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Die Schwestern

Georg Ebers: Die Schwestern - Kapitel 9
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie Schwestern
authorGeorg Ebers
firstpub1880
year1880
publisherEduard Hallberger
addressStuttgart und Leipzig
titleDie Schwestern
pagesIII-XV, 1-432
created20070530
sendergerd.bouillon
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103 Achtes Kapitel.

»Niemand, der mir entgegentritt?« fragte die Königin, als sie am Fuße der letzten Porphyrstufen, die in den den Festsaal eröffnenden Vorsaal führten, angelangt war, und schaute, indem sie die kleine Hand zur Faust ballte, die sie begleitenden Kammerherren finster an: »Ich komme und Niemand ist hier!«

Es hatte freilich mit diesem »Niemand« eine eigene Bewandtniß, denn auf den Marmorfliesen des weiten, rings von Säulengängen umgebenen und nur vom gestirnten Himmel überdachten Raumes, in den die Königin wies, standen mehr als hundert macedonische Leibwächter im reichsten Waffenschmuck und eben so viele vornehme Hofbeamte, die mit dem Titel der Väter und Brüder, der Verwandten und Freunde und ersten Freunde des Königs geschmückt waren.

Sie Alle empfingen die Herrscherin mit einem vielstimmigen »Heil!«; aber keiner von ihnen schien Kleopatra der Beachtung werth.

104 Diese Menge war ihr weniger noch als die Luft, die wir ja athmen müssen, um zu leben, sie war ihr wie lästiger Rauch, wie wirbelnder Staub, dem wir gern aus dem Wege gehen, und mit dem sich der Wanderer doch abfinden muß, um vorwärts zu kommen.

Die Königin hatte erwartet, daß die wenigen, nach ihrer und ihres Bruders Euergetes Wahl zum Schmause geladenen Gäste sie hier an der Treppe bewillkommnen, sie, die sich in ihrer Muschel hoch in der Luft wie eine Göttin fühlte, heranschweben sehen würden, und sich auf des Römers staunende Bewunderung und des Korinthers Lysias seine Schmeichelei gefreut; nun aber war der wirkungsvollste Moment in der Rolle, die sie an diesem Abend zu spielen gedachte, im Sande verlaufen, und es kam ihr in den Sinn, sich auf ihr Dach zurücktragen und erst, wenn sie der Anwesenheit ihrer Gäste gewiß sein durfte, ihnen noch einmal entgegen zu schweben.

Aber weit mehr als alles Andere, selbst mehr als Schmerz und Reue fürchtete sie den Schein des Lächerlichen. So ließ sie denn nur den Trägern befehlen, stille zu stehen, und während der Oberste der Einführer, seiner Würde vergessend, davontrabte, um ihrem Gatten mitzutheilen, daß sie sich nähere, winkte sie den vornehmsten Reichsgroßen zu, um mit kühler Freundlichkeit einige gnädige Worte an sie zu richten. Wenige nur, denn bald öffneten sich die den eigentlichen Festsaal verschließenden Thüren von Thyiaholz, und der König trat mit seinen Freunden Kleopatra entgegen.

105 »Wie konnten wir Dich so früh erwarten!« rief Philometor seiner Gattin zu.

»Ist es in der That noch früh?« fragte die Fürstin, »oder überrasch' ich Dich nur, weil Du mich zu erwarten vergaßest?«

»Wie ungerecht Du bist!« entgegnete der König. »Mußt Du doch wissen, daß Du, wie früh Du auch erscheinen magst, für meine Wünsche immer zu spät kommst.«

»Und für die unseren,« rief der Korinther Lysias, »weder zu früh noch zu spät, sondern zur gelegensten Zeit, wie Glück und Siegeskränze und die Genesung.«

»Die Genesung, die eine Krankheit voraussetzt?« fragte Kleopatra, und ihr Auge blitzte wiederum klug und heiter auf.

»Ich verstehe Lysias vollkommen,« schnitt Publius dem Korinther das Wort ab, »denn ich bin einmal auf dem Marsfelde mit dem Pferde gestürzt, mußte wochenlang auf dem Lager liegen und weiß, daß es keine glückseligere Empfindung gibt, als wenn man genesend die geschwundenen Kräfte wiederkehren fühlt. Er will also sagen, daß man sich in Deiner Nähe besonders wohl fühlen muß.«

»Vielmehr,« unterbrach Lysias seinen Freund, »scheint mir unsere Königin wie die Genesung zu kommen, weil wir uns, so lange sie in unserer Mitte fehlte, krank gefühlt haben und leidend vor Sehnsucht. Dein Nahen, Kleopatra, ist die wirksamste Arznei und gibt uns die verlorene Gesundheit zurück!«

Kleopatra senkte huldreich und wie zum Danke 106 ihren Federwedel und drehte dabei seinen Stiel schnell in der Hand um, damit die an ihm befestigten Diamanten hell aufleuchten möchten; dann wandte sie sich an beide Freunde und sagte:

»Eure Worte sind freundlich gemeint und sie verhalten sich zu einander wie zwei Steine in einem Geschmeide, von denen der eine funkelt, weil er kunstreich geschliffen wurde und also Allem, was leuchtet, viele Spiegelflächen bietet, der andere aber, weil er echt ist und durch sein eigenes Feuer glänzt. Das Echte und das Wahre sind eins; die Aegypter haben auch für Beides nur ein Wort, und Deine freundliche Rede, mein Scipio, – aber ich darf Dich ja Publius nennen, – Deine freundliche Rede, Publius, scheint mir wahrer zu sein, als die auf eitlere Ohren als die meinen berechnete Deines gewandten Freundes. Ich bitte Dich, reiche mir jetzt Deine Hand!«

Die Muschel, in der sie saß, senkte sich zu Boden und von Publius und ihrem Gatten unterstützt stellte sich die Königin auf die Füße und begab sich mit ihren Gästen in den Festsaal.

Sobald sich der Vorhang dieses letzteren geschlossen und Kleopatra einige leise Worte mit ihrem Gemahl getauscht hatte, wandte sie sich wiederum an den Römer, zu dem jetzt der Eunuch Euläus getreten war, und sagte:

»Du kommst aus Athen, Publius, aber scheinst dort den Vorträgen über Logik nicht eben eifrig gefolgt zu sein, oder wie käme es sonst, daß Du, der Du die Gesundheit für das höchste Gut hältst, daß 107 Du, der eben erklärte, daß ihm nirgends so wohl sei als in meiner Nähe, mich doch nach dem Aufzuge ganz gegen die Abrede so schnell verlassen konntest? Darf man fragen, welche Geschäfte . . .«

»Unser edler Freund,« entgegnete, sich tief verneigend und ohne die Königin aussprechen zu lassen, der Eunuch, »scheint an den bärtigen Klausnern des Serapis besonderes Wohlgefallen gefunden zu haben und für seine Studien von Athen bei ihnen nach dem Schlußstein zu suchen.«

»Daran thut er Recht,« entgegnete Kleopatra, »denn von ihnen kann er lernen, auf dasjenige Dritttheil des Lebens seine Aufmerksamkeit zu richten, von dem man in Athen am wenigsten spricht, auf die Zukunft, mein' ich –«

»Die gehört den Göttern,« gab der Römer zurück. »Sie kommt früh genug und ich habe mit dem Klausner von ihr nicht gesprochen. Euläus mag wissen, daß im Gegentheil Alles, was ich von dem seltsamen Manne im Serapeum lernte, sich auf vergangene Dinge bezog.«

»Aber wie ist es möglich,« entgegnete der Eunuch, »daß Jemand, dem eine Kleopatra anbot, ihre Gesellschaft zu theilen, so lange an etwas Anderes dachte, als an die schöne Gegenwart?«

»Du hast völlig Recht,« antwortete Publius schnell, »für die Gegenwart in die Schranken zu treten und Deiner Vergangenheit nicht gern zu gedenken.«

»Sie war sorgen- und mühevoll,« gab der Eunuch mit großer Selbstbeherrschung zurück, »das weiß meine 108 Fürstin durch ihre erhabene Mutter und aus eigener Erfahrung und wird mich auch vor dem unverdienten Haß, mit dem mächtige Feinde mich zu verfolgen gewillt zu sein scheinen, zu schützen wissen. Gestatte mir, Königin, daß ich erst später beim Schmause erscheine. Dieser edle Herr ließ mich stundenlang im Serapeum warten, und die Vorschläge in Betreff des Neubaues im Isistempel von Philae müssen heute noch in's Reine gebracht werden, damit sie morgen früh im Rathe Deinem hohen Gatten und seinem erhabenen Bruder Euergetes . . .«

»Du bist beurlaubt,« unterbrach Kleopatra den Eunuchen.

Nachdem Euläus sich entfernt hatte, trat die Königin näher an Publius heran und sagte:

»Du grollst diesem vielleicht nicht angenehmen, aber jedenfalls brauchbaren und verdienstvollen Manne. Darf ich fragen, ob Du Dich nur von seiner Persönlichkeit abgestoßen fühlst oder ob es Thatsachen sind, die Deine Abneigung, und wenn ich richtig gesehen habe, sogar bitter feindseligen Empfindungen gegen ihn hervorgerufen haben?«

»Beides,« entgegnete Publius. »In diesem Halbmanne vermuthete ich von vornherein nichts Gutes zu finden und weiß jetzt, daß, wenn ich mich in ihm irrte, es zu seinen Gunsten geschehen ist. Morgen bitte ich Dich um eine Stunde, in der ich Dir Einiges über ihn mittheilen möchte, das, weil es widerwärtig und traurig ist, für diesen der Freude gewidmeten Abend nicht paßt. Du brauchst nicht neugierig 109 zu sein, denn es sind der Vergangenheit angehörende Dinge, die weder Dich noch mich berühren.«

Der oberste Hausmeister und der Mundschenk unterbrachen, indem sie zur Tafel riefen, diese Unterredung, und bald lag das Königspaar mit seinen Gästen beim Schmause.

Morgenländische Pracht und hellenische Formenschönheit vereinten sich in dem mittelgroßen Gemach, in dem Ptolemäus Philometor am liebsten mit wenigen auserlesenen Freunden zu schmausen pflegte.

Wie die große Empfangshalle und der Männersaal mit seinen zwanzig Thüren und hohen Porphyrsäulen, in dem sich des Königs Gäste versammelten, empfing es sein Licht von oben, denn nur an den Seiten trugen fensterlose Wände und zierliche Alabastersäulen mit dem korinthischen Akanthuskapitäl eine schmale Bedachung, in seiner Mitte aber war es unbedeckt.

Jetzt, da es von hundert Lichtern beleuchtet war, breitete sich über die weite Oeffnung, durch welche es bei Tage vom Glanz der Sonne erhellt ward, ein goldenes, mit Halbmonden und Sternen von flimmerndem Bergkrystall verziertes Netz mit so engen Maschen, daß es die Fledermäuse und Falter, die in der Nacht dem Lichte zuzufliegen pflegen, von ihm fern hielt.

Des Königs Speisesaal war aber auch beinahe tageshell erleuchtet, und zwar durch zahlreiche, vielarmige Leuchter, welche von lieblichen Kindergestalten aus Erz und Marmor gehalten wurden.

110 Jede Fuge in dem Mosaikgemälde am Fußboden, welches die Einführung des Herakles in den Olymp, das Mahl der Götter und des verblüfften Heros Staunen über die Pracht des himmlischen Gelages darstellte, war zu erkennen und hundert Flammen spiegelten sich in dem polirten, zu Hippo Regius gebrochenen gelben Marmor der Wände, in welchen geschickte Künstler Fruchtstücke, stattliche Gruppen von erlegtem Wildpret und andere von musikalischen Instrumenten mit kostbaren Steinen, wie Lapis Lazuli und Malachit, Quarz, Blutjaspis, Achat und Chalcedon eingelegt hatten; an den Pfeilern aber sah man die Masken der komischen und tragischen Muse, Fackeln, mit Epheu und Weinlaub umwundene Thyrsusstäbe und Panflöten. Dieß Alles war aus Gold und Silber getrieben, mit Halbedelsteinen besetzt und hob sich von seiner marmornen Unterlage ab wie die Metallbuckel von ledernen Schildern oder von Schwertscheiden reiche Beschläge.

Vom Friese schaute die schöne Reliefdarstellung eines dionysischen Zuges, den der Bildhauer Bryaxis für Ptolemäus Soter modellirt und in Elfenbein und Gold ausgeführt hatte, auf die Schmausenden hernieder.

Was auch dem Auge in diesem Gemach begegnen mochte, war schön, kostbar und besonders auch heiter gewesen, ehe Kleopatra den Thron bestiegen; sie aber hatte, wie in ihren Wohnräumen, so auch hier, die Büsten der größten hellenischen Philosophen und Dichter, von Thales dem Milesier bis zu Strato, 111 der den Zufall auf den Thron Gottes setzte, von Hesiod bis Kallimachos, auf marmorne Hermen stellen und zu der Maske der komischen die der tragischen Muse fügen lassen, denn an ihrer Tafel, pflegte sie zu sagen, wünsche sie Niemand zu sehen, den ein gutes und ernstes Gespräch nicht höher ergötze, als Speise, Trank und Gelächter.

Statt wie andere Frauen auf einem Stuhl oder am Fußende des Lagers ihres Gatten in sitzender Stellung dem Gastmahle beizuwohnen, lag sie auf ihrem eigenen Ruhebette, hinter dem der Dichterin Sappho und der Freundin des Perikles, Aspasia, Büsten standen.

Für eine Philosophin und wenn auch für keine Poetin, so doch für eine feine Kennerin der Dichtkunst und Musik gehalten zu werden, verlangte sie als ihr Recht, und warum hätte sie nicht lieber liegen als sitzen sollen, da sie doch wußte, wie gut es ihr stand, sich auf ihrem Polster malerisch auszustrecken und den Kopf mit dem auf der Lehne ihres Lagers ruhenden Arm zu stützen, der nicht eigentlich schön war, an dem es aber stets die edelsten Erzeugnisse der alexandrinischen Gemmenschneider- und Goldarbeiterkunst zu bewundern gab.

Aber sie wählte die liegende Stellung ganz besonders um ihrer Füße willen; besaß doch kein Weib in Aegypten und Griechenland kleinere und edler gebaute als sie.

Darum waren auch ihre Sandalen so geschnitten, daß sie, wenn sie stand oder ging, nur die Sohle 112 schützten, die zierlichen weißen Zehen mit den rosigen Nägeln und weiß schimmernden Halbmonden aber völlig unbedeckt ließen.

Beim Gastmahle legte sie wie die Männer die Schuhe völlig ab, um ihre Füße zunächst zu verbergen und erst wieder zu zeigen, wenn sie glaubte, daß die Eindrücke, welche die Sandalenriemen in ihrer zarten Haut zurückließen, völlig verschwunden wären.

Der Eunuch Euläus war der höchste Bewunderer dieser Füße, nicht, wie er vorgab, um ihrer Schönheit willen, sondern weil das Spiel der Zehen der Königin ihm gerade dann zeigte, was in ihr vorging, wenn er aus ihrem in der Kunst der Verstellung wohlgeübten Mund und Auge nichts, was ihre Seele erregte, zu erkennen vermochte.

Neun zu drei und drei in der Form eines Hufeisens geordnete Lager mit Lehnen von Ebenholz und Polstern von matt olivengrünem Brokat, über den zarte Muster von Silber und Gold leicht hingehaucht waren, luden die Gäste zur Ruhe.

Die Königin flüsterte achselzuckend und, wie es schien, wenig angenehm überrascht mit dem Kämmerer, und dieser wies sodann jedem einzelnen Geladenen seinen Platz an.

Auf der hintersten Lagergruppe nahm ganz rechts die Königin, ganz links ihr Gemahl Platz; das zwischen den ihren stehende Sopha blieb für Euergetes, den Bruder des fürstlichen Paares, unbesetzt.

Auf einem der drei Lager, die sich im rechten Winkel an die der fürstlichen Familie schlossen, fand 1103 Publius neben Kleopatra Platz, und ihm gegenüber zunächst dem Könige der Korinther Lysias.

Zwei Sitze neben diesem Letzteren blieben frei, während zur Seite des Römers sich der tapfere und kluge Hierax, des Ptolemäus Euergetes Freund und treuester Diener, ausstreckte.

Der König wandte sich, während Diener das Gemach mit Rosenblättern bestreuten, wohlriechendes Wasser aussprengten und kleine Tische von Silber mit starken Platten von rothbraunem, weißgesprenkeltem, edlem Porphyr neben jeden Gastes Lager aufstellten, mit freundlichem Gruß an seine Gäste, indem er ihre kleine Zahl entschuldigte.

»Euläus,« sagte er, »hat uns in Geschäften verlassen müssen und unser königlicher Bruder sitzt wohl noch mit Aristarch, der mit ihm aus Alexandria gekommen ist, hinter den Büchern, aber er hat fest zugesagt zu erscheinen.«

»Je weniger wir sind,« entgegnete Lysias, sich tief verneigend, »je ehrenvoller ist es, nach enger Wahl zu der Zahl Eurer Auserwählten zu gehören.«

»Ich meinte schon von den Guten die Besten geladen zu haben,« sagte die Königin, »aber meinem Bruder Euergetes müssen die wenigen von mir geladenen Freunde noch zu viel gewesen sein, denn er, der auch im fremden Hause wie in seinem eigenen gebietet, hat dem Kämmerer unsere gelehrten Freunde, unter denen Dir Agatharchides, mein und meiner Brüder trefflicher Lehrer, bekannt ist, sowie unsere jüdischen Freunde, die gestern an unserem Gastmahle 113 theilnahmen und die ich auf die Liste gesetzt hatte, zu laden verboten. Mir kann es recht sein, denn ich liebe die Zahl der Musen und vielleicht wollte er Dir, Publius, eine Ehre erweisen, denn wir sind hier in römischer Weise versammelt. Dir und nicht ihm zu Ehren wollen wir heute ohne Musik bleiben; Du sagtest ja, daß Du sie beim Gastmahl nicht sonderlich liebtest. Euergetes schlägt selbst vortrefflich die Harfe. Es ist übrigens gut, daß er spät kommt wie immer, denn übermorgen ist sein Geburtstag und er will ihn hier bei uns und nicht in Alexandria verleben. Die im Bruchium versammelten priesterlichen Gesandten sollen hierher nach Memphis kommen, um ihm Glück zu wünschen, und wir müssen etwas Glänzendes vorbereiten. Du liebst Euläus nicht, Publius, aber er versteht sich am besten auf diese Dinge und ich hoffe, daß er bald zurückkehrt, um uns zu rathen.«

»Am Morgen sollten wir einen großen Aufzug veranstalten,« rief der König. »Euergetes liebt glänzende Schaustellungen und ich möchte ihm gern zeigen, wie sehr sein Besuch uns erfreut hat.«

Des Königs hübsche Züge nahmen bei diesen aus dem Herzen kommenden Worten einen besonders gewinnenden Ausdruck an, seine Gattin aber sagte bedenklich:

»Ja, wenn wir in Alexandria wären, aber hier unter all' dem ägyptischen Volk –«

 

 

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