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Die Nachbarn

Helene Hübener: Die Nachbarn - Kapitel 1
Quellenangabe
typefiction
authorHelene Hübener
titleDie Nachbarn
publisherVerlag der Francke-Buchhandlung GmbH
year1986
isbn3882244739
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20131211
projectid22a6db52
wgs9110
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1. Die Fremde

»Frau Rösel, wie ist es? Sie kommen doch in dieser Woche zu mir?«

Mit diesen Worten ging eine feingekleidete Dame auf ein Häuschen zu, das schmuck und sauber anzusehen war. Es lag ziemlich am Ende der Stadt, an der Straße, die nach dem Bahnhof führte. So blank und sauber wie das Häuschen war auch die Frau anzusehen, die in der offenen Haustüre stand. Über einem Kleid von dunklem Wollstoff war eine helle, frischgewaschene Schürze gebunden, das Haar, das schon Silberfäden zeigte, war glatt gescheitelt, das Gesicht machte einen treuherzigen Eindruck, man konnte auf den ersten Blick Zutrauen zu der Frau gewinnen.

»Zum Waschen kann ich in dieser Woche nicht kommen, Frau Belzer; ich habe ein Erlebnis gehabt.«

»Was ist denn passiert, liebe Frau? Ihrem Mann ist doch kein Unglück zugestoßen? Sie sehen sorgenvoll aus.« –

»Mein Mann ist frisch und gesund. Er ist heute morgen, wie gewöhnlich, auf Arbeit gegangen. Die Zimmerleute haben jetzt bei dem großen Bau des neuen Krankenhauses viel zu tun. Aber kommen Sie herein, Frau Belzer, ich muß Ihnen alles erzählen, wie es gekommen, es ist eine lange Geschichte.«

Voll Bewunderung folgte Frau Belzer der Alten in das kleine, rechts von der Haustüre gelegene Zimmer, das einen durchaus einfachen, aber behaglichen Eindruck machte. Frau Rösel nötigte die Dame auf das mit schwarzem Ledertuch überzogene Sofa und begann:

»Ich will Ihnen nur gleich sagen, Frau Belzer, daß ich im Oberstübchen eine kranke Dame liegen habe, eine Fremde, von der ich weder Namen noch Stand weiß. Und was dazu kommt, – sie hat ein Baby bei sich, das kaum ein Vierteljahr zu sein scheint. O, Sie können sich denken, was ich seit gestern abend durchgemacht habe.«

»Ich bitte Sie, liebste Frau, wie können Sie sich so etwas aufladen, Sie, die Sie täglich Ihre Arbeit bei fremden Leuten haben, fast nie zu Hause sind!«

»Hören Sie nur, Sie werden sehen, daß ich nicht anders handeln konnte. Also, ich gehe gestern abend nach dem Bahnhof zu, um etliche Besorgungen zu machen. Die Reisenden, die mit dem 8 Uhrzug gekommen, waren längst vorüber. Da sehe ich, wie eine Dame, den bessern Ständen angehörig, langsam daherwankt, ein großes Bündel im Arm. Als ich mich nähere und sie verwundert ansehe, kommt sie plötzlich auf mich zu, legt mir das Bündel in den Arm und stöhnt: ›Ich kann nicht weiter, nehmen Sie sich meines Kindleins an.‹ Als ich merkte, daß es sich um ein Kind handelte, nahm ich das Kleine kunstgerecht in meine Arme. Sie wissen, Frau Belzer, mit so etwas weiß ich umzugehen. Die Frau aber sank auf eine Bank, vor der wir gerade standen, und jammerte: ›Meine Kräfte sind zu Ende, nehmen Sie sich meines Kindes an.‹

›I wo!‹ sagte ich. ›Stützen Sie sich auf mich, mein Häuschen ist hier ganz in der Nähe, dahin werden Sie schon kommen, nur Mut, liebe Dame.‹

Sie raffte sich auf, sah mich mit dankbarem Blick an, nahm meinen Arm, so gelangten wir glücklich bis hierher. Erschöpft ließ sie sich auf dies Sofa nieder und begann bitterlich zu weinen. Ich ging mit dem Bündel in unsere Schlafkammer, enthüllte es und sah ein wunderliebliches, schlafendes Kind vor mir.

Eine Wohltat, daß es schlief, so konnte ich mich der Fremden widmen, die meiner Hilfe dringend zu bedürfen schien. Ich legte das Kindlein behutsam auf mein Bett und begab mich wieder zu der Unbekannten. Jetzt erst sah ich, daß sie todesblaß war, daß sie abgemagert und elend aussah. Sie hatte aufgehört zu weinen und streckte mir die Hand entgegen.

›Haben Sie tausend Dank, liebe Frau. O, welche Wohltat, hier ausruhen zu dürfen.‹

Da ich mir denken konnte, daß sie hungrig war, ging ich in die Küche, etwas Suppe zu wärmen, die vom Mittag übrig war. Als ich mit dem Teller hereinkam, wollte sie aufstehen, um sich an den Tisch zu setzen. Da, auf einmal schlug sie hin und blieb wie tot liegen. Sie können sich denken, wie ich erschrak. Ich kniete neben ihr, rieb ihr die Schläfen mit Essig, löste ihr die Kleider, aber alles Leben schien aus ihr gewichen. Da tat sich die Tür auf, mein Mann trat ein. Es war eine Erlösung. Der liebe Gott hilft doch immer zur rechten Zeit. Ich gab ihm ein Zeichen, er solle die Frau aufs Sofa legen, auf der Erde konnten wir sie ja nicht liegen lassen. Mit seiner Hilfe ging nun alles besser. Ich verständigte mich leise mit ihm, daß ich schnell hinaufgehen wollte, um das Bett, das wir immer für unsern Sohn bereit stehen haben, in Ordnung zu bringen, während er unten bleiben mußte zur Aufsicht. Dann haben wir das arme Weib, das unterdes wieder zur Besinnung gekommen war, hinaufgetragen, das Baby hernach auch, und ich habe beiden zu trinken gegeben. Dann erst erzählte ich meinem Mann, wie alles gekommen. Wir haben lange beratschlagt, ob wir die Fremde behalten sollten, bis sie gesund ist, oder sie ins Krankenhaus bringen. Sie scheint recht krank zu sein.«

Frau Belzer hatte mit Spannung dem Bericht gelauscht. Sie meinte, es sei eine eigene Sache. Jedenfalls müsse, wenn die Frau nicht genau Auskunft zu geben vermöge woher und wohin, der Fall der Polizei gemeldet werden. Es könne indes sein, daß die Dame unterwegs von einem Unwohlsein erfaßt worden, daß sie mit Geld versehen sei und wahrscheinlich Verwandte besuchen wolle, vielleicht gar am hiesigen Ort.

Frau Belzer sah nachdenklich vor sich hin. »Wissen Sie, Frau Rösel, ich werde einmal hinaufgehen und sehen, was für eine Bewandtnis es mit der Unbekannten hat.«

»Wenn Sie das möchten, Frau Belzer, ich würde Ihnen sehr dankbar sein. Es ist für mich schwer, wenn ich die ganze Verantwortung auf mich nehmen soll.«

Die beiden Frauen erstiegen die ziemlich steile Treppe des kleinen Hauses und näherten sich leise der Tür des Oberstübchens. Da ertönte eine helle, weinende Kinderstimme.

»Die Kleine hat Hunger«, rief Frau Rösel, »sie hat seit heute früh um sieben nichts bekommen, jetzt ist's gleich elf Uhr.« Sie öffnete die Tür mit den Worten: »Ich will vorangehen, Frau Belzer, die Dame möchte erschrecken vor dem fremden Gesicht.«

Frau Belzer hielt sich im Hintergrund, bis Frau Rösel das Kind genommen und die Fremde gefragt hatte, ob sie möchte, daß jemand, der ein mitfühlendes Herz habe, sie besuche.

Die Kranke nickte zustimmend, ja es schien, als habe sie das Bedürfnis, sich gegen jemand auszusprechen. Frau Rösel ging mit dem Kindchen nach unten und Frau Belzer näherte sich leise der Kranken. Sie reichte ihr die Hand und redete sie mit liebreichen Worten an. Als sie fragte: »Unterwegs krank geworden?« nickte sie, fügte aber leise stockend hinzu: »Ich war schon vorher krank, es ist nur schlimmer geworden.«

»Wollten Sie jemand besuchen?«

»Meine Mutter«, war die kaum hörbare Antwort.

»Wohnt die Mutter hier am Ort?«

»Noch einige Stationen weiter, in B.«

Frau Belzer erschrak. »In der Reichshauptstadt! Warum fuhren Sie nicht gleich durch?«

»Ich fürchtete mich vor dem großen Menschengewirre, vor dem Gedränge auf dem Bahnhof und vor« – jetzt zitterten ihre Lippen, sie begann zu schluchzen.

»Regen Sie sich nicht auf, beste Frau! Sie sind verheiratet?«

»Nicht mehr«, schluchzte sie.

»Ist der Mann gestorben?«

Die Antwort ließ lange auf sich warten. Endlich kam das Wort heraus. »Er ist mir untreu geworden und hat mich verlassen.« Das also war es. Frau Belzer, die in so glücklicher Ehe lebte mit ihrem Manne, konnte das Schwere kaum fassen. Nun mochte sie nichts weiter fragen; sie konnte sich den Zusammenhang denken. Die Frau hatte sich mit ihrem Kinde aufgemacht, um Zuflucht bei der Mutter zu suchen und war unterwegs zusammengebrochen.

Sie sah, wie die Frau erschöpft in die Kissen zurücksank und fragte deshalb leise, ob sie einmal wiederkommen dürfte. Da ergriff die Fremde mit ihren abgezehrten Händen die Rechte der mitleidigen Frau und sagte:

»Ich bitte Sie dringend darum wiederzukommen, aber bald, wenn möglich. Ich habe eine Bitte an Sie, kann aber jetzt nicht mehr.«

Ruhebedürftig war die Arme, sie durfte nicht mehr sprechen. Frau Belzer ging ans Fenster und zog die Vorhänge zu, damit die warme Junisonne die Kranke nicht belästige. Dann ging sie nach unten.

Dort saß Frau Rösel ganz vergnügt und spielte mit dem Kindlein.

»Sehen Sie nur das reizende Mädelchen. Jetzt habe ich ihr zu trinken gegeben, hab' mir schnell ein Fläschchen vom Glashändler drüben geholt. Nun, da sie satt ist, lachte sich mich an, es ist doch etwas Wonniges um solch ein Kindlein!«

»Ja, wenn alles so wäre, wie es sein müßte, da könnte man sich freuen. Aber das arme Wesen hat keinen Vater mehr.« Sie erzählte nun mit kurzen Worten, was sie aus der Kranken herausgebracht hatte, bat Frau Rösel alles zu tun, um die Frau zu kräftigen, sie selbst werde ein Fläschchen Wein schicken und gegen Abend noch einmal wiederkommen. Bis jetzt wisse sie noch nicht, wie die Frau heiße und wo die Mutter wohne. Sie glaube nicht, daß sie es lange machen werde. Sollte sich die Krankheit in die Länge ziehen, so müsse sie natürlich ins Krankenhaus. Sollte es nur ein Schwächezustand sein, so werde sie vielleicht in einigen Tagen zur Mutter reisen können. »Nun«, fuhr sie fort, »muß ich eilen nach Hause zu kommen, mein armer Mann, der an Pünktlichkeit gewöhnt ist, wird nicht wissen, wo ich bleibe.«

Die beiden Frauen besprachen sich rasch, daß die Wäsche auf künftige Woche verschoben werden müsse, und schnellen Schrittes eilte Frau Belzer ihrer Wohnung zu.

Dieselbe befand sich in der Hauptstraße des Städtchens in der ersten Etage eines ansehnlichen Hauses. Die Fenster waren geöffnet, ein Herr beugte sich eben hinaus und sah sich forschend um, als suche er etwas. Frau Belzer nickte freundlich hinauf, rief: »Ich komme!« und eilte die Treppe hinan.

Oben stand der Mann und harrte ihrer.

»Nun, Frauchen«, sagte er beinahe vorwurfsvoll, »man ist es gar nicht gewohnt, daß man seine Frau mittags nicht in der Küche findet. Minna war auch ratlos. Die Frau sei schon stundenlang fort, sie wisse nicht Bescheid, das Essen würde wohl spät werden.«

»Liebster Mann, entschuldige mich diesmal, es wird alles noch fertig. Ich habe viel erlebt und erzähle es dir später.« Mit diesen Worten schob sie ihn freundlich ins Wohnzimmer, entledigte sich schnell ihrer Sachen und eilte in die Küche, wo Minna mit verblüfftem Gesicht am Herde stand, nicht wissend, was nun tun. Durch die schnellen praktischen Anordnungen der Hausfrau sowie durch ihre tätige Mithilfe war alles bald beschickt.

Als Minna den Tisch gedeckt, die Speisen aufgetragen und das Zimmer verlassen hatte, erzählte Frau Belzer ihrem Mann von ihren Erlebnissen. Er schüttelte den Kopf, sagte, Frau Rösel täte ihm leid, sie könne durch die Sache in große Ungelegenheiten kommen.

Darauf die Frau: »Aber, liebster Mann, sie konnte das arme Weib doch nicht auf der Straße liegen lassen.«

»Sie hätte die Fremde gleich in das städtische Krankenhaus überführen lassen müssen. Dann wäre für die Frau gesorgt und sie hätte keine Verantwortung gehabt. Aber so seid ihr Frauen, ihr laßt immer zuerst das mitleidige Herz sprechen, und die Vernunft kommt erst später.«

»Wir müssen uns aber doch der Armen und Elenden annehmen. Heißt es doch: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend sind, führe in das Haus.«

»So schlägst du mich immer, da muß ich schon schweigen. Aber Frauchen, wie du dich erregt hast, deine Wangen glühen.«

»Das kommt vom Herdfeuer, auch von der Wärme da draußen. Ich bin so schnell gegangen, um dich nicht warten zu lassen.«

»Gutes Lieschen!« Er strich ihr liebevoll die Wangen.

Gegen Abend trieb es sie wieder zu der Kranken, die sie als ihrer Pflege bedürftig betrachtete. Sie war etwas kräftiger als am Morgen, dank dem stärkenden Wein und der kräftigen Suppe, die Frau Belzer durch das Mädchen geschickt hatte. Die Fremde hatte scheinbar schon auf Frau Belzer gewartet und Frau Rösel gebeten, die Kleine mit nach unten zu nehmen und sie mit der Dame, die so freundliches Interesse an ihr nahm, allein zu lassen. Frau Belzer hörte nun eine betrübte Geschichte, wie sie leider oft im Leben vorkommt. Ein Mädchen, das sich von einem Mann hatte betören lassen, das mit ihm davongegangen, heimlich, das sich ohne Einwilligung der Mutter, einer Witwe, hatte trauen lassen und nun sehr bald erfahren mußte, daß sie ihre Liebe an einen Unwürdigen verschwendet hatte. Die Mutter war, nach Beschreibung der Frau, hart und streng gewesen und hatte sich von der Tochter losgesagt. Diese, nun in äußerster Not, wollte versuchen, das Herz der Mutter zu erweichen, ihre Vergebung zu erlangen.

»Sollte ich mich erholen, so hoffe ich, in den nächsten Tagen meine Reise fortzusetzen, sollte Gott es anders beschlossen haben, so habe ich eine große Bitte an Sie, verehrte Frau.«

»Wenn ich sie erfüllen kann, will ich es gerne tun, wenn es aber etwas ist, das außerhalb meines Bereiches liegt« –

»Nein, das ist es nicht. Es handelt sich nur um die kleine Reise von hier nach B. Wenn Sie, falls ich sterben sollte, mein Töchterchen zu meiner Mutter bringen möchten und sie bitten, dasselbe an ihr Herz zu nehmen. Sie kann und wird sich nicht dagegen verschließen. Ich würde Ihnen ewig dankbar sein.«

Frau Belzer antwortete nicht gleich. Es war ihr ein schwerer Gedanke, diese Aufgabe, die ihr neu und unerwartet entgegentrat, zu erfüllen. Nach einer Pause entgegnete sie, etwas verzagt:

»Ich weiß nicht, ob ich dazu die geeignete Persönlichkeit bin. Haben Sie gar keine Angehörige oder vielleicht eine Freundin der Mutter, die Sie damit beauftragen könnten? Es wäre überhaupt wohl besser, wenn wir jemand benachrichtigen von Ihrer Krankheit.«

»Nur das nicht!« rief die Kranke erregt. Es zeigten sich wieder die verdächtigen roten Flecke auf den Wangen »Nur das nicht, liebe Dame; sie sind ja alle gegen mich eingenommen; d. h. Angehörige habe ich nicht; ich war einziges Kind, aber die Freundinnen meiner Mutter, sie verachten mich, ich möchte bei keiner anklopfen.«

»Wenn das freilich der Fall ist, so muß ich mich schon dazu entschließen, Ihre Bitte zu erfüllen. Aber hoffen wir, daß es morgen besser geht, dann bringen Sie Ihre Kleine selbst zur Mutter, und das Großmutterherz wird sich bald erweichen lassen.«

»Sie wissen nicht, wie hart sie ist.« Das waren ihre letzten Worte, dann war die Kraft für heute zu Ende. Die roten Flecke schwanden, eine fahle Blässe bedeckte das schmale Gesicht; sie lag da mit geschlossenen Augen. Frau Belzer war tief bewegt von dem Unglück dieser Frau. Sie war sich nun klar, daß sie die Bitte nicht abschlagen konnte.

Als die Kranke nach einer Weile die Augen wieder aufschlug, erfaßte Frau Belzer ihre Hand und versprach ihr, falls Gott der Herr sie abrufen sollte, die Kleine sicher an Ort und Stelle zu bringen. Dann, nachdem sie ihr etwas Milch, die in einem Glase bereit stand, eingeflößt, auch noch einige tröstende Worte gesprochen hatte, ging sie, um mit ihrem Mann, der gewiß schon wieder wartete, den üblichen Abendspaziergang zu machen.

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