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Die Kleinbürger

Honoré de Balzac: Die Kleinbürger - Kapitel 21
Quellenangabe
typefiction
authorHonoré de Balzac
titleDie Kleinbürger
publisherDiogenes
yearo.J.
isbn325720468X
translatorHugo Kaatz
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20080812
modified20180124
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Es war Céleste niemals offiziell gestattet worden, sich ihren Empfindungen für Felix Phellion hinzugeben. Früher hatte ihr Flavia im Gegenteil sogar ausdrücklich verboten, dem jungen Professor irgendwelche Hoffnungen zu machen. Da sie sich aber von seiten der Frau Thuillier, ihrer Patin und einzigen Vertrauten, genügend in ihrer Neigung unterstützt fühlte, so wandte sie sich ihm allmählich immer mehr zu, ohne sich sehr um die Hindernisse zu bekümmern, die eines Tages ihrer Wahl in den Weg treten könnten. Als ihr nun angekündigt wurde, sie habe sich zwischen Felix und la Peyrade zu entscheiden, war das harmlose Kind nur durch eine der beiden Möglichkeiten berührt, und sie stellte sich vor, daß sie einen bemerkenswerten Vorteil bei dieser Alternative hätte, die ihr gestattete, selbst über ihre Person so zu verfügen, wie es ihr Herz verlangte.

Aber la Peyrade hatte sich in seiner Erwägung nicht getäuscht, wenn er damit rechnete, daß einerseits die religiöse Intoleranz des jungen Mädchens, andererseits die Unbeugsamkeit der philosophischen Anschauungen des jungen Phellions unüberwindliche Hindernisse für ihre Vereinigung sein würden.

An demselben Abende, an dem Flavia beauftragt war, den endgültigen Entschluß Thuilliers Céleste zu eröffnen, waren die Phellions bei Brigitte zu Besuch, und es entspann sich zwischen den jungen Leuten eine sehr lebhafte Debatte. Fräulein Collevilles Mutter brauchte ihr nicht anzudeuten, daß es durchaus unpassend sein würde, als Argument bei ihrem Streit mit Felix die bedingte Zustimmung zu ihrer Liebe ins Feld zu führen. Céleste besaß selbst zu viel Feingefühl und tiefe Gläubigkeit, als daß sie die Bekehrung dessen, den sie liebte, einem andern Beweggrunde als seiner Überzeugung hätte verdanken wollen. Der ganze Abend verging so mit theologischen Disputen, und die Liebe ist ein so merkwürdiger Proteus und kann so viele unerwartete Formen annehmen, daß sie, die an diesem Tage im schwarzen Talar und viereckigen Barett erschien, durchaus nicht so übel aussah, wie man hätte erwarten müssen. Der junge Phellion aber benahm sich bei diesem Zusammentreffen, dessen feierliche Bedeutung er nicht ahnte, äußerst unglücklich. Abgesehen davon, daß er keine Zugeständnisse machte, behandelte er die Streitfragen obenhin und ironisch und brachte die arme Céleste zuletzt derart außer sich, daß sie ihm erklärte, sie breche ihre Beziehungen endgültig ab, und ihm verbot, sich wieder vor ihr sehen zu lassen.

Das wäre für einen erfahreneren Liebhaber, als den jungen Gelehrten, Anlaß gewesen, bereits am nächsten Tage Céleste wieder aufzusuchen, denn man ist niemals bereitwilliger, sich in Liebesangelegenheiten zu verständigen, als wenn man eben erklärt hat, man müsse sich für immer trennen.

Aber dieses Naturgesetz war keine Logarithmenregel, und Felix Phellion, unfähig, sich so etwas vorzustellen, hielt sich für wirklich ernstlich und tatsächlich verbannt, derart, daß während der vierzehn Tage, die dem jungen Mädchen zur Überlegung bewilligt waren, wie nach dem Code beim Erbschaftsantritt cum beneficio inventarii, dem bedauernswerten jungen Manne auch nicht im entferntesten der Gedanke kam, den Bann zu brechen.

Zum Glück für den ungeschickten Liebhaber wachte eine wohltätige Fee über ihn, und einen Tag, bevor sich Céleste über ihre Wahl erklären sollte, ereignete sich folgendes:

Es war ein Sonntag, der Tag, an dem Thuilliers mit Vorliebe für ihren regelmäßigen Besuchsempfang festhielten.

Überzeugt davon, daß die kleinen Betrügereien der Dienstboten, gewöhnlich »der Schmugroschen« genannt; der Ruin auch der bestfundierten Vermögen sind, hatte Frau Phellion die Gewohnheit, die Einkäufe bei ihren Lieferanten persönlich zu machen. Seit undenklichen Zeiten war im Hause Phellion der Sonntag der Tag, wo es Rindfleisch gab, und die Frau des großen Mitbürgers war in ihrem absichtlich vernachlässigten Kostüm, mit dem sich die Hausfrauen, wenn sie Besorgungen machen, zu entstellen pflegen, ganz harmlos aus dem Fleischerladen nach Hause zurückgekehrt, gefolgt von ihrer Köchin, die in ihrem Korb ein prachtvolles Stück schieres Rindfleisch trug. Schon zweimal hatte sie an der Tür geläutet, und ein schreckliches Donnerwetter zog sich über dem Haupte des kleinen Dienstmädchens zusammen, das durch seine Langsamkeit beim Türöffnen ihre Herrin in eine viel unerträglichere Situation brachte, als es die Ludwigs XIV. war, der nur beinahe hätte warten müssen. In ihrer fieberhaften Ungeduld hatte Frau Phellion eben wütend zum drittenmal geklingelt. Man stelle sich nun ihre Verwirrung und Erregung vor, als sie in diesem Augenblick aus einem kleinen Kupee, das geräuschvoll vor ihrer Haustür vorgefahren war, eine Dame aussteigen sah, und sie in diesem unzeitigen ganz frühen Besuch die elegante Gräfin Torna von Godollo erkannte.

Dunkelrot im Gesicht verlor die unglückselige Bürgersfrau den Kopf, und während sie sich in Entschuldigungen erschöpfte, war sie im Begriff, ihre schon so peinliche Situation noch zu verschlimmern; glücklicherweise erschien jetzt, von dem andauernden Klingeln herbeigerufen, Phellion im Schlafrock mit einem griechischen Käppchen; er war aus seinem Zimmer gekommen, um nachzusehen, was es gäbe. Nach einem Satz, der in seiner pompösen Wendung für sein Negligé, das er entschuldigen sollte, reichlich entschädigte, reichte der große Mitbürger mit der heiteren Ruhe, die ihn nie verließ, der Fremden galant den Arm und sagte, nachdem er sie in dem Salon hatte Platz nehmen lassen:

»Darf man, ohne indiskret zu sein, die Frau Gräfin fragen, was uns die Freude eines so unerwarteten Besuches verschafft?«

»Ich hatte den Wunsch,« antwortete die Ungarin, »mit Frau Phellion über eine Angelegenheit zu reden, die von lebhaftestem Interesse für sie sein muß. Ich hatte keine Gelegenheit, mit ihr ohne Zeugen zu sprechen; daher habe ich mir, obgleich ich kaum mit ihr bekannt bin, erlaubt, sie bis hierher zu verfolgen.«

»Oh, gnädige Frau, Sie erweisen unsrer ärmlichen Behausung ja eine ganz besondere Ehre . . . Aber wo ist denn meine Frau?« fuhr der würdige Mann ungeduldig fort und wandte sich zur Tür.

»Nein,« sagte die Gräfin, »ich bitte dringend, sich nicht stören zu lassen. Ich bin ihr unglückseliger Weise mitten in ihre häuslichen Wirtschaftssorgen gefallen. Brigitte hat schon begonnen, mich gründlich zu erziehen, und ich weiß die Sorgen einer Hausfrau wohl zu würdigen. Und abgesehen davon bin ich ja nicht zu beklagen, da mich Ihre Gegenwart, auf die ich nicht gerechnet hatte, entschädigt.«

Bevor Phellion auf diese liebenswürdigen Worte antworten konnte, erschien Frau Phellion: eine Haube mit Bändern hatte den Markthut ersetzt und ein weiter Schal verhüllte die übrigen Unzulänglichkeiten ihrer Morgentoilette. Als er seine Frau eintreten sah, wollte sich der große Mitbürger diskret zurückziehen.

»Herr Phellion,« sagte jetzt die Gräfin, »Sie sind bei der Besprechung, die ich mit Ihrer Gemahlin abzuhalten wünsche, nicht zu viel; im Gegenteil, Ihr vortreffliches Urteil kann uns nur von Nutzen bei der Aufklärung einer Frage sein, an der Sie nicht weniger interessiert sind als Ihre würdige Gattin; es handelt sich um die Heirat Ihres Herrn Sohnes.«

»Die Heirat meines Sohnes?« sagte Frau Phellion erstaunt; »ich weiß ja gar nicht, daß etwas Derartiges augenblicklich in Frage kommt.«

»Die Verheiratung des Herrn Felix mit Céleste,« entgegnete die Gräfin, »ist doch, denke ich, ein Wunsch, wenn nicht ein Projekt von Ihnen?«

»Gnädige Frau,« sagte Phellion, »wir haben in bezug hierauf keinerlei Schritte getan.«

»Das weiß ich nur zu gut,« erwiderte die Ungarin, »da im Gegenteil alle Mitglieder Ihrer Familie meinen Bemühungen entgegenzuarbeiten scheinen; schließlich ist doch aber klar, trotz aller Zurückhaltung und, gerade herausgesagt, trotz aller Ungeschicklichkeit, mit der diese Sache behandelt worden ist, daß die beiden jungen Menschen sich lieben und daß es für beide sehr zu beklagen wäre, wenn sie einander nicht angehören könnten; dieses Unheil zu beschwören ist der Zweck meines Schrittes, zu dem ich mich heute morgen entschlossen habe.«

»Gnädige Frau,« sagte Phellion, »wir können nur tief gerührt sein von dem Interesse, das Sie die Güte haben, für das Glück unseres Kindes zu bezeigen; aber wirklich, dieses Interesse . . .«

»Hat etwas so Unerklärliches,« unterbrach ihn die Gräfin lebhaft, »daß es Sie ein wenig mißtrauisch macht.«

»Oh, gnädige Frau«, sagte Phellion und verneigte sich protestierend.

»Mein Gott,« fuhr die Ungarin fort, »die Erklärung meines Vorgehens ist sehr einfach. Ich habe Céleste genau kennen und den sittlichen Wert dieses lieben, harmlosen Kindes so sehr schätzen gelernt, daß ich es tief bedauern würde, sie geopfert zu sehen.«

»Sicherlich«, sagte Frau Phellion, »ist Céleste ein Engel an Güte.«

»Was Herrn Felix anlangt, so wage ich, mich für ihn zu interessieren, zunächst weil er der würdige Sohn des tugendreichsten aller Väter ist . . .«

»Aber ich bitte Sie, gnädige Frau!« sagte Phellion und verbeugte sich abermals.

»Dann aber auch, weil ich diese Schüchternheit der echten Liebe gern habe, die aus allen seinen Handlungen und allen seinen Worten spricht. Wir Frauen empfinden einen unaussprechlichen Reiz, wenn leidenschaftliche Liebe sich in einer Form äußert, bei der wir weder eine Bedrohung, noch eine fehlgeschlagene Hoffnung, noch eine Enttäuschung zu befürchten haben.«

»Mein Sohn ist in der Tat kein Blender«, sagte Frau Phellion mit einer kaum bemerkbaren Schärfe. »Er ist kein moderner junger Mann.«

»Aber er besitzt die Eigenschaften, auf die es ankommt,« begann die Gräfin wieder, »und einen Wert, den er selbst nicht kennt, was die höchste Weihe geistiger Überlegenheit bedeutet.«

»Wirklich, gnädige Frau,« sagte Phellion, »Sie zwingen uns, Dinge mit anzuhören! . . .«

»Die durchaus der Wahrheit entsprechen«, unterbrach ihn die Gräfin. »Ein zweiter Grund, mich für das Glück der jungen Leute zu begeistern, ist, daß ich mich durchaus nicht für den Herrn de la Peyrade begeistere, der ein falscher, geldgieriger Mensch ist. Auf den zugrunde gerichteten Hoffnungen der beiden sucht dieser Mensch seine erfolgreiche Erbschleicherei aufzubauen.«

»Es ist sicher,« sagte Phellion, »daß bei Herrn de la Peyrade sich dunkle Tiefen finden, in die nur schwer ein Lichtstrahl dringt.«

»Und da ich selbst unglücklicherweise,« fuhr Frau von Godollo fort, »einen Mann von gleichem Charakter habe, so hat mir schon der Gedanke an die Qualen, denen Céleste durch eine so verhängnisvolle Verbindung ausgeliefert werden würde, um ihrer glücklichen Zukunft willen den dringenden Wunsch, ihr zu helfen, eingegeben, der Ihnen jetzt vielleicht nicht mehr so überraschend erscheinen wird.«

»Es hätte der triftigen Gründe, die Ihr Vorgehen rechtfertigen, gnädige Frau, gar nicht bedurft,« sagte Phellion; »was aber die Fehler betrifft, durch die Ihre großherzigen Bemühungen gestört worden sind, so muß ich gestehen, daß es, damit wir sie künftighin vermeiden, vielleicht nicht überflüssig wäre, sie uns genauer zu bezeichnen.«

»Wie lange ist es her,« fragte die Gräfin, »daß jemand von Ihrer Familie sich bei Thuilliers hat sehen lassen?«

»Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht,« sagte Phellion, »waren wir zuletzt am Sonntage nach dem Einweihungsdiner dort.«

»Also wohlgezählte vierzehn Tage,« sagte die Ungarin; »und Sie meinen, daß in vierzehn Tagen sich nichts ereignen kann?«

»O doch, da ja drei glorreiche Tage im Jahre 1830 uns genügt haben, um eine wortbrüchige Dynastie zu stürzen und die Regierung aufzurichten, deren wir uns jetzt zu erfreuen haben.«

»Da sehen Sie also!« sagte die Gräfin. »Und ist an diesem Abend zwischen Céleste und Ihrem Herrn Sohn nichts vorgefallen?«

»In der Tat, doch,« antwortete Phellion, »eine sehr unangenehme Diskussion über Felix' religiöse Anschauungen; denn das darf man nicht verschweigen, daß die gute Céleste, die in jedem andern Punkte ein so liebenswürdiges Wesen ist, sich im Kapitel der Frömmigkeit ein wenig fanatisch zeigt.«

»Ich bin derselben Ansicht,« sagte die Gräfin, »aber sie ist von ihrer Mutter, wie Sie wissen, erzogen worden, und man hat ihr nicht das Gesicht der echten Frömmigkeit gezeigt, sondern nur ihre Larve; die reuigen Magdalenen von der Art der Frau Colleville tun immer so, als ob sie sich in Gesellschaft eines Totenkopfs in die Wüste zurückziehen wollten. Sie glauben, daß man um einen billigeren Preis nicht selig werden könne. Aber was hatte Céleste schließlich von Herrn Felix verlangt? Daß er die ›Imitatio Christi‹ lesen solle.«

»Er hat sie gelesen, gnädige Frau,« entgegnete Phellion; »und er hat erklärt, daß es ein sehr gut geschriebenes Buch sei; aber seine Überzeugung ist unglücklicherweise durch diese Lektüre nicht im geringsten erschüttert worden.«

»Und halten Sie es für klug, daß er seiner Geliebten auch nicht das kleinste Zugeständnis in bezug auf die Unbeugsamkeit seiner Überzeugung machen kann?«

»Mein Sohn, gnädige Frau, hat von mir niemals eine Unterweisung in solcher Klugheit empfangen; Rechtschaffenheit und Geradheit, das sind die Grundsätze, die ich versucht habe, ihm einzuimpfen.«

»Mir scheint aber doch, mein Herr, daß man rechtschaffen handelt, auch wenn man ein wenig Rücksicht auf eine kranke Seele nimmt und es vermeidet, sie zu verletzen; aber gut, nehmen wir an, daß Herr Felix es sich schuldig zu sein glaubte, eine starre Mauer zu sein, an der alle flehenden Bitten Célestes zerschellen mußten. War das ein Grund, daß er nach dieser Szene, die nicht die erste derartige war und die den Charakter eines Bruchs an sich trug, wo er die Gelegenheit hatte, mit ihr in Brigittes Salon, auf neutralem Gebiet, zusammenzutreffen, sich vierzehn Tage lang in seinem Zelte verborgen hielt? Und daß er diesem Schmollen dadurch noch die Krone aufsetzte, daß er durch ein Verhalten, das ich nicht verstehe, und von dem wir eben erst gehört haben, Célestes Gefühle in Verzweiflung und in die heftigste Erregung versetzt hat?«

»Mein Sohn sollte eines solchen Verhaltens fähig sein? Das ist unmöglich, gnädige Frau!« rief Phellion. »Ich weiß nicht, was er getan hat; aber ich stehe nicht an, zu erklären, daß Sie vollkommen falsch informiert sein müssen.«

»Und doch verhält es sich durchaus so. Der junge Colleville, der heute seinen Ausgehtag hat, erzählte uns eben, daß Herr Felix, der früher mit äußerster Promptheit einen Tag um den andern ihm Nachhilfestunden gab, seit mehr als einer Woche sich überhaupt nicht mehr um ihn gekümmert hat. Falls Ihr Herr Sohn nicht leidend sein sollte, so stehe ich nicht an, zu erklären, daß dieses Fernbleiben der Gipfel der Unklugheit ist. Bei dem Verhältnis zu seiner Schwester hätte er dem Bruder zweimal täglich Stunden geben müssen, anstatt gerade in diesem Moment seine Hilfe zu verweigern.«

Beide Phellions sahen sich an, als ob sie einander befragen wollten, was darauf zu antworten sei.

»Mein Sohn, gnädige Frau,« sagte Frau Phellion, »ist nicht gerade krank; aber da Sie uns auf die Spur führen, indem Sie uns dieses, wie ich zugebe, sehr merkwürdige Verhalten mitteilen, das seinen sonstigen Gewohnheiten und Charaktereigenschaften so meilenfern liegt, muß ich Ihnen gestehen, daß seit dem Tage, an dem Céleste ihm anscheinend erklärt hat, daß alles zwischen ihnen zu Ende sei, in Felix' Inneren etwas Seltsames vorgehen muß; Phellion und ich sind darüber sehr beunruhigt.«

»Ja, gnädige Frau,« sagte Phellion, »der junge Mensch ist ganz wie umgewandelt.«

»Aber was ist denn vorgefallen?« fragte die Gräfin teilnahmsvoll.

»Als mein Sohn,« sagte Phellion, »nach dieser Szene abends heimkehrte, hat er am Busen seiner Mutter heiße Tränen vergossen und uns erklärt, daß es um das Glück seines Lebens geschehen sei.«

»Soweit«, sagte Frau von Godollo, »sehe ich darin nichts Ungewöhnliches; Liebende sehen die Dinge immer von der schlimmsten Seite an.«

»Gewiß,« sagte Frau Phellion; »aber daß Felix von diesem Augenblick an auch nicht die geringste Anspielung mehr auf sein Unglück gemacht, und daß er vom nächsten Tage an sich wie wahnsinnig auf seine Arbeiten gestürzt hat, erscheint Ihnen das auch nicht ungewöhnlich?«

»Auch das läßt sich noch erklären: Arbeit ist ein großer Trost.«

»Das ist durchaus wahr«, sagte Phellion; »aber Felix zeigt in seinem Gebaren eine Aufgeregtheit und gleichzeitig eine Versonnenheit, die Sie sich kaum vorstellen könnten. Man spricht mit ihm, und er scheint einen gar nicht zu verstehen; er setzt sich zu Tisch und vergißt zu essen, oder er nimmt die Speisen in einem Zustande von Zerstreutheit zu sich, wie ihn die medizinische Wissenschaft als sehr unheilvoll für die Verdauungstätigkeit ansieht; an seine Pflicht, an seine laufende Tagesarbeit muß man ihn, der sonst so pünktlich ist, erinnern; und neulich, als er auf der Sternwarte war, wo er jetzt alle Abende zubringt und von wo er erst zu ungewöhnlicher Zeit zurückkehrt, entschloß ich mich, in sein Zimmer zu gehen und in seinen Papieren herumzustöbern: ich war entsetzt, gnädige Frau, als ich hier ein Heft voller algebraischer Berechnungen fand, die einen derartigen Umfang hatten, daß sie mir die Fassungskraft des menschlichen Geistes zu überschreiten schienen.«

»Vielleicht«, sagte die Gräfin, »ist er auf dem Wege zur Lösung irgendeines wichtigen Problems.«

»Oder auf dem Wege zum Wahnsinn«, sagte Frau Phellion seufzend mit leiser Stimme.

»Das ist nicht sehr wahrscheinlich,« sagte Frau von Godollo; »bei einem so ruhigen Gemüte und einem so klaren Verstande ist man einer solchen Gefahr nicht ausgesetzt. Aber ich weiß, daß ihm zwischen heute und morgen eine viel größere droht, wenn wir nicht heute abend den entscheidenden Schlag führen: nämlich die, daß Céleste definitiv für ihn verloren ist!«

»Wie das?« fragte das Ehepaar Phellion gleichzeitig.

»Sie wissen wohl nicht,« fuhr die Gräfin fort, »daß in bezug auf eine Heirat zwischen Céleste und Herrn de la Peyrade Thuillier und seine Schwester Verpflichtungen eingegangen waren?«

»Wenigstens glaubten wir nicht recht daran«, antwortete Frau Phellion.

»Nur war die Ausführung dieses Projekts auf einen ziemlich entfernten Zeitpunkt verschoben und an gewisse Bedingungen geknüpft. Herr de la Peyrade sollte, nachdem er den Ankauf des Hauses bei der Madeleine vermittelt hatte, Herrn Thuillier das Kreuz verschaffen, ihm eine politische Broschüre schreiben und ihm schließlich zu einem Sitz in der Deputiertenkammer verhelfen. So wie in den Ritterromanen, wo der Held, um die Hand der Prinzessin zu erwerben, dazu verdammt war, irgendeinen Drachen zu töten.«

»Wie geistvoll die gnädige Frau ist!« sagte Frau Phellion zu ihrem Manne, der ihr durch ein Zeichen zu verstehen gab, daß sie nicht unterbrechen solle.

»Ich habe nicht die Zeit,« fuhr die Gräfin fort, »und es wäre auch ziemlich überflüssig, Ihnen Näheres über die Schliche mitzuteilen, durch die es Herrn de la Peyrade gelungen ist, die Wartezeit abzukürzen; aber was Sie wissen müssen, ist, daß dank seiner Zweideutigkeit Céleste vor die Wahl zwischen ihm und Herrn Felix gestellt worden ist; daß dem armen Kinde vierzehn Tage gewährt wurden, um es sich zu überlegen und sich zu entscheiden; daß morgen die verhängnisvolle Frist abläuft und daß endlich, bei dem traurigen Gemütszustande, in den sie das Verhalten Ihres Herrn Sohns versetzt hat, die sehr ernste Gefahr besteht, daß sie den bösen Ratschlägen ihres Liebeskummers ihr Ohr schenkt und ihr wahres natürliches Empfinden zum Opfer bringt.«

»Aber was sollen wir dabei tun, gnädige Frau?« fragte Phellion.

»Kämpfen, mein Herr! Heute abend mutig bei Thuilliers erscheinen und Herrn Felix dazu bestimmen, daß er Sie begleitet; ihm predigen, daß er von der Unbeugsamkeit seiner philosophischen Ansichten ein wenig nachlassen solle. Paris, hat Heinrich IV. gesagt, ist wohl eine Messe wert; im übrigen soll er solchen Diskussionen ausweichen; er soll in seinem Herzen die Töne finden, die imstande sind, ein Mädchen, das ihn liebt, zu rühren; wenn ihm das gelingt, was hat er dann für einen Vorsprung! Ich werde da sein, ich werde ihn mit allen meinen Kräften unterstützen, und vielleicht werde ich auch, wenn die Gelegenheit mir günstig ist, ein Mittel finden, das meinen Beistand noch wirksamer macht. Das ist jedenfalls sicher, daß wir heute abend eine große Schlacht liefern müssen und daß, wenn nicht jeder nach besten Kräften seine Pflicht tut, der Sieg diesem la Peyrade zufallen kann.«

»Mein Sohn ist nicht hier, gnädige Frau,« antwortete Phellion, »und ich bedaure das, denn vielleicht hätten Ihre hingebenden Bemühungen und Ihre warmen Worte vermocht, ihn aus seiner Stumpfheit aufzurütteln; aber ich werde ihm die ganze Bedrohlichkeit der Lage vor Augen führen, und ganz sicher wird er uns heute abend zu unsern Freunden, den Thuilliers, begleiten.«

»Es ist überflüssig zu sagen,« fügte die Gräfin hinzu und erhob sich, »daß wir peinlich alles vermeiden müssen, was den Gedanken an ein Einvernehmen zwischen uns erwecken könnte; wir werden auch dort uns nicht miteinander unterhalten, und wenn sich das nicht von selbst machen sollte, ist es besser, wenn wir überhaupt nicht miteinander sprechen.«

»Rechnen Sie auf meine Vorsicht, gnädige Frau,« erwiderte Phellion, »und wollen Sie gleichzeitig die Versicherung . . .«

»Ihrer ausgezeichnetsten Hochachtung entgegennehmen«, unterbrach ihn lächelnd die Gräfin.

»Nein, gnädige Frau,« erwiderte Phellion mit Würde, »diese Formel verspare ich mir für den Schluß meiner Briefe; Sie bitte ich, von meiner wärmsten und unerschütterlichsten Dankbarkeit überzeugt sein zu wollen.«

»Davon wollen wir reden, wenn die Gefahr vorüber sein wird,« sagte Frau von Godollo, während sie sich der Tür näherte; »wenn Frau Phellion, die zärtlichste und tugendreichste Mutter und Gattin, mir ein Plätzchen in ihrem Herzen gewähren will, so werde ich mich für meine Bemühungen reichlich belohnt sehen.«

Frau Phellion erschöpfte sich darauf in endlosen Komplimenten. Als die Gräfin schon weit weg war, verfolgte sie Phellion, der sie bis zum Wagen begleitet hatte, noch immer mit den respektvollsten Verbeugungen.

In dem Verhältnis wie in Brigittes Salon die Elemente des Quartier Latin nicht mehr ständig, sondern nur seltener erschienen, zeigte sich hier jetzt mehr das moderne Paris. Unter seinen Kollegen im Generalrate und unter den höheren Beamten der Seinepräfektur hatte der Munizipalrat sich einen wertvollen Ersatz geschaffen; der Bürgermeister und die Beigeordneten des Bezirks, denen Thuillier, als er in das Viertel zog, seinen Besuch gemacht hatte, hatten sich beeilt, diese Höflichkeit zu erwidern, und es befanden sich darunter auch einige höhere Offiziere der ersten Legion. Das Haus selbst hatte sein Kontingent dazu gestellt, und mehrere neu eingezogene Mieter hatten mit dazu beigetragen, den sonntäglichen Zusammenkünften ein anderes Aussehen zu verleihen. Unter ihnen muß auch Rabourdin genannt werden, der frühere Bureauchef Thuilliers im Finanzministerium. Nachdem er das Unglück gehabt hatte, seine Frau zu verlieren, deren Salon in früherer Zeit dem der Frau Colleville Konkurrenz gemacht hatte, bewohnte Rabourdin als Witwer den dritten Stock über den Räumen, die an Cardot, den gewesenen Notar, vermietet waren. Dieser hatte infolge übler Unregelmäßigkeiten freiwillig sein öffentliches Amt aufgegeben. Zu der Zeit, wo Thuillier wieder mit ihm zusammentraf, war er Direktor einer der zahlreichen Gesellschaften der projektierten Eisenbahnen, deren Bau infolge von Bedenken und parlamentarischen Rivalitäten immer wieder hinausgeschoben wurde. Nebenbei mag bemerkt werden, daß das Zusammentreffen mit diesem gewandten Verwaltungsmann, der eine wichtige Persönlichkeit in der Finanzwelt geworden war, dem würdigen, ehrenwerten Phellion Gelegenheit gab, seine Charakterstärke zu zeigen. Seit seiner Entlassung, die Rabourdin hatte nehmen müssen, war ihm in seinem Unglück von den Beamten seines Bureaus allein Phellion treu geblieben. Da er nun in der Lage war, über eine große Anzahl von Stellen verfügen zu können, so beeilte sich Rabourdin, als er seinem »Getreuen« wieder begegnete, ihm eine ebenso bequeme wie einträgliche Stellung anzubieten.

»Mein Herr,« gab ihm Phellion zur Antwort, »Ihr Wohlwollen rührt und ehrt mich, aber ich muß Ihnen freimütig ein Geständnis machen, das Sie gefälligst nicht übel aufnehmen wollen: ich habe kein Vertrauen zu den Eisenbahnen oder ›railways‹, wie sie die Engländer nennen.«

»Darüber kann jeder seine Ansicht haben,« sagte Rabourdin lächelnd, »aber vorläufig besolden wir unsere Angestellten sehr anständig, und ich würde glücklich sein, Sie in dieser Eigenschaft an meiner Seite zu sehen. Ich weiß aus Erfahrung, daß Sie ein Mann sind, auf den man sich verlassen kann.«

»Mein Herr,« entgegnete der große Mitbürger, »ich habe damals nur meine Pflicht getan, nicht mehr; was aber das Anerbieten anlangt, das Sie so gütig sind, mir zu machen, so kann ich es nicht annehmen; mein bescheidenes Vermögen genügt mir, ich fühle weder das Bedürfnis noch den Wunsch, mich wieder der Verwaltungslaufbahn zuzuwenden, und sage mit dem römischen Dichter: Claudite jam rivos, pueri, sat prata biberunt.«

Während der Salon der Thuilliers so in bezug auf die Gäste vornehmer geworden war, bedurfte er auch noch eines andern belebenden Elements: um mit Madelon in den »Précieuses ridicules« zu reden, mußte dieser »schauderhafte Mangel an Unterhaltung«, auf den Frau Phellion in dem Gespräch mit Minard hingewiesen hatte, beschworen werden. Dank den Bemühungen der Frau von Godollo, die über dem Ganzen schwebte und die in glücklicher Weise Collevilles alte Verbindungen mit der musikalischen Welt sich nutzbar machte, erschienen mehrere Künstler und brachten etwas Abwechslung in die Bouillotte und den Boston. Da sie außer Mode und veraltet waren, machten diese beiden Spiele auch bald dem Whist Platz, mit dem allein, wie die Ungarin sagte, anständige Leute ihre Zeit totschlagen dürften.

Wie Ludwig XVI., der damit begonnen hatte, selbst Hand an die Reformen zu legen, dadurch später vom Throne gestürzt wurde, so hatte auch Brigitte zuerst diese häusliche Revolution begünstigt, und das Bedürfnis, in dem Viertel, das sie zu bewohnen sich entschlossen hatte, ihrem Range entsprechend aufzutreten, hatte sie allen Verführungen von Komfort und Eleganz gegenüber nachgiebig gemacht. Aber an dem Tage, an dem sich die Szene, der wir jetzt beiwohnen werden, abspielte, hatte ihr ein scheinbar unerheblicher Umstand die Augen über die Gefahr geöffnet, mit der sie der Abgrund, vor dem sie stand, bedrohte. Von den neuen Gästen, die Thuillier herangezogen hatte, wußten die meisten nichts von der Herrscherstellung seiner Schwester im Hause; wenn sie erschienen, baten sie Thuillier, sie der »Hausfrau« vorzustellen, und natürlich konnte Thuillier ihnen nicht sagen, daß seine Frau eine Scheinkönigin war, die unter der eisernen Richelieuhand, die alle Autorität in Anspruch nahm, seufzte. Es geschah also erst nach den ersten Achtungsbezeugungen vor der rechtmäßigen Souveränin, daß die Neuangekommenen zu Brigitte geführt wurden, und die Unfreundlichkeit, mit der sie infolge des Ärgers über diese Machtverschiebung empfangen wurden, ermutigte sie nur wenig, sich ihrerseits in große Kosten für sie zu stürzen.

Sobald sie diese Art von Zurücksetzung wahrnahm, sagte sich die ›Königin Elisabeth‹ in ihrer starken Herrschsucht, die ihre heißeste Leidenschaft war: »Wenn ich nicht aufpasse, werde ich hier bald gar nichts mehr zu bedeuten haben.«

Während sie dieser Sache nachgrübelte, kam sie auf den Gedanken, daß das Projekt eines gemeinsamen Haushalts mit la Peyrade nach seiner Verheiratung mit Céleste die Situation, die sie zu beunruhigen anfing, nur noch verschlimmern könne. Seitdem erschien ihr durch eine plötzliche Eingebung Felix Phellion, dieser gute junge Mensch, der mit seiner Mathematik viel zu sehr beschäftigt war, als daß er in bezug auf ihre Souveränität jemals ein Rivale für sie werden könnte, eine viel passendere Partie zu sein als der unternehmende Advokat, und als sie das Ehepaar Phellion erscheinen sah, war sie die erste, die sich über die Abwesenheit ihres Sohnes beunruhigte. Trotz des Schrittes der Frau von Godollo setzte dieser schreckliche Liebhaber den letzten Vers der berühmten Elegie Millevoyes: »Und die Geliebte kam nicht« in die Tat um.

Wie man sich wohl denken kann, war es nicht Brigitte allein, der das Fernbleiben des unglückseligen jungen Mannes von ihren Empfangsabenden auffiel; auch Frau Thuillier, diese ganz offen, und Céleste, mit gespielter Zurückhaltung, zeigten ihre Enttäuschung. Was Frau von Godollo anlangt, die trotz ihrer hervorragenden Stimme sich immer noch hatte bitten lassen, zu singen, so lud sie, als sie sah, wie wenig sich Felix anscheinend um ihre Ratschläge gekümmert hatte, Frau Phellion ein, sie zu begleiten, und sagte zwischen zwei Strophen einer modernen Romanze zu ihr:

»Nun, und Ihr Herr Sohn?«

»Er kommt noch,« antwortete Frau Phellion; »sein Vater hat ihm gehörig die Leviten gelesen, aber heute abend gibt es eine Konjunktion, ich weiß nicht welcher Planeten, das ist ein feierlicher Tag für die Herren von der Sternwarte, und da hat er sich nicht losmachen können . . .«

»Es ist nicht zu fassen, wie man so ungeschickt sein kann!« sagte die Gräfin; »wir hatten noch nicht genug mit der Theologie bei unsrer Angelegenheit, es mußte auch noch die Astronomie dazukommen!«

Und während die Ungeduld ihrer Stimme noch einen besonderen Schwung verlieh, beendete sie ihre Romanze unter donnerndem Applaus.

La Peyrade, der sie außerordentlich fürchtete, war nicht der letzte, der ihr, als sie wieder Platz genommen hatte, seine Bewunderung ausdrückte; aber sie nahm sein Kompliment so kühl auf, daß das beinahe an Unhöflichkeit grenzte, und ihr feindliches Verhältnis wurde damit nur noch verschärft.

Er begab sich zu Frau Colleville, um sich hier zu trösten. Flavia machte noch zu sehr den Anspruch, für eine Schönheit zu gelten, als daß sie nicht feindliche Gefühle gegen eine Frau gehegt hätte, die imstande war, alle Huldigungen auf sich zu ziehen.

»Finden Sie auch, daß diese Frau gut singt?« fragte Frau Colleville verächtlich den Advokaten.

»Ich habe es ihr wenigstens gesagt,« antwortete la Peyrade, »da neben ihr für Brigitte ja niemand existiert. Aber achten Sie doch ein bißchen auf Ihre Céleste: sie läßt die Tür nicht aus den Augen, und bei jedem Tablett, das erscheint, malt sich, obgleich die Zeit, wo noch jemand kommen kann, vorüber ist, die Enttäuschung auf ihrem Gesichte.«

Hier muß beiläufig erwähnt werden, daß, seitdem Frau von Godollo im Hause regierte, im Salon an den Empfangsabenden Tabletts herumgereicht wurden, die reich mit Eis, kleinen Kuchen und Limonaden von Tanrade, dem besten Lieferanten, beladen waren.

»Lassen Sie mich doch in Ruhe!« erwiderte Flavia. »Ich weiß recht gut, was dem dummen Ding im Kopfe steckt, und Ihre Heiratsgeschichte fehlt mir gerade noch!«

»Aber tue ich das denn um meinetwillen?« sagte la Peyrade; »unterziehe ich mich denn nicht nur einer Notwendigkeit, um uns allen eine glückliche Zukunft zu sichern? So, jetzt fangen Sie auch noch an zu weinen! Ich lasse Sie allein, Sie sind ja unvernünftig; Teufel noch mal! Wie sagt dieser Prudhomme, dieser alte Phellion? Wer das Ziel will, muß auch die Mittel dazu wollen!«

Und er näherte sich der Gruppe, die von Céleste, Frau Thuillier, Frau von Godollo, Colleville und Phellion gebildet wurde.

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