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Die Regulatoren in Arkansas

Friedrich Gerstäcker: Die Regulatoren in Arkansas - Kapitel 28
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie Regulatoren in Arkansas
authorFriedrich Gerstäcker
year1986
publisherVerlag Neues Leben
addressBerlin
isbn3-355-00206-2
titleDie Regulatoren in Arkansas
pages3
created20010902
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1845
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26 Die Regulatorenversammlung – Jones befindet sich in einer höchst unangenehmen Lage – List gegen List

Um Bowitts kleines Haus hatte sich an demselben Morgen nicht allein eine ziemliche Anzahl der benachbarten, sondern auch der entfernter wohnenden Farmer und Jäger versammelt. Die Wohnung selbst durfte aber keiner betreten. Dort wirtschafteten und arbeiteten nämlich zwei wohlbeleibte, von der benachbarten, einem wohlhabenden Mann aus Little Rock gehörenden Mühle geliehene Negerinnen, um für manche, die schon eine weite Strecke Weges gekommen, Frühstück zu bereiten und unterdessen auch die nötigen Vorbereitungen zum Mittagessen zu treffen. Zu gleicher Zeit hing vor dem Haus über einem lodernden Feuer ein großer eiserner Kessel, um kochendes Wasser bereitzuhalten und dann und wann die Morgenkühle mit einem heißen, erquickenden Trank erträglicher und angenehmer zu machen.

Obwohl aber der Becher häufig im Kreise herumging, der doch sonst so schnell Leben und Fröhlichkeit unter die Männer von Arkansas brachte, schien heute ein fast feierlicher Ernst die Zungen der meisten gefesselt zu haben. Unter einem dichtlaubigen Baum, der das daruntergestreute vorjährige Laub vor dem niederfallenden Regen geschützt hatte, standen die Regulatoren, finstere Aufmerksamkeit und feste Entschlossenheit in den dunklen, sonngebräunten Gesichtern, dicht um einen einzelnen Mann geschart, der mit lebhaften Gebärden und geläufiger Zunge ihnen etwas anscheinend sehr Interessantes mitzuteilen schien.

Es war ein kräftiger, derber Bursche, der mit lebhaften Gestikulationen seinen Zuhörern erzählte, wie er von den Cherokesen aus der Spur von gestohlenen Pferden gefolgt sei, etwa fünf Meilen von da aber die Fährten verloren habe und schon wieder auf dem Heimwege gewesen sei. Da hätte er von dem »Regulator Meeting« gehört und war nun hierher geritten, die Regulatoren, wenn er die Tiere auch jetzt nicht wiederbekäme, doch auf diese wenigstens aufmerksam zu machen und ihre genaue Beschreibung zu hinterlassen.

Der Kanadier, denn Kanada nannte er seine Heimat, war ein kleiner untersetzter Mann, mit glänzend schwarzen, langen Haaren, dunklen feurigen Augen, blendendweißen Zähnen und ganz indianisch vorstehenden Backenknochen, etwas breitgedrückter Nase und großen Nasenflügeln. Seine Gesichtsfarbe schien freilich kaum dunkler gefärbt als die der ihn umstehenden Männer, seine Kleidung war aber völlig indianisch, und selbst der Gürtel, den er trug, aus perlenbestickter roter Wolle gefertigt und reich mit Pantherfängen und Bärenkrallen verziert.

Die Regulatoren rieten noch hin und her darüber, wie sonderbarerweise die meisten Fährten in ihre Nachbarschaft führten und da, auf fast wunderbare Weise, verschwanden, als Brown, Jones und Cook herbeiritten und von den vor der Hütte Versammelten mit freudigem Gruß empfangen wurden. Zu gleicher Zeit fast trat auch Husfield von der anderen Seite her ein und erquickte sich vor allen Dingen an dem Frühstück, da er schon, seiner Aussage nach, fünfzehn Meilen nüchtern geritten war.

Erst als er dies beendet, näherte er sich den zuletzt angekommenen Freunden, denen der Kanadier seine Erzählung wiederholte. Da mischte sich Jones mit in das Gespräch und fragte den Halbindianer, ob nicht ein weißes Pferd mit einem schwarzen Hinterbein unter den vermißten gewesen sei.

Mit freudig erstauntem Eifer bejahte es der Fremde.

»Dann hab' ich sie gesehen«, sagte Jones, mit der rechten Faust in die linke geöffnete Hand schlagend, »dann hab' ich sie, straf' mich Gott! gesehen.«

»Aber wo?« fragte schnell und hitzig der Bestohlene.

»Etwa fünfzehn Meilen von hier; schon spät gestern abend und oben auf dem Bergrücken, der die Wasser der Mamelle und dieses Flusses voneinander trennt.«

»Und welchen Weg nahmen sie?« fragte jener voll Eifer, »waren sie auf der offenen Straße, oder...«

»Sie kreuzten die Straße, gerade als ich den steilen Berg von der andern Seite heraufkam«, erwiderte Jones.

»Und wieviel Männer waren mit ihnen?«

»Einer nur, den ich sehen konnte.«

»Das sind sie«, rief der Kanadier frohlockend aus, »ein Farmer an der Grenze hatte sie ebenfalls gesehen, konnte mir nur den Mann nicht beschreiben, da er zu weit entfernt gewesen war. Aber wo etwa find' ich die Fährten?«

»Die werden freilich Regen und Wind verwischt haben«, meinte Jones nachdenklich, »kommt Ihr aber auf den Berg und seid etwa vier oder fünf Meilen geritten, ohne die Spuren anzutreffen, so tut Ihr meiner Meinung nach am besten, gleich hinüber an den Arkansas zu reiten. Der fließt von dort nicht so sehr weit entfernt, und in den am Uferrand stehenden Blockhütten werdet Ihr sicher Kunde von den Dieben bekommen.«

»Dann will ich wenigstens keine Zeit weiter versäumen, daß ich nicht auch diese, wenngleich sehr kalte Fährte verliere«, rief der Fremde, »dank' Euch für die Weisung – Good-bye, Gentlemen!« Und ohne weitere Umstände wollte der Kanadier zu seinem Pony eilen und dem Dieb nachsetzen. Brown faßte ihn aber am Ärmel seines ledernen Jagdhemdes, und als ihn der Zurückgehaltene verwundert ansah, sagte er freundlich:

»Schenkt uns noch etwa eine halbe Stunde. Die angegebene Spur ist doch, wir Ihr einsehen müßt, sehr unsicher und zeitraubend, und auf so wenige Minuten kann es Euch unmöglich ankommen. Überdies scheint Euer Pferd ermattet und bedarf der Ruhe. Seid Ihr also in einer Stunde noch gesonnen nachzusetzen, so könnt Ihr meins nehmen, das frischer bei Kräften ist und Euch die versäumte Zeit bald einbringen wird. Auf dem Rückweg tauschen wir die Tiere wieder aus.«

»Wenn aber der Bursche unterdessen ein Boot finden sollte, das ihn aufnähme?« sagte Jones.

»So schnell wird das nicht gehen, denn so häufig sind die Dampfboote noch nicht auf dem Arkansas. Also Ihr bleibt noch ein wenig und nehmt dann mein Pferd?«

Der Mann nickte befriedigt und jetzt wieder voller Hoffnung, folgte aber fast noch freudiger dem Wink Bowitts, der ihn zu dem gedeckten Tisch lud. Dort zeigte er sich anfangs allerdings etwas zurückhaltend, bald gestand er aber, daß er seit dem vorigen Morgen keinen Bissen über die Zunge gebracht, und wütete nun ordentlich, zum Entsetzen der Negerinnen, unter den Speisen und Getränken.

»Gentlemen«, redete jetzt Brown, als sich der Halbindianer zurückgezogen hatte, die Versammelten an, »ich habe Ihnen vor allen Dingen einen mir von Herrn Rowson empfohlenen Fremden vorzustellen, der als Regulator aus Missouri bei uns eingeführt zu werden wünscht. Er hofft dadurch zwischen uns und den nördlichen Staaten eine Verbindung herzustellen, wünscht aber zuerst vor allen Dingen unsere Versammlung zu besuchen und den Geist kennenzulernen, der sie beseelt. Nicht wahr, Mr. Jones?«

Der also Gefragte verbeugte sich bloß verbindlich.

»Da er gleich damit begonnen hat«, fuhr Brown fort, »einem Hilfsbedürftigen auf den rechten Weg zu helfen, um sein verlorenes Eigentum wiederzuerhalten, so glaube ich nicht, daß es noch weiterer Empfehlung bedarf, ihm den Zutritt zu unserer sonst eigentlich geheimen oder wenigstens geschlossenen Versammlung zu gestatten – meinen Sie nicht auch?«

»Genügt völlig«, riefen die Männer fast einstimmig, und Husfield trat vor und drückte dem Fremden seine besondere Freude aus, gleich mit dem Bruderstaat in solcher Art verbunden zu werden. »Was wolltet Ihr mir denn sagen, Brown?« fragte diesen jetzt Cook, als er einige Schritte mit ihm abseits getreten war.

»Geht dem eben Eingeführten nicht von der Seite«, flüsterte Brown schnell, »er gehört mit zur Bande – pst – kein Wort weiter – teilt es Wilson mit, und ihr beide bewacht ihn – habt Ihr Euer Terzerol?« Cook bejahte. »Gut – ich will nur erst die Neger dort beiseite haben; ich traue ihnen nicht, sie könnten Alarm geben...«

»Also ist das mit den gesehenen Pferden auch eine Lüge?« fragte Cook schnell.

»Pst – er sieht hierher«, flüsterte Brown, »er darf noch nichts merken – nehmt Euch Wilson zur Hilfe, und dann müssen wir das Mittagessen schnell vorüber haben, daß die Neger fortkommen.«

Die Männer trennten sich jetzt auf kurze Zeit, als Jones aber gleich darauf von dem Kanadier wieder vorgenommen und über mehrere Einzelheiten befragt wurde, trat Cook noch einmal an Brown heran und sagte leise:

»Die Neger bekommen wir nicht fort, sie bleiben den ganzen Tag hier. Was geschehen soll, muß also bald geschehen. Daß sie aber nachher nicht fortkommen und das Gerücht aussprengen, dafür will ich schon sorgen.«

»Habt Ihr es Wilson gesagt?« fragte Brown.

»Ja, seid ohne Sorge, der kommt nicht weg – das gibt einen Hauptspaß. Doch die Versammlung soll beginnen.«

Husfield näherte sich in diesem Augenblick Brown und fragte ihn, ob sie nicht anfangen sollten, da manche der hier Anwesenden vielleicht noch an demselben Tage nach Hause zurückzukehren wünschten. Brown erwiderte hierauf kein Wort, führte ihn aber einige Schritte von den übrigen fort und erzählte ihm nun in aller Kürze und mit so wenig Worten als möglich seinen Verdacht.

»Und was wollt Ihr tun?« fragte Husfield schnell.

»Davon nachher«, flüsterte Brown, »mir bangt nur vor den Negern. Wer weiß, wenn wir hier etwas vornehmen, ob die nicht...«

»Ihr habt recht«, unterbrach ihn Husfield, »mir kam es überdies schon vor, als ob der Fremde dem einen Neger ganz verstohlen zugenickt hätte, Verrat könnte uns hier alles verderben. Doch halt! Laßt mich sorgen. Bowitt muß dafür stehen und kennt seine Leute; den will ich unterrichten. Verzögert Ihr indessen die Entscheidung, bis Ihr mich in den Kreis treten und den Hut abnehmen seht – fort! Jones kommt, es mag ihm wohl nicht angenehm sein, wenn zwei miteinander heimlich flüstern.«

Husfield verschwand gleich darauf, und Brown, als gewähltes Oberhaupt dieses Countys, rief die Männer herbei und eröffnete die Versammlung. Nach echt arkansischer Art trat er dabei, um etwas höher zu stehen und sowohl alle sehen zu können als auch von allen gesehen zu werden, auf den Stumpf eines gefällten Baumes und sprach zur Einleitung über den Zweck, der sie hier zusammengeführt, wie über das Gesetzliche der Versammlung selbst, fragte sie aber zum Schluß, ob sie auch fest und ernstlich gesonnen wären, den ungesetzlichen Teil ihrer Verbindung, die Ausübung des sogenannten Lynchgesetzes, in Gemeinsamkeit durchzuführen und die zu strafen, und zwar selbst am Leben, die solche Strafe verdient hätten, wenn es die Mehrzahl der Regulatoren für nötig finden sollte. Ein lautes Ja bewies, wie fest die Männer entschlossen waren, das zu vertreten, was sie einmal begonnen und unternommen hatten.

Unterdessen bemerkte Brown, wie Bowitt eine Zeitlang mit zwei jungen Burschen gesprochen hatte und diese sich jetzt von den übrigen absonderten. Einer nahm seinen Platz gerade der Haustür gegenüber ein, setzte sich dort auf einen Holzklotz und begann das Schloß seiner Büchse sehr aufmerksam zu untersuchen, während der andere, das gesattelte Pony am Zügel, neben ihn trat und eine Unterhaltung mit ihm anknüpfte.

»Nun, Massa«, sagte die eine Negerin zu den beiden, als sie eben einem jungen, etwa zwölfjährigen schwarzen Knaben einen Korb voll Späne abnahm und diese neben die Tür der Hütte schüttete, »wollen Sie nicht der Versammlung zuhören?«

»Noch zu jung, Lyddy«, erwiderte der eine lachend, »und nicht hübsch genug. Es dürfen bloß hübsche Leute dabeisein.«

»Oh, Unsinn das, Massa«, sagte die Negerin, »Massa Hokker dort...«

»Wer, Lyddy?«

»Oh – Massa – Massa Hostler dort«, stammelte die Negerin, offensichtlich verlegen werdend, »Massa Hostler auch nicht groß hübsch. Was hat Massa mit dem Gewehr? Etwas nicht in Ordnung?«

»Das verstehst du nicht, Lyddy«, antwortete der junge Bursche. »Wenn eine Armee irgendwo kampiert, dann werden Posten ausgestellt.«

»Oh, Golly – Golly!« schrie die Schwarze lachend, daß ihre Augen wie zwei große Kugeln aussahen, »Schildwachen vor die Küchentür! – Oh, Golly – Golly!«

Die jungen Leute lachten ebenfalls und scherzten und spaßten mit den beiden Negerinnen, die indessen im Innern des kleinen Gebäudes das Geschirr abwuschen. Dennoch traten sie abwechselnd vor die Tür und schienen besonderen Anteil an den nicht sehr weit von dort gehaltenen Verhandlungen zu nehmen.

»Wir sind also heute hier zusammengekommen, meine Freunde«, fuhr Brown, sich hoch aufrichtend und im Kreise umherschauend fort, »um dem Unwesen des Pferdediebstahls, das uns bei sämtlichen Staaten der Union in Mißkredit gebracht hat, zu steuern. Wenn wir aber auch kräftig und bestimmt gegen die offenen Feinde auftreten können, so ist das bei solchen, die sich unter uns als unsere Freunde einschleichen, die uns schmeicheln und am Tage herzlich die Hand drücken, während sie in der Nacht mit der Raubbrut aus anderen Gegenden verkehren, unmöglich.

Wie aber diese auffinden? hör' ich euch fragen, wie sie entlarven, wenn sie sich schlau und listig dem forschenden Auge der Gerechtigkeit zu entziehen wissen? Allerdings ist das schwer, aber es lebt auch dort oben ein Gott, der die Sünder manchmal da, wo sie es am wenigsten vermuten, in die Hände der Rächer liefert.«

Husfield trat in diesem Augenblick heran, nahm den Hut ab und trocknete sich die Stirn.

»Nennt es Zufall oder Schicksal«, fuhr Brown, seinem Blick begegnend fort, »was mich gerade zum Mitwisser eines solchen Geheimnisses machen mußte; aber Mitwisser wurde ich, und jetzt, Kameraden, hoff' ich, daß wir die Fährte gefunden haben, auf der der Wolf nächtlich ausschleicht und seine Beute in Sicherheit bringt.«

»Wo? – Was gefunden? – Was habt Ihr entdeckt, Brown? Wer ist es? Hier in der Ansiedlung? Ist es einer vom Fourche la fave?« tönten die Stimmen wild durcheinander, und Jones, der sich bis jetzt sehr ruhig und selbstzufrieden an einen Baum gelehnt hatte, wandte fast unmerklich seinen Kopf der Hütte zu. Er wollte sehen, ob er auch im schlimmsten Fall den Rückzug zu seinem Pferd frei habe, das dort etwas abgesondert von den übrigen angebunden war. Als er jedoch den Kopf drehte, begegnete er Cooks Blicken, der dicht hinter ihm stand und ihm freundlich und leise zuflüsterte:

»Nicht wahr, Ihr hättet zu keiner günstigeren Zeit hierher kommen können? Die werden in Missouri staunen, wenn sie das hören.«

»Ja – sehr günstig«, bestätigte Jones, »sehr günstig, ich – bin außerordentlich neugierig.« Er wandte den Kopf nach der andern Seite und sah Wilson dort, scheinbar gleichgültig, am Baum lehnend. »Ja wirklich außerordentlich neugierig, wer damit gemeint ist. Schade, daß ich die Leute nicht kenne!«

»Oh, Ihr lernt sie vielleicht kennen«, erwiderte Cook, »aber hört nur!«

»Gleich, meine Freunde«, beruhigte Brown die Ungeduldigen. »Ihr sollt alles erfahren, habt nur ein klein wenig Geduld. Ein Zufall nämlich, wenn wir's denn einmal so nennen, ließ mich vor einigen Wochen Zeuge eines Gesprächs werden, dessen Sinn mir aber erst seit kurzer Zeit klar und deutlich geworden ist. Es war die Verabredung zweier Ehrenmänner, sich durch gewisse Worte und Redensarten, wenn auch sonst einander gänzlich fremd, an einem dritten Orte zu erkennen und zu verstehen.«

»Wünschen Sie etwas?« fragte Cook Jones, der in diesem Augenblick an ihm vorbeitreten wollte, um den äußern Rand des Kreises zu erreichen.«

»Nur ein Glas Wasser«, flüsterte dieser zurück, »ich bin augenblicklich wieder da...«

»Lyddy, ein Glas Wasser für Mr. Jones!« rief plötzlich mit lauter Stimme Cook, daß sich alle verwundert nach jener Stelle umsahen, Brown einige Sekunden lächelnd in seiner Rede innehielt und Jones leichenblaß wurde. Die Negerin aber, die schon lange auf eine Gelegenheit gewartet hatte, den Männern und besonders Jones näher zu kommen, ergriff in aller Eile einen Becher mit dem verlangten Getränk und lief, so schnell es ihre wohlbeleibte Gestalt erlaubte, dem Baum zu, an welchem dieser stand.

Jones dankte, nahm den Becher und trank, flüsterte dabei aber der Negerin einige Worte zu und blieb jetzt außerhalb des Kreises stehen, während Wilson vortrat, Lyddy ebenfalls um einen Trunk bat und sich an die andere Seite des Fremden stellte.

Brown hatte mit schnellem Blick diesen Vorgang erkannt und fuhr nach einer kleinen Pause wieder fort:

»Eine Frage nach dem Fourche la fave, eine Frage nach der Weide dieser Gegend und eine Bitte um einen Trunk Wasser waren die Zeichen, und wo glaubt Ihr, daß der Verräter unter uns gelauert habe?«

Lyddy kam in diesem Augenblick mit einem kleinen Korb voll Mais aus der Küche und ging zu dem Pony des Fremden, dessen Zügel sie, wie sich Cook mit schnellem Blick überzeugte, in Ordnung brachte. Alles in der Versammlung lauschte dabei mit atemlosem Schweigen dem Bericht, der ihnen die Verbrecher enthüllen sollte, die so lange unverdächtig und ruhig unter ihnen geweilt hatten.

»Gentlemen«, sagte der Regulatorenführer da mit erhobener Stimme, »ich war gestern abend in dem Haus unseres bisherigen Nachbarn Atkins; er ist der Verräter.«

»Sonderbare Geschichte das«, flüsterte Cook, seinen Arm vertraulich auf die Schulter von Jones lehnend, der ihn mit stierem Blick und aschfarbenen Wangen ansah, »sehr sonderbare Geschichte das!«

Dieser fühlte, daß er verraten war, fühlte, wie der Blick des Regulatorenführers auf ihm haftete. Er wußte, daß es für ihn jetzt keine andere Rettung als schnelle Flucht gab. Unauffällig, aber schnell steckte er deshalb die rechte Hand unter die Weste, ergriff das dort verborgen gehaltene Bowiemesser und warf noch einen Blick forschend hinüber zu der Negerin, die eben ihre Vorbereitungen beendet hatte.

Das Ganze hatte in Wirklichkeit nur wenige Sekunden in Anspruch genommen, während bei den letzten Worten Browns ein Murmeln des Erstaunens und der Verwunderung die Versammlung durchlief.

»Jener Bube aber«, fuhr Brown jetzt mit erhöhter Stimme fort, indem er seinen Arm gegen den Fremden ausstreckte, »der sich mit seinem diebischen Treiben, unter dem Mantel der Nacht, in unsere Ansiedlung, ja als ›Regulator aus Missouri‹ sogar in unsere Mitte schlich – ist dieser!«

Alles wandte sich erschrocken und empört nach dem Bezeichneten um, Jones hatte aber mit diesem Augenblick der Überraschung gerechnet. Mit schnellem Griff riß er das breite, haarscharfe Messer aus der Scheide und schwang es hoch empor, um sich Bahn zu hauen, so daß die ihm zunächst Stehenden entsetzt zurückprallten. Wilson aber, der von der ersten Bewegung Jones' an dessen Absicht erraten, wußte, was er mit der Hand unter der Weste suchte. Kaum blitzte daher der breite Stahl in der Hand des entdeckten Verräters, als Wilson ihm auch mit schnellem und sicherem Griff in den Arm fiel, und im nächsten Augenblick lag der Spion, von der kräftigen Faust des Hinterwäldlers niedergeworfen, unter dessen Knie.

Eine lähmende Überraschung schien im ersten Augenblick die versammelten Männer tatlos gemacht zu haben. Aber nur wenige Sekunden dauerte diese Erstarrung.

»Haltet den Neger!« schrie Brown, der auf der offenen Lichtung eben noch die helle Jacke des Negerknaben bemerkte, der schlangengleich in die dichten Büsche hineinglitt. Wahrscheinlich wollte er fliehen und die Kumpane des Verbrechers warnen. Der Zuruf war aber überflüssig. Einer der jungen, als Wache aufgestellten Leute hatte den Burschen, der ihm von Anfang an verdächtig vorgekommen, nicht aus den Augen verloren und sich, sobald dieser Miene machte, das Dickicht zu erreichen, in den Sattel seines kleinen Pferdes geschwungen. Von Peitsche und Sporn getrieben, flog dieses mit ihm über die im Wege liegenden Stämme weg, und in wenigen Sekunden hatte er den Neger eingeholt.

Dieser machte auch, da er sich auf solche Art verfolgt sah, keinen weiteren Versuch zur Flucht, sondern drückte sich auf die Erde nieder und bat mit flehender Stimme, ihm nichts zu tun, er wolle ja nicht weglaufen, er wolle keinen Schritt vom Hause fortgehen.

Die beiden dicken Negerinnen selbst waren wie vom Schlage gerührt, versuchten jedoch keinen Fuß vor das Haus zu setzen, da eine Flucht unmöglich war. Das kleine Gebäude wurde jetzt von mehreren Wächtern umstellt, die ihren zeitweiligen Gefangenen übrigens freundlich zusprachen und sie besonders darauf aufmerksam machten, um Gottes willen das Mittagessen nicht zu vernachlässigen.

Jones war indessen gebunden und in den Kreis der Männer geführt, wo er jedoch, wenn auch mit niedergeschlagenen Augen, hartnäckig auf keine Frage Antwort geben wollte.

»Legt ihm den Hickory über!« riefen da mehrere Stimmen. »Verdammt noch mal – bindet ihn an einen Dogwood und laßt ihn Rinde schälen!Der Dogwoodbaum – eine Art wilder Corneliuskirsche, aber mit bitteren, ungenießbaren Beeren, hat eine ziemlich leicht abzubröckelnde Rinde und wurde, da er in Arkansas in ungeheurer Menge wächst und selten stärker als drei bis fünf Zoll im Durchmesser wird, von den Regulatoren oder auch von den Sklavenaufsehern sehr häufig dazu benutzt, die Verbrecher oder Sklaven mit den Händen daran festzubinden, wo sie sich dann unter den Schmerzen der Züchtigung wanden und dadurch die Rinde von den schwachen Stämmen gänzlich abrieben. Daher der in Arkansas gebräuchlich gewordene Ausdruck »jemanden Dogwood-Rinde schälen zu lassen«, anstatt ihn zu peitschen. Hängt ihn an den Händen auf und hetzt die Hunde auf ihn!« Lauter freundliche Ratschläge, die alle dem Opfer galten, das bleich und gebunden, aber mit fest und krampfhaft aufeinandergebissenen Zähnen zwischen ihnen stand. Er schien das Ärgste zu erwarten, aber jetzt, da es einmal über ihn hereingebrochen, keineswegs zu fürchten.

Mehrere der wütenden Männer wollten übrigens ihre Drohungen schon tatkräftig ausführen, und einer streifte mit großem Eifer die zähe Rinde eines Papaobaumes ab, um den Gefangenen damit an den beschriebenen Baum zu befestigen. Brown wehrte ihnen aber und sagte ruhig:

»Halt – laßt den Mann noch in Frieden. Solange wir die Aussicht haben, unsern Zweck ohne solche Mittel zu erreichen, ist es immer besser. Noch bleibt uns Atkins, der auch auf jeden Fall mehr von den hiesigen Verhältnissen weiß als dieser Bursche, denn er und Atkins waren sich, wie ich fest überzeugt bin, vorgestern abend gänzlich fremd.«

»Dann ist es auch eine Lüge, daß er meine Pferde gesehen hat, und er wollte mich auf einen wilden Ritt in die Mamelleberge schicken!«rief jetzt der Halbindianer, zornig vortretend. Doch Brown hielt auch ihn zurück und sagte:

»Eure Pferde hat er auf jeden Fall gesehen, denn ich zweifle keinen Augenblick daran, daß er selbst derjenige ist, der sie hierher gebracht hat.«

»Ei, so soll...«

»Halt!« fuhr Brown fort, den Zürnenden an der Schulter fassend, »sie sind da, noch kann Atkins sie nicht weiterbefördert haben, wenn er das auch in der nächsten Nacht beabsichtigt hätte...«

»Dann wollen wir doch gleich hin«, unterbrach ihn Husfield, »finden wir die Tiere bei ihm, so liegt ja der Beweis klar auf der Hand.«

»Ich fürchte nein«, entgegnete Brown, »heute morgen war ich in seinem Hofraum und sah mir die ganze Einrichtung an. Wenn er die Pferde in seinem Gewahrsam hat, so sind sie keinesfalls innerhalb seiner Fenzen, und es muß irgendwo hinter dem Feld oder Viehhof einen Platz geben, in dem niedern, mit Schilf bewachsenen Talgrund wahrscheinlich, wo die Tiere durch das dichte Rohr in einer gewissermaßen natürlichen Umzäunung eingefenzt gehalten werden.«

»Dann ist aber doch der Eingang nur von seinem Lande aus«, rief Cook ungeduldig.

»Allerdings«, entgegnete Brown, »ich kann es mir wenigstens nicht anders denken, doch das ist einerlei. Er kann vor Gericht nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Was frei im Walde läuft, denn außerhalb der Fenzen ist Freiheit...«

»O verdamm die Gerichte!« sagte Smeiers, jetzt vortretend und mürrisch die Mütze rückend; »wir sind hier nicht zusammengekommen, um zu fragen, was die Gerichte dazu sagen würden. Wir wollen unser Recht selbst suchen, und wenn wir davon überzeugt sind, daß es Recht ist, nun so geht uns der andere Firlefanz weiter nichts an. Darum und in diesem Sinne haben wir Euch zu unserem Anführer gemacht; wenn Euch das nicht recht ist, so sagt's, dann übernimmt's ein anderer.«

Brown wollte darauf erwidern, Husfield unterbrach ihn aber, bat einen Augenblick um das Wort und wandte sich hierauf an die Versammlung, besonders aber an den, der zuletzt gesprochen und jetzt den größten Teil der Regulatoren auf seiner Seite zu haben schien.

»Gentlemen , sagte er, »ich glaube, ihr kennt mich alle, und keiner von euch wird denken, mein Eifer, der guten Sache zu dienen, sei schwächer als der seine, aber – Mr. Brown hat recht. Uns genügt jetzt nicht allein zu wissen, ob Atkins Helfershelfer der Pferdediebe oder Hehler war, wenn wir auch den Beweis dort finden, sondern ob er es noch tut und auf welche Art es geschieht. Daß er dabei Hilfe haben muß, ist klar – bindet den Jungen dort, wenn er noch einmal versucht, die Hütte zu verlassen« – unterbrach er sich jetzt und wies zu dem jungen Neger hinüber, der in diesem Augenblick wieder schnell und sehr verlegen in das Haus zurückglitt, »habt bessere Obacht auf den Burschen, er könnte uns sonst den ganzen Plan verderben.«

Die Wächter hatten zu aufmerksam auf die Reden gehört und traten jetzt, über ihre Nachlässigkeit beschämt, wieder vor die Tür. Husfield aber fuhr fort: »Wie ich hier überall gehört habe, geht Atkins selten oder nie von zu Hause fort, er muß also Leute an der Hand haben, die ihm derlei kleine Gefälligkeiten besorgen. Diese können jedoch nicht weit entfernt von ihm leben.«

»Johnson hat eine Hütte nur kurze Strecke von seinem Hause entfernt«, sagte Wilson.

»Verdamm die Kanaille«, brach Husfield, bei dieser Entdeckung seine frühere Ruhe vergessend, los, »so steckt auch der Hund mit ihm unter einer Decke, und das Spiel mit den Pferden damals war falsch. Die Pest über ihn – Doch halt«, fuhr er dann nachdenklich fort, »auch hier wird List und Ruhe nachdrücklicher wirken als tolles Toben und rohe, unberechnete Gewalt. Nochmals also stimme ich Mr. Browns Vorschlag bei, die Sache reiflich zu überlegen, ehe wir rasch und vielleicht töricht handeln. Wir haben noch mehrere Stunden Zeit, ehe wir gedrängt werden, etwas zu beschließen. Mr. Brown ist vielleicht jetzt so gut und macht uns indessen mit dem Plan bekannt, den er entworfen hat.«

»Gern«, sagte der junge Mann, »er ist leicht mitgeteilt und wird ebenso leicht begriffen werden. Wir wissen die Zauberformel, die uns Zutritt zu dem heimlichen Hehlerplatz unseres Nachbarn sichert. Noch aber ist es nicht bekannt, daß wir sie wissen, noch ist das Geheimnis unser. Mein Vorschlag ist also der: heut abend einen Mann, den Atkins nicht kennt, mit mehreren fremden Pferden zu ihm zu schicken; hier dieser Kanadier wäre vielleicht der Rechte.«

Der Bezeichnete schüttelte den Kopf.

»Nein«, sagte er dann, »ich war schon dort – heute morgen mit Tagesanbruch – er hat wohl mein Pferd nicht gesehen, das stand draußen, aber mich selber.«

»Das ist fatal. Nun, dann finden wir einen andern, der bei ihm einkehren muß, die Parole gibt, die draußen angebundenen Pferde nach seiner Anweisung herbeibringt und zu dem Platz gelangt, auf welchem die Tiere zu dem für sie bestimmten Versteck geführt werden. Wir liegen indessen dort in der Gegend im Hinterhalt und kommen nur nach einem gegebenen Zeichen hervor.«

»Das ist alles recht schön und gut«, sagte Wilson »,wo aber nehmen wir noch vor Abend jemanden her, den Atkins nicht kennt; denn Atkins kennt fast jeden Menschen in Arkansas.«

»Allerdings wird es schwerhalten, einen Mann zu finden«, bestätigte Husfield. »Euch kennt er auch, Kefner?«

»Ich sollte denken«, meinte dieser, »seit fünf Jahren!«

»Und Euch, Jankins?«

»So genau wie seine Nachbarn.«

»Und Euch, Williams?«

»Er kennt sie alle, Mr. Brown«, sagte der zuletzt Angeredete,, »da müssen wir weiter gehen. Wenn wir auf der Straße vielleicht...«

»Halt!« unterbrach ihn Cook, »ich hab' es – ein köstlicher Einfall, dem alten Mann wird es auf ein oder zwei Tage nicht ankommen, wir können ihm Mais und Lebensmittel genug liefern.«

»Wem denn?« fragten mehrere.

»Habt Ihr heute morgen keine Wagen auf Eurer Fähre übersetzen sehen, Wilson?« fragte Cook.

»Ich bin schon seit gestern abend hier«, antwortete der Angeredete, »doch was sollen die uns nützen?«

»Sie können höchstens gegenüber, an der anderen Seite des Flusses, also kaum zwei Meilen entfernt sein«, erwiderte Cook, »ein alter Tennesseer mit seinen beiden Söhnen führt die Wagen. Einer von den Jungen oder der Vater selbst muß uns beistehen. Die kennt Atkins nicht, und alles schlau angefangen, geht der alte Fuchs vielleicht in die Falle.«

»Wer reitet aber hinüber?« fragte Wilson, »und wie soll man sie finden?«

»Oh, nichts leichter als das«, meinte Cook. »Ihr setzt hier gleich über den Fluß, schneidet gerade durch die Niederung, links an dem kleinen See vorbei, und seht, wenn Ihr die Straße erreicht, nur nach den Wagenspuren. Sind die Siedler schon vorüber, was ich kaum glaube, so müßt Ihr sie in sehr kurzer Zeit einholen, und haben sie jene Stelle noch nicht passiert, nun, desto besser, so reitet Ihr ihnen bloß entgegen.«

»Da wär's aber viel besser«, sagte Brown, »Ihr ginget selbst, Cook. Wie ich weiß, habt Ihr mit dem alten Mann schon Bekanntschaft gemacht, und vielleicht wird es Euch gerade dadurch leichter, ihn für unser Vorhaben zu gewinnen.«

»Meinetwegen«, entgegnete Cook entschlossen, »mir auch recht. An mir soll es nicht liegen, und wo ich helfen kann, tu' ich's gern. Übrigens wird es wahrlich nicht schwerhalten, den alten Haudegen auf unsern Plan eingehen zu machen. Ich möchte meinen Hals verwetten, daß er selber kommt.«

»Das wäre also abgemacht«, meinte Curtis, sich fröhlich die Hände reibend. »Jetzt glaub' ich auch, daß wir den verdammten Verbrechern auf die Spur kommen, und dann gnade ihnen Gott. Sie sollen Hanf zu schmecken bekommen, daß sie genug haben. Was machen wir aber indessen mit den Gefangenen? Ich traue dem Neger nicht. Der hat schon ein paarmal entwischen wollen, und ich zweifle nicht im mindesten, daß er geradewegs zu Atkins hinübergerannt wäre.«

»Wir müssen sie binden«, sagte Brown, »denn der Gefahr, jetzt verraten zu, werden, dürfen wir uns nicht aussetzen.«

»Die Negerinnen auch?« fragte Wilson.

»Den Burschen wenigstens«, entschied Husfield, »für die beiden Frauen genügt eine Wache, und macht der Junge wieder den geringsten Versuch zur Flucht, so binden wir ihn an einen Dogwood und lassen ihn tanzen. Wo ist die Papaorinde?«

»Nehmt lieber Stricke«, wandte Bowitt ein, »dort unter dem Bett in der Ecke liegen einige. Ist denn auch Jones sicher verwahrt?« Er trat bei diesen Worten an den Gefangenen heran und wollte nach dessen Banden sehen, als der Missourier, der auf irgendeine unerklärbare Weise seine Hände frei gearbeitet hatte, dem Baum entsprang, an den er gefesselt gewesen und mit flüchtigen Schritten dem Walde zueilen wollte. Er kam aber nicht weit. Wilson befand sich, als jener den ersten Satz tat, vor dem Bowitt mehr überrascht als erschrocken zurückfuhr, in kaum zehn Schritt Entfernung von ihm und hatte ihn nach kurzem Wettlauf eingeholt. So wütend war aber der Ertappte, daß er sich dem viel stärkeren Gegner stellte und ihn mit Fäusten und Zähnen in verzweifelter Wut zu verwunden suchte.

Wilson bedurfte auch wirklich seiner ganzen Gewandtheit, den wütenden Bissen des Rasenden auszuweichen, doch warf endlich ein kräftiger Faustschlag den Verbrecher zu Boden. Hier wurde er dann an Händen und Füßen gefesselt, in das Haus getragen und von vier Männern bewacht.

Cook sattelte indessen sein kleines Pony und trabte bald darauf dem Fluß zu, um seine Bekannten vom Morgen wieder aufzusuchen. Brown und Husfield dagegen stellten nach allen Richtungen hin Wachen aus, die Verbindung mit den übrigen Ansiedlern abzuschneiden und zu verhindern, daß Atkins gewarnt werden könnte, während die anderen Regulatoren indessen dafür sorgten, daß das Mittagessen bereitet sowie sonst alles Nötige hergerichtet würde. Im Schatten der einzelnen, in der Lichtung stehenden Baumgruppen lagerten sie dann gemeinschaftlich, teils ihren Plan für den Abend zu bereden, teils der Ruhe zu pflegen und mit Sonnenuntergang zu neuen Anstrengungen gestärkt und gekräftigt zu sein.

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