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Die Réfugiés

Arthur Conan Doyle: Die Réfugiés - Kapitel 30
Quellenangabe
typefiction
authorArthur Conan Doyle
booktitleDie Réfugiés von A. Conan Doyle, Die Heimkehr von Th. Bentzon
titleDie Réfugiés
publisherVerlag von Velhagen & Klasing
seriesVelhagen & Klasings Roman-Bibliothek
volumeVierter Band
year1893/94
firstpub1893
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorGerd Bouillon
senderwww.gaga.net
created20070627
projectidf87dc92a
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VII. Die Binnengewässer

Sie waren nicht übel ausgerüstet für ihre Reise. Der Kapitän der Gloucesterbrigg, in welcher die Amerikaner von Quebec abgefahren waren, kannte Ephraim Savage gut, und wer kannte ihn nicht an der Küste von Neu-England? Er hatte deshalb seinen Wechsel mit einem dreimonatlichen Ziel acceptiert zu einem so hohen Zinsfuß, als aus ihm herauszupressen war, und ihm dafür drei vorzügliche Flinten und einen guten Vorrat an Munition geliefert nebst so viel barem Gelde, als er für all seine sonstigen Bedürfnisse brauchte. Dafür hatte Ephraim das Kanoe und die Indianer gemietet und auf zehn Tage mindestens Fleisch und Schiffszwieback eingestaut.

»Mir ist, als atme ich neues Leben, wenn ich den Lauf einer Flinte fassen und den Waldduft um mich her spüren kann,« sagte Amos, »Wahrhaftig so quer durch den Forst können es nicht mehr als hundert Meilen von hier bis Albany oder Shenectady sein!«

»Jawohl, mein Junge, da hast du recht,« erwiderte Ephraim. »Aber wie kann das Frauenzimmer hundert Meilen weit durch den Wald gehen? Nein, nein, laß uns nur Wasser unterm Kiel behalten und im übrigen auf unsern Herrgott trauen.«

»Dann bleibt uns nur ein Weg übrig. Wir müssen bis zum Richelieufluß aufwärts rudern und auf ihm immer südwärts bis in den Champlainsee und den St. Sacramentsee fahren. So gelangen wir bis dicht an die Quellen des Hudson.«

»Das ist ein gefährlicher Weg,« sagte Catinat, der die Unterhaltung seiner Gefährten verstand, wenn er auch nicht im stande war, englisch zu sprechen. »Wir würden dann am Lande der Mohawks vorüber müssen.«

»Es ist aber offenbar der einzige Weg, wie mich dünkt,« entgegnete Ephraim, »dieser oder keiner.«

»Ich habe übrigens einen Freund an Richelieufluß, der uns sicherlich auf der Reise behilflich sein wird,« meinte Catinat darauf lächelnd, »Du hast mich wohl von Charles de la Roue, dem Herrn von Sainte Marie, erzählen hören, Adèle?«

»Den du immer den kanadischen Herzog nanntest, Amory?«

»Eben den. Seine Herrschaft liegt am Richelieu südlich von Fort St. Louis, und ich bin ganz sicher, daß er uns nicht im Stiche lassen wird.«

»Vortrefflich!« rief Amos. »Wenn wir dort einen Freund haben, kann es uns nicht fehlen. Das entscheidet – nun halten wir fest an der Flußfahrt. Auf denn an die Ruder; denn der Mönch wird uns verderben, wenn er irgend kann.«

Und so geschah es. Eine ganze Woche lang arbeitete sich die kleine Gesellschaft die große Wasserstraße aufwärts, immer am südlichen Ufer entlang, wo es weniger Ansiedlungen gab. Beide Seiten des Stromes waren dicht bewaldet, aber von Zeit zu Zeit erschien ein Aushau, und ein Streifen Ackerland begrenzte das Ufer, auf dem noch die gelben Stoppeln von der letzten Weizenernte standen.

Adèle betrachtete mit lebhaftem Interesse die Holzhäuser mit ihren vorspringenden Stockwerken und sonderbaren Giebeln, die aus festem Stein erbauten Edelsitze der Seigneurs und die in jedem Dörflein befindlichen Mühlen, welche nicht nur Mehl lieferten, sondern auch im Falle eines Angriffes einen mit Schießscharten versehenen Zufluchtsort darboten.

Fürchterliche Erfahrungen hatten die Kanadier gelehrt, was die englischen Ansiedler noch zu lernen hatten, daß es eine Thorheit ist, in einem von Wilden bewohnten Lande vereinzelte Landhäuser inmitten der eignen Felder zu errichten. So erstreckten sich denn die Aushaue strahlenförmig von den Dörfern aus, und jede Hütte war im Hinblick auf die militärische Zweckmäßigkeit des Ganzen erbaut, so daß sie bei der Verteidigung als Außenwerk dienen konnte, deren Centrum schließlich von dem steinernen Herrenhause und der Mühle gebildet wurde. Jetzt blitzten an jeder steilen Thalwand, auf jedem Hügel in der Nähe der Dörfer die Flintenläufe der Wächter, denn die Nachricht vom Aufstande des Fünfvölkerbundes war bekannt geworden, und man konnte nicht wissen, wo der erste Schlag fallen würde, nur eins war sicher, daß es da geschehen müsse, wo man am wenigsten zur Abwehr vorbereitet war.

In der That hätte der Reisende bei jedem Schritte in diesem Lande, am St. Lorenz sowohl wie westlich an den Seen, oder die Ufer des Mississippi entlang, oder südwärts im Lande der Tscherokesen und der Creeks die Einwohner im gleichen Zustande angstvoller Erwartung gefunden, und das aus dem gleichen Grunde. Die Irokesen, oder »Iroquois«, wie die Franzosen sie nannten, oder der Fünfvölkerbund, wie sie selbst sich nannten, hing wie eine Wolke über dem ganzen großen Kontinent. Ihr Bund war ein durchaus natürlicher, denn sie waren vom selben Stamm, sprachen die gleiche Sprache, und alle Versuche, sie zu trennen, waren bisher mißlungen. Mohawks, Cajugas, Onondagas, Oneidas und Senecas waren jeder stolz auf ihre besonderen Abzeichen oder »Totems« und auf ihre angestammten Häuptlinge, aber auf dem Kriegspfade waren sie Irokesen, und der Feind des einen war der Feind aller. Ihre Zahl war klein, denn sie konnten kaum zweitausend Krieger stellen, und ihr Heimatland war begrenzt, denn ihre Dörfer waren nur über den Landstrich verstreut, welcher zwischen dem Champlainsee und dem Ontariosee liegt. Aber sie waren einig, sie waren listig, sie waren verzweifelt tapfer, sie waren wild, angriffslustig und energisch. Von ihrer centralen, gesicherten Stellung fielen sie abwechselnd nach rechts und links aus, und nie damit zufrieden, einen Gegner besiegt zu haben, vernichteten sie ihn und rotteten ihn gänzlich aus, während sie die anderen alle durch ihre schlauen Unterhandlungskünste im Schach hielten. Ihr Geschäft war der Krieg, und Grausamkeit ihr Vergnügen. Nach einander hatten sie ihre Waffen gegen die verschiedenen Nationen ringsum gewandt, bis auf tausenden von Quadratmeilen keine selbständig mehr existierte. Sie hatten die Huronen und die Huronenmission in einem fürchterlichen Blutbade vertilgt. Sie hatten die nordwestlichen Stämme vernichtet, bis sogar die fernen Sacs und Foxes bei ihrem Namen erbebten. Sie hatten das ganze westliche Land durchstreift, bis ihre Skalpierzüge mit ihren Stammesverwandten, den Sioux, zusammentrafen, welche die Herren der weiten Prairie waren, wie sie selbst die der großen Wälder. Die neuenglischen Indianer des Ostens, die Shawnies und Delawaren weiter südwärts zahlten ihnen Tribut, und der Schrecken ihrer Waffen erstreckte sich über die Grenzen von Maryland und Virginia. Vielleicht hat nie im Lauf der Weltgeschichte eine so kleine Männerschar so große Strecken Landes so lange Zeit beherrscht.

Seit vor fast fünfzig Jahren Champlain und seine Anhänger für ihre Feinde gegen sie Partei ergriffen hatten, hegten diese Stämme einen tiefen Groll gegen die Franzosen, Alle diese Jahre hatten sie in ihren Walddörfern Rache gebrütet, hatten hin und wieder einen Überfall an der Grenze verübt, im ganzen aber einen günstigen Zeitpunkt abgewartet. Und der schien ihnen jetzt gekommen. Alle die Stämme, welche sich mit den Weißen hätten verbünden können, hatten sie vernichtet. Diese standen allein. Von den Niederländern und Engländern New-Yorks hatten die Indianer sich gute Gewehre und reichliche Munition verschafft. Die lange schmale Linie der französischen Ansiedelungen lag unbeschützt vor ihnen. Sie waren im Walde versammelt, wie Jagdhunde an der Leine, die nur des Befehls der Anführer harren, um sich mit Fackel und Tomahawk auf den Gürtel der befestigten Dorfschaften zu stürzen.

So standen die Dinge, als die kleine Gesellschaft der Réfugiés am Flußufer entlang ruderte, um den einzigen Weg zu suchen, der sie zum Frieden und zur Freiheit führen konnte. Freilich, sie wußten es wohl, es war ein gefahrvoller Pfad. Den ganzen Richelieufluß entlang standen die Vorposten und Blockhäuser der Franzosen. Als das Feudalsystem Kanada aufgeimpft wurde, erhielten die verschiedenen »Seigneurs« ihre Lehen unter Bedingungen, die der Niederlassung zu gute kommen sollten. Jeder Seigneur bildete mit den ihm untergebenen Hintersassen, die im Gebrauch der Waffen geübt waren, eine ebensolche kriegerische Macht, wie im Mittelalter. Der Bauer erhielt sein Lehen nur unter der Bedingung, daß er sich stellte, wenn er einberufen wurde. So hatte man die alten Offiziere vom Regiment Carignan und einige besonders kühne Ansiedler am Richelieu entlang postiert, welcher auf seinem Lauf vom Champlainsee in den St. Lorenzstrom die östliche Grenze des Landes der Mohawks bildete. Die Blockhäuser selbst mochten sich wohl verteidigen können, aber für die kleine Gesellschaft, welche von einem zum anderen reisen mußte, war die Situation voll tödlicher Gefahren. Allerdings führten die Irokesen mit den Engländern keinen Krieg, aber es war nicht zu erwarten, daß sie auf dem Kriegspfade gewissenhaft zu unterscheiden geneigt sein würden, und wenn sie es gewesen wären, konnten doch die Amerikaner ihr Schicksal nicht von dem ihrer französischen Gefährten trennen.

Während sie so den St. Lorenz stromauf fuhren, trafen sie zum öfteren Kanoes, die stromab gingen. Bald war es ein Offizier oder ein Beamter auf dem Wege nach der Hauptstadt, entweder von Three Rivers (St. Maurice-Gentilly, die sich von entgegengesetzten Seiten in den Lorenzstrom ergießen) oder von Montreal, bald eine Ladung Felle, welche Indianer oder Waldläufer hinabschafften, um sie nach Europa zu verladen, und bald wieder ein kleines Kanoe mit einem einzigen Insassen, einem sonnverbrannten, ergrauenden Manne im bräunlich-schwarzen, verschossenen Priesterrock, der im Zickzack von Ufer zu Ufer fuhr und bei jeder Indianerhütte auf seinem Wege anhielt.

Wenn es nicht richtig um die Kirche Kanadas bestellt war, so war das nicht die Schuld dieser Dorfpriester, welche ihr Leben in Mühsal und Arbeit aufrieben, um Trost und Hoffnung und sogar einen Anflug von Bildung in diese Wildnis zu tragen. Mehr als einmal versuchten solche Pilgrime mit den Flüchtlingen ein Gespräch anzuknüpfen, aber diese achteten ihrer Zeichen und Rufe nicht, sondern eilten weiter.

Von der Mündung her überholte sie nichts, denn sie schwangen die Ruder vom frühen Morgen bis zum späten Abend, zogen dann das Kanoe an Land und zündeten ein Feuer von trockenem Reisig an, denn in der Herbheit der Luft machte sich der nahende Winter bereits fühlbar.

Vor den staunenden Augen der jungen Französin, die Tag um Tag im Stern des Bootes saß, glitten die Leute mit ihren fremdartigen Wohnungen, die gewaltigen Wälder, die verschiedenen Fahrzeuge vorüber. Aber nicht das allein, Ihr Gatte und Amos Green lehrten sie noch auf ganz andere Dinge und Sehenswürdigkeiten der Waldlandschaft achten, während sie so längs des Ufers hinstreiften, und machten sie auf tausenderlei aufmerksam, was sonst ihren Sinnen verborgen geblieben wäre. Bald war es das behaarte Gesicht eines Waschbären, das aus dem Spalt eines hohlen Baumes hervorguckte, oder eine Otter, die, einen silberglänzenden Fisch im Maul, unter dem überhängenden Gesträuch blitzschnell dahin schwamm. Bald wieder war es vielleicht eine Wildkatze, die sich geschmeidig auf einem Aste niederduckte, die boshaften gelben Augen funkelnd auf die Eichkätzchen gerichtet, die am andern Ende desselben spielten; oder das kanadische Stachelschwein huschte hastig rasselnd durch die gelbblühenden Federharzstauden und das Heidel- und Preißelbeerendickicht. Adèle lernte auch allmählich den frechen, kurzen Schrei des winzigen Chickadee (der schwarzköpfigen amerikanischen Meise) erkennen, den Ruf des Blauvogels und das Aufblitzen seiner Flügel im Laube, den süß lockenden Ton des schwarz-weißen Bobolink (oder Reisammer) und das langgedehnte Mi–au des Katzenvogels. Und so, gewiegt an der Brust des breiten Stromes, während das frohe Naturkonzert vom Ufer her unablässig an ihr Ohr drang, und vor ihren Augen das herrlichste Farbenpanorama, das ein Künstler sich nur auszudenken vermag, sich über die sterbenden Wälder ausbreitete, lernte auch Adèlens Lippe wieder lächeln, und auf ihren Wangen erschien ein zartes Rot der Gesundheit, wie es Frankreich ihr nie hatte geben können. Catinat sah diesen Wechsel wohl, aber dennoch bedrückte ihn ihre Gegenwart, denn er wußte, daß zwar die Natur in diesen Wäldern ein Paradies geschaffen, der Mensch es aber in eine Hölle verwandelt hatte, und daß hinter all der Pracht der herbstlichen Blätter und Waldblumen ein namenloses Entsetzen lauerte. So oft er nachts neben dem glimmenden Feuer auf seinem Lager von dürrem Reisig lag und die kleine, in eine Decke gewickelte Gestalt ansah, die so friedlich neben ihm schlummerte, kam es ihm vor, als habe er kein Recht, sie solcher Gefahr auszusetzen, und als müsse er mit dem Morgengrauen das Kanoe wieder ostwärts wenden und das Schicksal auf sich nehmen, was sie in Quebec erwartete. Wenn dann aber der Tag anbrach, überwältigte ihn der Gedanke an die Demütigung, die öde Heimreise, die Trennung, die Galeere und den Kerker, die ihrer dort warteten, und er verwarf seinen nächtlichen Entschluß.

Am siebenten Tage ruhten sie an einer, nur ein paar Meilen von der Mündung des Richelieuflusses entfernten Stelle, wo Fort Richelieu, ein großes Blockhaus, stand, das von Herrn von Saurel erbaut worden war. Hatten sie das einmal passiert, so war es nicht mehr weit nach dem Edelsitze von Catinats vornehmem Freunde, der ihnen weiter behilflich sein konnte. Die Nacht hatten sie auf einem Eilande mitten im Strom zugebracht, und beim ersten Morgengrauen schickten sie sich an, das Kanoe aus der sandumsäumten, bebüschten Bucht, in der sie es geborgen hatten, herauszustoßen, als Ephraim Savage etwas in sich hinein brummte und über das Wasser hindeutete.

Den Fluß herauf kam ein großes Kanoe pfeilschnell daher, von einem Dutzend kräftiger Arme getrieben. Im Bug saß eine dunkle Gestalt, die sich bei jedem Aufheben der Ruder vorwärts neigte, wie innerlich verzehrt vom Eifer, voran zu kommen. Selbst auf diese Entfernung war der fanatische Mönch, den sie ausgesetzt hatten, unverkennbar.

Im Gebüsch versteckt sahen sie ihre Verfolger vorbeifliegen und um eine Biegung des Stromes verschwinden. Dann blickten sie einander ratlos an.

»Wir hätten ihn einfach über Bord werfen, oder ihn als Ballast mitnehmen sollen,« sagte Ephraim. »Er hat jetzt den Vorsprung und fährt mit vollen Segeln.«

»Keinenfalls können wir aber unsrer Fährte rückwärts folgen,« bemerkte Amos.

»Und doch, wie können wir weiter gehen?« sagte Catinat verzagt, »dieser rachsüchtige Teufel wird das Fort und jeden andern Punkt den Fluß entlang alarmieren. Er ist in Quebec gewesen. Das war eins von des Statthalters eignen Kanoes und macht drei Bootslängen, wo wir zwei machen.«

»Laßt mich's mal ausrechnen.« Amos Green setzte sich auf einen umgefallenen Ahornstamm und ließ den Kopf in die Hand sinken. »Seht,« sagte er nach kurzem Sinnen, »wenn wir nicht vorwärts dürfen und nicht rückwärts können, so bleibt nur eins übrig, und das ist: wir schlagen uns seitwärts. Nicht wahr, Ephraim?«

»Ja, ja Junge, wer nicht vorm Winde laufen kann, muß lavieren, aber seicht Wasser ist's überall, am rechten, wie am linken Bug.«

»Nach Norden können wir nicht, folglich müssen wir nach Süden.«

»Und das Kanoe aufgeben?«

»Wir haben keine Wahl. Wir können quer durch den Wald nach dem befreundeten Hause am Richelieu gehen, dann wird der Mönch unsre Spur verlieren, und wir werden keine Not mehr von ihm haben, wenn er dabei bleibt, den St. Lorenz abzusuchen.«

»Es wird wohl nicht anders gehen,« sagte Kapitän Ephraim betrübt. »Meine Sache ist's nicht, über Land zu gehen, wenn ich auf Wasser bleiben kann, und seit den Tagen, da König Philipp über die Provinzen herfiel, bin ich keine Elle tief im Walde gewesen. Da mußt du schon den Kurs angeben, Amos, und das Steuer richten.«

»Es kann nicht sehr weit sein, und wird nicht lange dauern. Kommt, wir wollen nach dem Südufer hinübersteuern und uns auf den Weg machen. Wenn Ihre Frau müde wird, Catinat, so tragen wir sie abwechselnd.«

»O nicht doch, Herr Green, Sie wissen noch nicht, wie gut ich gehen kann. In dieser herrlichen Luft könnte man so in Ewigkeit wandern.«

»Hinüber also!«

In wenigen Minuten waren sie drüben und landeten am Waldesrand. Dort erhielt jeder Mann eine Flinte nebst Munition, dazu seinen Anteil an Mundvorrat und an dem wenigen Gepäck. Nachdem hierauf die Indianer abgelohnt und ermahnt worden waren, nichts von den Bewegungen der Flüchtlinge zu verraten, wandten diese dem Strom den Rücken und betraten die lautlos ruhenden Wälder.

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