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Die Kleinbürger

Honoré de Balzac: Die Kleinbürger - Kapitel 6
Quellenangabe
typefiction
authorHonoré de Balzac
titleDie Kleinbürger
publisherDiogenes
yearo.J.
isbn325720468X
translatorHugo Kaatz
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20080812
modified20180124
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Cérizet, der noch nicht achtunddreißig Jahr alt war, sah aus wie ein Mann von fünfzig, so sehr gealtert war er infolge alles dessen, was einen Menschen alt macht. Sein Kopf und sein Haar ließen einen gelblichen Schädel sehen, den eine durch ihre Entfärbung rötlich schimmernde Perücke nur mangelhaft bedeckte; sein blasses, welkes, übermäßig rohes Gesicht erschien um so scheußlicher, als er eine zerfressene Nase hatte, die aber noch nicht so völlig zerstört war, daß er die Möglichkeit gehabt hätte, sie durch eine künstliche zu ersetzen: von ihrer Wurzel an der Stirn bis zu den Nasenlöchern hatte diese Nase noch ihre natürliche Gestalt; aber die Krankheit hatte die äußeren Nasenflügel zerfressen und nur zwei Löcher von merkwürdiger Form übriggelassen, die die Aussprache beeinträchtigten und die Worte entstellten. Die ursprünglich schönen Augen waren durch Elend jeder Art und durch um die Ohren geschlagene Nächte geschwächt, an den Rändern gerötet und zeigten tiefe Entstellungen; ihr Blick hätte, wenn ein Ausdruck von Bosheit hineingelegt würde, selbst Richtern oder Verbrechern, kurz, Leuten die vor nichts erschrecken, Angst einflößen können.

Der zahnlose Mund, der noch einige schwarze Stummel aufwies, hatte einen drohenden Ausdruck und ließ hier und da einen schaumigen Speichel sehen, der aber nicht auf die blassen schmalen Lippen trat. Cérizet, ein kleiner, mehr vertrockneter als magerer Mann, suchte für sein häßliches Gesicht durch seine Kleidung zu entschädigen, und wenn diese Kleidung auch keine gute war, so hielt er sie doch in sauberem Stande, was aber ihre Schäbigkeit vielleicht noch deutlicher hervortreten ließ. Alles an ihm erschien zweifelhaft wie sein Alter, seine Sprache, sein Blick. Es war nicht zu erkennen, ob er achtunddreißig oder sechzig Jahr alt war, ob seine blaue, verblaßte, aber eng anliegende Hose bald wieder modern sein würde, oder der Mode des Jahres 1835 entsprach. Seine abgetretenen, aber sorgfältig geputzten, dreimal geflickten Stiefel, die einst elegant waren, hatten vielleicht die Teppiche eines Ministers unter sich gehabt. Sein Überrock mit Schnüren, durch Regengüsse verwaschen, dessen Knöpfe ihren Grund durch den Überzug indiskret durchblicken ließen, zeigte in seinem Schnitt noch etwas von seiner früheren Eleganz. Die seidene hohe Krawatte ließ glücklicherweise die Wäsche nicht sehen, war aber hinten von den Zinken der Schnalle zerrissen, und die Seide hatte von der Fettigkeit, die die Perücke absonderte, einen andern Glanz erhalten. Die Weste mochte wohl, als sie neu war, sauber ausgesehen haben, es war aber ein Exemplar der Sorte, die zu vier Franken aus den Beständen der Händler mit fertigen Kleidungsstücken verkauft wird. Alles war sorgfältig abgebürstet, ebenso wie der glänzende verbeulte seidene Hut. Und alles paßte zueinander und zu den schwarzen Handschuhen an den Händen dieses subalternen Mephistos, dessen Lebenslauf ein paar Worte gewidmet sein sollen.

Er war ein Künstler auf dem Gebiete des Bösen, der zuerst mit dem Bösen Glück gehabt hatte und der, durch den ersten Erfolg getäuscht, fortfuhr, Niederträchtigkeiten anzuzetteln, ohne die Grenzen des Strafgesetzes zu überschreiten. Nachdem er durch Verrat an seinem Herrn Leiter einer Druckerei geworden war, wurde er als Herausgeber eines liberalen Blattes verurteilt; und in der Provinz war er dann unter der Restauration einer der »schwarzen Männer« der königlichen Regierung und der »unglückliche« Cérizet, ganz wie der unglückliche Chauvet und wie der heldenmütige Mercier. Diesem Rufe verdankte er im Jahre 1830 seine Ernennung zum Unterpräfekten; sechs Monate später wurde er abgesetzt; aber er behauptete, er wäre, ohne daß man ihn gehört hätte, verurteilt worden, und machte solchen Lärm, daß er unter dem Ministerium Casimir Perier Leiter einer vom Ministerium bezahlten antirepublikanischen Zeitung wurde. Er verließ diese Stellung, um sich Geschäften zu widmen, worunter sich auch eine der übelsten Gründungen befand, die zur Untersuchung vor das Zuchtpolizeigericht gezogen wurde, und wobei er die Verurteilung zu schwerer Strafe stolz auf sich nahm, indem er erklärte, sie sei nur ein Racheakt der republikanischen Partei, die es ihm nicht verzeihen könne, daß er ihr so scharfe Schläge in seinem Blatte beigebracht hatte, und die nun eine Wunde mit zehn anderen vergelte. Seine Gefängnisstrafe hatte er in einem Krankenhause verbracht. Die Regierung schämte sich schließlich eines Mannes, der aus dem Findelhause stammte, und dessen wüstes Leben und schmutzige Geschäfte, die er mit einem früheren Bankier, namens Claparon, zusammen machte, ihn schließlich der vollauf verdienten Verachtung preisgegeben hatten. Daher hatte Cérizet, der auf der sozialen Leiter von Stufe zu Stufe bis ans unterste Ende gelangt war, noch einen Rest von Mitleid nötig, um die Stelle eines Sekretärs bei dem Gerichtsvollzieher Dutocq zu erhalten. Aber in der Tiefe seines Elends träumte dieser Mensch von Rache, und da er nichts mehr zu verlieren hatte, so war ihm jedes Mittel dazu recht. Dutocq und er waren durch ihren üblen Lebenswandel miteinander verbunden. In ihrem Stadtviertel war Cérizet für Dutocq, was der Jagdhund für den Jäger ist. Cérizet, mit allen Nöten des Elends vertraut, trieb den Rinnsteinwucher, den man Darlehn auf eine kurze Woche nennt; er hatte damit begonnen, mit Dutocq Halbpart zu machen, und der ehemalige Pariser Gassenjunge, der der Bankier der Straßenhändler geworden war, der Geldleiher der Handwagen, war der nagende Wurm zweier Faubourgs.

»Nun,« sagte Cérizet, als Dutocq seine Tür öffnete, »da Theodosius zurück ist, können wir zu ihm gehen.«

Und der Armenadvokat ließ die beiden Männer vorangehen.

Die Drei durchschritten ein kleines Zimmer mit glänzend gebohnten Fliesen, auf die die untergehende Sonne ihren rötlichen Schein warf, wenn sie zwischen den Perkalvorhängen hindurchschien, und das einen einfachen runden Nußbaumtisch und ein Nußbaumbüfett enthielt, auf dem eine Lampe stand. Von da gelangten sie in einen kleinen Salon mit roten Vorhängen und Mahagonimöbeln, die mit rotem Utrechter Plüsch bezogen waren; an der den Fenstern gegenüberliegenden Wand befand sich eine Bibliothek mit juristischen Büchern. Auf dem Kamin stand eine gewöhnliche Garnitur: eine Uhr mit vier Säulen aus Mahagoni und Leuchter unter Glas. Das Arbeitszimmer, in dem sich die drei Freunde vor ein Steinkohlenfeuer setzten, war das übliche Arbeitszimmer eines jungen Advokaten; es enthielt einen Schreibtisch, einen Armsessel, schmale grünseidene Vorhänge an den Fenstern, einen grünen Teppich, einen Aktenbock und ein Ruhebett, über dem ein elfenbeinerner Christus auf Sammetgrund hing. Das Schlafzimmer, die Küche und der übrige Teil der Wohnung gingen nach dem Hofe hinaus.

»Nun,« sagte Cérizet, »wie stehts? Kommen wir vorwärts?«

»Aber gewiß«, antwortete Theodosius.

»Gestehen Sie zu,« rief Dutocq, »daß ich da eine ausgezeichnete Idee gehabt habe? Indem ich mir ein Mittel ausgedacht habe, um diesen Schwachkopf von Thuillier hineinzulegen . . .«

»Ja, aber ich bin auch nicht zurückgeblieben«, rief Cérizet; »ich werde Ihnen heute die Fäden in die Hand geben, wie wir der alten Jungfer beikommen und sie dann wie einen Kreisel gehen lassen können . . . Wir dürfen uns nicht darüber täuschen! Fräulein Thuillier bedeutet hierbei für uns alles: haben wir sie auf unsrer Seite, dann ist die Sache gewonnen . . . Reden wir nicht lange, aber deutlich, wie es sich für kluge Männer gehört. Mein früherer Sozius Claparon ist, wie Sie wissen, ein Dummkopf, und er wird sein ganzes Leben das, was er immer gewesen ist, bleiben: ein Strohmann. Augenblicklich dient er als Strohmann einem Pariser Notar, der sich mit Unternehmern zusammengetan hat, und die, der Notar wie die Maurermeister, pleite sind. Und Claparon sitzt in der Patsche; er hat noch niemals Bankerott gemacht, aber alles muß mal einen Anfang haben; augenblicklich hält er sich bei mir, in meinem Loch in der Rue des Poules, versteckt, wo ihn kein Mensch finden kann. Mein Claparon ist wütend, er hat keinen Heller; nun befindet sich unter den fünf oder sechs Häusern, die verkauft werden sollen, ein wahres Prachtstück von Haus, ganz aus echtem Stein gebaut, in der Gegend der Madeleinekirche – eine Fassade wie die Schale einer Netzmelone, mit entzückenden Skulpturen – das aber, da es noch nicht ganz fertig ist, für höchstens hunderttausend Franken weggehen wird; bei einer Anzahlung von fünfundzwanzigtausend Franken kann man in zwei Jahren hiervon eine Rente von etwa zehntausend Franken haben. Wer dieses Grundstück Fräulein Thuillier verschafft, der kann alles von ihr verlangen, wobei man ihr zu verstehen geben muß, daß sich ein ebensolcher Gelegenheitskauf alle Jahre finden wird. Eitle Menschen fängt man damit, daß man ihrer Eigenliebe schmeichelt, oder ihnen droht, Geizige damit, daß man ihren Geldbeutel attakiert oder ihn füllt. Und da, alles erwogen, für die Thuilliers arbeiten bedeutet, für uns arbeiten, so muß man sie bei dieser Sache verdienen lassen.«

»Und der Notar,« sagte Dutocq, »warum läßt der sich das entgehen?«

»Der Notar, mein lieber Junge? Der ist ja gerade unser Glück! Er ist genötigt, seine Stelle zu verkaufen, da er auch sonst ruiniert ist, und hat sich dieses Stückchen aus dem Rest des Kuchens vorbehalten. Weil er diesen Esel von Claparon für ehrlich hält, hat er ihn beauftragt, einen vorgeschobenen Käufer für ihn zu finden; denn er muß ebenso vertrauensvoll wie klug sein. Wir werden ihn nun glauben lassen, daß Fräulein Thuillier ein anständiges Fräulein ist, das dem armen Claparon ihren Namen leihen will, und so werden sie alle beide hineingelegt werden, Claparon und der Notar. Ich bin dieses kleine Geschenk meinem lieben Claparon schuldig, der mir damals bei der Gründungsgeschichte alle Schuld aufgebürdet hat, wo wir von Couture betrogen wurden, in dessen Haut zu stecken ich Ihnen nicht wünschen möchte!«, sagte er, und ein Strahl teuflischen Hasses brach aus seinen trüben Augen. »Ich habe gesprochen, meine hohen Herren!« fügte er mit lauter Stimme hinzu, die ganz durch die Löcher seiner Nase drang, und nahm eine theatralische Haltung an, denn in einer der Zeiten seines äußersten Elends war er auch Schauspieler gewesen.

Als er seine Darlegung beendet hatte, klingelte es an der Tür, und la Peyrade erhob sich, um zu öffnen.

»Sind Sie immer noch mit ihm zufrieden?« sagte Cérizet zu Dutocq. »Er macht mir einen so merkwürdigen Eindruck . . ., ich verstehe mich doch auf Verräterei.«

»Er ist so vollkommen in unsern Händen,« sagte Dutocq, »daß ich mir nicht die Mühe nehme, ihn zu beobachten; aber, unter uns gesagt, ich hielt ihn nicht für so klug, wie er ist. Wir hatten geglaubt, auf ein Rennpferd einen Mann gesetzt zu haben, der nicht reiten kann, und jetzt zeigt sichs, daß der Kerl ein alter Jockey ist! So stehts . . .«

»Er mag sich in acht nehmen!« sagte Cérizet dumpf, »ich kann ihn umblasen wie ein Kartenhaus. Aber Sie, Papa Dutocq, Sie können ihn ja bei der Arbeit sehen und ihn jeden Augenblick beobachten; passen Sie auf ihn auf! Übrigens habe ich eine Möglichkeit, ihm auf den Zahn zu fühlen, ich werde ihm von Claparon den Vorschlag machen lassen, sich unsrer zu entledigen, und dann werden wir ja sehen . . .«

»Das wäre nicht übel«, sagte Dutocq, »du bist nicht blöde.«

»Man versteht sein Handwerk, das ist alles!« sagte Cérizet.

Diese Worte wurden leise gesprochen, während Theodosius bis zur Tür ging und wieder zurückkam. Cérizet musterte alles im Arbeitszimmer, als der Advokat wieder erschien.

»Es ist Thuillier,« sagte Theodosius, »ich erwartete seinen Besuch; er ist im Salon . . . Er braucht Cérizets Überrock nicht zu sehen,« fügte er lächelnd hinzu, »diese Schnüre da würden ihn beunruhigen.«

»Bah! Du empfängst arme Leute, das ist doch dein Beruf . . . Brauchst du Geld?« fuhr Cérizet fort und holte hundert Franken aus der Hosentasche. »Nimm, nimm, das wird dir gut tun.«

Und er legte den Stapel auf den Kamin.

»Übrigens«, sagte Dutocq, »können wir uns ja auch durch das Schlafzimmer entfernen.«

»Also adieu«, sagte der Provenzale und öffnete ihnen die Tapetentür, die von dem Arbeitszimmer ins Schlafzimmer führte. »Treten Sie ein, mein verehrter Herr Thuillier«, rief er dem alten Beau zu. Und als er ihn in der Tür des Arbeitszimmers erscheinen sah, begleitete er seine beiden Genossen durch das Schlaf- und Ankleidezimmer und die Küche, deren Tür auf den Hausflur ging.

»In sechs Monaten mußt du Célestes Mann und aus aller Not sein . . . Du bist doch ein glücklicher Mensch, du, du hast nicht auf der Anklagebank vor dem Zuchtpolizeigericht gesessen, zweimal . . . wie ich! Das erstemal im Jahre 1825 in einem Tendenzprozesse, . . . wegen einer Reihe von Artikeln, die ich nicht geschrieben hatte, und das zweitemal wegen der Gewinne aus der Gründungsgeschichte, die uns vor der Nase weggeschnappt wurden! Aber nun Feuer dahinter, verdammt noch mal! Dutocq und ich, wir haben jeder unsre fünfundzwanzigtausend Franken verflucht nötig; also viel Glück, mein Lieber!« schloß er und reichte Theodosius die Hand, indem er sie prüfend drückte. Der Provenzale reichte Cérizet die Rechte und drückte ihm aufs wärmste die Hand.

»Sei überzeugt, mein Junge, daß ich unter keinen Umständen jemals vergessen werde, aus welcher Lage du mir herausgeholfen und mich in den Sattel gesetzt hast . . . Ich bin euer Angelhaken, aber ihr laßt mir einen schönen Anteil an der Beute, und ich müßte ja niederträchtiger als ein Sträfling, der sich als Spion anbietet, sein, wenn ich nicht offenes Spiel spielen würde.«

Sobald die Tür geschlossen war, sah Cérizet durchs Schlüsselloch, um Theodosius' Gesicht zu beobachten; aber der Provenzale hatte sich schon umgewandt, um zu Thuillier zurückzueilen, und sein mißtrauischer Genosse konnte nicht sehen, welchen Ausdruck seine Physiognomie angenommen hatte.

Es war weder Widerwille noch Ärger, sondern Freude, was sich jetzt auf seinem unbeobachteten Gesichte malte. Theodosius sah, wie die Chancen des Erfolges sich immer günstiger für ihn gestalteten, und er schmeichelte sich mit dem Gedanken, daß er sich von seinen üblen Helfershelfern, obwohl er ihnen alles verdankte, schon würde losmachen können. Das Elend hat, besonders in Paris, unergründliche schmutzige Tiefen, und wenn ein darin Versunkener wieder an die Oberfläche kommt, so bringt er an seinem Körper und an seinen Kleidern die Spuren des Schmutzes mit herauf. Cérizet, Theodosius' früherer wohlhabender Freund und Beschützer, war der Schmutzfleck, der noch an dem Provenzalen haftete, und der alte Gründungsschwindler ahnte, daß dieser ihn sich würde abbürsten wollen, wenn er in eine Sphäre gelangte, wo ein anständiges Aussehen Bedingung war.

»Mein lieber Theodosius,« sagte Thuillier, »wir haben Sie jeden Tag in dieser Woche erwartet, und jeden Abend haben wir unsre Erwartung getäuscht gesehen. Aber diesen Sonntag haben wir unser Diner, und meine Schwester und meine Frau haben mich beauftragt, Sie dazu zu bitten . . .«

»Ich hatte so viel zu tun,« sagte Theodosius, »daß ich für niemanden, wer es auch sei, auch nur zwei Minuten übrig hatte, selbst nicht für Sie, den ich doch zu meinen Freunden rechne, und mit dem ich zu reden hatte . . .«

»Wie? Denken Sie denn wirklich ernsthaft an das, worüber Sie mit mir gesprochen haben?« unterbrach Thuillier Theodosius.

»Wenn Sie nicht gekommen wären, damit wir uns darüber verständigen, dann würde ich Sie nicht so hochschätzen, wie ich es tue«, entgegnete la Peyrade lächelnd. »Sie waren doch Vizechef, Sie werden also doch wohl noch ein wenig Ehrgeiz haben, und der ist bei Ihnen nur allzu berechtigt! Hören Sie! Unter uns gesagt, wenn man sieht, wie dieser Minard, ein vergoldeter Hohlkopf, zu Hofe geht und sich in den Tuilerien breit macht; wie Popinot auf dem Wege ist, Minister zu werden; . . . und Sie, ein Mann, der die Geschäfte der Verwaltung am Schnürchen hat, ein Mann mit dreißigjähriger Erfahrung, der unter sechs Regierungen gedient hat, Sie sollen sich damit begnügen, in der Stille Ihre Rosen zu züchten? Oh, nein! . . . Ich rede offen, mein lieber Thuillier, ich will Sie in die Höhe bringen, weil Sie mich dann mit emporziehen . . . Also hören Sie meinen Plan. Aus unserm Bezirk soll ein Mitglied des Magistrats gewählt werden, und das sollen Sie sein! . . . Und,« sagte er mit Nachdruck, »das werden Sie sein! Dann werden Sie eines Tages zum Deputierten des Bezirks gewählt werden, sobald die Kammer neu gewählt wird, was ja nicht mehr lange dauern kann . . . Die Stimmen, die Sie zum Mitglied der Stadtverwaltung gewählt haben, werden Ihnen auch bei der Deputiertenwahl treu bleiben, verlassen Sie sich dabei auf mich . . .«

»Aber wie wollen Sie das zustande bringen?« rief Thuillier aus, fasziniert von dieser Aussicht.

»Das werden Sie schon erfahren; aber Sie müssen mich diese langwierige und schwierige Sache allein durchführen lassen; wenn Sie irgend etwas verlauten lassen von dem, was in dieser Angelegenheit besprochen, eingefädelt und zwischen uns verabredet wird, dann lasse ich Sie im Stich und sage: gehorsamer Diener!«

»Oh, Sie können auf das absolute Schweigen eines früheren Vizechefs rechnen; was sind mir für Geheimnisse anvertraut worden . . .«

»Schön! Aber es handelt sich auch darum, daß die Sache vor Ihrer Frau, Ihrer Schwester und den Collevilles geheim bleibt.«

»Nicht ein Wimpernzucken soll etwas verraten«, sagte Thuillier und nahm eine undurchdringliche Miene an.

»Gut!« erwiderte la Peyrade, »ich werde Sie auf die Probe stellen. Aber um gewählt werden zu können, muß man den Zensus bezahlen, und das tun Sie nicht.«

»Verzeihung, für die Munizipalwahl genügt das, was ich zahle: zwei Franken und sechsundachtzig Centimes.«

»Gewiß; aber für die Kammerdeputierten beträgt der Zensus fünfhundert Franken, und wir haben damit keine Zeit zu verlieren, denn man muß nachweisen, daß man schon ein Jahr lang so eingeschätzt ist.«

»Teufel noch mal!« sagte Thuillier, »binnen eines Jahres auf fünfhundert Franken zu kommen . . .«

»Spätestens Ende Juli werden Sie zahlen müssen; aber meine Ergebenheit geht so weit, daß ich Ihnen das Geheimnis eines Geschäftes anvertrauen will, bei dem Sie sich dreißig- bis vierzigtausend Franken Rente mit einem Kapital von höchstens hundertfünfzigtausend Franken verschaffen können. Nun leitet bei Ihnen seit langer Zeit Ihre Schwester die Geldgeschäfte; ich bin weit entfernt davon, das zu mißbilligen; sie besitzt, wie man sagt, die beste Urteilsfähigkeit; wir müssen also damit beginnen, daß ich mir die Zuneigung und Freundschaft Fräulein Brigittes erwerbe, indem ich ihr diese Kapitalsanlage vorschlage, und zwar aus folgendem Grunde: wenn Fräulein Thuillier mir nicht unbedingtes Vertrauen schenkt, würde es ein Hin- und Hergezerre geben; daher müssen Sie Ihrer Schwester nahelegen, daß Sie das Grundstück auf Ihren Namen eintragen läßt. Das ist viel wirksamer, als wenn dieser Vorschlag von mir ausginge. Im übrigen werden Sie ja beide die Sachen prüfen. Was nun meine Schritte anlangt, die ich tun will, um Sie in die städtische Verwaltung zu bringen, so sind es diese: Phellion verfügt über den vierten Teil der Stimmen seines Stadtviertels, er und Laudigeois wohnen hier seit dreißig Jahren, man hört auf sie wie auf ein Orakel. Ein Freund von mir verfügt über ein zweites Viertel, und der Pfarrer von Saint-Jacques, der infolge seines vortrefflichen Charakters einen gewissen Einfluß hat, auch über einige Stimmen. Dutocq, der ebenso wie der Friedensrichter Beziehungen zu den Bewohnern des Bezirks hat, wird mir behilflich sein, zumal da es sich nicht um mich selber handelt; und schließlich bedeutet Colleville, als Stadtsekretär, auch ein Viertel der Stimmen.«

»Aber Sie haben ja ganz recht,« rief Thuillier aus, »dann bin ich ja gewählt!«

»Glauben Sie?« sagte la Peyrade mit beißender Ironie; »gehen Sie nur mal zu Ihrem Freunde Colleville und bitten Sie ihn um seine Unterstützung; Sie werden schon sehen, was er sagen wird . . . Bei Wahlangelegenheiten erlangt kein Kandidat den Sieg durch sich selbst, sondern nur durch seine Freunde. Niemals darf man selbst etwas für sich verlangen, man muß sich bitten lassen, eine Kandidatur anzunehmen, man muß jeden Ehrgeiz ableugnen.«

»La Peyrade,« rief Thuillier, erhob sich und drückte dem jungen Advokaten die Hand, »Sie sind ein sehr kluger Mann.«

»Nicht so klug wie Sie, aber ich besitze einige Fähigkeiten«, erwiderte der Provenzale lächelnd.

»Aber wie soll ich mich gegen Sie erkenntlich zeigen, wenn wir siegen?« fragte Thuillier naiv.

»Also hören Sie . . . Sie werden mich vielleicht für anmaßend halten; bedenken Sie aber, daß ein tiefes Gefühl mich rechtfertigt, und daß dieses Gefühl mir Mut gemacht hat, alles dies in die Wege zu leiten! Ich liebe, und ich will mich Ihnen anvertrauen.«

»Aber wen denn?« sagte Thuillier.

»Ihre teure kleine Céleste,« erwiderte la Peyrade, »und diese Liebe bürgt Ihnen für meine Hingebung, denn was täte ich nicht alles für meinen ›Schwiegervater‹! Es ist das ja Egoismus, ich arbeite ja für mich . . .«

»Still!« rief Thuillier erschreckt.

»Ja, mein lieber Freund,« sagte la Peyrade und faßte ihn um die Taille, »hätte ich nicht Flavia auf meiner Seite und wüßte ich nicht alles, würde ich dann mit Ihnen davon gesprochen haben? Nur bitte ich, noch abzuwarten; sprechen Sie noch kein Wort mit ihr darüber. Hören Sie mich an: ich bin aus dem Holz, aus dem Minister geschnitzt werden, und ich will Céleste erst besitzen, wenn ich sie mir verdient habe; Sie sollen mir Ihre Hand erst an dem Abend des Tages zusagen, an dem sich in der Wählerliste so viele Stimmen auf Ihren Namen vereinigt haben, daß Sie Deputierter von Paris werden. Dazu aber muß man schwerer wiegen als Minard: Minard muß also beiseite geschoben werden, Sie müssen das, worauf sich Ihr Einfluß gründet, in der Hand festhalten, und um das zu erreichen, machen Sie Céleste zu einem Preis, um den wir alle kämpfen . . . Frau Colleville, Sie und ich, wir werden eines Tages wichtige Persönlichkeiten sein. Glauben Sie übrigens nicht, daß ich ein Geldinteresse habe: ich will Céleste ohne Vermögen haben, nur mit ihren Aussichten . . . Mit Ihnen zusammen zu leben, Céleste im Schoße Ihrer Familie zu lassen, das ist meine Absicht . . . Sie sehen, ich spreche ohne Hintergedanken. Was Sie anlangt, so werden Sie sechs Monate nach Ihrer Wahl zum Rat der städtischen Verwaltung das Kreuz haben, und sobald Sie Deputierter sind, werden Sie sich zum Offizier der Ehrenlegion ernennen lassen . . . Ihre Kammerreden, nun, die werden wir zusammen verfassen! Vielleicht wird es nötig sein, daß Sie ein ernstes Buch über eine Materie auf halb moralischem, halb politischem Gebiet schreiben, zum Beispiel über Wohltätigkeitseinrichtungen von einem höheren Gesichtspunkte aus, oder über die Reform der Pfandleihhäuser, bei denen schwere Mißbräuche eingerissen sind. Dann bringen wir neben Ihrem Namen ein kleines Bild von Ihnen . . . Das wird gut wirken, besonders in unserm Viertel. Ich habe Ihnen gesagt: ›Sie können das Kreuz haben und Mitglied der Behörde des Seinedepartements werden‹. Vertrauen Sie mir, denken Sie nicht daran, mich in Ihre Familie aufzunehmen, bevor Sie nicht das Ordensband im Knopfloch haben und erst an dem Tage, an dem Sie Ihren Sitz in der Kammer eingenommen haben. Aber ich werde noch mehr tun: ich werde Ihnen ein Einkommen von vierzigtausend Franken verschaffen . . .«

»Schon für jeden einzelnen dieser drei Punkte sollen Sie unsere Céleste haben!«

»Ach, was ist das für eine Perle!« sagte la Peyrade und hob die Augen zum Himmel, »ich gestehe meine Schwäche, daß ich jeden Tag für sie zu Gott bete . . . Sie ist so entzückend, das hat sie jedenfalls von Ihnen . . . Mir brauchen Sie übrigens keine Vorsichtsmaßregeln anzuempfehlen! Dutocq hat mir alles mitgeteilt. Also auf heute abend! Ich muß jetzt zu Phellion, um für Sie zu wirken. Selbstverständlich denken Sie für Céleste nicht im entferntesten an mich . . . sonst würden Sie mir Hals und Beine brechen. Also tiefstes Schweigen darüber, selbst gegen Flavia! Warten Sie ab, bis sie mit Ihnen davon anfängt. Phellion wird Sie schon heute abend um Ihre Zustimmung zu seinem Projekt, Sie als Kandidaten aufzustellen, bestürmen.«

»Heute abend?« sagte Thuillier.

»Heute abend,« erwiderte la Peyrade, »vorausgesetzt, daß ich ihn zu Hause treffe.«

Thuillier ging fort und sagte zu sich: ›Das ist ein hervorragender Mensch! Immer verstehen wir uns ausgezeichnet, und, wahrhaftig, wir können nur schwer einen besseren Mann für Céleste finden; sie werden mit uns zusammen leben, das bedeutet viel, und er ist ein braver Junge, ein guter Mensch . . .‹

Bei Naturen von der geistigen Beschaffenheit Thuilliers spielen Nebenumstände für ihr Urteil die gleiche wichtige Rolle, wie die Hauptsache. Theodosius hatte die gewinnendste Liebenswürdigkeit entfaltet.

Das Haus, wohin Theodosius seine Schritte bald danach lenkte, war seit fünfundzwanzig Jahren das »hoc erat in votis« Phellions; gleichzeitig gehörte es ebensosehr zu Phellion, wie die Schnüre an Cérizets Überrock ein für diesen charakteristisches Abzeichen waren.

Das an ein großes Haus angeklebte Gebäude hatte nur die Tiefe eines Zimmers, etwa zwanzig Fuß, und besaß an jeder Ecke eine Art einfenstrigen Pavillon. Sein Hauptvorzug war ein Garten, etwa hundertachzig Fuß breit und länger als die ganze Fassade des Vorhofes, in dem sich eine Gruppe von Lindenbäumen befand. Der Hof war neben dem einen Pavillon nach der Straße zu durch zwei Gitter abgeschlossen, zwischen denen sich eine kleine zweiflügelige Tür öffnete.

Dieser aus Bruchsteinen und Mörtel aufgeführte Bau war zwei Stockwerke hoch, gelb angestrichen, hatte grüne Jalousien und im Erdgeschoß Fensterläden von gleicher Farbe. Im Erdgeschoß des nach dem Hofe zu gelegenen Pavillons befand sich die Küche, und die Köchin, eine starke dicke Person, versah, unterstützt von zwei riesigen Hunden, gleichzeitig die Geschäfte einer Portiersfrau. Die Fassade, die von fünf Fenstern und den um sechs Fuß vorspringenden Pavillons gebildet wurde, war im echten Stile Phellion gehalten. Über der Tür war eine Marmortafel eingelassen, auf der in goldenen Lettern zu lesen stand: »Aurea mediocritas«. Über einer an der Fassade angemalten Sonnenuhr stand der weise Spruch angeschrieben: »Umbra mea vita, sic«!

Die Fensterbrüstungen waren kürzlich aus rotem Languedoc-Marmor neu hergestellt worden, der sich in einem Marmorgeschäft vorgefunden hatte. Im Hintergrunde des Gartens war eine bunt bemalte Statue aufgestellt, die die Passanten für eine ein Kind nährende Amme zu halten pflegten. Im Erdgeschoß lagen nur ein Salon und ein Speisezimmer, getrennt durch eine schmale Treppe, deren Absatz ein Vorzimmer bildete. An den Salon stieß noch ein kleiner Raum, der Phellion als Arbeitszimmer diente.

Im ersten Stock lagen die Zimmer der beiden Ehegatten und das des jungen Professors, darüber die Kinderzimmer und die der Dienstboten; Phellion hatte sich, mit Rücksicht auf sein Alter und das seiner Frau, einen männlichen Dienstboten, einen Jungen von fünfzehn Jahren zugelegt, zumal seitdem sein Sohn durch seinen Unterricht bekannt geworden war. Wenn man durch den Hof kam, befanden sich links kleine Kammern zum Aufbewahren des Brennholzes, in denen der frühere Besitzer den Portier untergebracht hatte. Phellions warteten anscheinend die Verheiratung ihres Sohnes, des Professors ab, um sich auch noch diese letzte Annehmlichkeit zu leisten.

Dieses Grundstück, auf das Phellions schon längst ein Auge geworfen hatten, hatte sie im Jahre 1831 achtzehntausend Franken gekostet. Vom Hofe war das Haus durch ein Balustrade aus Hausteinen getrennt, mit einem Dach von Hohlziegeln und mit Fliesen ausgelegt. An dieser kleinen Mauer von Brusthöhe zog sich eine Hecke von bengalischen Rosen hin, und in ihrer Mitte befand sich eine Holzlattentür, die gegenüber der geschlossenen Tür nach der Straße hin lag.

Wer die Sackgasse des Feuillantines kennt, wird wissen, daß das Haus Phellions, das rechtwinklig zur Chaussee steht, direkt nach Süden blickt und gegen Norden durch die riesige Brandmauer, an die es sich anlehnt, geschützt ist. Die Kuppel des Pantheons und die der Kirche Val-de Grâce gleichen von hier aus zwei Riesen und sind so nahe gerückt, daß man sich in dem Garten wie in einem Engpasse bewegt. Im übrigen gibt es keinen stilleren Ort als die Sackgasse des Feuillantines. Hierher hatte sich der unbekannte erhabene Bürger zurückgezogen und genoß die Annehmlichkeiten des Ruhestandes, nachdem er dem Vaterlande seine Schuld durch seine Arbeit im Finanzministerium bezahlt, und sich nach sechsunddreißigjähriger Dienstzeit als Sekretär zur Ruhe gesetzt hatte. Im Jahre 1832 hatte er sein Bataillon der Nationalgarde bei dem Angriff von Saint-Merri geführt, aber seine Nachbarn sahen Tränen in seinen Augen bei dem Gedanken, daß er auf irregeleitete Franzosen schießen lassen solle. Die Affäre war schon entschieden, als die Legion im Laufschritt über die Notre-Dame-Brücke heranrückte, nachdem sie einen Umweg über den Quai aux Fleurs gemacht hatte. Diese rühmenswerte Verzögerung hatte ihm die Achtung seines Bezirks eingetragen, ihn aber die Verleihung des Ordens der Ehrenlegion gekostet; der Oberst hatte laut erklärt, daß man vor dem Feinde nicht Erwägungen anstellen dürfe, ein Wort, das Louis-Philippe zu der Nationalgarde von Metz geäußert hatte. Trotzdem erhielten Phellions bürgerlichen Tugenden und das große Ansehen, das er in seinem Stadtviertel genoß, ihn seit acht Jahren in seiner Stellung als Bataillonskommandeur. Da er jetzt dicht an sechzig war und den Zeitpunkt heranrücken sah, wo er den Degen und den Offizierskragen ablegen mußte, so hoffte er, daß der König die Gnade haben würde, ihn durch die Verleihung der Ehrenlegion für seine Dienste zu belohnen.

Die Wahrheit zwingt uns zu sagen, trotz des Schattens, den eine solche Schwäche auf einen so edlen Charakter wirft, daß der Kommandant Phellion sich bei den Empfängen in den Tuilerien auf die Fußspitzen stellte; er drängte sich vor und warf dem Bürgerkönig, wenn er an seinem Tische speiste, verführerische Blicke zu; aber trotz seiner heimlichen Bemühungen war er von dem Könige seiner Wahl noch nicht bemerkt worden. Der ehrenwerte Mann hatte schon mehr als einmal daran gedacht, aber sich noch nicht entschließen können, Minard zu bitten, ihn bei seinen geheimen ehrgeizigen Wünschen zu unterstützen. Phellion, der Mann des passiven Gehorsams, war ein Stoiker in bezug auf seine Pflicht und von eherner Festigkeit in allem, wo es sich um seine Überzeugung handelte. Um sein Bild auch nach der körperlichen Seite hin zu vervollständigen, so sei gesagt, daß Phellion mit seinen neunundfünfzig Jahren, um einen Bourgeoisausdruck zu gebrauchen, »stark geworden« war; sein ausdruckloses pockennarbiges Gesicht war wie ein Vollmond, so daß seine früher zu dicken Lippen nicht mehr auffielen. Seine schwach gewordenen Augen hatten hinter den Brillengläsern nicht mehr den Ausdruck hellblauer Unschuld, der zum Lachen gereizt hatte; seine weißen Haare verbreiteten über das, was zwölf Jahre früher kindisch und lächerlich an ihm erschien, eine gewisse Würde. Die Zeit, die Gesichter mit feinen zarten Zügen so unheilvoll verändert, verschönert solche, die in der Jugend eine grobe plumpe Form hatten; das war auch bei Phellion der Fall. Er benutzte die Muße seines Alters dazu, einen Abriß der Geschichte Frankreichs zu verfassen; er hatte schon vorher einige Bücher geschrieben, die von der Universität anerkannt waren.

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