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Die Hetärenbriefe des Alkiphron

Alkiphron: Die Hetärenbriefe des Alkiphron - Kapitel 6
Quellenangabe
typenarrative
authorAlkiphron
titleDie Hetärenbriefe des Alkiphron
publisherVerlag der Gesellschaft für graphische Industrie
editorFranz Blei
year1924
firstpub1924
illustratorJulius Zimpel
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created201309
projectidf1f06bf6
wgs9110
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Kymothus an Tritonis

. So sehr die See vom Lande verschieden ist, so ungleich ist das Verhältnis zwischen uns, deren Aufenthalt auf dem Meere ist, und dem Einwohner der Städte und Dörfer. Entweder sie verrichten ihre bürgerlichen Geschäfte in dem Bezirke der Mauern, oder, wenn sie sich auf den Feldbau verlegen, so erwarten sie die reichen Früchte des Feldes zu ihrem Unterhalte ganz ruhig. Unser Leben dagegen ist nur auf dem Wasser, uns ist das Land tödlich, und wir gleichen den Fischen, welchen das Atmen in der Luft unerträglich fällt. Welcher Wahnwitz überfällt Dich also, meine Frau, daß Du das Ufer und Dein Spinnen verläßt, und die Stadt zu wiederholtem Male besuchst, um in Gesellschaft der reichen Athener Frauenzimmer die Oschophorien und die Lenäischen Feste zu begehen? Das heißt wenig Bescheidenheit und Klugheit zeigen und für sein Bestes sorgen. Zu solchem Endzweck hat Dich Dein Vater aus Ägina, dem Du Deine Geburt und Erziehung zu verdanken hast, keineswegs an mich verheiratet. Hat die Stadt so viele Reize für Dich, so lebe wohl und trenne Dich von mir. Liebst Du aber das Seeleben, so bedenke Dein Bestes, kehre zu Deinem Manne zurück und vergiß die verführerischen Schauspiele in Athen auf ewig.

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