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Die Hetärenbriefe des Alkiphron

Alkiphron: Die Hetärenbriefe des Alkiphron - Kapitel 33
Quellenangabe
typenarrative
authorAlkiphron
titleDie Hetärenbriefe des Alkiphron
publisherVerlag der Gesellschaft für graphische Industrie
editorFranz Blei
year1924
firstpub1924
illustratorJulius Zimpel
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created201309
projectidf1f06bf6
wgs9110
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Bacchis an Phryne

. Der Anteil, liebste Freundin, den ich an Deiner Gefahr nahm, war nicht so stark, als den ich nun an dem Vergnügen nehme, daß Du von einem boshaften Liebhaber getrennt bist, und an dem Hyperides einen aufrichtigen Geliebten gefunden hast. Ich bin überzeugt, daß diese Rechtssache für Dich eine glückliche Begebenheit gewesen ist. Nicht nur in Athen, nein, in ganz Griechenland hat diese Streitigkeit Deinen Namen bekannt gemacht. Der Verlust Deines Umgangs wird den Euthias zur Genüge bestrafen; er scheint mir nur aus natürlicher Unbesonnenheit die Grenzen der Eifersucht unter Verliebten im Zorne überschritten zu haben. Sei versichert, er liebt Dich gegenwärtig heftiger als selbst Hyperides. Dieser letztere verlangt ohne Zweifel in Rücksicht auf seine Verteidigung mit einer gewissen Hochachtung angesehen zu werden und sich kostbar zu machen; jenen feuert der widrige Ausgang seines Prozesses noch heftiger zur Liebe an. Mache Dich immer auf seine Bitten, seine Demütigungen und öfteren Geschenke neuerdings gefaßt. Aber, liebstes Mädchen, vergib unsern Vorteilen in nichts, und laß Dich durch Euthias' flehentliches Bitten nicht erweichen, wenn man nicht denken soll, Hyperides habe in dieser Sache eine schlechte Wahl getroffen. Glaube es nicht, wenn man Dir sagt, der Redner würde nichts ausgerichtet haben, wenn Du nicht das Kleid aufgerissen und den Richtern den entblößten Leib gezeigt hättest. Eben seine Verteidigung war es, die Dich instand setzte, diesen Streich in dem gelegenen Augenblick anzubringen.

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