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Die Hetärenbriefe des Alkiphron

Alkiphron: Die Hetärenbriefe des Alkiphron - Kapitel 8
Quellenangabe
typenarrative
authorAlkiphron
titleDie Hetärenbriefe des Alkiphron
publisherVerlag der Gesellschaft für graphische Industrie
editorFranz Blei
year1924
firstpub1924
illustratorJulius Zimpel
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created201309
projectidf1f06bf6
wgs9110
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Panope an Enthybulus

. Du hast mich, Enthybulus, nicht als verächtliche und aus dem gemeinen Pöbel entsprossene Person geheiratet. Ich bin von väterlicher wie mütterlicher Seite aus gutem Geschlechte. Sosthenes, aus dem Stirischen Stamme, war mein Vater und meine Mutter Damophile. Diese verabredeten und knüpften unsere Ehe, die zur Erzeugung echter Kinder dienen sollte, unter Versicherung ihrer ganzen Erbschaft. Jetzt reizen Dich herumschweifende Blicke, und Deine zügellose Neigung zur Wollust der Liebe, mir und unsern Kinder zur Schande, Galenen, Thalassions Tochter, die aus Hermione hierher kam, zu lieben. Dieses Mädchen ist wirklich zum Verderben verliebter Leute aus dem Piräischen Hafen gekommen. Die jungen Fischer am Meere besuchen sie, und jeder macht ihr Geschenke. Sie nimmt sie an und verschlingt alles, gleich Charybdis. Du überschreitest mit Deiner Freigebigkeit Deinen Fischerstand, und nie fällt Dir ein, ihr nur Mainiden oder Barlun zu bringen. Als Mann von Jahren, der schon lange verheiratet ist und Vater ziemlich erwachsener Kinder, schickst Du ihr Milesische Stoffe, Sizilische Kleider, ja selbst goldenes Geschmeide, in der Meinung, damit Deine Nebenbuhler zu vertreiben. Entschließe Dich, dieses beleidigende Betragen aufzugeben und Deiner Weichlichkeit und ausschweifenden Liebe zu dem Mädchen Einhalt zu tun, oder sei versichert, ich gehe wieder zu meinem Vater nach Hause. Er wird mich nicht ohne Hilfe lassen, sondern Dich, Deines üblen Betragens wegen, gerichtlich belangen.

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