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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 96
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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»Lass ab von mir!« … möcht' ich dich manchmal bitten ...

»Lass ab von mir!« … möcht' ich dich manchmal bitten.
»Ich trag' es nicht, so voll von dir zu sein!
Mein Herz ist dir ein allzu enger Schrein
und zittert schon, wenn nur mit leichten Schritten,
mit unhörbaren, du gehst aus und ein.

Und rührst du, wie der Klöppel an die Wände
der Glocke hämmert, dass sie dröhnend schwingt
und ihr der blaue Schimmer der Legende,
der Ruf des Tags, das Lied der Nacht entklingt,
rührst du mich an mit einer deiner Hände,

dann ist's, als müssten Reif und Bänder brechen,
die meinen Atem schmerzlich schüren ein.
Lass ab von mir, ich kann nicht«, will ich sprechen,
»ich trag' es nicht«, – und muss mich unterbrechen:
»Herr, läute mich, ich will dir Glocke sein.« …

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