Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alphonse Daudet >

Die Könige im Exil

Alphonse Daudet: Die Könige im Exil - Kapitel 10
Quellenangabe
typefiction
authorAlphonse Daudet
translatorPaul Heichen
firstpub1879
yearca. 1900
publisherHugo Andres
addressFrankfurt a. O.
titleDie Könige im Exil
pages5-498
created20061227
sendergerd.bouillon
Schließen

Navigation:

Zehntes Kapitel.

Ehestands-Szene.

Der ganze Zauber dieser Juni-Nacht drang durch das weitgeöffnete Glasfenster der großen Halle, in welcher ein einziger Kandelaber brannte und des Geheimnisvollen genug um sich ließ, daß das Mondeslicht sich als Milchstraße über die Mauern hin ergoß, auf dem polierten Barren eines Turngeräts, dem bogenförmigen Bügel einer aufgehängten Guzlah [einsaitige Fiedel serbischer Wandermusiker] oder auf dem Glaswerk eines ziemlich schlecht ausgestatteten Bücherschrankes glitzernd weilte, dessen Leeren mit Boscowichs Kästen und Mappen gefüllt waren, die den schalen und welken Geruch eines Kirchhofes voll getrockneter Pflanzen ausströmten. Auf dem Tische, quer über staubbedeckten Papierstößen, ruhte ein Kruzifix aus geschwärztem Silber; denn wenn auch Christian der Zweite sich nicht gern mit Schreiben befaßte, so vergaß er doch nicht seiner katholischen Erziehung; umgab sich mit frommen Gegenständen; und gar häufig, wenn er in lockerer Damen-Gesellschaft sich amüsierte, während um ihn her die Fanfaren der Freude geblasen wurden, daß ihm und allen, die mit ihm thaten, der Atem ausging, ließ er in seiner Tasche, durch eine vom Rauche schon gefeuchtete Hand, die Korallenperlen eines Rosenkranzes gleiten, der niemals von ihm wich. Neben dem Kruzifix lag ein großes und wuchtiges Pergament-Blatt, das mit großen, ein wenig unsicher und zitternd geschriebenen Buchstaben-Reihen bedeckt war. Dies war die Entsagungsurkunde des Königtums, in aller Form aufgesetzt und abgefaßt. Es fehlte ihr noch die Unterschrift; ein Federzug, ein einziger, that ihr noch not aber es bedurfte zu ihm einer willenskräftigen Entscheidung und das ist der Grund, weshalb der schwache Christian der Zweite säumte und zögerte, den Kopf in die Ellenbogen stützend am Tische saß und unbeweglich unter das Feuerlicht der für den Aufdruck des Königssiegels bereit gehaltenen Kerzen stierte.

Neben ihm lauerte, unruhig, schleichend und stöbernd, in seiner samtnen Livree einem Nachtfalter oder der schwarzen Ruinen-Schwalbe ähnlich, Meister Lebeau, der vertraute Lakei, paßte ihm auf, spornte ihn, trieb ihn an mit stummem Wesen, nachdem er nun endlich zu jener entscheidenden Minute gelangt war, auf welche die Bande seit Monaten wartete mit all den Crescendos und Decrescendos, mit all dem Herzklopfen und Bangen, all den Unsicherheiten und Schwankungen einer diesem Flitter, diesem Lappen von König in den Händen liegenden Spiel-Partie. Trotz des magnetischen Fluidums, das aus diesem bedrückenden, ängstigenden Begehren strömte, saß Christian noch immer da, mit der Feder zwischen den Fingern, und unterzeichnete nicht. In seinen Lehnstuhl versunken, vergraben, schaute er auf das Pergament nieder und träumte. Nicht deshalb saß er und sann er, weil ihm diese Krone am Herzen gelegen wäre, nach der er niemals getrachtet, die er niemals geliebt hatte, die er als Kind schon zu wuchtig für seine Schultern erkannt, deren harte Fesseln und niederschmetternde Verantwortlichkeiten er später empfunden hatte! Sich ihrer zu entledigen, sie in einen Winkel des Salons zu setzen, wohin er keinen Fuß mehr setzte, sie draußen zu vergessen, soviel er dessen im stande war das war für ihn eine feststehende und abgemachte Sache! Aber davor, den festen Entschluß hierzu zu fassen jene äußerste That zu thun, von der es kein Zurück mehr gab davor entsetzte er sich! Und doch gab's keine andre Weise, sich das Geld zu verschaffen, das ihm für sein neues Leben unumgänglich notwendig war! Geld zur Deckung zu schaffen für drei Millionen Schulden in Wechseln, die er quergeschrieben hatte, und die mit nahen Verfalltagen im Umlauf waren die der Wucherer, ein gewisser Pichery, Bilder- und Gemäldehändler, nicht mehr prolongieren wollte. Konnte er denn alles in Saint-Mandé unter Siegel legen lassen? Und die Königin und das königliche Kind was sollte aus ihnen dann werden? Auftritt um Auftritt denn er sah den furchtbaren Skandal voraus, den seine gemeinen Streiche hervorrufen mußten, war's denn nicht besser, hiermit auf der Stelle ein Ende zu machen? mit einem einzigen Schlage dem Zorn und den Schmähungen Trotz zu bieten? Zudem zudem war dies alles noch immer nicht der bestimmende, entscheidende Grund.

Er hatte der Gräfin das Versprechen gegeben, diese Entsagungsurkunde zu unterzeichnen; und angesichts dieses Versprechens hatte Sephora darein gewilligt, ihren Ehemann allein nach London reisen zu lassen auf dieses Versprechen hin hatte Sephora geruht, das Hotel in der Avenue de Messine als Geschenk entgegen zu nehmen, diesen Titel und diesen Namen anzunehmen, welche sie an Christians Arm hefteten während sie weitere Gefälligkeits-Bezeigungen sich für den Tag vorbehielt, an welchem der König ihr die von seiner Hand gezeichnete Abdankungsurkunde persönlich und eigenhändig überbringen würde. Sie nannte für solches Verhalten Gründe, wie man sie aus dem Munde einer liebenden Jungfrau nicht besser und triftiger hätte hören können vielleicht möchte es ihm doch später einmal einfallen, nach Illyrien zurück zu kehren, sie um des Thrones und der Macht willen im Stiche zu lassen; sie würde ja die erste Frau nicht sein, die durch schreckliche Staatsrücksichten zum Zittern und Weinen gebracht worden wäre. Und d'Axel, Wattelet und alle die Gigerln des Grand-Club hatten keine Ahnung, wenn der König aus der Avenue de Messine zu ihnen in den Club kam mit müden, fieberheißen Augen daß er den Abend über auf einem Divan gesessen hatte, in einem fort bald zurückgestoßen, bald wieder herangezogen, zitternd und gespannt wie ein Bogen daß er sich wand und drehte zu den Füßen einer unbeirrbaren, unversöhnlichen Willenskraft, eines schmiegsamen, fügsamen Widerstrebens, das seinen umschlingenden Armen die eisige Kälte eines Paars echter Pariserin-Händchen entgegensetzte, die gewandt sind im Entwinden und in der Abwehr eines Paars echter Pariserin-Lippen, auf denen ein Wort schwebt, sengend und brennend, das zum Wahnsinn treibt: »O! wenn Du nicht mehr König sein wirst, dann... dann gehöre ich Dir! ganz, ganz Dir!« Denn sie ließ ihn durch die so gefahrvollen Zwischenstadien leidenschaftlicher Glut und eisiger Kälte gleiten; und manchmal im Theater, nachdem sie ihm erst einen eisigen Empfang bereitet, nachdem sie ihn mit dem ewig unbeweglichen Lächeln angesehen, war ihr eine gewisse langsame Weise zu eigen, ihre Handschuhe auszuziehen, während sie ihn ansah. Sie legte den Handschuh nicht ab, sondern ließ ihn auf den Fingern sitzen machte aber ihre Hand ganz bloß, als erste Huldigung an seine Küsse...

»Du meinst also, mein armer Lebeau! daß dieser Pichery zu nichts mehr Lust hat...«

»Zu nichts, Majestät! . . . Wenn nicht bezahlt wird, gehen die Wechsel zum Gerichtsvollzieher.«

Man mußte das verzweifelte Ächzen hören, durch welches dies Wort Gerichtsvollzieher verstärkt wurde, um alle die unheimlichen Förmlichkeiten, die es in seinem Gefolge hatte, recht kräftig zur Empfindung zu bringen: Stempelpapier, Pfändung, Entweihung des königlichen Hauses, Obdachlosigkeit von Frau und Kind. Christian aber Christian sah das nicht! Er langte dort unten an in der Nacht, unruhvoll und zitternd und bebend, stieg mit sachten Schritten die geheimnisvoll verkleidete Treppe hinauf, trat in das Zimmer ein, wo die Nachtlampe unter dem Spitzenwerk ihres Schirms ihren bleichen Schimmer warf. »Es ist geschehen! ich bin nicht König mehr... Mir gehöre nun ganz... ganz...« Und die Schöne sie legte ihren Handschuh ab.

»Vorwärts denn!« rief er, aufgejagt von dem ihm enteilenden Trugbilde seiner Phantasie.

Und er unterzeichnete.

Die Thüre that sich auf. Die Königin erschien. Ihre Gegenwart bei Christian zu dieser Stunde war so neu, so unvorhergesehen sie lebten seit so langer Zeit fern von einander, daß weder der König, der seiner Schande eben die Krone aufzusetzen im Begriffe stand, noch Lebeau, der hierbei Wacht über ihn hielt, sich bei dem leichten Geräusche umkehrten. Man war des Glaubens, daß Boscowich wieder aus dem Garten heraufkäme. Herangleitend und leicht wie ein Schatten, stand sie schon neben dem Tische, hinter den beiden Schuldigen, als Lebeau sie bemerkte. Sie winkte ihm, den Finger an die Lippen legend, den Befehl zu schweigen zu und schritt noch dichter an den Tisch heran denn sie wollte den König mitten über der verräterischen That ertappen, wollte jeden Umschweif, jede Ausflucht, alle unnützen Verstellungen rundweg abschneiden aber der Lakei trotzte ihrem Verbot durch einen Alarmruf à la d'Assas Nicolas d'—, fr. Hauptmann, bekannt durch seinen Heldentod bei Klosterkamp (1761).: »Die Königin, Majestät!« Rasend vor Wut führte die Dalmatinerin mit der Fläche ihrer kräftigen Bereiterin-Faust einen Schlag gerade aus vor sich hin und dieser bösen Bestie mitten auf die Schnauze. Und in strammer, gebietender Haltung wartete sie, bis der erbärmliche Schuft verschwunden war, um das Wort an den König zu richten.

»Was geht denn mit Dir vor, meine teure Friederike? und was bedeutet das für mich?«

Aufgerichtet, halb nach dem Tische zurückgebeugt, den er ihr verborgen zu halten suchte, in einer schmiegsamen Haltung, die seine rosagestickte Foulard-Weste voll in Geltung setzte, stand er da und lächelte. Die Lippen waren ein wenig blaß; aber die Stimme war ruhig, die Rede leicht und ohne Zwang; er zeigte all jene Anmut feinen, höflichen Wesens, dessen er sich seiner Frau gegenüber niemals entäußerte und das sich zwischen ihnen verhielt wie auf dem harten Lack eines Ofenschirms die Malerei von blumigen, verschlungenen Arabesken.

Mit einem einzigen Worte, einer einzigen Gebärde schob sie diese Schranke hinweg, hinter welche er sich zu flüchten suchte.

»O! keine Redensarten! Keine Grimassen! Ich weiß, was Du dort schriebst! Versuche nicht, mich zu belügen!«

Dann trat sie näher heran zu ihm mit ihrer stolzen Gestalt überragte, beherrschte sie diese furchtsame, scheue Erniedrigung...

»Höre, Christian!« . . . Und diese außergewöhnliche Vertraulichkeit in ihrem Munde gab ihren Worten etwas Ernstes, etwas Feierliches... »Höre! Du hast mich viel leiden lassen, seit ich Deine Frau bin... Ich habe nichts gesagt, als ein einziges mal, das erste mal Du besinnst Dich!... Nachher, als ich gesehen habe, daß Du mich nicht mehr liebtest, habe ich Dich gewähren lassen. Es ist mir indes, glaube mir! nichts verborgen geblieben kein einziger von all dem vielen Verrat, den Du an mir geübt, kein einziger von den thörichten Streichen, die Du verübt hast! Denn Du mußt wirklich und wahrhaftig verrückt sein verrückt wie Dein Vater, der sich aus Liebe zu Lola verzehrt hat verrückt wie Dein Großvater Johann, der in einem schmählichen Delirium, schäumend und röchelnd nach Küssen, mit Worten auf den Lippen gestorben ist, die den Krankenpflegerinnen alles Blut aus den Wangen trieben.. Geh! geh! Es ist sicher das nämliche versengte Blut, die nämliche Höllenlava, die Dich verzehrt! In Ragusa, nachts, wenn Ausfälle gemacht wurden, da mußte man Dich bei der Foedor holen... Ich wußte es; ich wußte, daß sie von ihrem Theater weggelaufen war, um Dir nachzulaufen... Ich habe Dir niemals mit solchen Sachen Vorwürfe gemacht... Die Ehre des Namens blieb unversehrt... Und wenn der König auf den Wällen seiner Festung fehlte, so trug ich Sorge, daß sein Platz nicht leer blieb... Aber in Paris... in Paris...«

Bis hierher hatte sie langsam und kalt gesprochen. Am Ausgange jedes Satzes hatte ein Ton von mütterlichem Mitleid, von mütterlichem Schelten aus ihrer Stimme geklungen. Die niedergeschlagenen Augen des Königs, das Mäulchen, das er zog nach Art eines ungezogenen Kindes, dem eine Strafpredigt gehalten wird, stimmten sie wohl zur Milde. Dieser Name Paris aber brachte sie außer sich. Oüber die ungläubige, spottsüchtige, verfluchte Stadt mit ihrem blutigen, für Aufstand und Barrikaden fortwährend in Bereitschaft liegenden Steinpflaster! Und wie rasend waren sie doch alle danach, diese armen gestürzten Könige! sich nach diesem Sodom hineinzuflüchten! Dieses Sodom ist's mit seiner von Füsiladen und Lastern verpesteten Luft, welches den großen Geschlechtern den Garaus macht; dieses Sodom ist's, das Christian auch um das noch gebracht hat, was die wahnsinnigsten von seinen Ahnen noch immer hochzuhalten wußten: die Achtung und den Stolz des Adelswappens! O! seit dem Tage ihrer Ankunft hier seit ihrem ersten Abend im Exil, als sie ihn so lustig, so aufgeregt sah, während alle heimlich Thränen vergossen, seitdem hatte Friederike vorausgesehen, was über sie kommen würde ihr Herz hatte die Demütigungen, die Schmach erraten, die es über sich würde ergehen lassen müssen! Und nun, in einem Atemzuge, ohne sich einen Zaum anzulegen, mit schneidenden, geißelnden Reden, die in das fahle Gesicht des Königs-Lebemanns rote Marmorfleckchen riefen, die mit ihren Hetzpeitschen-Hieben Zebra-Streifen auf ihm rissen rief sie ihm alle seine Sünden und Laster in das Gedächtnis, führte sie ihm vor Augen, wie jäh er vom Vergnügen in das Laster und vom Laster in den tiefsten Pfuhl der Sünde, des Verbrechens hinab geglitten sei.

»Du hast mich unter meinen Augen betrogen, in meinem eignen Hause! Ehebruch getrieben an meinem Tische mein Kleid hat sie gestreift, die Sünderin! Und als Du ihrer satt warest, dieser frisierten Puppe, die nicht einmal ihre Thränen verheimlicht hat, da bist Du in die Gosse gestiegen, in den Kot der Straßen, hast dort frech Deine Faulheit zur Schau getragen, hast Dich mit Deinem Wüsten gebrüstet, hast uns erzählt von den Orgien, die Du am verwichenen Tage gefeiert, von den Gewissensbissen, die Du niedergequält hast hast uns den ganzen Unrat dieses Sudellebens gezeigt!... Besinne Dich, wie ich Dich taumelnd und lallend gesehen habe an jenem Morgen, als Du Dich des Throns zum zweiten male verlustig gemacht hast... Was hast Du nicht gethan, oheilige Gottesmutter!.. Was hast Du nicht gethan! Das Königssiegel hast Du verschachert, Kreuze, Orden, Titel hast Du vertrödelt...«

Und mit tieferer Stimme, als hätte sie Furcht gehabt davor, daß die Stille ringsum und die Nacht ihre Stimme hören könnten, sprach sie weiter:

»Du hast auch gestohlen!... Du hast gestohlen!... Diese Diamanten, diese Steine Du hast sie herausgerissen!... Und ich habe meinen alten Groeb verdächtigen lassen habe gelitten, daß er uns verlassen mußte!... Ein falscher Schuldiger mußte ja, nachdem der Diebstahl bekannt geworden war, gefunden werden, damit vermieden wurde, daß man auf den König riete... Denn das ist meine einzige und beständige Fürsorge gewesen, den König hoch und unversehrt zu halten deshalb habe ich dies alles auf mich genommen, sogar die Schande, die Schmach, die in den Augen der Welt schließlich nicht ermangeln konnte, mich selbst mit ihrem Schmutze zu treffen... Ich hatte mir eine Parole geschaffen, die mich in den Stunden der schwersten Prüfung anspornte, mich aufrecht erhielt: Für die Krone!... Und jetzt jetzt willst Du sie verkaufen, diese Krone, die mich soviel Seelenpein und soviel Thränen gekostet hat Du willst sie gegen Gold vertauschen um dieser Judenfratze willen, um dieser kalten, toten Judendirne willen, die Du die Frechheit besessen hast mir heute vor die Augen zu führen!«

Er hörte zu, ohne etwas zu sagen, die Augen zu Boden geschlagen jetzt aber erhob er den Kopf. Unter dem Schimpfe an der Person, die er liebte, bäumte er sich auf. Und starren Blickes die Königin anschauend, mit den Malen noch auf dem Gesichte, die ihre Zungenhiebe dort gegraben hatten, sprach er zu ihr, nach wie vor höflich, aber sehr entschieden und fest:

»Nun denn! Du bist im Irrtum! Die Frau, von der Du sprichst, hat bei dem Entschlusse, den ich gefaßt habe, nichts zu thun, hat nichts zu ihm hinzugethan! Was ich thue, das thue ich um Deinetwillen, um meinetwillen, um unserer aller Ruhe willen!... So laß doch reden mit Dir! sehen wir den Dingen doch ins Auge! Du bist dieses Lebens der täglichen Sorgen, der stündlichen Entbehrungen wohl nicht überdrüssig? Wie? Meinst Du, es sei mir unbekannt geblieben, was sich hier abspielt? meinst Du, es sei mir nicht schmerzhaft, diese Meute von Lieferanten, Gläubigern zu sehen, die Dir an den Fersen hängt?.. Neulich, als dieser Mensch auf dem Hofe schrie, da kam ich grade nach Hause ich habe gehört, was er geschrieen hat... Wäre Rosen nicht gewesen, so hätte ich ihn unter dem Rade meines Phaetons zermalmt! Und Du, Du standest lauernd hinter dem Vorhange Deines Schlafgemachs und wartetest, daß er gehen sollte!... Schönes Geschäft das für eine Königin!... Wir sind jedermann Geld schuldig. Nichts als den einen Ruf nach Geld hört man rings um uns, gegen uns, hinter uns her schallen! Die Hälfte von Deinen Leuten wartet noch auf ihren Lohn... Dieser Herr Gouverneur hat nun zehn Monate schon keinen Gehalt mehr bekommen... Frau von Silvis macht sich damit bezahlt, daß sie mit Majestät und Würde Deine alten Kleider aufträgt! Und Tage giebt's, an denen der Herr Geheimrat und Siegelbewahrer der Krone sich bei meinem Lakai Geld leiht, um sich eine Prise Tabak zu kaufen... Du siehst, daß ich auf dem Laufenden bin... Und meine Schulden kennst Du gar nicht! Ich kann vor Schulden nicht aus den Augen sehen... Heut oder morgen kommt alles zum Krachen! Das wird eine saubere Sache! Du wirst's mit ansehen, wie Dein Diadem, Deine alten Gedecke und Bestecke unter den Hammer...«

Nach und nach rissen ihn seine zum Spötteln geneigte Natur, die Gewohnheiten zum Renommieren, die in seiner Umgebung zu Hause waren, fort, und er ließ den zurückhaltenden Ton, den er im Anfang seiner Rede noch gewahrt hatte, fallen. Mit seiner unverschämten Näselstimme gab er Schnurren und Zoten zum besten, unter denen viele auf Sephora's Boden gewachsen sein mußten; denn Sephora ließ sich niemals die Gelegenheit entgehen, die letzten Gewissensbisse ihres Liebhabers mit höhnenden Zungenhieben zu zertrümmern.

»Sie beschuldigen mich, Redensarten zu machen, meine Teure! aber Sie haben doch eben mich mit Worten ganz breit geschlagen. Was ist denn, alles in allem genommen, diese Krone von Illyrien, von welcher Sie mir sprechen? So etwas hat doch nur Wert auf einem Königshaupte! andernfalls ist's doch nichts anderes als eine beschwerliche, überflüssige Sache, die man auf der Flucht in einer Hutschachtel versteckt oder unter eine Glaskugel setzt, wie's der Komödiant mit seinen Lorbeerkränzen, die Portiersfrau mit ihren Orangeblüten Brautkranz nämlich, zu welchem in Frankreich statt Myrten Orangeblüten genommen werden. macht... Davon muß man Dich nur erst ordentlich überzeugen, Friederike! Ein König ist König nur auf dem Throne, wenn er die Gewalt, die Macht als König übt. Ein gestürzter König ist weniger als ein Nichts, als ein Schemen.. Wir hängen uns umsonst an die Etikette, an unsere Titel, indem wir überall, auf die Wagenschläge, auf unsere Manschettenknöpfe, Majestät hinklecksen, indem wir uns mit einem altmodisch gewordenen Ceremoniell die Hände binden. Das ist samt und sonders Heuchelei unsererseits; und auf seiten derjenigen Personen, die unsere Umgebung bilden, auf seiten unserer Freunde und Diener, die pure Höflichkeit, das kahle Mitleid. Hier bin ich der König Christian der Zweite für Dich, für Rosen, für einige Getreue. Sobald ich den Fuß hinaussetze, werde ich wieder ein Mensch ganz so wie alle anderen Menschen, bin Herr Christian Zwei... Nicht einmal ein Name gehört mir bloß ein Vorname, Christian, der reine Meerschweinchen-Komödiant vom Gaieté-Theater.«

Er hielt inne. Der Atem ging ihm aus. Er konnte sich nicht besinnen, daß er ein einziges mal in seinem Leben stehend soviel und so lange gesprochen hätte.. Gellendes Nachtschwalben-Gezwitscher, gedrängte Nachtigallen-Triller zerrissen das nächtliche Schweigen. Ein großer Schwärmer, der sich am Lampenlicht die Flügel verbrannt hatte, stieß flatternd mit seinem dicken Kopf überall an. Man hörte nur noch die Drangsal dieses befittichten Geschöpfes und die erstickten Schluchzer der Königin, die wohl Zornesausbrüchen, Gewaltthätigkeiten standzuhalten wußte, die aber dem Spott und Hohn wehr- und waffenlos gegenüber stand, weil ihre ehrliche lautere Natur sich gegen solche Angriffsmittel sträubte. Sie glich in dieser Hinsicht einem tapferen Soldaten, der sich gerader Hiebe und Stöße versieht und von Mückenstichen gepeinigt sieht. Als Christian ihre Schwäche sah, meinte er, sie sei besiegt; und um ihr nun den Garaus zu geben, that er zu seinem burlesken Gemälde von den Monarchien im Exil den letzten Pinselstrich. Welch eine klägliche Figur schnitten sie alle durch die Bank, diese armseligen Fürsten in partibus, diese Figuranten des Königtums, die sich mit dem Plunderstaat erster Rollen drapierten, die vor den leeren Bänken zu deklamieren fortführen und doch keinen Heller Einnahme hätten! Thäten sie denn nicht besser zu schweigen? in das alltägliche Leben, in die Dunkelheit zurückzutreten?... Für solche, die Geld und Vermögen hätten, möchte die Sache schließlich noch angehen! Es sei halt auch ein Luxus, dieses eigensinnige Festhalten an irdischer Größe!... Was aber die andren anginge, ihre armseligen Vettern und Basen von Palermo beispielsweise, die sich mit ihrer vermaledeiten italienischen Küche in einem Hause zusammen pferchten, das viel zu klein noch für weit schlichtere Leute sei, nun! da müßte man denn doch danken! Sobald man nur den Fuß über ihre Schwelle setzte, hätte man auch die Nase schon voll von Zwiebelduft!... Ohne alle Frage Personen von eitel Würdigkeit; aber was für eine Existenz! Und das wären noch garnicht einmal die unglücklichsten!... Neulich wäre einmal ein Bourbon, ein echter und rechter Bourbon, hinterm Omnibusse hergerannt. »Besetzt, mein Herr!« Er lief aber noch immer hinterher. »Wenn Ihnen aber doch gesagt wird, daß der Wagen voll ist, armer Alter!« Darüber nun sei er fuchswild geworden, der echte Bourbon! er hätte nämlich mit Königliche Hoheit angeredet sein wollen. Als wenn man so 'was an der Halsbinde sähe!... Operetten-König, sage ich Dir, meine Teure! Und deshalb, um aus dieser albernen Situation heraus zu gelangen, um uns in eine gesicherte und würdige Existenz hinein zu steuern, deshalb habe ich den Entschluß gefaßt, das Ding da zu unterschreiben!«

Indem er plötzlich den schleichenden, die krummen Wege liebenden Slawen, den Zögling der Jesuiten, heraussteckte, setzte er noch hinzu:

»Merke übrigens wohl, daß es ein Spaß, ein Scherz ist, diese ganze Unterschrift... Man giebt uns, wenn wir's im richtigen Licht betrachten, doch eben nur unser Gut, unser Vermögen, unser Eigentum zurück! und ich betrachte mich keineswegs als verpflichtet, gebunden... Wer weiß? Vielleicht verhelfen uns diese Millionen dazu, uns unsern Thron zurückzuerobern!«

Die Königin richtete ungestüm das Haupt empor, sah ihn eine Sekunde lang starr an, so daß er den Blick zur Seite wandte dann zuckte sie die Achseln und rief:

»Mach' Dich doch nicht niedriger als Du bist! Du weißt recht gut, daß wenn die Urkunde einmal unterzeichnet ist... Aber nein! Die Wahrheit ist, daß Dir die Kraft gebricht, daß Du Deinen Königsposten in dem gefährlichsten Augenblicke aufgiebst in dem Augenblicke, wo die neue Gesellschaft, die weder einen Gott noch einen Herrn mehr will, die Repräsentanten des göttlichen Rechts mit ihrem Hasse verfolgt, den Himmel über ihren Köpfen, den Boden unter ihren Füßen erbeben macht... Messer, Bomben, Kugeln, alles ist recht!... Man übt Verrat, übt Mord... Mitten im Geleit einer Prozession, mitten im Festesrausch, giebt's keinen einzigen unter uns, gehöre er nun zu den besten oder den schlimmsten, der nicht zittert und bebt, sobald sich ein einzelner Mensch aus der Menge herauslöst... Hinter jeder Bittschrift versteckt sich ein Dolch... Wer von uns ist beim Ausgange aus seinem Palaste seiner Wiederkehr sicher?... Und das, das ist die Stunde, welche Du Du erwählst, um Dich aus der Schlacht zu schleichen....«

»Ha! wenn es sich nur darum handelte, sich zu schlagen!« rief Christian der Zweite lebhaft... »Aber kämpfen, wie es bei uns der Fall ist, gegen das Lächerliche, gegen das Elend, den Jammer gegen den Dunghaufen des Lebens! fühlen, daß man mit jedem Tage weiter hinein in den Sumpf gerät...«

Eine Hoffnungsflamme leuchtete in ihren Augen.

»Wirklich? Schlagen würdest Du Dich?... Nun! dann höre!«

Mit fliegendem Atem erzählte sie ihm in wenigen kurzen Worten von der Expedition, die Elysée und sie seit einem Vierteljahre bereiteten, indem sie Briefe auf Briefe, Depeschen über Depeschen absendeten, Ansprachen über Ansprachen erließen ferner: Pater Alpheus sei fortwährend auf der Wanderung durch die Dörfer und Gebirge; denn diesesmal sei's nicht der Adel, an den man sich wende, sondern das niedrige Volk, die Maulesel-Treiber, die Lastträger von Ragusa, die Gemüsehändler von Breno, von la Brazza, die Leute von den Inseln, die auf Feluken nach dem Markte kommen die Urbevölkerung des Landes, das traditionelle Volk, das bereit sei anzustehen und zu sterben für den König, aber unter der Bedingung, daß es ihn an seiner Spitze sähe... Es bildeten sich bereits Scharen; die Parole mache die Runde durch das Land man wartete lediglich noch auf ein Signal. Und die Königin, welche die Worte in kräftiger, mächtiger Salve über Christians Schwäche herniederschnellte, überkam ein schmerzhaftes Gefühl, ein Gefühl, das sie zur starren Säule zu wandeln drohte als sie ihn dastehen sah und den Kopf schütteln, mehr noch aus Teilnahmlosigkeit, aus Gleichgiltigkeit, als aus Mutlosigkeit. Vielleicht gesellte sich im Hintergrunde zu all diesem noch der Ärger, daß diese Vorbereitungen sämtlich ohne seine Hilfe, ohne sein Mitwissen getroffen worden waren. Aber er hielt das Projekt nicht für ausführbar. Man könnte ja nicht in das Land vordringen, man müßte ja doch die Inseln besetzt halten, müßte mit so wenig Aussichten auf Erfolg eine schöne Landschaft in Brand und Asche legen... Das ganze sei nichts weiter als das nämliche Abenteuer, das den Sport des Herzogs von Palma bilde... ein unnützes Blutvergießen!...

»Nein, sieh da! meine teure Freundin! der Fanatismus Deines Herrn Kaplans und dieses Gaskogners mit dem Brandschädel führen Dich irre!.. Ich habe auch meine Berichte und Berichte, die zuverlässiger sind als die Deinen... Die Wahrheit ist, daß in Dalmatien wie anderwärts die Monarchie ihre Zeit hinter sich hat... Die Leute sind ihrer überdrüssig... So steht's... sie mögen nichts mehr von ihr hören!«

»Ha! ich kenn' ihn wohl, den feigen Wicht, der nichts mehr von ihr hören mag!« sagte die Königin.

Dann schritt sie rasch aus dem Salon, Christian im tiefen Erstaunen darüber zurücklassend, daß der Schauplatz so schroff ein anderer geworden war. Er schob geschwind das Schriftstück in die Tasche und schickte sich eben an, gleichfalls fortzueilen, als Friederike wieder hereintrat, diesesmal begleitet von dem kleinen Prinzen.

Mitten aus dem Schlafe gerissen, in aller Eile angekleidet, war Zara, ohne daß ein einziges Wort dabei gesprochen worden wäre, aus den Händen der Kammerfrau den Händen der Königin überantwortet worden und stand nun da, die Augen unter den fahlroten Locken weit aufgerissen; aber er stellte keine Frage, denn es standen ihm in seinem noch summenden Köpfchen Scenen ähnlichen Erwachens in der Erinnerung, wenn bleiche Gesichter ihn umringt, keuchende Rufe ihn umschwirrt hatten, wenn dann mit ihm aufgebrochen worden war zu schleuniger Flucht. Damals war er daran gewöhnt worden, sich widerspruchslos zu fügen und führen zu lassen, wenn ihn nur die Königin mit ihrer ernsten, entschlossenen Stimme rief, wenn er die zärtliche Umschlingung ihrer Arme und ihrer für seine Kindeslasten immer hilfsbereiten Schultern fühlte. Sie hatte heut ihm zugerufen: »Komm!« und er kam voller Zuversicht und Vertrauen einzig und allein verwundert über die Ruhe heute im Vergleich zu andern qualvollen, blutgeröteten Nächten, wo Feuergarben zum Himmel empor gezüngelt hatten, wo Kanonen gedonnert und Flinten geknattert hatten.

Er sah den König stehen nicht jenen Papa mit dem unbekümmerten, gutmütigen Angesicht, der zuweilen an sein Bett getreten oder durch das Studierzimmer geschritten war mit einem ermutigenden, anfeuernden Lächeln, sondern einen Mann mit verdrießlichem, strengem Gesicht, dessen Ausdruck sich, als sie hereintraten, noch verhärtete.

Friederike zog, ohne ein Wort zu sprechen, das Kind bis hin zu Christians Füßen dann warf sie sich mit jähem Ruck, den Knaben vor sich hin stellend, auf die Kniee und schloß seine kleinen Händchen in ihre beiden, geschlossen zum König sich erhebenden Hände.

»Der König will meinen Worten kein Gehör leihen vielleicht wird er Dich anhören, Zara!... Komm, sprich Du zusammen mit mir: Lieber Vater!«

Die schüchterne Stimme wiederholte: »Lieber Vater!«

»Lieber Vater! o Du mein König! ich beschwöre Dich... beraube Dein Kind nicht! nimm ihm nicht diese Krone, die er eines Tages tragen soll... Sei dessen eingedenk, daß sie nicht Dir allein gehört, daß sie von weither stammt, von oben her stammt, daß sie von Gott her stammt, der sie vor nun sechshundert Jahren dem Hause Illyriens gegeben hat... Gott will, daß ich König sei, lieber Vater! Es ist mein Erbe, mein Gut; Du hast das Recht nicht, es mir zu nehmen!«

Der kleine Prinz betete die Worte nach, inbrünstig flehend, mit leiser Stimme, mit frommem Blicke aber Christian wendete den Kopf hinweg, zuckte die Achseln und brummte wütend, wenn auch noch immer höflich, ein paar Worte zwischen seinen Zähnen: »Überspanntheit... eine unschickliche Szene... hinweg mit dem Kopfe dieses Kindes!« Dann machte er sich los und erreichte die Thüre. Mit einem einzigen Satze war die Königin auf den Beinen, sah daß der Tisch leer war von dem Pergament sie begriff im Nu, daß die schändliche Urkunde unterzeichnet war, daß er sie im Besitze hatte und nun nun schrie sie ihm hinterher, mit einer Stimme, die einem wahren Brüllen glich:

»Christian!«

Er lief weiter.

Sie that einen Schritt nach vorwärts machte die Gebärde, als wollte sie, ihm nachzusetzen, ihr Kleid hochnehmen dann sagte sie plötzlich:

»Nun! sei es denn!«

Er hielt inne – sah sie kerzengerade vor dem offenen Fenster stehen, mit dem Fuße draußen auf dem schmalen, steinernen Balkon, den Arm um das Kind geschlungen, ihn mit sich fortreißend in den Tod mit dem anderen dem Feiglinge drohend, der von dannen floh. Die ganze nächtliche Beleuchtung fiel unheimlich von draußen nieder auf diese bewundernswürdige Gruppe.

»Dem Operetten-König die Tragödien-Königin!« rief sie mit ernster, furchtbarer Stimme »wenn Du nicht im Augenblick verbrennst, was Du soeben unterzeichnet hast, und den Schwur auf das Kruzifix leistest, daß Du kein einzig' mal wieder hierzu die Hand bietest, dann... dann ist Dein Geschlecht erloschen.. Dein Weib, Dein Kind! zerschmettert dort auf dieser Treppe!«

Und man fühlte in diesen Worten, in ihrem herrlichen, in die Leere hinüber gereckten Leibe einen solchen Schwung, eine solche Schnellkraft, daß der König entsetzt herbei stürzte, um sie zu halten...

»Friederike!«

Bei dem Aufschrei seines Vaters, bei dem Erzittern des Armes, der ihn trug, der ihn weit hinaus hielt aus dem. Fenster – glaubte der Knabe nicht anders, als daß es zu Ende sei, daß der Tod ihm und allen nahe. Er sprach kein Wort keine Klage kam über seine Lippen da er ja schied mit seiner Mutter. Bloß seine Händchen klammerten sich um den Hals der Königin er ließ den Kopf nach hinten hängen, von welchem sein Opferhaar herniederwallte und schloß die schönen Augen vor dem Entsetzen, das ihm ein solcher Sturz bereitete...

Christian widerstand nicht länger... Diese Entsagung, dieser Mut des königlichen Kindes, das schon von seinem künftigen Berufe dies eine wußte: in Ehren sterben!... das überwältigte ihn! das sprengte ihm das Herz in der Brust! Er schleuderte die zerknüllte Urkunde, die er seit einer Minute in der Hand hielt, seit einer Minute zwischen den Fingern zerrieb, zerriß weit von sich und brach schluchzend in einem Sessel zusammen.

Friederike, deren Mißtrauen noch immer nicht beseitigt war, überflog das Schriftstück von der ersten Zeile bis herunter zur Unterschrift dann hielt sie es an eine Kerze, verbrannte es, bis die Flamme ihr die Finger sengte, schüttelte die schwarzen Glimmfetzen über den Tisch und ging hinaus ihr Kind zu Bett zu bringen, das in seiner heroischen Selbstmords-Stellung in Schlaf zu sinken anfing.

 << Kapitel 9  Kapitel 11 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.