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Die Reise nach Braunschweig

Fritz Reuter: Die Reise nach Braunschweig - Kapitel 1
Quellenangabe
typereport
booktitleSämmtliche Werke Band IV
authorFritz Reuter
year1903
publisherHinstorff'sche Hofbuchhandlung Verlagsconto
addressWismar
titleDie Reise nach Braunschweig
pages307-313
created20021008
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Fritz Reuter

Die Reise nach Braunschweig

Kurze Beschreibung meiner Reise durch großer und kleiner Herren Länder.Erster schriftstellerischer Versuch des zwölfjährigen Fritz Reuter, für seinen Pathen, den durch die »Franzosentid« bekannten Amtshauptmann Weber, geschrieben.

Scire tuum nihil est, nisi te scire
hoc sciat alter.
                             

Zuförderst muß ich Sie, geehrtester Herr Amtshauptmann! aufs gehorsamste ersuchen, daß Sie im Gedanken mit mir auf den Wagen steigen, und das Merkwürdige, was ich auf meiner Reise sah, selbst anschauen, auch meiner Schilderung das Fehlende zusetzen und das Ueberflüssige abschneiden, denn sonst mögten Sie über meine Beschreibung des Doms zu Magdeburg und des Grauenhofes in Braunschweig ebenso lachen, wie ich letzthin lachte, als ich in Funkes Mythologie den kleinen krummen Herkules, der den Himmel mit seinen Göttern trägt, sah.

Am 27ten September setzten sich mit mir Lisette, Ernst und August auf den Wagen, um die längst verheißene und vielbesprochene Reise bei einem heiteren Herbsthimmel anzutreten; unser Wagenlenker war Friederich aus Pommerland, der uns zum Oheim in Jabel bringen sollte, wo wir unsern Vater, der erst am 28sten September Stavenhagen verließ, zu erwarten hatten. Unsere Freude war unbeschreiblich groß; aber Friedrich der Wagenlenker, verstand es sehr gut, sie etwas zu bändigen. Zwar erzählte er uns viele Heldenthaten, die er, als ehemaliger preußischer Soldat gegen die Franzmänner kämpfend, gesehen und gehört haben wollte; aber dafür fuhr er auch so langsam, daß wir nicht von der Stelle kamen. Ernst, der über die Casse schaltete, versprach ihm einen Schnapps, wenn er schneller fahren wollte; Friedrich sagte: Topp es gielt! bekam aus dem Sandkruge einen Schnapps, blieb aber bei seinem Fahren. Als endlich ein allgemeiner Tumult entstand, und wir ihm droheten, wir würden ihn bei Vater verklagen, da sagte er: dergleichen müßten alte Leute besser wissen, als solche junge Springer; übrigens würde Vater ihn gewiß loben.

Endlich kamen wir in Jabel an, wo des Herzens, Küssens und Lärmens gar kein Ende nehmen wollte; denn die kleinen Dirnchen des Oheims gaben ihre Freude auch durch Hand und Fuß zu erkennen. Am folgenden Tage kam Vater mit Johann nach, und das Lärmen hob wiederum an, legte sich aber eher. Friedrich aus Pommerland ward, mit Fischen wohl versehen, nach Stavenhagen zurückgeschickt, und Johann ward nun auch unser Kutscher. Den 30sten fuhren wir, nachdem wir Lisette in Jabel gelassen, über Plan und Lübz nach Parchim. Hier blieben wir einen Tag bei meiner Großmutter, die bei dem Großonkel Fanter wohnt. Außer den beiden Säcken mit Nüssen, die Großonkel Fanter zu Parchim hat, habe ich in diesen drei Städten nichts Merkwürdiges gesehen. Die Form der Säcke ist durchaus gleich, auch die Quantität der sich darin befindenden Nüsse dürfte wohl gleich seyn; aber die Qualität der besagten Nüsse ist gar sehr verschieden: die in dem einen Sacke, genannt fortuna secunda, sind von einer vorzüglichen Güte; und die im zweiten Sacke, genannt fortuna adversa, sind alle hohl. Nach dem Maaße, wie wir dem Groß-Oheim gefielen, bekamen wir auch aus dem ersten oder zweiten Sacke; ich bekam in der Regel 1/3 aus fortuna secunda und 2/3 aus fortuna adversa. Was das Gesundheitsbad auf dem Sonnenberge bei Parchim anbetrifft, so geht es demselben so, wie es einigen Räthen geht, die nicht rathen können, auch einigen Secretären, die nicht schreiben können: es ist zum Gesundheitsbade erhoben, ohne daß es, wie alle Menschen behaupten, die Eigenschaft des Heilens besitzt.

Den folgenden Morgen reiseten wir nach Grabow, wo wir die Mecklenburgischen Cavallerie-Pferde besahen.

Von hier bis Konow, wo mein Vater seine früheste Jugend durchlebt hat, hatten wir beständig Regenwetter. Zu Konow gingen wir mit einer gewissen Frau Hauptmanninn, der Tochter des Pastors, die wahre Fuhrmanns-Interjectionen hatte, da sie nämlich denjenigen, dem sie etwas zeigen wollte, mit der Faust in die Rippen stieß, zu Feld und in den Garten ihres Vaters. Von Konow fuhren wir nach dem eine Meile von da entfernten Dömitz. Vater und Johann blieben in einem Gasthofe, und wir drei Knaben gingen zu der Mama Rectorinn. Wie die Mutter, die Schwester Doris, der Ernst und August sich freueten, dies müssen der Herr Amtshauptmann sich gefälligst zurecht denken; denn beschreiben kann ich dies durchaus nicht. Den folgenden Tag, den wir in Dömitz verlebten, benutzten wir dazu, den gewaltigen Elbstrom und die Titulär-Festung so recht ins Auge zu fassen. Die Herren Ernst und August blieben bei der Mama daheim.

Den 4ten October gingen wir über den Elbstrom. Als wir über den ruhig dahin fließenden Fluß in einer großen und sicheren Fähre setzten, fand ich zwischen Johann, der doch sonst so muthig ist, und einem Löwen große Aehnlichkeit; denn dieser läuft, wenn er ein Hahnengeschrei hört, eine Sache, die ihm durchaus nichts thun kann, und jener zitterte, als er in der Fähre saß. Am jenseitigen Ufer hebt das Königreich Hannover an. Das erste hannöversche Städtchen, das wir trafen, heißt Danneberg, bis wohin uns der Onkel Trapp aus Dömitz begleitete. Hier wurden die Pferde gefuttert und es tranken Vater und Onkel ein Glas Mallaga. Ich und Onkel vergnügten uns hier mit dem Damenspiel, aber ich machte Onkeln einen solchen Ränzel, daß ihm das Damenspiel verging. Wir trennten uns hier von Onkel und fuhren nach Hohenzeteln, wo unsere Pferde gefuttert wurden. In diesem Dorfe stand an einem jeden Gebäude ein biblischer Spruch. Hier fiel mir zuerst der Anzug der hannoverschen Bauern auf, der ungefähr folgender ist. Ein dreieckiger Hut, ein blauer Rock mit rothem Unterfutter, eine schwarze Hose, schwarze Strümpfe und Schuhe mit blanken Schnallen, dies war ihr Galla-Kleid. Von Danneberg ging es durch einen Theil der Lüneburger Haide, nach Ueltzen. Diese Haide ist hüglicht, hat einen schwarzen grandigen Boden und ist, wenn man nicht daselbst Plaggen gehauen hat, ganz mit Haidekraut bewachsen. Die Plaggen sind Haide-Rasen, die man mittelst eines breiten auf drei Seiten scharfen Eisens haut. Diese werden, mit einem Drittel Dung vermengt, in eine Grube getreten, wo sie sich entzünden; und dann werden sie statt Dung benutzt. Was Uelzen betrifft, so ist es eine niedliche und gewerbsame Stadt an der Ilmenau, mit 2500 Einwohnern. Wir blieben die Nacht in Uelzen und fuhren den folgenden Morgen nach Giffhorn. Wir hatten beständig Chaussee, und sahen ungeheuer viele Heerden Haidschnucken. Die Haidschnucken sind kleiner, als unsere Schaafe, haben einen kurzen Schwanz, Hörner und ihre Wolle ähnelt den Ziegen-Haaren, woher das Pfund auch nur 2 Groschen preußisch Courant gilt. Ein Franzose, dessen Name mir entfallen ist, sagt in seinen Reisebemerkungen über Hannover: il-y a un peuple, qui s'appelle Haidschnuckes. Dem Herrn reisenden Franzosen sey ein großes Vivat gebracht. In Giffhorn blieben wir die Nacht und fuhren den folgenden Morgen nach Braunschweig, welches nur vier Meilen von Giffhorn entfernt ist. Drei Meilen hinter Giffhorn verließen wir das Land du peuple qui s'appelle Haidschnuckes und kamen in das Land des Herzogs von Braunschweig. Ich war's, der zuerst die hochragenden Thürme von Braunschweig sah, und ich meine, daß der Matrose da oben auf Christophori Columbi Schiff nicht so stark geschrien habe: Land, Land Herr Capitän, wie ich schrie: Braunschweig, Braunschweig, Vater!

Braunschweig, des gleichnamigen Herzogtums Haupt- und Residenzstadt an der Ocker mit 32 000 Einwohnern. In dieser alten und merkwürdigen Stadt, die aber lange nicht so hübsch wie Rostock ist, zeichnen sich folgende Gebäude aus: das Rathhaus, das Schauspielhaus, das prächtige Residenzschloß oder graue Hof (Grauenhof) welches letztere ich etwas näher beschreiben will. Der graue Hof ist ein sehr langes zwei Etagen hohes Gebäude. Man kann unter dem Schlosse spatzieren, und rund herum geht ein sehr schöner Säulengang. Der Schloßplatz ist mit einem 12 Fuß hohen eisernen Gitter eingeschlossen. Das ganze Gebäude gewährt einen recht herrlichen Anblick.Hier folgen Schilderungen des Monuments der Herzöge, des Museums, der Bildergalerie; minder charakteristisch, darum vom Herausgeber der nachgelassenen Schriften weggelassen.

Jetzt muß ich kurz zusammenfassen, was ich während meines 2tägigen Aufenthalts in Braunschweig getrieben habe.

Gleich nach meiner Ankunft in Braunschweig, die Mittags kurz nach 12 Uhr erfolgte, gingen Vater und ich zum Herrn Rettmeier, mit welchem Vater mancherlei Dinge abgehandelt haben mag. Darauf ging ich mit meinem Vater ins Schauspiel; auch Johann machte sich das Plaisirchen, dem Dinge mit zuzusehen. Den zweiten Tag fuhren wir nach dem nahe bei Braunschweig gelegenen Dorfe Oelzer, wo Vater den Hopfenbau studirte. Als wir um 4 Uhr wieder zurückkamen, gingen wir zum Schloß und zum oben bezeichneten Monument und besahen auch den Burgplatz, welches der schönste Platz der Stadt ist. Hier, vor dem alten Schlosse, welches jetzt zu Kasernen benutzt wird, steht ein Löwe, der noch von Heinrich, dem Löwen, errichtet seyn soll. Den folgenden Morgen ging ich und Johann zum Exercier-Platz, wo sowohl Cavallerie als auch Infanterie exercierte. Die Infanterie hat kurze schwarze Jacken mit hellblauen Aufschlägen und Kragen, schwarze Hosen mit hellblauen Litzen und eine Mütze mit einem Todtenkopfe und zwei Knochen, die aus Stahl gearbeitet waren, und einen Pferde-Schweif statt eines Federbusches. Dann gingen wir ins Museum und in die Bildergallerie. Als wir dies alles gesehen, fuhren wir nach Königslutter, welches drei Meilen von Braunschweig entfernt ist. Wer die Krapplogie cum succu et sanguine studiren will, der begebe sich nach der herzoglich braunschweigischen Stadt Königslutter. Vivat rubia tinctorum. Nach einem Aufenthalt von zwei Tagen fuhren wir über Helmstädt nach Magdeburg.

Magdeburg, königlich preußische Stadt und Festung am linken Ufer der Elbe in einer sehr fruchtbaren Gegend, welches die 30 nahe um Magdeburg gelegenen Dörfer beweisen. Die Stadt hat ungefähr 32 000 Einwohner, ist Sitz der Regierung des niedersächsischen Bezirks, hat eine Citadelle, ansehnliche Fabriken, mehrere schöne Gebäude, und treibt sehr wichtigen Handel und Schifffahrt auf der Elbe.

Unter den Gebäuden zogen vorzüglich meine Aufmerksamkeit auf sich: die Katholische Kirche, aber noch mehr der herrliche Dom.

Der Dom ist das schönste Gebäude, welches ich je gesehen habe, es ist ganz von Sandsteinen aufgeführt und ist rund umher mit Bildhauerarbeit geziert. Die Orgel des Doms ist ein vorzügliches Kunstwerk, es sind darauf Engel und Menschen von Holz angebracht, die singen und posaunen. Es befindet sich hier das Grab des Kaisers Otto und seiner Gemahlinn.

Während ich dies majestätische Gebäude besah, entstand bei mir der Gedanke: sollten die jetzigen Christen wohl alle Materialien liefern können, welche zu einem solchen Gebäude erforderlich sind; und sollten unsere Bauräthe und Landbaumeister wohl ein solches Machwerk zusammenstellen können?

Auf dem alten Markte steht auch des Kaisers Otto Bildsäule, die sich aber zu unserm Fürsten Blücher in Rostock ebenso verhält, wie sich der Herrgott mit der Gabel, den Herr Amtshauptmann auf dem Hopfenmarkte in Rostock gesehen haben, zum Standbilde unsers Landsmannes verhält.

Außer diesen Gebäuden zogen auch manche Sachen meine Aufmerksamkeit auf sich; von denen ich aber nur einige anführen darf, um meinem Gerede bald ein Ende zu machen.

Die Festungswerke. Weils nicht einem jeden vor der Stirne steht: dieser Monsieur ist ein ehrlicher Mensch oder ein Spion, so darf keiner, und wäre er auch noch so ehrlich, die Festungswerke besuchen, wenn er nicht etwa von einem hohen Offizier eingeführt wird. Daher habe ich von diesen so weltberühmten Kunstwerken weiter nichts gesehen, als die Wälle und einzelne Kanonen, von denen einige wohl 12 Fuß lang sein mochten.

Die Schiffsmühlen. Die Schiffsmühle befindet sich auf einem großen Kahne, der am Ufer befestigt ist, hat ein Rad, wie bei einer Wassermühle, und ist inwendig auch wie eine Wassermühle gebaut. Der Elbstrom treibt alle diese Räder.

Den Abend, welchen wir in Magdeburg verlebten, brachten wir im Schauspielhause zu. Unserm Johann gefiel es ausnehmend. daß 20 blanke und geharnischte Ritter auftraten; einige Leute glaube ich, mögen nur das leiden, was recht blank aussieht. Am andern Morgen besah ich noch ein Panorama, das ich vorher nie gesehen hatte. Am 2ten Tage nach unserer Ankunft in Magdeburg verließen wir's schon wieder, und zwar Mittags 12 Uhr. Von Magdeburg gings zuerst auf Alt-Haldensleben, wo wir die große Brennerei des Herrn Natusius besahen. Dieser Mann ist erst Tabacksspinner gewesen, hat jetzt aber ein Vermögen von 5 Millionen Thalern. Von hier fuhren wir nach Neu-Haldensleben. Hier blieben wir die Nacht. Den folgenden Morgen fuhren wir nach Salzwedel, wo wir wieder eine Nacht blieben.

Salzwedel ist eine königlich preußische Stadt an der Jetze, mit 5000 Einwohnern, Bierbrauereien, Branntweinbrennereien, und Wollenwebereien, auch habe ich hier eine Tuchmanufactur besehen. Von hier fuhren wir nach Dömitz, wo grade Markt war. Hier erkrankte uns eins von unsern Pferden.

Die Stille der drei Tage, welche wir hier verlebten, wurde durch einige halbgelehrte Reibungen zwischen uns Knaben und dem dortigen Herrn Rector Sievart, bei dem Tante Rectorinn im Hause wohnt, unterbrochen. Mal peinigte uns der Herr Rector mit vielen lateinischen und deutschen Räthseln, Charaden u. s. w., und sagte immer, wenn wir's durchaus nicht herausbringen konnten: hic haeret aqua; endlich trat auch August mit der Frage auf, ob der Herr Rector wohl übersetzen könnten: Oremus est caseum und pater mea in silvam, lupus enim est filium. Nachdem der Herr Rector dies beantwortet hatte, bat ich ihn um die deutsche Uebersetzung des Satzes: Non vini vino, sed aquae vino. Da die Antwort gar nicht erfolgte, sagte ich zu ihm: hic haeret aquq, aber es wird sogleich fließend werden, wenn wir sagen: Non vini vi no, sed aquae vi no. Von hier reiseten wir mit den beiden andern Knaben über Ludwigslust und Neustadt nach Parchim. Da unsere Zeit so sehr beschränkt war, so konnten wir die Herrlichkeiten von Ludwigslust nur im Fluge besehen. Beim Anblick des außerordentlich großen Marstalls, in welchem nur sehr wenige Pferde standen, fiel mir Tante Christianchens Sentenz ein: Das macht sich wie der Häring im Roquelaure. Von Ludwigslust fuhren wir, wie schon gesagt, auf Parchim, wo noch Alles beim Alten war. Großmutter, Großonkel Fanter, viele Vetter und manche Basen empfingen die Heimkehrenden mit offenen Armen. Während meiner Abwesenheit hatten die Parchimenser den 18. October durch einen Ball gefeiert, den Groß-Onkel Fanter mit der Frau Bürgermeisterin der Vorder-Stadt Parchim eröffnet hatte. Nachdem wir in Parchim gut ausgeschlafen hatten, fuhren wir, mit vielen Grüßen und ¾ aus fortuna secunda und ¼ aus fortuna adversa versehen, nach dem sandigen, fischreichen und lustigen Jabel. Es war noch Alles in statu quo; auch bezeugten Onkel, Tante, die großen und kleinen Demoiselles, auch Soeurchen Lisettchen nicht zu vergessen, bei unserer Ankunft eine große Freude, wie sie sich bei der Reisenden Rückkehr ziemt.

Den Bruder Ernst und mich brachte ein Bauer bis Hungersdorf, von wo wir den Weg bis Stavenhagen per pedes machten; Vater, Lisette und August kamen etwas später nach.

Je näher wir dem geliebten Stavenhagen kamen, desto größer ward uns das Herz. Endlich stürzten wir jubelnd in das Haus, wo uns alle recht herzlich und freudig empfingen; Mutter war zwar sehr stille dabei, freute sich aber mehr so im Innern, wie man dies nennt, wenn ich nicht irre. Endlich wurde auch Stutz, dem Friedrich aus Pommerland den Spitznamen Dümouriez und Dolms beigelegt hat, begrüßt.

Damit die mediocritas aurea nicht übertreten werde, mache ich der Sache ein Ende; setze aber, mich der Gewogenheit des Herrn Amtshauptmannes empfehlend, hinzu: Und hätte ich es lieblich gemacht, das wollte ich gerne. Ist es aber zu gering, so habe ich doch gethan, soviel ich vermochte. Denn allezeit Wein oder Wasser trinken ist nicht lustig, sondern zuweilen Wein, zuweilen Wasser trinken, das ist lustig; also ist es auch lustig, so man mancherlei lieset. Das sei das

Ende.








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