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Die Kultur der Renaissance in Italien

Jacob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien - Kapitel 35
Quellenangabe
typetractate
booktitleDie Kultur der Renaissance in Italien
authorJacob Burckhardt
year1994
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-006837-1
titleDie Kultur der Renaissance in Italien
pages3
created19990112
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1860
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Doch es ist Zeit, den Humanismus an den Fürstenhöfen ins Auge zu fassen. Die innere Zusammengehörigkeit des Gewaltherrschers mit dem ebenfalls auf seine Persönlichkeit, auf sein Talent angewiesenen Philologen wurde schon früher (S. 33, 169) angedeutet; der letztere aber zog die Höfe eingestandenermassen den freien Städten vor, schon um der reichlichern Belohnungen willen. Zu der Zeit, da es schien, als könne der grosse Alfons von Aragon Herr von ganz Italien werden, schrieb Aeneas SylviusEpist. 39; Opera, p. 526, an Mariano Socino. an einen andern Sienesen: »Wenn unter seiner Herrschaft Italien den Frieden bekäme, so wäre mir das lieber als (wenn es) unter Stadtregierungen (geschähe), denn ein edles Königsgemüt belohnt jede TrefflichkeitEs darf nicht irremachen, dass daneben eine fortlaufende Reihe von Klagen über die Geringfügigkeit des fürstlichen Mäzenates und über die Gleichgültigkeit mancher Fürsten gegen den Ruhm sich laut macht. So z. B. bei Bapt. Mantuan. Eclog. V. noch aus dem 15. Jahrhundert. – Es war nicht möglich, allen genug zu tun..« Auch hier hat man in neuesten Zeit die unwürdige Seite, das erkaufte Schmeicheln, zu sehr hervorgehoben, wie man sich früher von dem Humanistenlob allzu günstig für jene Fürsten stimmen liess. Alles in allem genommen bleibt es immer ein überwiegend vorteilhaftes Zeugnis für letztere, dass sie an der Spitze der Bildung ihrer Zeit und ihres Landes – wie einseitig dieselbe sein mochte – glaubten stehen zu müssen. Vollends bei einigen PäpstenFür das wissenschaftliche Mäzenat der Päpste bis gegen Ende des 15. Jahrhunderts muss hier der Kürze wegen auf den Schluss von Papencordts »Geschichte der Stadt Rom im M. A.« verwiesen werden. hat die Furchtlosigkeit gegenüber den Konsequenzen der damaligen Bildung etwas unwillkürlich Imposantes. Nicolaus V. war beruhigt über das Schicksal der Kirche, weil Tausende gelehrter Männer ihr hülfreich zur Seite ständen. Bei Pius II. sind die Opfer für die Wissenschaft lange nicht so grossartig, sein Poetenhof erscheint sehr mässig, allein er selbst ist noch weit mehr das persönliche Haupt der Gelehrtenrepublik als sein zweiter Vorgänger und geniesst dieses Ruhmes in vollster Sicherheit. Erst Paul II. war mit Furcht und Misstrauen gegen den Humanismus seiner Sekretäre erfüllt, und seine drei Nachfolger Sixtus, Innocenz und Alexander nahmen wohl Dedikationen an und liessen sich andichten, soviel man wollte – es gab sogar eine Borgiade, wahrscheinlich in HexameternLil. Greg. Gyraldus, de poetis nostri temporis, bei Anlass des Sphaerulus von Camerino. Der gute Mann wurde damit nicht zu rechter Zeit fertig und hatte seine Arbeit noch vierzig Jahre später im Pult. – Ueber die magern Honorare des Sixtus IV. vgl. Pierio Valer. de infelic. lit. bei Anlass des Theodorus Gaza. – Das absichtliche Fernhalten der Humanisten vom Kardinalat bei den Päpsten vor Leo, vgl. Lor. Granas Leichenrede auf Kardinal Egidio, Anecd. litt. IV, p. 307 –, waren aber zu sehr anderweitig beschäftigt und auf andere Stützpunkte ihrer Gewalt bedacht, um sich viel mit den Poeten-Philologen einzulassen. Julius II. fand Dichter, weil er selber ein bedeutender Gegenstand war (S. 151), scheint sich übrigens nicht viel um sie gekümmert zu haben. Da folgte auf ihn Leo X. »wie auf Romulus Numa«, d. h. nach dem Waffenlärm des vorigen Pontifikates hoffte man auf ein ganz den Musen geweihtes. Der Genuss schöner lateinischer Prosa und wohllautender Verse gehörte mit zu Leos Lebensprogramm, und so viel hat sein Mäzenat allerdings in dieser Beziehung erreicht, dass seine lateinischen Poeten in zahllosen Elegien, Oden, Epigrammen, Sermonen jenen fröhlichen, glänzenden Geist der leonischen Zeit, welchen die Biographie des Jovius atmet, auf bildliche Weise darstelltenDas Beste in den Deliciae poetarum italorum und in den Beilagen zu den verschiedenen Ausgaben von Roscoe, Leo X.. Vielleicht ist in der ganzen abendländischen Geschichte kein Fürst, welchen man im Verhältnis zu den wenigen darstellbaren Ereignissen seines Lebens so vielseitig verherrlicht hätte. Zugang zu ihm hatten die Dichter hauptsächlich um Mittag, wann die Saitenvirtuosen aufgehört hattenPaul. Jov. Elogia, bei Anlass des Guido Posthumus.; aber einer der Besten aus der ganzen ScharPierio Valeriano in seiner »Simia«. gibt zu verstehen, dass sie ihm auch sonst auf Schritt und Tritt in den Gärten wie in den innersten Gemächern des Palastes beizukommen suchten, und wer ihn da nicht erreichte, versuchte es mit einem Bettelbrief in Form einer Elegie, worin der ganze Olymp vorkamS. die Elegie des Joh. Aurelius Mutius, in den Deliciae poet. ital.. Denn Leo, der kein Geld beisammen sehen konnte und lauter heitere Mienen zu erblicken wünschte, schenkte auf eine Weise, deren Andenken sich in den folgenden knappen Zeiten rasch zum Mythus verklärteDie bekannte Geschichte von der purpursamtnen Börse mit Goldpäckchen verschiedener Grösse, in welche Leo blindlings hineingreift, bei Giraldi, Hecatommithi VI, Nov. 8. Dafür wurden Leos lateinische Tafelimprovisatoren, wenn sie gar zu hinkende Verse machten, mit Peitschen geschlagen. Lil. Greg. Gyraldus, de poetis nostri temp.. Von seiner Reorganisation der Sapienza ist bereits (S. 238) die Rede gewesen. Um Leos Einfluss auf den Humanismus nicht zu gering zu taxieren, muss man den Blick freihalten von den vielen Spielereien, die dabei mit unterliefen; man darf sich nicht irre machen lassen durch die bedenklich scheinende Ironie (S. 188), womit er selbst diese Dinge bisweilen behandelt; das Urteil muss ausgehen von den grossen geistigen Möglichkeiten, welche in den Bereich der »Anregung« fallen und schlechterdings nicht im ganzen zu berechnen, wohl aber für die genauere Forschung in manchen einzelnen Fällen tatsächlich nachzuweisen sind. Was die italienischen Humanisten seit etwa 1520 auf Europa gewirkt haben, ist immer irgendwie von dem Antriebe bedingt, der von Leo ausging. Er ist derjenige Papst, welcher im Druckprivilegium für den neugewonnenen TacitusRoscoe, Leone X, ed. Bossi, IV, 181. sagen durfte: die grossen Autoren seien eine Norm des Lebens, ein Trost im Unglück; die Beförderung der Gelehrten und der Erwerb trefflicher Bücher habe ihm von jeher als ein höchstes Ziel gegolten, und auch jetzt danke er dem Himmel, den Nutzen des Menschengeschlechtes durch Begünstigung dieses Buches befördern zu können.

Wie die Verwüstung Roms 1527 die Künstler zerstreute, so trieb sie auch die Literaten nach allen Winden auseinander und breitete den Ruhm des grossen verstorbenen Beschützers erst recht bis in die äussersten Enden Italiens aus.

Von den weltlichen Fürsten des 15. Jahrhunderts zeigt den höchsten Enthusiasmus für das Altertum Alfons der Grosse von Aragon, König von Neapel (S. 61). Es scheint, dass er dabei völlig naiv war, dass die antike Welt in Denkmälern und Schriften ihm seit seiner Ankunft in Italien einen grossen, überwältigenden Eindruck machte, welchem er nun nachleben mußte. Wunderbar leicht gab er sein trotziges Aragon samt Nebenlanden an seinen Bruder auf, um sich ganz dem neuen Besitz zu widmen. Er hatte teils nach-, teils nebeneinander in seinen DienstenVespas. Fior., p. 68, s. Die Uebersetzungen aus dern Griechischen, die A. machen liess, p. 93. – Vita Jan. Manetti, bei Murat. XX, Col. 541, s. 550, s. 595. – Panormita: Dicta et facta Alphonsi, samt den Glossen des Aeneas Sylvius. den Georg von Trapezunt, den jüngern Chrysoloras, den Lorenzo Valla, den Bartolommeo Fazio und den Antonio Panormita, welche seine Geschichtschreiber wurden; der letztere musste ihm und seinem Hofe täglich den Livius erklären, auch während der Feldzüge im Lager. Diese Leute kosteten ihn jährlich über 20 000 Goldgulden; dem Fazio schenkte er für die Historia Alphonsi über die 500 Dukaten Jahresbesoldung am Schluss der Arbeit noch 1500 Goldgulden obendrein, mit den Worten: »Es geschieht nicht, um Euch zu bezahlen, denn Euer Werk ist überhaupt nicht zu bezahlen, auch nicht, wenn ich Euch eine meiner besten Städte gäbe; aber mit der Zeit will ich suchen, Euch zufriedenzustellen.« Als er den Giannozzo Manetti unter den glänzendsten Bedingungen zu seinem Sekretär nahm, sagte er: »Mein letztes Brod würde ich mit Euch teilen.« Schon als Gratulationsgesandter von Florenz bei der Hochzeit des Prinzen Ferrante hatte Giannozzo einen solchen Eindruck auf den König gemacht, dass dieser »wie ein Erzbild« regungslos auf dem Throne sass und nicht einmal die Mücken abwehrte. Seine Lieblingsstätte scheint die Bibliothek des Schlosses von Neapel gewesen zu sein, wo er an einem Fenster mit besonders schöner Aussicht gegen das Meer sass und den Weisen zuhörte, wenn sie z. B. über die Trinität diskutierten. Denn er war auch völlig religiös und liess sich ausser Livius und Seneca auch die Bibel vortragen, die er beinah auswendig wusste. Wer will die Empfindung genau erraten, die er den vermeintlichen Gebeinen des Livius zu Padua (S. 177) widmete? Als er auf grosse Bitten von den Venezianern einen Armknochen davon erhielt und ehrfurchtsvoll zu Neapel in Empfang nahm, mag in seinem Gemüte Christliches und Heidnisches sonderbar durcheinander gegangen sein. Auf einem Feldzug in den Abruzzen zeigte man ihm das ferne Sulmona, die Heimat des Ovid, und er grüsste die Stadt und dankte dem Genius des Ortes; offenbar tat es ihm wohl, die Weissagung des grossen Dichters über seinen künftigen RuhmOvid. Amores III, 15, vs. 11. – Jovian. Pontan., de principe. wahrmachen zu können. Einmal gefiel es ihm auch, selber in antiker Weise aufzutreten, nämlich bei seinem berühmten Einzug in das definitiv eroberte Neapel (1443); unweit vom Mercato wurde eine 40 Ellen weite Bresche in die Mauer gelegt; durch diese fuhr er auf einem goldenen Wagen wie ein römischer TriumphatorGiorn. napolet. bei Murat. XXI, Col. 1127.. Auch die Erinnerung hieran ist durch einen herrlichen marmornen Triumphbogen im Castello nuovo verewigt. – Seine neapolitanische Dynastie (S. 61) hat von diesem antiken Enthusiasmus wie von all seinen guten Eigenschaften wenig oder nichts geerbt.

Ungleich gelehrter als Alfonso war Federigo von UrbinoVespas. Fior., p. 3, 119, s. – Volle aver piena notizia d'ogni cosa, così sacra come gentile. – Vgl. oben S. 71., der weniger Leute um sich hatte, gar nichts verschwendete und wie in allen Dingen so auch in der Aneignung des Altertums planvoll verfuhr. Für ihn und für Nicolaus V. sind die meisten Uebersetzungen aus dem Griechischen und eine Anzahl der bedeutendsten Kommentare, Bearbeitungen u. dgl. verfasst worden. Er gab viel aus, aber zweckmässig, an die Leute, die er brauchte. Von einem Poetenhof war in Urbino keine Rede; der Herr selber war der Gelehrteste. Das Altertum war allerdings nur ein Teil seiner Bildung; als vollkommener Fürst, Feldherr und Mensch bemeisterte er einen grossen Teil der damaligen Wissenschaft überhaupt, und zwar zu praktischen Zwecken, um der Sachen willen. Als Theologe z. B. verglich er Thomas und Scotus und kannte auch die alten Kirchenväter des Orients und Okzidents, erstere in lateinischen Uebersetzungen. In der Philosophie scheint er den Plato gänzlich seinem Zeitgenossen Cosimo überlassen zu haben; von Aristoteles aber kannte er nicht nur Ethik und Politik genau, sondern auch die Physik und mehrere andere Schriften. In seiner sonstigen Lektüre wogen die sämtlichen antiken Historiker, die er besass, beträchtlich vor; diese und nicht die Poeten »las er immer wieder und liess sie sich vorlesen«.

Die SforzaBeim letzten Visconti streiten sich noch Livius und die französischen Ritterromane nebst Dante und Petrarca um die Teilnahme des Fürsten. Die Humanisten, welche sich bei ihm meldeten und ihn »berühmt machen« wollten, pflegte er nach wenigen Tagen wieder wegzuschicken. Vgl. Decembrio, bei Murat. XX, Col. 1014. sind ebenfalls alle mehr oder weniger gelehrt und erweisen sich als Mäzenaten (S. 54, 65 f.), wovon gelegentlich die Rede gewesen ist. Herzog Francesco mochte bei der Erziehung seiner Kinder die humanistische Bildung als eine Sache betrachten, die sich schon aus politischen Gründen von selbst verstehe; man scheint es durchgängig als Vorteil empfunden zu haben, wenn der Fürst mit den Gebildetsten auf gleichem Fusse verkehren konnte. Lodovico Moro, selber ein trefflicher Latinist, zeigt dann eine Teilnahme an allem Geistigen, die schon weit über das Altertum hinausgeht (S. 69).

Auch die kleinern Herrscher suchten sich ähnlicher Vorzüge zu bemächtigen, und man tut ihnen wohl Unrecht, wenn man glaubt, sie hätten ihre Hofliteraten nur genährt, um von denselben. gerühmt zu werden. Ein Fürst wie Borso von Ferrara (S. 76) macht bei aller Eitelkeit doch gar nicht mehr den Effekt, als erwartete er die Unsterblichkeit von den Dichtern, so eifrig ihm dieselben mit einer »Borseïs« u. dgl. aufwarteten; dazu ist sein Herrschergefühl bei weitem zu sehr entwickelt; allein der Umgang mit Gelehrten, das Interesse für das Altertum, das Bedürfnis nach eleganter lateinischer Epistolographie waren von dem damaligen Fürstentum unzertrennlich. Wie sehr hat es noch der praktisch hochgebildete Herzog Alfonso (S. 76) beklagt, dass ihn die Kränklichkeit in der Jugend einseitig auf Erholung durch Handarbeit hingewiesenPaul. Jov. Vita Alfonsi ducis.! Oder hat er sich mit dieser Ausrede doch eher nur die Literaten vom Leibe gehalten? In eine Seele wie die seinige schauten schon die Zeitgenossen nicht recht hinein.

Selbst die kleinsten romagnolischen Tyrannen können nicht leicht ohne einen oder mehrere Hofhumanisten auskommen; der Hauslehrer und Sekretär sind dann öfter Eine Person, welche zeitweise sogar das Faktotum des Hofes wirdUeber Collenuccio am Hofe des Giovanni Sforza von Pesaro (Sohn des Alessandro, S. 54), der ihn zuletzt mit dem Tode lohnte, s. S. 169, Anm. 16 [4]. – Beim letzten Ordelaffo zu Forlì versah Codrus Urceus die Stelle. – Unter den gebildeten Tyrannen ist auch der 1488 von seiner Gattin ermordete Galeotto Manfreddi von Faenza zu nennen; ebenso einzelne Bentivogli von Bologna.. Man ist mit der Verachtung dieser kleinen Verhältnisse insgemein etwas zu rasch bei der Hand, indem man vergisst, dass die höchsten Dinge des Geistes gerade nicht an den Massstab gebunden sind.

Ein sonderbares Treiben muss jedenfalls an dem Hofe zu Rimini unter dem frechen Helden und Condottiere Sigismondo Malatesta geherrscht haben. Er hatte eine Anzahl von Philologen um sich und stattete einzelne derselben reichlich, z. B. mit einem Landgut aus, während andere als Offiziere wenigstens ihren Lebensunterhalt hattenAnecdota literar. II, p. 305, s. 405. Basinius von Parma spottet über Porcellio und Tommaso Seneca; sie als hungrige Parasiten müssten in ihrem Alter noch die Soldaten spielen, indes er mit ager und villa ausgestattet sei. (Um 1460; ein belehrendes Aktenstück, aus welchem hervorgeht, dass es noch Humanisten, wie die zwei letztgenannten gab, welche sich gegen das Aufkommen des Griechischen zu wehren suchten.). In seiner Burg – arx Sismundea – halten sie ihre oft sehr giftigen Disputationen, in Gegenwart des »rex«, wie sie ihn nennen; in ihren lateinischen Dichtungen preisen sie natürlich ihn und besingen seine Liebschaft mit der schönen Isotta, zu deren Ehren eigentlich der berühmte Umbau von San Francesco in Rimini erfolgte, als ihr Grabdenkmal, Divae Isottae Sacrum. Und wenn die Philologen sterben, so kommen sie in (oder unter) die Sarkophage zu liegen, womit die Nischen der beiden Aussenwände dieser nämlichen Kirche geschmückt sind; eine Inschrift besagt dann, der Betreffende sei hier beigesetzt worden zur Zeit, da Sigismundus, Pandulfus' Sohn, herrschteDas Nähere über diese Gräber bei Keyßler, Neueste Reisen, S. 924.. Man würde es heute einem Scheusal, wie dieser Fürst war, schwerlich glauben, dass Bildung und gelehrter Umgang ihm ein Bedürfnis seien, und doch sagt der, welcher ihn exkommunizierte, in effigie verbrannte und bekriegte, nämlich Papst Pius II.: »Sigismondo kannte die Historien und besass eine grosse Kunde der Philosophie; zu allem, was er ergriff, schien er geborenPii II. Comment. L. II, p. 92. Historiae ist hier der Inbegriff des ganzen Altertums.

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