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Die heiligen Reiher

Hilda Bergmann: Die heiligen Reiher - Kapitel 81
Quellenangabe
authorHilda Bergmann
titleDie heiligen Reiher
publisherKrystall-Verlag
printrunZweite Auflage
year1933
correctorreuters@abc.de
senderAdolf Weishäupl
created20180525
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Und nichts in allem ist, was würdig wäre ...

Und nichts in allem ist, was würdig wäre,
in deinem Opferbecken aus Porphyr
hoch aufzuloh'n in deine hellste Sphäre.
Verbraucht ist alles, klein und schwach vor dir.
Denn wahrhaft groß ist nur das stumme Sehnen:
Das dringt in deines Dunkels Spalten ein,
wölbt sich zur Auffangschale deiner Tränen,
wird deines Wesens unsichtbarer Schrein.

Wie es sich aber nach der Erde wendet
und Formung sucht in Marmor und Kristall,
in Worten, deren Fülle sich verschwendet,
im Widerspiel von Saite und Metall,
ringt es vergeblich: Missklang wird das Tönen,
glanzlos der Worte abgeschliffne Zier
und alles Schaffen ist zuletzt ein Stöhnen,
ein Zweifel - und ein Schrei hinauf zu dir.

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