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Die Katzenpfote. Erster Band

Bithia Mary Croker: Die Katzenpfote. Erster Band - Kapitel 6
Quellenangabe
authorBithia Mary Croker
titleDie Katzenpfote. Erster Band
publisherVerlag von J. Engelhorn
year1904
translatorAlwina Vischer
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20180308
projectidc48bb441
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Fünftes Kapitel.

Der Unterschied zwischen einer großen Garnisonstadt mit ihren militärischen Schauspielen, vornehmen Wagen und belebten Straßen und einem einsamen, mitten in den ungeheuren Wäldern Zentralindiens liegenden Lagerplatz ist etwa ebenso groß, als wenn man aus dem Lärm und Getriebe Londons plötzlich in ein Dorfgäßchen versetzt wird.

Die Reise nach Lohara erwies sich als recht umständlich und ermüdend, und als ich endlich die Eisenbahnlinie verließ, wurde ich von Mr. Evans, einem unscheinbaren, ältlichen Manne mit riesigem Tropenhelm und patriarchalischem Backenbart begrüßt. Zwischen Bart und Helm aber entdeckte ich ein freundliches Gesicht und Augen, die mich herzlich willkommen hießen. Mr. Evans schien meinen plötzlichen Einfall in sein Haus als etwas ganz Natürliches anzusehen und versicherte mir, daß seine Frau sich sehr auf meine Ankunft freue, mich auch selbst in Mirpur abgeholt haben würde, wenn sie nicht noch immer unter den Folgen ihrer letzten Reise zu leiden hätte.

»Wir haben vierzig Meilen in einem Ochsenfuhrwerk zurückzulegen,« erklärte er mir, während er mich aus dem kleinen Stationsgebäude herausgeleitete. »Wahrscheinlich haben Sie keine Ahnung, was das heißen will. Sehen Sie, dort steht unsre Tonga.«

Er deutete auf ein zweiräderiges, mit einer ungeheueren weißen Plane überdecktes Fuhrwerk, an dessen Deichsel zu beiden Seiten je ein großer, rötlicher, behaglich wiederkäuender Ochse lag. Sobald wir in Sicht kamen, wurden die Tiere von ihrem Treiber aufgejagt, worauf wir auf den vorderen Sitz kletterten, während mein Gepäck hinten aufgestapelt wurde. Unter lauten Rufen und knallenden Peitschenhieben setzten wir uns nach wenigen Minuten mit der Geschwindigkeit von fünf Meilen die Stunde in Bewegung.

Im ganzen fand ich doch viel Vergnügen an dieser Fahrt. Die Tonga war bequem, und wenn wir auch nur langsam vorwärts kamen, so sah ich hier doch nun das echte Indien vor mir, das ursprüngliche Land, so wie es schon vor Jahrtausenden gewesen war. Hier gab es weder Fahrräder noch Viktoriawagen, nur träge dahinziehende Karren mit hölzernen, aus einem Stück gearbeiteten Rädern in der Form von Käselaiben, Leute, die auf Eseln ritten oder zu Fuß gingen und Schaf- oder Ziegenherden vor sich her trieben und ganz die gleichen Bilder boten, wie wir sie in unsern biblischen Geschichten finden. Wir fuhren an großen Dörfern vorbei und entdeckten gelegentlich auch ein drollig aufgeputztes, roh bemaltes Götzenbild im Schatten eines Baumes, in dessen Zweigen bunte Lappen schaukelten, die Opfergaben frommer Reisender, wie mir gesagt wurde. Da Mr. Evans in der Naturgeschichte seines Landes sehr wohl bewandert war, wurde mir während unsrer bedächtigen Fahrt manch wertvolle Belehrung über die Namen der verschiedenen Pflanzen und Vögel zu teil. Dazwischen erzählte er mir allerlei kleine, an Dörfer, Flüsse und Tempel sich knüpfende Sagen, so daß mir die Zeit nicht allzulang wurde. Mein freundlicher Begleiter berichtete mir auch, daß er seit fast zwanzig Jahren im Forstdienst stehe, daß er seinen Beruf liebe, an seinen Bäumen wie an Kindern hänge und seine Hauptsorge den zarten Sprößlingen seiner Pflanzschule widme.

»Was können Sie zu ihrem Gedeihen beitragen?« fragte ich. »Wachsen die Wälder nicht ebensogut auch ohne uns Menschen weiter?«

»Jedenfalls weiß ich, daß wir nicht ohne sie bestehen könnten. Wie wollten wir uns gegen die Regenzeiten schützen, und womit uns wärmen und unsre Nahrung zubereiten? Nein, nein, Sie werden bald sehen, daß ich alle Hände voll zu tun habe. Ich sorge dafür, daß Waldbrände verhütet oder gelöscht werden, ich beaufsichtige meine jungen Baumschulen, ich lasse pflanzen, beschneiden, Schutzwälle errichten und Bäume schlagen. Manche meiner alten Eichen sind mir so lieb wie persönliche Freunde, und schweren Herzens gebe ich den Befehl zum Fällen. Sechs Monate des Jahres leben wir im Lager, wie auch gerade jetzt, und ich will nur hoffen, daß Sie sich nicht gar zu einsam bei uns fühlen werden.«

»O nein, ich weiß gewiß, daß all das viele Neue mir sehr gefallen wird.«

»Verkehr haben wir außer mit den wenigen Bezirksbeamten gar keinen. Die Städte besuchen wir nicht, da wir jede Urlaubszeit daheim verbringen. Es ist ein einförmiges Leben, das wir führen, besonders für meine Frau, die nur zu glücklich und dankbar sein wird, wenn Sie ihr Gesellschaft leisten.«

Diese liebenswürdige Versicherung erleichterte mein Herz nicht wenig, allein ich hatte durchaus nicht die Absicht, die Gastfreundschaft dieser guten Leute auf die Dauer in Anspruch zu nehmen.

Alle fünf Meilen hielten wir in einem Dorfe an, um Vorspann zu nehmen. Wir fanden das neue Ochsengespann stets schon unser harrend, und meistens liefen ihre Besitzer, ein seltsames, wildes Volk, wie Hunde bis zur nächsten Station neben uns her. Es war neun Uhr abends, als wir den Ort unsrer Bestimmung erreichten, eine Hochebene, auf der mehrere weiße Zelte sich vom dunklen Waldeshintergrund abhoben. Ein großes Holzfeuer brannte auf dem Lagerplatz, ringsumher waren Pferde und Kühe angebunden, und am Rand der Straße stand Mrs. Evans in ihrem rötlich-gelben Schal, uns erwartend.

Gleich nach der ersten Begrüßung führte sie mich in ein großes Zelt, wo eine Lampe ihren hellen Schein verbreitete und der Tisch gedeckt war.

»Ihre Wohnung ist hier,« sagte sie, indem sie einen gepolsterten Vorhang in die Höhe hob und mir in ein daneben liegendes, behaglich aussehendes Zelt voranging. Die Wände waren mit orangegelbem Baumwollstoff bekleidet und buntgestreifte Matten lagen auf dem Boden; ein Feldbett, Toilettentisch und Rohrstühle bildeten die Ausstattung, sogar ein Strauß herrlicher Waldblumen fehlte nicht.

»Seien Sie mir von ganzem Herzen willkommen,« sagte sie. »Sie wissen, wie wohltuend Ihre Gesellschaft für mich sein wird.« Dabei küßte sie mich innig.

»Jahre scheinen mir verflossen, seitdem wir uns trennten,« antwortete ich. »Ja, viele Jahre!«

»Und doch sind es nur fünf Tage. Aber wahrscheinlich haben Sie während dieser Zeit Erfahrungen von Jahren gesammelt. Nun machen Sie sich nur rasch zum Abendessen bereit -- ganz bescheidene Lagerkost -- und morgen wollen wir dann behaglich zusammen plaudern.«

Unsre Lagerkost erwies sich als vortrefflich, und nach dem Essen setzten wir uns in bequemen Lehnstühlen ums Feuer.

»Dies hier ist unser Wohnzimmer,« erklärte Mrs. Evans, während wir den Kaffee schlürften. »Pünktlich um neun Uhr wird zu Bett gegangen, da Robbie um sechs Uhr schon wieder an der Arbeit sein muß. Wir stehen fast mit den Vögeln auf.«

Ich war für meinen Teil ganz damit einverstanden, mich sogleich zurückzuziehen. Die sechsunddreißig Stunden auf der Eisenbahn und dann noch eine vierzig Meilen weite Fahrt im Ochsenfuhrwerk hatten mich ungewöhnlich ermüdet. Übrigens glaube ich nicht, daß ich jemals in meinem Leben besser geschlafen habe, als in jenem kleinen weißen Feldbett. Wie ich mich zum Schlummer niederlegte, da fühlte ich wohl, daß ich endlich in einem sicheren Heim gelandet war. Alle meine Sorgen waren verschwunden, seitdem ich mich unter Mrs. Evans' schützenden Fittichen befand.

Als ich dann erwachte und laute Stimmen draußen und das Geräusch des Lagers hörte, als ich den hellen Schein durch das Zelttuch sah und die kühle kräftige Luft einatmete, da schien es mir unmöglich, daß der Morgen schon gekommen sein sollte. Wer jemals in einem Lager gelebt hat, kann es bezeugen, was für ein herrlicher Genuß es ist, unter einem Zeltdach zu schlafen.

Das Frühstück war bald verzehrt, und nachdem Mr. Evans, von seinen Dienern, den Chuprassis, begleitet, fortgeritten war, wanderten seine Frau und ich durchs Lager, fütterten ihr weißes Pony, sprachen zu den Hunden und dem Papagei und ließen uns dann auf der Veranda des Hauptzeltes nieder. Mrs. Evans brachte einige Näharbeiten, in die ich mich mit ihr teilte, und emsig flogen die Nadeln während unsrer Unterhaltung auf und nieder. Vor allem erzählte ich ihr natürlich meine Erlebnisse in Bareda.

»Vielleicht habe ich zu rasch und übereilt gehandelt, aber Walter zu heiraten war mir wirklich unmöglich,« schloß ich endlich meinen Bericht.

»Sie haben wohlgetan, liebes Kind. Eine Frau hat ein Recht, sich ihr Glück nach eigenem Ermessen zu schaffen. Dieser heruntergekommene, hinterlistige und gewissenlose Mensch hätte Sie nur unglücklich gemacht. Er scheint keine einzige gute Eigenschaft zu haben. Und wie steht es mit dem andern jungen Mann? Was hat der für einen Eindruck auf Sie gemacht?« Das Kinn in die Hand gestützt, blickte sie mich an.

»Ich sah ihn nur ganz flüchtig, trotzdem konnte mir der Unterschied nicht entgehen. Er ist älter als der andre, auch hat er dunkle Augen.«

»Auf einer Photographie kommt eben die Farbe der Augen nicht zum Ausdruck. Robbie kennt Mr. Thorold dem Namen nach. Er sei einer der begabtesten und strebsamsten jungen Beamten, der einer großen Zukunft entgegengehe, sagt er.«

»Meinetwegen, wenn er nur mir nicht wieder begegnet!«

»Glauben Sie, daß er etwas ahnt?«

»Ahnen, nein ... aber wissen wird er es wohl!« Und von der alten Erregung gepackt, schlug ich die Hände vors Gesicht und sagte leise: »Wider meinen Willen hörte ich einen Teil seiner Unterhaltung mit Tizzie Hassall an.«

»Ja, ja, diese Bungalows mit ihren großen, offenstehenden Räumen sind für Geheimnisse nicht geschaffen. Kein Wunder, daß alles, was in den Familien vorkommt, sich so rasch herumspricht. Nun, mein liebes Kind, Sie haben eine bittere Erfahrung gemacht, aber ich bin nur froh, daß Sie die moralische Kraft gefunden haben, Ihr Verlöbnis zu lösen. Nicht jedes Mädchen hätte das zu tun gewagt und sich auf die eigenen Füße gestellt.«

»Ich glaube doch, daß die meisten so gehandelt hätten.«

»Möglich. Ich bin auf meinen Reisen zwischen hier und England schon mit vielen heimatlos herumirrenden Mädchen zusammengetroffen. Bedenken Sie doch nur: zwölfmal schon habe ich den Weg hin und her gemacht, teils um die Kinder zur Schule zu bringen, teils um sie zu besuchen und schweren Herzens zurückzukehren. Da habe ich während der letzten achtzehn Jahre auf den Wogen des Ozeans manches vom Leben gesehen, viel Heiteres, aber auch viel Trauriges, und letzteres besonders unter den alleinstehenden Mädchen.«

»Und nun gehöre auch ich zu diesen beklagenswerten Geschöpfen. Aber ich will den Mut nicht sinken lassen; irgend etwas Gutes wird die Glücksgöttin wohl auch noch für mich in Bereitschaft haben,« sagte ich zuversichtlich.

»Die Glücksgöttin ist eine gar wankelmütige Dame,« bemerkte Mrs. Evans ernst. »Ihr zu Ehren bauten die Alten prächtige Tempel und meine hindostanischen Diener bringen ihr einen Hahn oder ein Zicklein zum Opfer dar, so oft sie eine Gunst von ihr erbitten.«

»Wie wunderbar das alles klingt! Da sitzen wir zwei modernen Menschen nun in unsrer Tracht des zwanzigsten Jahrhunderts, umgeben von Büchern und Zeitungen, die vor wenigen Wochen erst London verlassen haben, während das Volk um uns her seinen Götzenbildern Opfer darbringt, genau so wie zu Moses' Zeiten.«

»Ja, das erscheint allerdings seltsam. Und doch, meine liebe Pamela, kenne ich manche Europäer, die auch in unsrer Zeit noch ums goldene Kalb tanzen. Übrigens kein Wunder, denn wird nicht heutzutage der Reichtum als der Inbegriff alles Glückes angesehen?«

»Das mag wohl sein; meiner Ansicht nach ist aber das Glück durchaus nicht an Reichtum gebunden. Ich würde mir niemals wünschen, sehr reich zu sein. Aus meinem Munde klingt eine solche Rede freilich lächerlich, denn vor dieser Gefahr brauche ich mich wahrhaftig nicht zu fürchten, eher vor dem Gegenteil; aber ich hoffe doch zu Gott, daß ich nicht eines Tages ganz ohne Mittel dastehe ... Nun aber, meine liebe Mrs. Evans,« fuhr ich nach kurzem Schweigen fort, »muß ich mich so bald als möglich nach einer Stellung umsehen, und dabei rechne ich darauf, daß Sie mich empfehlen werden. Ich kann ...«

»Aber bleiben Sie doch bei mir, liebes Kind,« unterbrach sie mich lebhaft, »jedenfalls eine Zeitlang. Ich bedarf Ihrer so sehr. Die weite Reise hat mich ungewöhnlich angegriffen, da wird Ihre Gesellschaft und Unterstützung mir wohltun. Sie werden bald sehen, daß ich fast den ganzen Tag allein bin, denn Robbie zu Pferde zu begleiten, wie ich es bisher getan, ermüdet mich jetzt zu sehr. Auch mein Augenlicht nimmt stetig ab, und so kann ich nichts weiter tun, als hier sitzen, meinen Gedanken nachhängen und ein wenig spazieren gehen. Robbie hat seinen Beruf ... ›Dem Manne die Arbeit, dem Weibe die Träne‹, heißt es in einem alten Liede. Kennen Sie es nicht? Mir aber werden die Tränen nicht kommen, wenn ich Sie zur Aufheiterung um mich habe.«

»Bei Ihnen zu bleiben, wäre mir freilich das liebste, allein mein ganzes Vermögen beträgt nur dreißig Pfund.«

»Womit Sie nicht einmal Ihre Überfahrt zweiter Klasse bestreiten könnten. Später können Sie sich ja dann nach einer angenehmen Stelle als Gesellschafterin umsehen, Ihr Gehalt aufsparen, sich Indien ansehen, und wenn der Sturm zu Hause vorüber ist, nach England zurückkehren.«

Dieser Plan lautete allerdings verlockend und schien mir auch ausführbar.

»Ich zweifle ja nicht, daß sich schon jetzt Passendes für Sie finden würde, allein ich möchte Sie so gern für mich behalten. Es ist selbstsüchtig von mir, ich weiß es wohl, immerhin aber können Sie sich hier ausruhen, was auch für Sie recht notwendig ist. Robbie wird Sie im Hindostanischen unterrichten, Sie können mein Pferd reiten und die Obliegenheiten einer Förstersfrau lernen. Fassen Sie einen raschen Entschluß, liebes Kind, und bleiben Sie wenigstens bis zur nächsten Regenzeit bei uns.«

So willigte ich denn ein, bis zum Herbst bei meiner lieben Freundin zu bleiben, und ich muß gestehen, daß die Monate, die ich im Waldesrevier verbrachte, die glücklichsten waren, die ich seit Jahren verlebt hatte. Ich lernte Hindostanisch mit Mr. Evans, ritt »Schnee«, Mrs. Evans' weißes Pony, und nur zu schnell flogen mir die Tage dahin. Fleißig las ich Mrs. Evans vor, schrieb Briefe für sie, nähte, spielte mit ihr Schach und nahm ihr so viel als möglich von den Haushaltungsgeschäften ab. Einmal wöchentlich wurde der Lagerplatz an einen andern Ort verlegt, wodurch eine reizende Abwechslung in der Umgebung entstand. In vollen Zügen genoß ich dieses neue, ungebundene Leben, und ich gewöhnte mich so rasch an die täglichen Vorkommnisse, als hätte ich seit Jahren nichts andres gekannt. Mrs. Evans brach oft in gutmütiges Gelächter aus, wenn sie mich in meinem, wie ich glaubte, tadellosen Hindostanisch lange Reden an die Dienstboten halten hörte.

»Schadet nichts, mein Kind,« pflegte sie dann zu sagen. »Es ist ja wunderbar, mit welcher Leichtigkeit Sie sich, ich will nicht gerade sagen, die Grammatik, aber die Sprache selbst angeeignet haben. Wer weiß, ob es Ihnen nicht noch einmal von Nutzen sein wird.«

Das waren prophetische Worte!

Zwei Heimsuchungen trafen mich während dieses glücklichen, sonnigen Lebens in Wald und Feld. Sie kamen durch Vermittlung des Postboten, der unter lautem Schellengeläute, wodurch die wilden Tiere abgehalten werden sollten, über Waldlichtungen und auf fast unsichtbaren Wegen mit seinem Postsack dahergejagt kam. Dieser nur spärlich bekleidete Indier brachte mir einen schrecklichen Brief von Tante Lucy, worin es hieß, daß ich die Familie entehrt und mir auf immer ihre Verzeihung verscherzt hätte -- mit andern Worten, daß ich nicht hoffen dürfe, jemals wieder ein Obdach in ihrem Hause zu finden. Auch von Mrs. Thorold erhielt ich eine Briefbogen um Briefbogen füllende Epistel, worin die Vorwürfe und Anklagen sich förmlich überstürzten, so daß mir das Blut der Empörung in die Wangen stieg. Wie ich bettelarmes Mädchen, schrieb sie, eigentlich zu der Frechheit käme, ihrer Familie einen solchen Schimpf anzutun! Jedenfalls sei aber vor allem mein Name sowohl zu Hause als in Indien gebrandmarkt. In Beverly so gut als in Bareda hätte ich mich unmöglich gemacht, und der Tag könne nicht fern sein, wo ich bitter bereuen werde, auf Walter verzichtet zu haben. Ich dürfe auch überzeugt sein, daß meine eigenen Verwandten ganz ihrer Ansicht seien.

Ich muß gestehen, die Briefe entlockten mir bittere Tränen. Mrs. Evans aber schalt mich darob tüchtig aus, nahm sie mir mit Gewalt weg und verbrannte sie vor meinen Augen im Lagerfeuer.

»In diesem Punkte,« erklärte sie, »stimme ich dem Aberglauben der Eingeborenen bei, die behaupten, daß es Unglück bringe, schlechte Nachrichten oder Dinge, die traurige Erinnerungen wecken, aufzubewahren. Sie würden nur immer über diese Briefe nachgegrübelt haben. Suchen Sie sie lieber zu vergessen. In Ihrem Alter sind Kummer und Verdruß rasch überwunden.«

Leider sollte der nächste Kummer, der mich traf, von Mrs. Evans selbst herrühren.

*

Man glaube nur nicht, daß unsre Tage bei dem stillen Wander- und Zigeunerleben, das wir in den Waldungen von Zentralindien führten, langweilig und einförmig verflossen sei, im Gegenteil, auch wir hatten unsre aufgeregten Zeiten wie andre Leute. Einmal war es ein wild auflohender, aber rasch wieder erstickter Waldbrand, ein andermal ein in unsrer Nähe auftauchender großer Tiger, der uns in Schrecken versetzte.

Eines Abends, als wir beim Mondschein vor den Zelten saßen, die diesmal in der Nähe eines Flußufers aufgeschlagen waren, hörten wir durch die tiefe Waldesstille deutlich den Angstruf eines Hirsches: das sichere Zeichen für die Anwesenheit eines Tigers, und gleich darauf erscholl auch schon das heisere Gebrüll der Bestie. Mr. Evans lief sofort nach seinem Gewehr und nahm auf einem das Lager beherrschenden Baume Stellung, wo er bis zum Morgengrauen blieb. Auch Mrs. Evans und ich wollten um keinen Preis zu Bett gehen; die Sache war zu ungewöhnlich und aufregend und doch nicht allzu beunruhigend. Die Gefahr, daß der Tiger sich unter die Zelte wagen würde, stand in weiter Ferne, wenn auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen blieb, daß er vielleicht eine Kuh oder gar das weiße Pony davonschleppte. Und richtig: am nächsten Morgen fanden sich auf dem gelben Ufersande unter den Spuren von Hyänen und Wildschweinen außer den Abdrücken seiner Tatzen auch einige dunkelbraune Blutflecken. So hatte der mächtige Herr, der gekommen war, seinen Durst zu löschen, zugleich seine Abendmahlzeit geholt.

Auch an geselligem Verkehr, so erstaunlich es klingen mag, fehlte es uns nicht, und zwar nicht nur mit den Zoll- und Polizeibeamten des Bezirkes, die wie Mr. Evans von einem Lager aus ihr Amt besorgten, oder mit Missionaren, sondern auch andre Besucher bewirteten wir häufig. Wenn es irgend anging, schlugen wir unsre Zelte in der Nähe eines Dorfes auf, um uns die für die Küche erforderlichen Vorräte an Butter, Öl, Gemüse und Eiern zu verschaffen. Unter diesen Dorfbewohnern nun war die Waldfrau, wie man Mrs. Evans nannte, die seit so langer Zeit alljährlich mit ihnen in Berührung kam, eine bekannte Persönlichkeit. Kaum hatten wir uns an einem Orte niedergelassen, so strömten die Eingeborenen scharenweise mit Kind und Kegel herbei, uns zu besuchen und Blumen und Früchte darzubringen. Mrs. Evans schien über alle ihre Angelegenheiten unterrichtet zu sein und nannte viele bei Namen, und ich konnte mich nicht genug wundern, wie vertraut sie mit den Freuden und Leiden, Sorgen und Hoffnungen eines jeden war. Stets führte sie einen Vorrat an einfachen Arzneimitteln mit sich, und auf jedem Halteplatze errichtete sie eine kleine Apotheke, wo sie täglich Patienten aller Art empfing, gute Ratschläge erteilte und Arzneien verabreichte.

Auch mit andern, an sich geringwertigen Geschenken, wie bunten Kattunjacken, Unterröckchen für die Mädchen, kleinen, aus Samtrestchen gefertigten Mützen für die Knaben oder billigem Spielzeug, wußte sie alt und jung zu beglücken. So erinnere ich mich, wie ein in London um zehn Pfennig gekauftes automatisches Spielzeug einmal ein ganzes Dorf in Entzücken versetzte. Eltern und Kinder waren gleich leicht zu erfreuen, und alle hingen mit ungeheurer Liebe und Verehrung an der gütigen »Waldfrau«. Wenn Mrs. Evans in ihrem rötlich-gelben Schal, umringt von den Dorfbewohnern, auf einem Feldstuhl unter einem mächtigen Thekabaume saß, so glich sie einer Königin, die die Huldigungen ihrer Untertanen entgegennimmt.

Allmählich rückte die heiße Jahreszeit heran und mahnte uns, das Lagerleben aufzugeben und uns in den Schutz eines Bungalows zu flüchten. Der ausgedörrte Boden hatte tiefe Risse, die Flüsse waren nahezu eingetrocknet, im glühend heißen Winde schrumpften die Blätter ein und drohend schlich das Gespenst des Fiebers über die kahle Ebene hin. Es war in der Tat höchste Zeit, unsre Zelte zusammenzupacken und uns nach dem kleinen, abgelegenen Städtchen auf den Weg zu machen, wo die Familie Evans ihren Hauptwohnsitz hatte.

Lohara lag an einem Bergabhang, war streckenweise von Getreidefeldern umgeben und gewährte eine herrliche Aussicht auf ein wahres Meer von Wald. Einige mit Strohdächern bedeckte Häuser, eine winzige Kirche, ein Kramladen, ein großer Hindutempel, eine Zisterne und ein Tennisplatz, das war alles, was das Städtchen aufzuweisen hatte. Der von üppigen Schlingpflanzen umrankte Bungalow des Forstmeisters lag in einem hübschen Garten, der zwar noch etwas ans Waldrevier erinnerte, sich aber durch einen prächtigen Tamarindenbaum auszeichnete, unter dessen Schatten wir zu sitzen pflegten, wenn die Hitze des Tages nachließ. Das Haus selbst war klein und einfach eingerichtet, dafür standen aber an den weiß getünchten Wänden ganze Reihen ausgewählter und teurer Bücher. Darin, sowie in den Reisen zu ihren Kindern konnte das nur über bescheidene Mittel verfügende Ehepaar Evans wohl einmal verschwenderisch sein. Der Anblick dieses Bücherreichtums gewährte mir eine unerwartete Freude, und wenn die Werke auch meist volkswirtschaftlicher und naturwissenschaftlicher Art waren, so fand doch auch mein Geschmack und meine Geistesrichtung reichliche Nahrung.

Während der Monate Mai und Juni war die Luft besonders heiß und drückend. Mit der Glut eines Feuerofens bliesen die heißen Winde um uns her. Von sieben Uhr morgens bis nach Sonnenuntergang blieben wir deshalb im dämmrig verschlossenen Hause, aber mit meinen jungen Augen konnte ich dennoch nähen und Mrs. Evans vorlesen; häufig spielten wir auch Schach oder Bézigue. Der Forstmeister hatte täglich seine Bureaustunden und mußte mit Schreibern, ankommenden Boten oder sonstigen Untergebenen verhandeln. Zweimal beteiligte er sich auch an einer Tigerjagd, die ihn mehrere Tage von zu Hause fernhielt.

Als Mrs. Evans und ich bei einer solchen Gelegenheit allein waren und ich ihr aus einem neuen Romane vorlas, sah ich plötzlich, daß sie die Augen geschlossen hatte, und da ich sie eingeschlafen wähnte, hielt ich mit Lesen inne. Wie elend und angegriffen sah sie aus! Noch niemals war es mir aufgefallen, wie sehr sie gealtert hatte, seitdem wir vor fünf Monaten zum ersten Male miteinander zusammengetroffen waren. Trug die Hitze allein die Schuld, oder was mochte der Grund sein? Mit einem Male öffnete sie die Augen, und als sie meinen nachdenklichen Blick sah, sagte sie lächelnd: »Nein, nein, ich schlafe nicht, ich hörte Ihnen im Gegenteil sehr aufmerksam zu. Mir scheint, der Schriftsteller will uns auf ein trauriges Ende vorbereiten. Wenn einer dieser Herren seine gefeierte Heldin auf der letzten Seite sterben läßt, dann möchte ich ihn am liebsten dafür vor Gericht ziehen.«

Lachend antwortete ich: »Nun, soll ich aufs Gericht schicken? Denn der Tod kommt unwiderruflich.«

»Ja, der Tod kommt unwiderruflich!« wiederholte sie. »Pamela, glauben Sie an Ahnungen?«

»Nein,« -- ich war durch ihren Ton erschreckt -- »aber warum diese Frage?«

»Weil ich das bestimmte und unüberwindliche Gefühl habe, daß ich die Heimat nicht wiedersehen werde. Nein, niemals mehr werde ich auf der holprigen Straße nach der Station Mirpur fahren. Ihr werdet alle fortgehen und mich allein auf dem kleinen Kirchhof hier zurücklassen.«

»Nein, das werden wir nicht tun!« entgegnete ich hastig. »Reden Sie doch, bitte, keine solch entsetzlichen Dinge ... Kein Wunder übrigens, wenn einem in diesem ewigen Dämmerlicht ohne Arbeit und Bewegung schwarze Gedanken kommen; das sind die Wirkungen der Hitze, nichts weiter. Wissen Sie was, wir wollen bis zur Teezeit noch eine Partie Bézigue spielen. Nachher wird dann Mrs. Connon« -- die Frau eines Zollbeamten -- »zu uns herüberkommen.«

»Dann müssen wir schon Schach spielen, denn Karten mag sie nicht leiden. -- Sie spotten also über Ahnungen?«

»Ich habe Sie bis jetzt immer für eine aufgeklärte, hochgebildete Frau gehalten,« entgegnete ich scherzend.

»Wirklich? Eigentlich sollte ich es ja wohl auch sein. Nun, mag kommen, was will, ich bin vorbereitet. In meiner Schreibmappe habe ich einige Anordnungen niedergelegt und auch Sie dabei nicht vergessen. Mrs. Berners, eine in Punah lebende Freundin von mir, hat mir neulich schriftlich versprochen, Sie bei sich aufzunehmen und Ihnen zu einer angenehmen Stellung zu verhelfen. Es scheint mir fast, als habe die Vorsehung Sie mir zum Troste geschickt. Sie glauben gar nicht, welche unendliche Wohltat Ihre Gesellschaft für meinen Mann und mich gewesen ist, und wenn meine Ahnungen sich bestätigen sollten, dann werden Sie über die traurigste Zeit eine unschätzbare Stütze für Robbie sein. Nicht wahr? Versprechen Sie es mir.« Und angstvoll fragend sah sie mich an.

»Alles, was Sie wollen, verspreche ich, wenn Sie Ihrerseits mir versprechen, sich diese düsteren Gedanken aus dem Sinn zu schlagen.«

»Gut denn, ich will mein Möglichstes tun,« sagte sie, mir die Hand reichend. »Es ist also abgemacht.«

Anscheinend gelang es Mrs. Evans auch, die trübe Stimmung zu verscheuchen, jedenfalls kam sie nie mehr darauf zurück. Inzwischen war der Monsun mit seiner ganzen elementaren Gewalt losgebrochen, mit heulenden, eiskalten Winden, ungeheuren dunklen Wolkenmassen, zuckenden Blitzen und krachenden Donnerschlägen, bis endlich der Himmel seine Schleusen öffnete und den lang ersehnten, wolkenbruchartigen Regen herniedersandte.

Ach, und wie willkommen war dann der Geruch der feuchten Erde, das aus allen Dachrinnen niederplätschernde Wasser, das wunderbar rasche Sprossen der Pflanzen; ja selbst das Quaken der Frösche wurde mit Wonne begrüßt. Endlich war die Hitze vorüber! Menschen und Tiere fühlten sich in gleichem Maße erleichtert, befreit von der brütenden Stille eines ehernen Himmels.

Auch Mrs. Evans' Lebensmut kehrte sofort zurück. Sie lebte ebenso wunderbar rasch wieder auf als einer ihrer verwelkten Geranienstöcke, und wir machten uns eifrig an die Gartenarbeit, wobei ich mich nebenher auch noch mit Tennisspielen belustigte. Machte ich je einmal eine Anspielung auf meine bevorstehende Abreise, so wurde ich mit den Worten abgewiesen: »Auf nächsten Winter hatte unsre Verabredung gelautet. So weit sind wir aber noch nicht. An Weihnachten ist es, wenn überhaupt nötig, noch immer Zeit genug, Pläne zu machen. Wir selbst möchten Sie am liebsten immer bei uns behalten.«

»Wie gerne würde ich bleiben. Allein ich habe so eine Ahnung,« fuhr ich lachend fort, »daß Ihre eigene Tochter bald kommen wird, und ich muß nun doch endlich einmal lernen, eine ernste Erzieherin zu werden, anstatt nur immer den verwöhnten Gast zu spielen.«

*

Meine Ahnung erfüllte sich freilich nicht, aber mit Mrs. Evans' Vorgefühlen war es anders. Der herrliche Monat Oktober hatte begonnen. Eifrig trafen wir unsre Vorbereitungen zu einem Ausflug in die »Ebene«, wie wir die unter uns liegenden Wälder nannten. Mr. Evans hatte sich ein neues Pferd angeschafft, Mrs. Evans einen verschwenderischen Bestellzettel für Lebensmittel an eine bekannte Firma in Bombay geschickt, und wir alle waren voller Unternehmungslust und Pläne.

Eines Abends kehrte ich mit den Tennisschuhen in der Hand und dem Schläger über der Schulter von einer interessanten Partie zurück und sah schon von weitem Mrs. Evans fest eingeschlafen unter dem Tamarindenbaum sitzen. Die Post war gekommen; Zeitungen lagen auf dem Gartentisch aufgestapelt, auch uneröffnete Briefe, und einen hielt sie entfaltet auf dem Schoße, einen Brief mit schwarzem Rand.

Ein entsetzlicher Gedanke durchfuhr mich, wie ich in ihr blasses, stilles Gesicht sah. Ich legte die Hand auf ihre Schulter, um sie zu wecken. Schlief sie wirklich so fest? Ich sprach sie laut an, schüttelte sie am Arm -- er fühlte sich seltsam starr und steif an. Sollte dies der Schlaf sein, für den es kein Erwachen gibt?

Ja, er war es.

Der Schrecken hatte mich fast gelähmt, so daß ich einige Augenblicke lang weder sprechen, noch mich bewegen konnte. Endlich rief ich die Diener herbei, die nun die Entschlafene in den Bungalow trugen. Der Arzt kam in atemloser Hast herbeigelaufen, vermochte jedoch nur noch festzustellen, daß Mrs. Evans seit etwa einer Stunde tot sei. Der in ihrer Hand befindliche, an ihren gerade abwesenden Gatten gerichtete Brief enthielt die Nachricht, daß ihr jüngstes Söhnchen aus dem Fenster gestürzt und auf der Stelle tot gewesen sei. Dieser unvermutete Schlag hatte die Mutter getötet.

Solange ich lebe, werde ich der schrecklichen Stunden jenes Tages gedenken, die mich, wie ich fest überzeugt bin, um Jahre älter machten. Ich hatte Mr. Evans, der an diesem Tage ganz erfüllt von Plänen nach Hause kam, die furchtbare Nachricht von zwei Todesfällen mitzuteilen. Bei der ersten Andeutung hielt er mich entschieden nicht für ganz zurechnungsfähig -- und doch: wo blieb sie, sonst immer die erste, die ihn willkommen hieß?

Ich ergriff seine Hand und geleitete ihn in den Raum, wo sie mit gefalteten Händen unter weißen Blumen gebettet lag. Schön, friedlich und glücklich sah sie aus, nicht mehr das »traurige Wrack«, wie sie sich selbst genannt hatte. Mr. Evans brach unter dem doppelten Schlage fast zusammen, und mir fiel es zu, alle Anordnungen, die ein solch trauriger Fall erheischt, zu treffen. Ich mußte Telegramme abschicken, Beileidsbesuche empfangen und Briefe schreiben.

Das Begräbnis fand am folgenden Morgen statt. Wie durch einen Zauberstab herbeigerufen, strömten die Eingeborenen in Massen herzu, um die »Waldfrau« nach ihrer letzten irdischen Ruhestätte zu geleiten.

Und dort, auf dem kleinen Friedhofe, wurde sie nun auch, wie sie es vorausgesagt hatte, allein gelassen. Die Verhältnisse zwangen Mr. Evans, sofort nach England zurückzukehren. Ich für meinen Teil fand die erwähnten schriftlichen Verfügungen der Verstorbenen und darunter auch die Adresse von Mrs. Berners, jener in Punah lebenden Dame, der Mrs. Evans mich anempfohlen hatte. Auf meine an sie gerichtete Depesche kam umgehend die freundliche Aufforderung, mich sogleich zu ihr zu begeben, und ich beschloß, dem Rufe zu folgen, sobald Mr. Evans nach England abgereist sein würde. Meine Aufgabe war es, zu packen, die Möbel sicher unterzubringen und die Dienstboten zu entlassen; meine Hand mußte das kleine, auch mir so lieb gewordene Heim zerstören. Kein Wunder, daß ich mir bei der auf mir lastenden Verantwortung wie eine ganz alte, ernste Frau vorkam.

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