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Die Schutzflehenden

Aischylos: Die Schutzflehenden - Kapitel 2
Quellenangabe
typedrama
authorAischylos
titleDie Schutzflehenden
publisherLangenscheidtsche Verlagsbuchhandlung
yearo.J.
translatorJ. J. C. Donner
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorAlfred Wey
senderwww.gaga.net
created20160531
projectid2878759e
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Die Flucht.

Ägýptos, der Sohn des ägyptischen Königs Bélos und der Anchínoe, hatte seinen Bruder Dánaos nach kurzem Kampfe besiegt und dessen fünfzig Töchter für seine fünfzig Söhne zur Ehe verlangt. Diesem Bunde zu entgehen, flohen die Danaïden mit ihrem Vater nach Árgos, dem Mutterlande der Ío, ihrer Ahnfrau.

Die Flüchtigen, welche den Chor des vorliegenden Dramas bilden, sind eben an der Küste gelandet. Sie richten ein Gebet an die Götter des Landes, vor allen an Zeus, den Ahnherrn ihres Geschlechtes, um Schutz gegen die verfolgenden Vettern. Da sieht Danaos, der indessen die Gegend durchspäht hat, bewaffnete Argéier nahen. Er ermahnt die Töchter zur Vorsicht und rät ihnen, sich an den nahen Altar zu flüchten. Indem sie dort die Götter anrufen, erscheint Pelásgos, der König von Árgos. Er erforscht die Ursache ihrer Ankunft, fürchtet aber, wenn er sich ihrer annehme, in einen Krieg verwickelt zu werden, und verspricht endlich nach langem Schwanken, die Sache dem Volke vorzutragen. Dem Danaos bedeutet er, in die Stadt zu eilen und dort die Altäre der Götter mit grünen Zweigen zu schmücken, den Jungfrauen aber, sich in einen nahen Hain zu begeben. Da diese, die Ankunft ihrer Verfolger fürchtend, sich scheuen, den Altar zu verlassen, so gestattet er ihnen zu bleiben und folgt dem Danaos zur Stadt. Nachdem der Chor aufs neue die Hilfe des Zeus angerufen, kehrt Danaos mit der Kunde zurück, daß die Argeier einstimmig die Aufnahme der Flüchtigen beschlossen hätten. Die Danaïden stimmen einen feierlichen Gesang an, worin sie dem Volke von Argos Heil und Segen wünschen. Da meldet Danaos, die spähenden Blicke nach dem Meere hinaussendend, das Eintreffen der ägyptischen Flotte und eilt in die Stadt, um Hilfe herbeizuholen. Der Chor fleht von neuem um Abwendung der Gefahr und will eher den Tod leiden, als in die Hände seiner Verfolger fallen. Ein Herold, abgesandt von den Söhnen des Ägyptos, erscheint und gebietet den Jungfrauen, ihm zu folgen. Aber jetzt naht der König von Argos, verkündet ihnen seinen und des Volkes Schutz und ladet sie ein, ihm nach Argos zu folgen, wo Wohnungen für sie bereit ständen. Dieses bestätigt der zurückkehrende Danaos, und fordert die Töchter auf, die Argeier zu ehren und ihre Tugend zu bewahren. Mit Feiergesängen zum Preise der rettenden Stadt und der Landesgötter scheiden sie nun aus dem heiligen Bezirke, der sie bisher schützend aufgenommen, und wandeln in die von den Argeiern gastlich dargebotenen Wohnungen.

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