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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 84
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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So unvollkommen ist mir, was ich schuf ...

So unvollkommen ist mir, was ich schuf,
dass ich in tausend Stücke gern zerschlüge,
was schon im Augenblick des Werdens Lüge
und Irrtum ist vor deinem Schöpferruf.

Doch du, – wenn die Posaune du ertönen
und Welten du erstehn lässt aus dem Nichts,
wie trägst du's, wenn dein Spiegelbild des Schönen
voll Fehler ist im Nahglanz deines Lichts?

Siehst du die Mängel nicht an Bau und Maß,
gewahrst du nicht die inneren Gebrechen,
vor dessen Auge stumme Steine sprechen
und Mauerwerk durchsichtig wird wie Glas?

Brennt dich nicht jeder Fleck an jedem Kleide,
da selber du so ohne Makel bist?
Und wenn ich Werkzeug schon beim Schaffen leide:
Was leidest du, – der die Vollendung ist?

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