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Die schönsten Märchen

Ludwig Bechstein: Die schönsten Märchen - Kapitel 17
Quellenangabe
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typefairy
authorLudwig Bechstein
titleDie schönsten Märchen
publisherVerlagsunion Erich Pabel - Arthur Moewig KG
seriesDie schönsten Märchen
volumeBand 2
printrun5. Auflage
illustratorLudwig Richter
year1991
isbn3811810863
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Die goldene Schäferei

Es war einmal eine schöne Jungfrau, Ilsa geheißen, eines rauhen Ritters einzige Tochter, die liebte den Wald mit seinem Vogelsang, seinen Blumendüften und Quellenrieseln und lustwandelte nur zu gerne mit ihrer alten Amme, der einzigen Pflegerin ihrer Jugend, da Ilsas Mutter früh gestorben war, oder auch allein, denn es drohte ihr keine Gefahr, und sie fürchtete keine, weil sie nicht wußte, was Gefahr ist. Eines Tages erging sich Ilsa nun auch ganz allein im grünen Haine, der um ihres Vaters Burg sich zog und in welchem uralte Bäume, malerische Felsen, geschmückt mit hohen Fahrenkrautstengeln und seltenen Pflanzen, und Blumen gar anmutig wechselten; da gelangte die jugendliche Maid an eine Felsengrotte, welche ihr neu war, indem sie sich nicht erinnern konnte, dieselbe schon früher einmal gesehen zu haben oder ihr nahe gekommen zu sein. Aus dem Innern dieser Grotte klang ein melodisches Summen wie von Windharfen, und dieses lockte Ilsa, immer weiter nach hinten in den trockenen Höhlengang hinein zu schreiten, der freilich immer enger und enger wurde und folglich auch immer dunkler. Doch just da, wo der Grottengang am engsten und düstersten war, zeigte sich durch eine Spalte hindurch eine sanfte Helle und manches funkelnde Licht, und Ilsa widerstand nicht dem Drange, diesem Schimmer nachzugehen – sie zwängte sich durch die Felsenspalte hindurch und sah sich mit Staunen plötzlich in einer ganz andern Welt. Die Töne schwollen und rauschten mächtiger an ihr Ohr, der Schimmer wurde klarer, Blumenglanz leuchtete auf, aber alle Blumen waren von funkelnden Edelsteinen, und von andern grünen Steinen in mannigfaltiger Schattierung waren die Blätter. Kleine, höchstens zwei Fuß hohe Wesen wimmelten auf einer Wiese, ein zahlloses Völklein, und bald sah sich Ilsa von einer Schar derselben umringt und willkommen geheißen, denn zutraulich, vielleicht zudringlich sogar naheten ihr die kleinen Geschöpfe.

»Wer seid ihr?« fragte Ilsa voller Verwunderung. »Nie sah ich, nie hörte ich von euch!«

»Wir sind das Bergvolk, die Heimchen!« antwortete eines der niedlichen Wesen mit feinem schrillenden Stimmchen, das in der Tat dem Laute einer Grille glich. »Daß du uns nicht kennst, laß dich nicht wundern. Nicht jeden Tag sind unsere Grotten aufgetan, nicht einmal zu jeder Stunde des Tages, an welchem ein Menschenauge sie zu erblicken vermag.«

»Nie hörte ich von einem Bergvolke, nie von Heimchen«, sprach Ilsa, die wie von einem Traume befangen stand.

»Lerne uns kennen, und du wirst uns lieben!« versetzte der Sprecher dieser Unterirdischen. »Und liebst du uns, so wirst du eine der unsern werden, vielleicht unsere Königin!«

»Königin!« Wie dies Wort durch Ilsas junges Mädchenherz zuckte. Von Königinnen hatte Ilsa wohl gehört auf der Burg ihres Vaters, daß sie sehr reich und meist auch sehr schön seien, daß ihnen alles diene und gehorche, ja davon hatte ihr die Amme viel erzählt. Warum hätte Ilsa nicht auch eine Königin werden sollen oder können? Daher ließ sie sich willig leiten von ihren niedlichen, neckischen neuen Bekannten und durchwandelte mit ihnen das unterirdische Reich, das mit allem Zauber sie umgab, mit aller Prachtfülle sie blendete, durch melodische Töne ihre Seele mit Entzücken füllte. Dazu das leise Gemurmel rollender Bäche, das ferne Rauschen von Wasserfällen, deren Flut nach dem Lichte der Oberwelt hindrängte, die milde Dämmerung, heller als Mondlicht und doch nicht so hell wie Sonnenlicht, alles befing Ilsas Sinne, die ja noch halb ein Kind war, und die Freundlichkeit der Heimchen, mit denen sich so allerliebst spielen ließ, wie Ilsa glaubte, alles erregte ihr den Wunsch, immerdar in diesem unterirdischen Reiche zu bleiben, denn nach oben zog sie keine Liebe. Ihr Vater war ein rauher und finsterer Ritter, der sich niemals sonderlich um sie gekümmert hatte, und ihre Amme war alt und konnte sterben, dann hätte Ilsa ihre Tage ganz allein und freudenlos auf der einsamen, von den Menschen gemiedenen Burg ihres Vaters vertrauern müssen.

Und zu diesen Gedanken gesellte sich noch der Heimchen verlockendes Wispern und Flüstern: »Bleibe bei uns, so alterst du nimmer! Immerdar blühst du im Jugendschimmer. Jeder Tag wird dir zum neuen Feste! Was du dir wünschest – dein wird das beste!«

So bestrickt und hingerissen, erblickte Ilsa jetzt eine Herde Schafe, die freilich nicht größer als Lämmer waren, aber jedes derselben trug ein goldenes Vlies, und auch der kleine muntere Hund, der diese Herde umsprang, hatte Goldhaar. Einen Schäfer erblickte Ilsa nicht, wohl aber lag ein goldener Schäferstab am Boden.

Und da regte sich in Ilsa der Wunsch, diese Herde zu hüten, und sie dachte, da kannst du ja die Heimchen sogleich auf eine Probe stellen, und sprach: »Wenn ich nun bei euch bliebe, ihr guten Heimchen, und wünschte, daß diese goldene Herde mein sei und ich selbst sie hüten dürfte – würdet ihr das mir wohl gewähren und erfüllen?«

Da scholl es: »Ja, ja!« von vielen hundert zarten Stimmchen, und nur das bedingten die Heimchen, daß Ilsa mit keinem Schritte wieder die Oberwelt betrete und der goldenen Schäferei mit Sorgfalt vorstehe, auf daß keines der unschätzbaren Schäflein verlorengehe. Dann übergaben sie ihr den goldenen Hirtenstab, schmückten ihn mit silbernen Bändern und hießen sie mit lautem Jubel als nunmehr die ihrige willkommen.

Ilsa nahm nun in dem Reiche ihrer unterirdischen Unschuldwelt nichts mehr wahr von den vorübergleitenden Tagen, Monden und Jahren auf der Oberwelt, von der Jahreszeiten Wechsel und der Geschicke mächtiger Wandlung, welche die Herzen der Menschen bewegen. Droben war sie vermißt, verloren geglaubt, betrauert und dann vergessen worden – ihre Amme war gestorben, ihr Vater war in einer Fehde gefallen, seine Feinde hatten seine Burg verheert und zerstört; diese letztere starrte nur noch als einsame Trümmer empor auf dem Bergesscheitel, den der Hain umgrünte, aber längst nicht mehr der alte Hain; dessen Bäume waren alle abgeschlagen worden, und jetzt grünte ein neuer Wald, und doch auch schon mit ziemlich starken Stämmen. Ilsa hütete immer noch ihre goldene Herde, spielte mit den kindlichen Heimchen, lernte von ihnen viel Heimliches aus der Natur und dem unterirdischen Reiche, und die Erinnerung an eine andere Welt, in der sie früher gelebt, war ihr wie ein Traum. Dennoch entschlief nicht diese Erinnerung, vielmehr begann sie mächtiger zu erwachen – zur Sehnsucht zu werden. Ilsa hatte allmählich wahrgenommen, daß dieses und jenes Heimchen auf der Oberwelt sich zu tun gemacht, während man ihr den Verkehr mit jener streng untersagt hatte – und allmählich gelangte sie dahin, Betrachtungen anzustellen, die ihr das bisher genossene harmlose Glück zerstörten.

Was nützt mir meine Herde? dachte Ilsa. Ich hüte sie, aber sie ist doch nicht mein; ich kann nichts mit ihr beginnen. Eine Königin des Heimchenvolkes sollte ich werden, so wurde mir vorgespiegelt, und das schroffe Gegenteil einer solchen bin ich geworden, eine arme Hirtin. Alles drängt nach oben, zum schönen herrlichen Sonnenlicht! Die Wurzeln sammeln nur Kraft im Erdenschoße, um diese hinaufzudrängen und zu treiben bis in der Bäume höchste Wipfelkronen. Die Quellen, die unterirdischen Wasser, nach außen hin drängen sie alle, brechen sie sich Bahn mit Ungestüm. Wo ist der blaue Himmel hin, den einst ich sah? Wo ist das Fächeln der Frühlingsluft? Wo ist der Kirchenglocken feierlicher Klang? Die Heimchen haben keinen Gott, keine Kirche und keinen Himmel. Ich aber will den Himmel wiedersehen – ich will, ich will!

Und nun offenbarte Ilsa den Heimchen ihre Wünsche. Diese ließen ihre Köpfchen traurig hängen, sie ahneten alles, was und wie es kommen werde.

»Du versprachest uns, immer bei uns bleiben zu wollen!« wandten die Heimchen ein.

»Ihr versprachet mir Erfüllung aller meiner Wünsche«, entgegnete Ilsa.

»Wir machten aber zur ersten Bedingung, daß du nicht zur Oberwelt zurückkehrest«, erinnerten die Heimchen.

»Ich will auch nicht auf sie zurückkehren!« sprach Ilsa. »Ich will sie nur wiedersehen, sie und den blauen Himmel, und ihre wundersamen Frühlingsdüfte atmen.«

»Dann bist du keine der unsern mehr«, warfen die Heimchen ein. »Berührt dich nur der Lufthauch der Oberwelt, so verfällst du auch dem Lose der sterblichen Menschen, welche dahinfahren wie der Wind; du verblühst, wirst alt und stirbst. Nur in unserem Reiche blüht ewige Jugend.«

Ilsa schwieg – aber sie trauerte – ihre Sehnsucht wurde immer stärker – sie achtete ihrer goldenen Schäferei nicht mehr, nichts war mehr, was sie erfreute, sie sprach mit keinem Heimchen mehr, und die Heimchen klagten: »Sie ist für uns verloren so oder so – laßt uns daher ihre Wünsche erfüllen.«

Ilsa trat in die hochgelegene Grotte, durch welche sie eingegangen war in das Reich der Unterirdischen, an das sonnige Licht des schönen Erdentages. Ach, wie mächtig war dessen Strahl! Weithin flogen entzückt ihre Blicke über einen Teil des Gaues, in dem sich ihre väterliche Burg erhob – doch ward es ihr bald seltsam zu Sinne. Der Sonnenstrahl zitterte goldgrün durch die Baumwipfel, der Himmel lachte saphirblau durch sie herab; die alten Felsen waren noch die alten, aber die Bäume waren die alten nicht mehr – der gebahnte Weg, der Ilsa einst nach der Grotte geführt, war nicht mehr; auf dem Waldboden des Haines war alles eine Rasendecke voll hohen Grases.

Ilsa blickte zur Höhe, auf der sie das stattlich erbaute Vaterhaus mit Zinnen, Türmchen und Erkern stehen wußte, empor und erschrak, denn da war nichts, gar nichts mehr zu erblicken als ein Rest der Umfassungsmauer, überragt von einer hohen grauen Warte, um deren zerbröckelte Zinnen Mauerfalken schwebten und kreischten.

»Was ist das?« fragte sich Ilsa. »Dünkt mein Verweilen drunten mich doch nur eine ganz kurze Zeit, und so viele Zeit ist darüber vergangen! Wie alt bin ich wohl dann?«

Ilsa blickte weiter; sie sah neu entstandene Ortschaften, neue Burgen in der Ferne, und andere, deren Lage sie sich genau erinnerte, waren nicht mehr.

Ilsa wagte nicht, ihren Fuß weiter zu setzen. Sie blieb in der Grotte, denn das hatte sie dem Volke der Heimchen gelobt, als ihr endlich mit Widerstreben erlaubt wurde, die Oberwelt wiederzusehen, und weilte manchen Tag ernst und sinnend in derselben. Auch die kleine goldene Herde herauszuführen und sie auf der Matte vor der Grotte weiden zu lassen, wurde ihr gestattet, doch nur zu gewissen Tagen und Stunden, am ersten Tage des Maimondes, am Himmelfahrtstage, am Pfingstsonntage, am goldenen Sonntage und am Johannistage, zur Mittagszeit, wenn am höchsten die Sonne stand, oder in den Mitternachtsstunden der Vorabende dieser geweihten Festtage. An diesen Tagen wandelte gern ein Teil der Bewohner jener Gegend auf die Berghöhen, wie es Sitte war schon aus alten heidnischen Zeiten her, und suchte Heilkräuter und grub zauberkräftige Wurzeln. Da geschah es bisweilen, daß Ilsa von den Menschen erblickt wurde, sie, die den Menschen fremd geworden war, eine bleiche, ruhige und ernste Erscheinung, im schneeweißen, nimmer alternden Kleide, und manche sahen auch ihre goldene Herde, vermochten aber nie, wie gern sie es getan, ein Stück derselben zu erhaschen, denn der Hund hütete die Schafe mit den goldenen Vliesen gar wachsam, und so wie er den leisesten Laut gab, hob Ilsa ihren goldenen Hirtenstab, worauf augenblicklich Hund und Herde unsichtbar wurden.

Wenn gute und reine Menschen Ilsa erblickten und ihr furchtlos nahe traten, gab sie ihnen wohl auch auf Fragen, die an sie gerichtet wurden, Antwort, doch nur auf ernste und die Ernstes bezweckten, bisweilen auch doppelsinnig lauteten, oder warnend und abmahnend, oder prophetisch; da erinnerte sich das Volk, daß vor grauen Zeiten schon in altheiligen Götterhainen weissagende Priesterinnen gewohnt, und nannte Ilsa nach jener Gesamtnamen eine Allrune. Solche Allrunen waren alle die weißen Jungfrauen, welche nach alten Sagen um verfallene Schlösser und in den Hainen der Burgberge wandeln und auf ihre Erlösung hoffen. Auch Ilsa hoffte auf ihre Erlösung aus dem Bann und Zauber der unterirdischen Welt und der unheimlichen Heimchen, in den sie selbst sich gegeben, sie wußte aber nicht, daß ihre Erlösung aus dem Heimchenbanne an schier Undenkbares geknüpft war.

Einst, als Ilsa wieder im Dämmerlicht ihrer Felsengrotte saß und ihre Herde vor derselben weiden ließ, trat ein irdisches Weib auf die Matte, das war eine Bilbze oder böse Hexe, ein Weib, welches durch heimliche Zaubermittel Schaden tat an Menschen und Vieh. Die rief Ilsa an und sprach: »Was weilest du ewig einsam in deiner Höhle hier oben, hohe Allrune? Geselle dich doch wieder dem Geschlechte der Menschen zu! Fühle menschlich und teile mit ihnen Lust und Leid! Liebe und werde geliebt!«

Trauervoll antwortete Ilsa: »Mich bindet ein Wort – sonst zog ich gerne durch den Gau mit meiner Herde!«

»Du darfst nur wollen! Die Macht ist dein!« rief die Bilbze. »Schlage mit deinem Hirtenstabe gegen den Höhlenspalt in der Tiefe deiner Grotte nur ein Kreuz, so schließt er sich alsbald für immer zu. Keines der Heimchen kann dir folgen, und du bist völlig frei.«

Noch zögerte Ilsa, ihres Wortes eingedenk, den Zauber zu üben, als ein Jüngling von großer Schönheit sich zeigte und sie ansprach: »Vertraue dich mir an, schöne Jungfrau! Droben sollst du thronen, in deiner Väter Burg, die ich neu erbaue. An meiner Seite sollst du herrschen über diesen ganzen blühenden Gau. Diese Frau, welche zu dir sprach, ist meine Mutter, und groß ist unsere Macht.« Ilsa schlug mit dem Stabe das Kreuz gegen den Höhlenspalt. Drinnen erscholl nicht mehr das sanfte Tönen, sondern ein klagendes Gewimmer des um seine goldene Herde betrogenen Heimchenvolkes. Die Bilbze stieß ein widrig gellendes Jubelgeschrei aus, und ihr Sohn stürzte sich mit Heftigkeit auf Ilsa zu und wollte sie in seine Arme schließen. Solches Tun war Ilsa fremd – ernst hielt sie dem Bilbzensohne ihren Stab entgegen und schlug mit ihm auch gegen den Jüngling ein Kreuz – das brach allen Zauber, und jener brach zusammen und zeigte häßliche, abscheuliche Gesichtszüge, er, der so schön geschienen. Und auch die Bilbze stürzte nieder, wand sich in Zuckungen und erschien ganz als ein häßliches, gräßliches Hexenweib.

»Harre nur deines Lohnes, du Verruchte! Harre nur!« schrie die Bilbze, indem sie sich wütend vom Boden aufraffte, rannte dann an Ilsa vorüber nach dem Grottengrunde und hielt die Springwurz an die Felsenspalte. Alsbald öffnete sich wieder das Reich der Unterirdischen, und die Bilbze schrie: »Heraus, ihr Heimchen! Holt eure Herde wieder, straft diese Wortbrüchige und Treulose! Straft sie mit ewiger Sehnsucht und ewiger Täuschung.«

Schon umwimmelten die Heimchen Ilsa in Scharen und drängten sich zahllos zwischen sie und die Bilbze samt deren Sohn.

»Du bist und bleibst die unsere!« sprach der Älteste des Heimchenvolkes. »Wann dereinst keine Glocke mehr klingt, keine Kirche mehr steht und böse Menschen wie diese Bilbze nicht mehr sind, dann schlägt dir die Stunde der Erlösung; früher nicht! So lange harre und hüte. Den Erdentag schaust du bis dahin nicht wieder, außer einmal je nach sieben Jahren! Da darfst du außerhalb unseres Berges dich samt deiner Herde zeigen.«

Und so geschah's; noch immer wird, alle sieben Jahre zur Mittagsstunde, auch diese so hart verwünschte Jungfrau samt ihrer Herde erblickt, einsam, bleich und traurig, im schneeweißen Kleide. Böse Menschen leben noch, und die guten rufen noch die Kirchenglocken in die Tempel Gottes.

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