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Die Nonnensusel

August Becker: Die Nonnensusel - Kapitel 7
Quellenangabe
typefiction
booktitleDie Nonnensusel
authorAugust Becker
year1996
publisherPfälzische Verlagsanstalt
addressLandau in der Pfalz
isbn3-87629-105-4
titleDie Nonnensusel
pages3-17
created19991103
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1886
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5

Bas Marlis

Die Schüler hatten den Nachmittag frei. In den beiden Nachbarorten war schon lange darüber gesprochen worden, daß Bas Juliane, die Frau des Kirchenältesten Groß, sich nicht mehr in der Kirche sehen lasse. Nun brachten die Kinder heim, was der Herr Schulmeister zur Susanne Groß gesagt hatte. Andere Leute wußten ziemlich genau, was an jenem Herbstsonntag zwischen dem Herrn Pfarrer und Juliane verhandelt worden war. Man wollte auch wissen, daß der Herr Pfarrer auch deswegen die Einladung zur Taufmahlzeit damals ausgeschlagen habe, obwohl der Grund ein anderer war; der Geistliche fand an Sonntagen wohl kaum Zeit, solchen Einladungen nachzukommen.

Niemand empfand größere Genugtuung über diese Gerüchte als Bas Marlis von Pleisweiler, die aus keinem anderen Grund auf ihrem lutherischen Standpunkt beharrte, weil sie bei der Umfrage im Jahre 1818 auch nicht gefragt worden war. Ihr Mann, der damals noch lebte, hatte der Union zwar zugestimmt, aber nicht sie, die Bas Marlis. Die Ähnlichkeit ihrer Anschauung hatte ihr bei Juliane schon manche gute Aufwartung verschafft, und sie lebte in Verhältnissen, daß sie darauf Rücksicht zu nehmen hatte.

Als nun Bas Marlis selbigen Nachmittag von dem Vorgang in der Schule hörte, verbanden sich damit sofort angenehme Kaffeegedanken mit Waffel- und Weißbrotideen. Sie zog also ihre schönste »Betze« über den Kopf, ihr rotgestreiftes Halstuch um den etwas schwammigen Oberleib, fragte beim Dreher am Brunnen an, ob er keine Spindel, keine Spule oder sonst ein ausgebessertes Stück von einem Spinnrad für Juliane Groß liegen habe, und machte sich dann mit einer neu hergestellten hölzernen Schraube frohgemut nach Oberhofen hinunter, während sie Stricknadeln und ein Wollknäuel für den eigenen Gebrauch mitnahm.

Juliane saß eben mit Nettl, der alten Aplone und einer eigenen Spinnfrau in der Stube. Der Vater überrechnete für sich die schlechten Weinerträgnisse, sowie die Kosten und den voraussichtlichen Ertrag der Herbstsaat. Susel hatte ebenfalls ein Spinnrädchen vorgenommen, um sich zu üben, während Knecht Hanjerg in der Scheuer mit Häckselschneiden, und Stoffel in der Werkstube drüben neben dem Backhaus mit »Welchenputzen« beschäftigt war, d. h. er richtete Weiden zum Anbinden der Reben her.

Da öffnete sich die Tür der warmen Wohnstube, und herein kam die Bas Marlis von Pleisweiler. Der Empfang war gut, die Schraube paßte und kam eben recht, und Bas Marlis war nur erschienen, um sich zu erkundigen, wie es der Großmutter gehe. Man hieß sie Platz nehmen, um die Ruhe nicht aus dem Hause zu tragen, und sie klagte eine Weile über den Fluß in den Gliedern.

»Man wird eben alt, Bas Marlis«, sagte Frau Juliane und schlug dann vor, zur Großmutter hinüberzugehen. »Ich will doch dafür sorgen, daß wir einen warmen Kaffee kriegen. Du, Nettl, kannst jetzt Rüben klein stoßen für das Vieh, aber ganz klein!«

Während die Magd ging, begab sich Bas Marlis ins Nebengebäude zur Großmutter, wo die Unterhaltung sich bald im richtigen Gleis befand, als der Besuch ein warmes Plätzchen am Ofen erobert und bei der Erkundigung nach dem Befinden die Antwort erhalten hatte, es gehe soweit wieder besser. Das Gespräch war eingeleitet.

»Ja, ja«, sagte die alte Frau im Bett und sah starr vor sich hin, in eine Ecke. »Das hätte sich mein Adam nicht gedacht, daß so bald ein anderer an seiner Stelle säße und die Herrschaft in seinem Haus führe.«

»Das sag' ich auch immer«, bestätigte, emsig strickend, Bas Marlis. »Wär' sie Witfrau geblieben, hätte sie sagen können: Nein, ich stimme nicht zu der Union, stimme nicht bei, daß reformiert und lutherisch durcheinander geschüttelt werden, gleich dem Futter fürs liebe Vieh. Ich stimme nicht zu, und damit basta!«

»Wär' das alles?« meinte die Alte, mit der Hand auf ihr Deckbett schlagend. »Aber 's tut auf die Dauer nicht gut, wenn der Mann jünger ist als die Frau.«

»Gar nicht gut«, stimmte Bas Marlis zu. »Er ist zwar ein tüchtiger Mann, der Henrich Groß, das hört man allgemein, aber –«

»Er ist doch einmal seine fünf oder sechs Jahre jünger als die Juliane«, fiel die Alte ein. »Sie muß schon Augen hinten und vorn haben, – er ist ja doch einmal seine fünf oder sechs Jahre jünger.«

»Ja, ja, sie ist doch sechs oder sieben Jahre älter als er«, fing Bas Marlis an. »Aber das muß man an ihr loben, daß sie jetzt so Widerpart hält wegen der Pfarrstunde in Münster. Das gefällt mir an ihr, daß muß ich schon sagen.«

»Weißt, Marlis, sie kann es nicht verschmerzen, daß der jetzige Bürgermeister von Münster selbiges Mal nicht sie, sondern eine andere im Aug' gehabt hat«, berichtete die Alte vertraulich. »Sie hat gemeint, er wagt alles, auch das Leben, ihretwegen!«

»Ach ja! Sooft ich den Bürgermeister auf seinem Nickel durch unser Dorf reiten seh', denk ich daran«, begann jetzt Bas Marlis, eine Nadel aus dem Strickstrumpf ziehend. »Die Mordsschlägerei selbiges Mal auf der Oberhofener Kerwe! Nur sein Kamerad, der Kuntzefriederle im Oberdorf zu Münster, hat ihn herausgerissen, hat gleich den siedenden Wurstkessel in der Küche ausgehoben und unter die Oberhofener geschmissen. Da hat's Luft gegeben, und sie sind davon gekommen, die Münsterer, sonst wären sie mausetot geschlagen worden, mausetot! Zuletzt aber, und das ist heute noch nicht verwunden, zuletzt hat sich herausgestellt, daß er einer gewissen anderen zu Gefallen gegangen ist. Aber er hat doch den Braten in Oberhofen dann zu heiß gefunden und ist weggeblieben. Und dann ist mein Adam noch einmal vorgegangen. Adam, hab' ich g'sagt, jetzt ist's Zeit, die Beeren sind zeitig. Und da ist sie froh um ihn gewesen, hätt' es auch nicht zu bereuen gehabt, wenn – –«

»Wenn er nicht gern getrunken hätte«, fiel Bas Marlis etwas unvorsichtig ein, fuhr aber sofort, als sie den üblen Eindruck ihrer Bemerkung empfand, in ihrer Ausführung weiter: »Aber das macht gar nichts; trinken tut jeder. Er hat's ja reichlich gehabt, warum hätt' er nicht trinken sollen? Jeder Mensch hat seine Schwachheiten! Das können unsere Männer einmal nicht lassen. Sie tragen wenigstens kein Geld ins Wirtshaus, sondern petzen daheim im eigenen Keller. Der Wein hat jetzt ohnehin keinen Preis und verkauft sich schwer. Warum sollen sie nicht trinken? Leider sterben sie leicht daran. Mein Martin hat ja auch den Umstand an sich gehabt, und plumps! ist er dagelegen. Gott sei seiner armen Seele gnädig!«

»Ich hab' einen anderen Umstand im Auge, Marlis!« sagte die Alte,

»Ach ja, es gibt ja Ursachen zu Unfrieden in der Ehe gerad' genug, Bas Evekäth.«

»Sie hätt nach seinem Tod Witib bleiben sollen«, fuhr die Alte fort, ohne sich unterbrechen lassen zu lassen. »Der Stoffel hätt' bald die Sach' verstehen können. Aber nein! Der Henrich steckt ihr im Kopf. Der Henrich muß es sein: sie hat keine Ruh' mehr gegeben.«

»Na, es ist wenigstens nicht übel ausgefallen.«

»Aber er ist immerhin seine fünf bis sechs Jahre jünger als sie.«

»Ein bedenklicher Umstand, das«, bestätigte Bas Marlis, »wenn die Frau gleich sieben oder acht Jahre älter ist als der Mann. Das stört manchmal den Hausfrieden.«

»Und ob!« bemerkte die Alte im Bett nachdrucksvoll.

»Uneben ist er ja gerade nicht gegen mich, das könnt' ich nicht sagen; aber seit Eve sich verheiratet hat – wenn sie nur nicht zu viel Kinder kriegt – hab' ich nur den Stoffel im Haus.«

»Und der wird sich auch bald nach einer Frau umgucken. Fehlen wird's ihm nicht, er darf nur zugreifen, euer Stoffel. Im Oberland ist noch viel Reichtum.«

»Ja, da sitzt er und hat ein Hütchen auf«, entgegnete die Alte mit einer bekannten Redensart. »Die Reichen sind meistens schon als Kinder vergeben.«

»Na«, meinte Bas Marlis, »auf Vermögen braucht euer Stoffel nicht zu sehen. Ihr, Bas Evekäth, versorgt ihn schon, Ihr habt's ja!«

»Ich?« schrie die alte Frau auf. »Gar nichts hab' ich, nichts hab' ich, als den Trödel da. Lang' nur einmal die Schachtel herunter, Marlis.«

Es schien, die Schwiegermutter halte diese Schachtel stets bereit als Ableitung aller Mutmaßungen über heimliche Mittel, die ihr zu Gebote ständen. So jetzt auch gegenüber der Bas Marlis, die beim Anblick des vielen Papiergeldes aus vergangenen Zeiten doch ihren Ernst beibehielt.

»Siehst du«, sagte die Alte, »Hunderte von Scheinen, aber alles keine Bohne mehr wert. Mein David selig hat sie seinerzeit genommen, die Zettel! Jetzt hab' ich den Bettel. Noch weniger wert als die Lumpen, aus denen das Papier gemacht ist.«

»Das ist doch nicht so gewiß«, wandte Bas Marlis ein. »Nur behalten! Der Immelbalzer in der Stadt schwört darauf, es kämen wieder andere Zeiten, und die Republik zahle dem alles haarklein bar aus, der die Zettel vorweist. Auch die Regine in der Kuckuckshütte meint, man könne nicht wissen! Dann sind die Assignaten wieder oben.«

»Wenn das wahr wird«, fing die Alte an und nahm ein Bündel in die Hand, – »guck, Marlis, das tät ich dir gleich schenken.«

»Brauchen könnt' ich's ja«, ließ sich Bas Marlis vernehmen. »Mein Mann selig hat mich recht bedürftig zurückgelassen, und wenn Ihr mir mit etwas Geld aushelfen möchtet, Bas Evekäth...«

»Wenn wir's erleben«, fiel die Alte ein, »erinnere mich daran, Marlis, und stell' die Schachtel wieder an ihren Ort! Oder besser, ich behalte sie gleich neben mir. Und daß ich meine Rede nicht vergesse, Marlis, der Stoffel trinkt ja auch, – was hätt' ich sonst davon? sagt er – es kostet ihn ja nichts im Haus, das doch von rechtswegen ihm einmal zufällt. Aber von Münster herüber soll er sich keine Frau holen. Da ist viel Schein und man sieht nicht hinein. Darin stimmt auch die Juliane mit mir überein und will nicht einmal ihre Susel drüben konfirmieren lassen...«

»Nun, das lob' ich an ihr«, schaltete Bas Marlis ein. »Sie hat Münster auf dem Strich. Doch ist sie selbiges Mal beim Unionstag drüben gewesen...«

»Aber mit rotem Kopf heimgekommen«, fügte die Alte hinzu. »Sie haben ihr drüben das Alter vorgerückt, – ihr Henrich, na ja, der ist ja doch seine fünf oder sechs Jahre jünger und das hat man in Münster auch gemerkt... Aber, pst, – sie kommt mit dem Kaffee! Ob sie Waffeln gebacken hat?«

Die Hausfrau kam mit dem Kaffeegeschirr, Susel hinter ihr mit Weißbrot. Für Waffeln war die Zeit zu kurz gewesen. Während gedeckt wurde, meinte Juliane, gut gelaunt, indem sie Platz nahm, den Kaffee einschenkte und zum Zugreifen einlud: »Über Münster ist's hergegangen? Na, da bin ich gleich dabei. Du, Susel, kannst übrigens wieder gehen. Ja, die Münsterer! Wie glücklich schätzten sie sich selbiges Mal, mich, die Frau Groß, auch einmal drüben zu sehen. Ach so glücklich!« Juliane ahmte Ton und Gebärde auf lächerliche Weise nach.

»Und sie haben nicht gestichelt?« erkundigte sich der im Kaffee schwelgende Besuch.

»Wieso, Marlis?«

»Nicht etwa auf den Unterschied der Jahre angespielt, wenn die Frau älter ist als der Mann, oder so?«

Julianes Miene verfinsterte sich. »Darauf hätt' ich sie doch gehörig abgetrumpft«, bemerkte sie. »Es ist übrigens gut, daß man nichts mit den Münsterern zu tun hat. Ich bin seitdem nicht mehr hinüber, möcht' nichts mehr von ihnen wissen. Sie können mir alle gestohlen werden!«

»Aber die Susel wirst du doch in Münster konfirmieren lassen müssen«, meinte die Alte im Bett lauernd.

»Müssen? Susel kann bei unserer reformierten Freundschaft im Elsaß konfirmiert werden!«

»Das hör' ich gern«, sagte Bas Marlis. »Ich kann dir aber auch sagen, Juliane, wenn du deine Susel nach der neuen Mode in Münster konfirmieren ließest: guck, nicht mehr ins Haus wär' ich dir gekommen, nicht mehr ins Haus!«

»Wie?« fragte Juliane erstaunt.

Die Alte im Bett, klüger als Bas Marlis, deren Verstand im Kaffee schwamm, hüstelte mehrmals bedenklich. Aber Bas Marlis bemerkte das aufsteigende Unwetter nicht; sie blies mit Wohlbehagen ihren duftigen Trank, in den sie noch Weißbrot bis zum Überlaufen hineintunkte, und fuhr fort: »Nein, Juliane, wenn du mir das antätest und deine Susel nach der neuen Mode in Münster konfirmieren ließest! Ich sähe dich nicht mehr an. Das darfst du nun und nimmermehr!«

»Was?« begann Frau Juliane und starrte der Unbedachtsamen steif ins Gesicht. »Wer wollte mich denn hindern? Ich weiß gar nicht, wie du mir vorkommst? Hast du mir zu befehlen? Was ginge es dich denn an, Marlis? Und was wolltest du denn anfangen, wenn ich's doch täte?«

»Nein, nicht mehr ins Haus käm' ich dir, Juliane, nicht mehr ins Haus.«

»Ei, so bleibe drauß!«

»Juliane!«

»Drauß bleibe mir, sage ich!« fuhr Juliane fort. »Ich tu' was ich will, und lasse mir nicht von lutherischen Dickköpfen vorschreiben. Gerade jetzt geht meine Susel in die Pfarrkirche!«

»Nach Münster? Nein!« schrie die Unbesonnene, in ihrem Kaffeerausch die ganze Sachlage verkennend. »Das darf ja nicht sein. So schlecht denk ich nicht von dir, Juliane.«

»Denk' von mir, was du willst!« erwiderte Juliane bestimmt. »Hör einmal da! Ich kann doch mein Kind hinschicken , wohin ich will, ohne dich erst fragen zu müssen. Es liegt mir doch noch immer mehr am Herrn Pfarrer als an so einer!«

»Juliane«, fing die Enttäuschte an, die aus allen Himmeln fiel, »das ist dein Ernst nicht! Na, und ich nehme ein Wort zu viel auch nicht übel. So bleibt's beim Alten, und du schickst dein Kind nicht nach Münster.«

»Gerade jetzt tu' ich's!« versetzte Juliane. Sie erhob sich, riß das Fenster auf und schrie hinaus: »Susel, Susel!«

»Was denn, Mutter?« kam die Antwort von unten.

»Morgen geh' ich mit dir in die Kirche und du setzest dich neben des Bürgermeisters Lene! Verstanden? Geh' noch heut' zum Herrn Schulmeister und sag' ihm, daß du mit den anderen Konfirmanden die Pfarrstunden in Münster besuchen wirst!«

»Ja, Mutter, gleich!«

Juliane warf das Fenster wieder zu und wandte sich nach der erblaßten dicken Frau. »Hat sie mir sonst noch was zu sagen, Bas Marlis?«

»Nein, nein, wahrhaftig nicht! Gar nichts!« beteuerte diese, ihr Strickzeug zusammenrollend, nachdem sie noch rasch ihre Tasse geleert und ein Stück Weißbrot eingesteckt hatte. »Gar nichts!, Juliane. Adjes, Großmutter, bleib' sie gesund in dem Haus! Zum Glück schlägt das nicht hinaus. Adjes auch, Frau Juliane Groß, adjes!«

Und mit Schmerz verließ sie die warme Stube, wo noch so viel ungenossener Kaffee dampfte, so gutes Weißbrot zum Tunken da war.

»Will mir die lutherische Zahnraffel da sagen, was ich zu tun habe«, bemerkte Juliane noch im Stübchen der Großmutter. »So geht's, wenn man sich mit solchen Leuten gemein macht. Übrigens, Schwieger«, wandte sie sich an die alte Frau im Bett, »wenn Ihr's noch nicht wissen solltet: Nettl bleibt! Ich hab' sie mit Lohnaufbesserung wieder auf ein Jahr gedungen!«

Als dann Juliane in die Wohnstube zurückkam, sagte ihr Mann: »So ist's gut, Juliane. Ich hab' ja gewußt, daß du das Rechte treffen wirst. Drum hab' ich zurückgehalten und mich nicht hineingemischt, wofür hab' ich eine gescheite Frau, wenn ich sie nicht gewähren lassen darf. Unsere Susel ist ganz glücklich.«

»Ich werde mir doch nicht von einer Bas Marlis vorschreiben lassen, was ich zu tun habe. Sie soll mir aus dem Haus bleiben!«

»Versteht sich.«

»Und dann tu' ich doch noch eher dem Herrn Pfarrer und dem Hausfrieden etwas zuliebe als so einer!«

»Versteht sich, Juliane, versteht sich.«

Und der wiederhergestellte Einklang im Hause leuchtete aus den Mienen von Vater, Mutter und Kind.

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