du kannst nicht begreifen, was für ein Gruseln ich vorm Wasser habe. Unten im Wasser, ganz unten, da muß es toll hergehen. Gute Nacht.«

Über ein Brett geht sie an Bord. Noch brennt in der Kabine das armselige Licht. Schwarzes Wasser schlägt gegen 29 die Schiffsplanken, mir ist, als schaukelte der Himmel über mir. Ich schleudere langsam über die Wiese, es ist eine berauschende Nacht, ein Duft von Gräsern liegt in der Luft, dort ist mein Zelt. Gott, wohin treiben wir!

Marlena singt, ich kann es deutlich verstehen. Warum schläft sie nicht, es ist schon spät, die Sterne sind lautlos gewandert, es liegt viel Schlafsucht über der Erde. Warum schläft sie nicht, welch ein verrücktes Lied.

Möglich, daß ich ein Bruder aller Abenteuer bin, nein, welch ein verrücktes Lied.

Kommt ein hübscher Herr gegangen
Flüstert Rosa leis ins Ohr,
Streichelt zärtlich ihre Wangen,
Spricht ihr dann von Liebe vor.

Wen mag sie verraten haben? Ich weiß es nicht. Wenn Max ein Zauberer wäre. Die Sache mit dem harten Ei kann ich nicht glauben. Heute glänzen alle Sterne heller, die Nacht ist wunderlich gelaunt.

Sieh, mein Kind, ich will dir geben
Diesen Beutel voller Gold,
Kannst damit in Frieden leben,
Sei mir nur ein wenig hold.

An allem ist mein Benzinpech schuld, ich wäre sonst schon in Heidelberg. Dunkle Zusammenhänge. Schildkröten, sagt man, werden tausend Jahre alt. Ein Gassenhauer, Marlena.

Bester Herr, ich müßt mich schämen,
Gar nicht schön wär es von mir, 30
Soviel Geld von Euch zu nehmen
Bester Herr, ich dank' dafür.

Immer schon waren meine Nächte bevölkert. Meiner Lebtag summte und sauste und musizierte es durch meine Nächte. Ich schwimme in meinen Nächten wie in einem dunklen Strom. Man gleitet so dahin, ein sonderbares Schiff. 31

Arm bin ich und lieb nur einen,
Diesem bleib ich ewig treu,
Auf der Welt sonst lieb ich keinen,
Bester Herr, es bleibt dabei!

Sagte ich nicht ein Schiff? Und manchmal setzt man alle Segel. Viele Schiffe begegnen sich, sie treiben aneinander vorüber. Seht her, man wirft Anker, Teufel, da liegt schon ein Schiff. ein fremdes Schiff, wer weiß, woher.

Wer weiß, wohin!

Gemeinsame Fahrt, meine dunklen Freunde. 32

 


 

 << Kapitel 3  Kapitel 5 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.